Karin S. Wozonig Chaostheorie und Literaturwissenschaft

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Inhaltsangabe zu „Chaostheorie und Literaturwissenschaft“ von Karin S. Wozonig

Die Chaostheorie, die aus den Naturwissenschaften, insbesondere aus der Mathematik entstanden ist, bietet zugleich auch großes interdisziplinäres Potential für die Kultur- und Geisteswissenschaften. Anhand konkreter Beispiele zeigt Karin S. Wozonig, wie das Denkmodell einer "Chaostheoretischen Literaturwissenschaft" für die literaturwissenschaftliche Theorie und Praxis fruchtbar gemacht werden kann. So eröffnet die Chaostheorie z.B. neue Betrachtungsmodelle für die hochkomplexe Struktur literarischer Texte oder für neue, intermediale Textformen. Der Autorin gelingt es in ihrem Werk, zwei unvereinbar scheinende Disziplinen zu verbinden und dadurch einen neuen Erkenntnisweg für Literaturwissenschaftler und Literaturwissenschaftlerinnen zu schaffen.

Das Cover hier find ich ja schon mal einsame Spitze, da es die fraktale Struktur der Welt betont und somit das Aussehen des Buches mit dem Inhalt verbindet;)

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Chaostheorie und Literaturwissenschaft" von Karin S. Wozonig

    Chaostheorie und Literaturwissenschaft

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. September 2009 um 16:54

    Karin S. Wozonig legt ein umfassendes Buch zum Thema Chaostheorie in der Literaturwissenschaft vor. Sie beginnt in ihrer 2008 erschienen Publikation mit dem Vergleich, dem Abklopfen der Geschichte und der Zeit. In der postmodernen Befragung der Geschichtsschreibung hat es eine Selbstbefragung der Historiker gegeben, die das Fach grundlegend in Frage gestellt hat und noch bzw. immer wieder gegensätzliche Standpunkte hervorbringt, die die relevante Geschichtsforschung zu positionieren versuchen. Über diese grundlegende Einführung in die Geschichtsschreibung, die Betrachtung der Zeit als Mittel der Chronologie und Betrachtung überhaupt, wird (spätestens) durch Nietzsche und Einstein eine Relativierung der Zeit vorgenommen. Frau Wozonig nimmt dann eine recht übersichtliche und lang geformte Einführung der Chaostheorie in die Literaturwissenschaft ein, die sich vor allem mit der sauberen Abgrenzung ihres Faches beschäftigt (der Lit.wis.), um mit der Chaostheorie fruchtbar arbeiten zu können und Literaturwissenschaft dadurch nicht als eine Simplifizierungsangelegenheit zu betrachten, sondern durch und mit der Interdisziplinarität die Ergründung der Literatur zu bereichern, die, wie Wogozin klar und deutlich zu Beginn ihrer Arbeit schreibt: "Möglichkeit ist, etwas über uns selbst zu erfahren." Denn: "Was uns Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler an der Literaturwissenschaft interessiert, sind wir selbst." (7). Immer sei es auch die Frage nach der eigenen Situierung. Besonders geht die Autorin auch auf die Beginne der Vermengung von Chaostheorie und Literaturwissenschaft ein, die sich bei der Natur- und Literaturwissenschaftlerin Katherine N. Hayles sammeln. Dabei scheut Wogozin nicht, missglückte Tendenzen und Interpretationen zu benennen und klare Linien zu ziehen. Ihr Buch ist praktisch ein Wunsch an die weitere Arbeit in diesem Bereich und ordnet somit das bisherige Geschehen gebündelt in dieser Veröffentlichung. Manchmal werden in einigen Kapiteln Begriffe genannt, die später als erst einmal zu (er-)klären betitelt werden, was die Lesbarkeit für denjenigen, der sich mit Chaostheorie noch gar nicht auskennt, ein wenig schwierig werden lassen könnte. Dennoch ist dieses Buch sehr bereichernd und interessant für einen Weg in eine umschränkte Befruchtung der Literaturwissenschaft, unter strenger Klarheit der fachspezifischen Grenzen und Arbeitsmethoden.

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