Karin Schneider-Ferber Heinrich in Canossa gedemütigt!

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Inhaltsangabe zu „Heinrich in Canossa gedemütigt!“ von Karin Schneider-Ferber

Im Jahre 1076 wird die christliche Welt durch einen ungeheuren Vorgang erschüttert – Papst Gregor VII. exkommuniziert Kaiser Heinrich IV. Dieser erkennt, dass er sich nur retten kann, wenn es ihm gelingt, wieder in die Kirche aufgenommen zu werden. So macht er sich 1077 auf nach Canossa.

Diese Reihe bietet Antworten und Hintergründe zu den zentralen Fragen rund um die wichtigsten Schlüsselereignisse der Geschichte. Der unterhaltsame Text und die vielen Hintergrundinformationen, Schaubilder und Karten ermöglichen dem Leser, tief in den Kontext einzutauchen und komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Mit einem modernen, journalistischen Ansatz spricht die Reihe insbesondere ein jüngeres Publikum an.

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  • Rezension zu "Heinrich in Canossa gedemütigt!" von Karin Schneider-Ferber

    Heinrich in Canossa gedemütigt!

    affler

    13. March 2012 um 10:58

    Heinrich in Canossa gedemütigt. Ist dem wirklich so oder war der Gang nach Canossa ein genialer taktischer Schachzug von Heinrich IV? Noch heute, in unserer Zeit, zählt der „Canossagang“ als Metapher für eine schlimme Erniedrigung. Doch wie kam es zu dieser Erniedrigung vor den Toren Canossas? Zum Höhepunkt der Kirchenreformen und des Investiturstreits wird König Heinrich IV von Papst Gregor VII im Jahre 1076 AD exkommuniziert. Die Macht Heinrichs ward daraufhin im Reich gebrochen, seine Reichsfürsten distanzierten sich von ihm und durch die Exkommunikation galt er als vogelfrei. Um sich und seine Macht zu retten, blieb ihm nichts anderes übrig als Buße zu tun. Im Büßergewand und barfuß harrte Heinrich 3 Tage vor den Toren Canossas aus um die Absolution und die Aufhebung des Bannes vom Papst zu erreichen. Gregor konnte nicht anders als den Bann aufzuheben. Zitat: Seite 81: „ … Kein Priester der Zeit hätte es sich erlauben können, einen reuigen Sünder einfach abzuweisen – schon gar nicht der Papst als oberster Seelenhirte der Christenheit! … „ Dieser Zug war ein grandioser taktischer Schritt von Heinrich, hatte er nämlich durch seine Buße den Kirchenbann, der auf ihm ruhte, lösen können. Doch durch diese Unterordnung unter die Kirche und den Papst, hat die Königskrone bzw. hatten die weltlichen Herrscher viel von ihrer damaligen Macht und Stellung einbüßen müssen … Die Autorin schildert gekonnt, fesselnd, ausführlich und informativ die Eckpunkte des Investiturstreits. Sie erzählt dabei nicht nur die Geschehnisse des Jahres 1076, sondern geht auch auf die Ereignisse davor und danach ein. Die Fragen nach dem wie und dem warum werden sehr gut erörtert und dem Leser dargestellt. Sehr schön herausgearbeitet ist die neutrale Darstellung der Quellen. Die Autorin versucht jede Seite (kirchliche und weltliche Macht) zu Wort kommen zu lassen, ohne eine der beiden vorab zu verdammen. Dadurch erhält das Buch eine neutrale Geschichtsdarstellung. Wendepunkte der Geschichte ist eine Reihe des Theiss Verlages, die sich mit einschneidenden Ereignissen in unserer Geschichte befasst, diese herauspickt und für jedermann verständlich aufarbeitet. Das Buch bzw. die Reihe „Wendepunkte der Geschichte“, ist daher auch für Laien sehr empfehlenswert, da man ohne Vorkenntnisse in die Materie eintauchen kann.

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  • Rezension zu "Heinrich in Canossa gedemütigt!" von Karin Schneider-Ferber

    Heinrich in Canossa gedemütigt!

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. December 2010 um 11:53

    Nach vergeblich verlaufenden Vorverhandlungen erschien Heinrich IV. am 25. Jan. 1077 (...) barfuß im Büßergewand Einlass heischend vor dem inneren Burgtor von Canossa. Auch an den beiden folgenden Tagen wiederholte er diesen Aufzug. (Artikel Canossa, LexMA, Bd. II, 1442) Heinrich IV. soll drei Tage lang nur mit einem dünnen Hemd bekleidet im Schnee gesessen und gewartet haben. Er wartete auf eine Antwort von Gregor VII., der den König von seinen Ämter enthoben, ihn gebannt und seine Untertanen vom Treueid entbunden hatte. Dieser Bußgang wird als einer der wichtigsten Wegmarken im Investiturstreit angesehen und stellt gleichzeitig einen Wendepunkt in der Geschichte dar. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Theiss-Verlag in seiner Reihe "Wendepunkte der Geschichte" einen Band herausgegeben hat, der genau diese Thematik behandelt. Die "Wendepunkte" sind vor allen Dingen für ein junges Lesepublikum gedacht und weichen daher in Aufmachung und Sprache von den üblichen historischen Einführungs- oder Überblickswerken ab. Ein szenischer Abriss bildet immer einen Einstieg in die Texte. Zudem sind alle Bände mit Karten, Literaturhinweisen und wichtigen Exkursen ausgestattet. Bereits erschienen bzw. in Planung sind die folgenden Themen: Caesar im Senat niedergestochen Perser bei Salamis besiegt Jeanne d'Arc besiegt Engländer Römischer Kaiser gestürzt- Das Aus für Westrom Land in Sicht- Kolumbus entdeckt Amerika Die Geschichte rund um den Investiturstreit wird von der Historikerin Karin Schneider-Ferber beschrieben. Schneider-Ferber war im vergangenen Jahr mit ihrem Werk "Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über das Mittelalter" in aller Munde und ist auch als freie Journalistin tätig. In dem vorliegenden Werk spannt die Autorin einen Bogen von den Ursprüngen der Salier und den Anfängen des Reformpapsttums bis hin zu den langfristigen Folgen, die aus Canossa erwachsen sind. Um einen näheren Einblick in das Vorgehen der Autorin zu geben, möchte ich den Aufbau des Buches ein wenig näher erläutern. Es beginnt, wie oben beschrieben, mit einem szenischen Einstieg, in dem beschrieben wird wie sich Heinrich IV. und Gregor VII. gefühlt haben könnten, welche Gedanken sie hegten und wie sie dem jeweils anderen gegenüber aufgetreten sind. Ich muss zugeben, dass mich dieser Textabschnitt sehr irritiert hat. Ich wusste nicht recht was ich mit den Aussagen anfangen sollte und hatte die leise Befürchtung, dass das gesamte Buch in dieser Form geschrieben sein könnte. Für mich stellte dies keine legitime Auseinandersetzung mit dem Thema dar. Doch schon das erste Kapitel lies mich aufatmen. Es wird ein kleiner Überblick über das 11. Jahrhundert gegeben und danach gefragt wie man Canossa bewerten könnte. In einem ersten Exkurs werden wichtige Chronisten der Salierzeit vorgestellt, die auch in ihren eigenen Kontext eingebettet und ansatzweise bewertet werden. Somit erhält man einen wichtigen Hinweis auf die Glaubwürdigkeit der einzelnen Personen. In anschließenden Abschnitt analysiert die Autorin die Zeit vor dem Bußgang. Hier ist eine Dreiteilung in Kirche, Reich und Herrschaft zu erkennen. Und doch werden alle drei Aspekte miteinander verbunden, da ja der Investiturstreit aus der Beziehung aller drei Strukturen zueinander entstanden ist. So geht es nicht nur um den Aufstieg des Papsttums und seine Reformbestrebungen, sondern auch um die Investitur wichtiger Ämter und die Ernennung politischer Herrscher. Gleichzeitig werden das Problem der Simonie und die Einmischung der Könige in die Handlungsbereiche der kirchlichen Würdenträger behandelt. Wer war aber eigentlich für welche Bereiche zuständig und wie standen die Fürsten den einzelnen Parteien gegenüber? Schneider-Ferber gibt auf alle Fragen klare Antworten ohne sie als absolut darzustellen. Sie weist auf wichtige Forschungsergebnisse hin und verschweigt dabei nicht ungeklärte Fragen. Weiterhin werden alle wichtigen Begriffe einfach erklärt und gut in den eigentlichen Text eingebettet. Diese Vorgehen behält sie auch in den folgenden Kapiteln bei, in denen es um den eigentlichen Bußakt, die Zeit bis zum Wormser Konkordat und den Nachwirkungen des Investiturstreits geht. Die einzelnen Themenabschnitte sind so gut ausgewählt und werden so klar und gleichzeitig umfangreich beschrieben, dass man nach Beendigung der Lektüre einen umfangreichen Einblick in das Thema gewonnen und sich das entsprechende Wissen ganz nebenbei angeeignet hat. Der Anhang, bestehend aus Zeittafel, Papstliste, Überblick über die Salier und Quellen- und Literaturhinweise rundet das Buch wunderbar ab. Fazit: Aus meiner Sicht handelt es sich um ein hervorragendes Einführungswerk, dass für interessierte Laien, Leistungskursschüler und Bachelorstudenten zu empfehlen ist. Es werden zwar keine neuen Forschungsfelder oder -fragen entwickelt, aber der aktuelle Stand der Forschung wird in verständlicher Weise und interessant wiedergegeben. Zudem wirkt die gesamte Aufbereitung sehr ansprechend und man erhält einen wunderbaren Ein- und Überblick.

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