Karin Kersten An Schlaf war nicht zu denken

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Inhaltsangabe zu „An Schlaf war nicht zu denken“ von Karin Kersten

Selbstverständlich ist Suchen das täglich Brot einer Agentur für Recherchen wie Sphinx. Mit Routine hat der neue Auftrag dennoch nichts zu tun. Dafür sorgt allein schon die Tatsache, daß das Suchobjekt eine Mutter ist und auch nicht irgendeine, sondern immerhin die Mutter Albert Chandelliers, der der beste Freund der Chefin Oda Lieberos ist. Und außerdem - trifft dieser so dringlich herbeigesehnte Auftrag nicht auf ein Häuflein Rechercheure, die bereits ein bißchen gerupft aus der langen Auftragsflaute hervorgegangen sind, wie Oda Lieberos bei der ersten Aufgabenbesprechung feststellen muß? Ist sie nicht selbst ein bißchen gerupft? Treten diese Individuen aus dem Wartestand, der die routiniert geübte Camouflage der drei Hauptfiguren bereits erheblich angekratzt hat, nicht unversehens in den Ausnahmezustand, der, reich an Schocks, gegen die Suchenden selber schlägt? "Erst gar keine Ereignissse, jetzt nur noch Ereignisse", sagt Lotte Matern, die rechte Hand der Chefin, nach einigen aufreibenden Tagen und Nächten, und der fuchsschlaue Leo Bonte, binnen Minuten von der Katze zur Maus befördert, ist am Ende gekennzeichnet nicht nur durch ein Veilchen. Oda Lieberos wiederum, Altphilologin, Schauspielerin, Altenpflegerin und langjährige Prinzipalin des Lübecker Taschentheaters, die die ererbte Agentur gewöhnlich souverän zusammenhält, muß im Verlauf der leidenschaftlichen Suche zusätzliche Verstandeskräfte mobilisieren, um nicht ihr eigenes Leben allzu radikal zu entrümpeln. Lotte Matern aber, die am Ende gar nicht mehr weiß, was Suchen ist und was Finden, erlebt mit schmerzlichem Erstaunen die Geburt des eigenen Denkens "aus schierer Lebensnotwendigkeit". Ein Auftrag also, der alle in seinen Bann schlägt.

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  • Rezension zu "An Schlaf war nicht zu denken" von Karin Kersten

    An Schlaf war nicht zu denken
    Girl56

    Girl56

    11. May 2011 um 16:10

    Der Platz 1 auf der SWR-Bestenliste von April 2011 hat mich auf das Buch von Karin Kersten aufmerksam gemacht, und da das Thema "Schlaf" bzw. "Nichtschlaf" per se für mich interessant ist, habe ich ganz schnell und spontan dieses Buch erworben und habe damit sicherlich eines der skurrilsten, handlungsärmsten und doch nie langweiligen Bücher dieser Saison gelesen. Die drei Hauptfiguren Oda, Lotte und Leo stehen zu Beginn der Geschichte alle an einem Scheidepunkt in ihrem Leben. Oda erbte die Detektei "Sphinx" von ihrer Tante Trude und stellte kurz danach Lotte und auf deren Rat auch noch Leo ein. Da Oda sich aber weigert, die üblichen Ehebruchsermittlungen zu tätigen, kommen immer weniger Aufträge herein, und Oda muß ihre Zukunft und die der beiden Mitarbeiter überdenken. Ein Suchauftrag von Odas altem Freund Albert bringt neuen Schwung in den erstarrten Alltag der Detektei, wo man sich nur noch selber beobachtet und belauert. Alle schwärmen nun aus (auch diverse freie Mitarbeiter), um Alberts vermißte Mutter zu suchen. Diese Suche wird für Oda, Lotte und Leo eine Suche nach dem eigenen Standpunkt im Leben. Die ganze Romanhandlung spielt nur an wenigen Tagen, aber enthält viele philosophisch-nachdenkliche Passagen, die das Seelenleben der drei Hauptpersonen beleuchtet, und auch "Klara Chandelliers", die nicht ahnt, dass die "Agentur Sphinx" auf der Suche nach ihr ist, erfährt in diesen wenigen Tagen Dinge über sich und ihr bisheriges Dasein, die sie zu einer Änderung ihres Lebens bringen. Tätsächlich können die Helden der Geschichte in diesen paar Tagen der Suche nach "Klara" und dem vielen Nachdenken über das Leben im Allgemeinen und ihr Schicksal im Besonderen auch wirklich nicht viel Schlaf finden, was ich gut nachvollziehen konnte!

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  • Rezension zu "An Schlaf war nicht zu denken" von Karin Kersten

    An Schlaf war nicht zu denken
    ilsebi

    ilsebi

    Eine wunderbar leicht geschriebene, skurril-gewitzte Geschichte über das "Suchen" und "Finden". Karin Kerstens neuester Roman ist m.E. 'literaturpeis'gefährdet'. Bin gespannt in welche große Empfehlungsliste das Buch zuerst aufgenommen wird...

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