Karin Krieger Palermo sehen und sterben

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Inhaltsangabe zu „Palermo sehen und sterben“ von Karin Krieger

Ein ungewöhnlicher Reiseführer: Alajmo, selbst ein chaosresistenter Palermitaner, erklärt einem imaginären Besucher, der sich fürchtet, sein Hotelzimmer zu verlassen, die Stadt. Er zeigt ihm berühmte Monumente und die Schauplätze von Attentaten, Gärten und Parks, Gassen und Märkte. Er kommentiert den abenteuerlichen Verkehr, die Schwarzbauten, das Meer, die einschlägigen Klischees, den vertrauten Umgang mit den Toten und führt ein in das Denken der Sizilianer im Allgemeinen und der Bewohner Palermos im Besonderen. Es gilt, eine der letzten Städte Europas, in die die Moderne noch nicht wirklich Einzug gehalten hat, zu entdecken: atemberaubend schön, widersprüchlich, dekadent, gewalttätig und lebendig.
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  • Rezension zu "Palermo sehen und sterben" von Karin Krieger

    Palermo sehen und sterben

    Anita27a

    22. March 2010 um 21:38

    Der Autor Roberto Alajmo erklärt in diesem ungewöhnlichen Reiseführer einem fiktiven Gast, der sich nicht traut das Hotelzimmer zu verlassen, die Stadt Palermo. Hierbei preist er nicht etwa wie in einem herkömmlichen Reiseführer die Sehenswürdigkeiten der Stadt an, sondern zeigt gerade auch deren Schwachstellen auf. Der Originaltitel des Buches lautet eigentlich "Palermo é una cipolla". "Palermo ist eine Zwiebel" - das Gesicht der Stadt besteht aus mehreren Häuten und immer wenn eine Haut abgeschält ist, dann kommt eine neue zum Vorschein, die auch geschält werden muß. So bemüht sich Alajmo in seinem Buch die verschiedenen, durchaus auch negativen Seiten einer außergewöhnlichen Stadt aufzuzeigen, nach und nach zu entblättern. Und wie das so ist, wenn man eine Zwiebel schält, irgendwann fängt man an zu weinen. Alajmo erzählt von den Menschen, der Insel, der Stadt, von ihren Stärken und Schönheiten aber vor allem auch von ihren Schwächen und häßlichen Seiten. Am Ende will man den imaginären Besucher auffordern sein Hotelzimmer zu verlassen, denn es gibt nach der Lektüre dieses Buches scheinbar nichts mehr was ihn in Palermo erschrecken könnte, sondern nur noch die Schönheiten zu entdecken, auf deren Schilderung der Autor bewußt verzichtet hat. Ein Reiseführer der Lust macht auf eine chaotische Stadt mit einem ganz besonderen Menschenschlag

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