Karin Slaughter Bittere Wunden

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Inhaltsangabe zu „Bittere Wunden“ von Karin Slaughter

Das Geheimnis um Will Trents Vergangenheit wird endlich gelüftet Als eine Studentin spurlos verschwindet und Will Trent den Fall übernehmen will, wird ihm dieser mit unerwarteter Heftigkeit entzogen. Amanda Wagner, seine undurchschaubare Vorgesetzte, will ihn mit aller Macht davon abhalten, nach der Vermissten zu fahnden. Aber warum? Erst als sich die beiden in einem verlassenen Waisenheim gegenüberstehen, entspinnt sich eine Geschichte, die nicht nur das lang gehütete Geheimnis um Will Trents Vergangenheit endlich aufdeckt, sondern auch ein grausames Netz aus Verrat, Korruption und bitterem Hass entlarvt.

Vorgeschichte über Will Trent

— Mylie
Mylie

Die Vergangenheit von Will Trent und was Amanda Wagner damit zu tun hat.. Fantastisch!!!!

— Ay73
Ay73

Wieder ein spannender und packender Krimi von Karin Slaughter. Gelungene Zeitstränge und Erzählperspektiven

— typisch-mona
typisch-mona

Vielschichtig, tiefgehend, spannend - ein echter Karin Slaughter!

— tanteruebennase
tanteruebennase

Spannender Thriller

— Jka88
Jka88

Spannung, Gänsehaut und Emotionen... alles vorhanden. KLASSE!

— Antika18
Antika18

Spannend, brutal, interessanter Aufbau mit zeitlichen Rückblicken, perfekt durchdachte Handlung, gut zu lesen. Gerne wieder, Karin!

— Caastorb
Caastorb

Eine Handlung auf 2 Zeitebenen, die für Gänsehautmomente sorgt und auf den letzten Seiten wirklich noch überraschen kann.

— Betsy
Betsy

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  • Bittere Wunden

    Bittere Wunden
    Ay73

    Ay73

    02. November 2016 um 12:04

    Atlanta in den 70 er Jahren: Straßenstrich. Lucy, Kitty, Jane und Marry. Ihr Zuhälter ein schwarzer namens Juice, der mit absoluter Gewalt die Mädchen gefügig macht.. dann wird eines Mädchen tot im Wohnhausblock auf der Straße gefunden.. Selbstmord heißt es... die Polizei arbeitet schlampig, kümmert sich nicht richtig um den Mord, denn ist ja in deren Augen nur eine Nutte weniger. Amanda Wagner und Evelyn Mitchell übernehmen den Fall in ihrer Freizeit. Frauen haben damals nicht viel zu sagen, auch wenn sie Polizistinnen sind. Sie sind nur für Streifendienst abkommandiert oder sie dürfen mal für die Ermittler abtippen. Sie kämpfen um ihr Recht, werden mit Sexismus und Belästigungen konfrontiert. Aber die zwei Ermittlerinnen sind tough und gehen ihren Weg. Vor allem für Amanda ist es schwierig aus ihrem Schatten zu schlüpfen. Dann sind wir in Atlanta der heutigen Zeit: ein Frauenmörder der sehr lange eingesessen hat, wird entlassen. Und siehe da, ein Mädchen verschwindet, blond, jung... genau das Beuteschema. Will Trent sieht die verschwundene Studentin in den Nachrichten und ist entsetzt, dass sie seiner Mutter so ähnelt. Und im selben Moment wird er von Amanda Wagner aufgefordert sich in diese Ermittlung nicht einzumischen.. sie tut alles Erdenklich um Will aus diesem Fall rauszuhalten. Beide Fälle ähneln sich sehr und wir kommen ein Stücken der Vergangenheit näher.. Amanda versucht eigentlich Will zu schützen und Will will nur noch Antworten auf seine Herkunft haben. Sarah Linton ist sehr bemüht Will so zu nehmen wie er ist...Natürlich hält sich Will vom Fall nicht zurück, er ermittelt auf eigene Faust...wird er es herausfinden??? Kann Amanda es aufrechterhalten, was sie für Will aufgebaut hat? Wow, das Buch ist der Hammer... ich war fasziniert soviel über die 70er und die Gegenwart von Amanda, Evelyn und Will zu lesen... hinter der starken Amanda ist ein weiches Herz... sie begleitet Will ihr ganzes Leben... und ich war sehr berührt darüber dass sie doch nicht so kaltherzig ist. Unbedingt lesen..

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  • Das beste Buch von Karin Slaughter, das ich seit langem gelesen habe

    Bittere Wunden
    -Leselust-

    -Leselust-

    11. September 2016 um 15:34

    Zum Buch: Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Atlanta, August 1974. Auf dem Straßenstrich stehen Kitty, Lucy, Jane und Mary; ihr schwarzer Zuhälter Juice führt die Mädchen mit brutaler Gewalt. Dann ist eines der Mädchen tod, zerschmettert liegt sie im Innenhof eines Wohnbunkers in den Slums von Atlanta. Juice ein willkommener Täter. Die Polizeiarbeit wird schlampig und oberflächig gemacht, es ist ja “nur eine Nutte”, die da wohl Selbstmord begangen hat. Amanda Wagner und Evelyn Mitchell, zwei weibliche Polizistinnen in Zivil, kämpfen gegen Sexismus und Korruption im Dezernat. Sie finden Spuren, die eindeutig auf Mord hinweisen und fangen an auf eigener Faust zu ermitteln. Fazit: es sind noch mehr junge Mädchen spurlos verschwunden und alle kannten sich. Es ist schwer in dieser Zeit eine Frau zu sein, die nicht am Herd steht, auch die Dienstmarke verschafft den Ermittlerinnen keinen Respekt in der Männerdomaine. Atlanta, Gegenwart. Ein Frauenmörder wird aus der Haft entlassen und zeitgleich verschwindet eine junge, blonde Studentin spurlos. Amanda Wagner übernimmt persönlich die Ermittlungen, doch Will Trent darf nicht mitermitteln, er wird aus nichtigen Gründen strafversetzt -an den Flughafen von Atlanta. Gerade das weckt natürlich seine Neugier an diesem Fall. In einem leerstehenden Waisenhaus begegnen Trent und seine Freundin Dr. Sara Linton plötzlich Amanda Wagner. Was gibt es in diesem Kinderheim zu finden, das Amanda Wagner persönlich hier einsteigt? Bald wird klar, das der aktuelle Fall mit dem Fall von 1974 zusammen hängt. Die beiden jungen Ermittlerinnen riskierten 1974 ihren Job und ihr Leben um zu ermitteln, was den drogensüchtigen Mädchen geschehen ist. Also fängt Will an auf eigene Faust zu ermitteln und eine ungebändigte, kalte Wut bringt ihn dabei an seine seelischen und körperlichen Grenzen. Wird er durch seine Vergangenheit die Gegenwart zerstören? Meine Meinung: Zuerst sollte ich sagen, dass ich ein großer Karin Slaughter Fan bin und beide Krimireihen - die um Dr. Sara Linton und ihrem Exmann Jeffrey Tolliver und auch die um Will Trent und Faith Mitchell- verschlungen habe. Und dann der Clou, beide Reihen miteinander zu verbinden – genial! “Bittere Wunden” hat mich von Anfang an gefesselt und zum Ende hin nicht mehr los gelassen. Die Autorin führt uns auf zwei Zeitebenen durch das Buch, die aber gut gekennzeichnet sind. Endlich erfahren wir mehr über das seltsame Verhältnis von Amanda Wagner zu Will Trent. Dieses Buch enthüllt die Vorgeschichte von Trent und erzählt uns wie es zu seiner Abhängigkeit von seiner Ehefrau Angie Polaski gekommen ist. Aber auch die kalte und berechnende Amanda Wagner wird uns in diesem Buch näher gebracht. Überhaupt gibt das Buch den persönlichen Geschichten der Protagonisten viel Raum. Ich persönlich finde das sehr gut, für mich lebt ein Krimi nicht nur vom Fall an sich, sondern ich möchte auch etwas über die Ermittler erfahren. Und in diesem Band wird endlich meine Neugierde befriedigt. Das Buch hat mich aber auch wütend gemacht. Ist es wirklich erst so kurze Zeit her, dass wir Frauen nicht mehr unter der Vormundschaft unserer Männer stehen? Und Alkohol im Dienst, verbunden mit Rassendiskreminierung und Sexismus – eine gefährliche Mischung. Um so mehr verstehe ich jetzt Amanda Wagner, die sich als Frau unter diesen Bedingungen an die Spitze des Georgia Bureau of Investigation (GBI) hoch gearbeitet hat. Mein Fazit: Absolut lesenswert und ein Muss für Karin Slaughter Fans.

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  • Vorsicht, spannend!

    Bittere Wunden
    Jka88

    Jka88

    07. June 2016 um 17:05

    Die tiefsten Wunden sind jene, die uns die Vergangenheit zufügt Als eine Studentin spurlos verschwindet und Will Trent den Fall übernehmen will, wird ihm dieser mit unerwarteter Heftigkeit entzogen. Amanda Wagner, seine undurchschaubare Vorgesetzte, scheint Will mit aller Macht davon abhalten zu wollen, nach der Vermissten zu fahnden. Aber warum? Erst als sich die beiden in einem verlassenen Waisenheim gegenüberstehen, entspinnt sich eine Geschichte, die nicht nur das lang gehütete Geheimnis um Will Trents Vergangenheit endlich aufdeckt, sondern auch ein grausames Netz aus Verrat, Korruption und bitterem Hass entlarvt. Meinung: Die Will-Trent-Reihe geht weiter. Junge Prostituierte verschwinden und werden auf brutalster Art ermordet. In diesem Buch wechselt Karin Slaughter zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was ich persönlich ganz gut fand. Die Zeitsprünge stören nicht beim lesen und bringen einen auch nicht durcheinander.   Einige Informationen über Will kommen ans Licht. Auch über die Vergangenheit von Amanda Wagner erfahren wir mehr. Das Buch lässt sich super lesen. Meiner Meinung nach nicht das beste Buch von Slaughter aber aufjedenfall empfehlenswert und spannend. 

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  • Perfekt strukturiert, äußerst spannend - macht Lust auf mehr!

    Bittere Wunden
    Caastorb

    Caastorb

    25. May 2016 um 12:06

    Am Bahnhofskiosk der Stadt Baden in der Schweiz stand vor dem Regal mit den aktuellen Bestsellern. Ich hatte drei Minuten bis zur Abfahrt meines Zuges nach Wien. Für die nächsten acht Stunden brauchte ich spannenden Lesestoff. Slaughter Karin, der Name kam mir bekannt vor. Der Titel Bittere Wunden klang vielversprechend. Ich zahlte und stieg ein. Dann versank ich in dem Buch. Es war ein außergewöhnliches Erlebnis.Die Handlung beginnt im Jahr 1974. Wir erleben die Studentin Lucy Bennett, wie sie am Straßenstrich arbeitet. Ihre Geschichte ist die typische Drogenkarriere eines jungen Mädchens: Eine pummelige 15-Jährige nimmt Speed zum Abnehmen. Sie fängt an zu spritzen und lernt einen älteren Mann kennen. Sie verliebt sich. Er nützt sie sexuell aus. Sie steigt um auf Heroin und wird abhängig. Männern reichen sie weiter und sie landet in der Prostitution. Ihre Geschichte endet auf der Straße, wo sie ein geheimnisvoller Mann verprügelt, beraubt und entführt. Danach springt die Handlung in die Gegenwart. Wir lernen Will Trend, einen Beamten des Georgia Bureaus, eine Freundin Sahra Linton, eine Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin und Armanda Wagner, Hauptermittlerin bei der Polizei, kennen. In beiden Handlungssträngen entführt ein mysteriöser Mann Prostituierte und misshandelt oder tötet sie auf grausamste Weise. Das ist der Anfang der komplexen Handlung. Die Karin Slaughter fordert uns in unserem Leseverständnis. Mehrmals springt sie mit uns in die Vergangenheit und wieder zurück. Langsam baut sie vor uns ein komplexes Puzzle von Handlungsträngen, Menschen und Beziehungen auf. Manchmal springen wir in der Vergangenheit zeitlich nicht linear, sondern die Autorin nimmt Dinge vorweg, die erst im Verlauf der Geschichte einen Sinn ergeben. Aufpassen beim Lesen! Manchmal spielt eine Einblendung aus der Vergangenheit nicht zum erwarteten Zeitpunkt. Die Autorin spielt ein gekonntes Spiel. Sie setzt präzise Details. Hie und da fügt sie ein Stück zum weiteren Verständnis ein und führt den Leser behutsam an der Leine. Spätestens nach dem ersten Drittel des Buches legte ich mir zwei Personenlisten an: eine für die Gegenwart und eine für das Jahr 1975. Ich kam mit den vielen Personen durcheinander.Beim Lesen entsetzte mich der direkte Vergleich zwischen den 70er-Jahren und der Gegenwart. Frauen waren im Polizeidienst Menschen zweiter Klasse. Als Armanda Wagner sich für eine Karriere bei der Polizei entscheidet, wendet sich die Gesellschaft gegen sie. Sie verliert ihre Freunde. Es war zu in den 70er-Jahren nicht üblich, als Frau zum Polizeidienst zu gehen. Von den hauptsächlich männlichen Beamten werden die weiblichen Kollegen sanktionslos als "Schlampen", "Fotzen" und "Niggertussis" geschimpft. Alkoholprobleme von Kollegen sind allgegenwärtig. Alle sprechen darüber. Niemand unternimmt etwas dagegen. Fahren unter Alkoholeinfluss zieht anscheinend nur eine Verwarnung nach sich und gilt als Kavaliersdelikt. In einer Szene geht die Protagonistin durch das Büro des Polizeidepartements, wo 60 Sekretärinnen auf Schreibmaschinen in einem Raum arbeiten. Dabei mein ein männlicher Kollege verächtlich, dass die Damen Papier produzieren, das im Abfalleimer endet. Die Zustände im Männertrakt des örtlichen Gefängnisses schildert die Autorin als haarsträubend. Am Boden des Verhörraumes liegt eine tote Ratte. Die Haupthalle des Traktes ist mit Kot von Vögeln übersäht. Innerhalb des Männertraktes herrscht Anarchie. Selbst die männlichen Beamten haben Angst und sind alkoholisiert. Es ist eine Art Sozialstudie, die bei diesem Roman unterschwellig mitschwingt. Erst bei der Recherche zu diesem Buch entdeckte ich, dass dieses Buch der aktuelle Band einer Reihe ist. Karin Slaugther verwendete die Protagonisten Will Trend und Sahra Linton in ihren letzten Büchern. Dabei schrieb Karin Slaughter erst Thriller mit Sahra Linton als Protagonistin. Dann erfand sie parallel in weiteren Büchern den Protagonisten Will Trend und führte die beiden Erzählwelten zusammen. Ich finde das eine interessante Entwicklung. Gerne möchte ich mehr über die beiden Figuren wissen. Der Autor meiner nächsten Thriller-Lektüre heißt sicher wieder Karin Slaughter!

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  • Für mich eine der stärksten, emotionalsten und persönlichsten Bücher der Reihe

    Bittere Wunden
    aly53

    aly53

    20. May 2016 um 00:13

    Lange habe ich die Georgia-Reihe rund um Will Trent vernachlässigt, aber nun musste ich einfach mal wieder weitermachen.Entgegen aller Erwartungen kam ich sehr gut in das Geschehen rein.Wobei ich jetzt schon sagen muss, daß es eins der stärksten und ergreifensten Bücher von Karin Slaughter ist.Denn hierbei geht es nicht nur um Sadismus, Diskriminierung und Mordfälle.Das ganze geht viel tiefer, es geht um Vergangenheit und Gegenwart.Es geht um Will Trent, man erfährt viel von ihm, was mir wirklich sehr gut gefallen hat.Zu ihm hatte ich immer ein eher zwiespältiges Verhältnis.Es rankte sich immer ein Geheimnis um ihn, daß ihn undurchschaubar machte.Jetzt endlich ist es soweit und man dringt weiter vor.Aber auch über Amanda erfährt ma einiges.Ich muss ehrlich gestehen, sie hat mir wirklich Respekt abgezollt, mit ihrer Stärke und ihrem Mut.Das muss sie auch, denn damals 1975 hatten die Frauen es nicht einfach sich zu behaupten, schon gar nicht bei der Polizei.Sie wurden abwertend behandelt und einfach nicht für voll genommen.Ehrlich, daß hat mich unglaublich wütend gemacht.Diese Art wie man mit Menschen umgeht ist einfach unwürdig und völlig inakzeptabel.Der Fall um den es sich dreht, nahm in gewisser Weise, seine Anfänge im Jahre 1975.Das Schicksal einer jungen Frau, daß hier geschildert wurde, hat mich wirklich tief berührt.Es hat geschmerz, mich wütend gemacht und einfach nicht losgelassen.Diese Frau ging mir unglaublich ans Herz, daß es mir immer wieder den Boden unter den Füßen weggezogen hat.Ihr Weg war steinig, ihre Qualen und ihr Leid, aber auch ihre Hoffnungslosigkeit konnte ich mit jeder Faser meines Herzens spüren.Sie ware lebendig, zum greifen nah und absolut authentisch.Die Szenen mit ihr, haben mir am besten gefallen. Gerade weil sie so grausam und emotional waren.Ich bin dabei schier an meine eigenen Grenzen gekommen.Größtenteils dreht sich das Buch um 1975.Man erfährt viel aus der damaligen Zeit, wie es zuging und allgemein wie es lief.Dieses Buch empfinde ich vor allem deswegen als so stark, weil es sehr persönlich und tiefgründig ist.Lange weiß man nicht, worauf alles hinauszielt.Man fragt sich immer, warum das ganze geschieht und worauf es hinausläuft.Ich habe immer wieder gerätselt und gerätselt und kam auf keinen Nenner.Bis es plötzlich peng gemacht hat und mir das Ganze Ausmaß klar wurde.Ich war einfach nur schockiert, entsetzt und emotional völlig am Ende.Die Abgründigkeit die dabei zutage kommt, wird wirklich sehr gut aufgezeigt.Dabei muss ich auch sagen, ist die Geschichte sehr komplex gehalten.Sie ist wirklich sehr gut durchstrukrturiert und zeigt Dinge auf, die wirklich kaum zu glauben und zu ertragen sind.Dabei schafft es die Autorin Wendungen einzubauen, die es wirklich in sich haben.Mir als Fan der Reihe, hat es wieder extrem gut gefallen.Vor allem war es eine Reise in die Vergangenheit die alles in einem neuen Licht erscheinen lässt.Absolut spannend, ich konnte es keine Sekunde aus den Händen legen.Wobei ich auch sagen muss, daß mir die Vergangenheit wesentlich mehr gefallen hat, als der eigentlich Fall. Und da liegt auch der eigentliche Fokus. denn ich kann nicht umhin zu sagen, das 1975 intensiver behandelt wurde, als die heutige Zeit.Dennoch tappte ich, was den Täter anging, die ganze Zeit im dunkeln.Einziger manko für mich, Sara wirkte mir etwas zu perfekt, da hoffe ich das es im nächsten Band besser wird.Nun bin ich sehr gespannt , wie es im nächsten Band weitergeht.Hierbei erfahren wier verschiedene Perspektiven, zum größten Teil die der Ernmittler und der Opfer.Das gibt ihnen sehr viel raum Und Tiefe.Auch die Nebencharaktere haben mir wunderbar gefallen. Sie wirken authentisch und nehmen völlig für sich ein.Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet.Anhand der lebendigen Beschreibungen entsteht ein Kopfkino, daß das ganze noch tiefgreifender und emotionaler macht.Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.Beim Geschehen wird immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, man kann dies jedoch immer sehr gut anhand der Überschirften auseinanderhalten.Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, intensiv, aber auch fließend, bildgewaltig und mitreißend gehalten.Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.Fazit:Meine meisten Gedanken zum 4.Band der Georgia-Reihe waren "Was zum Teufel...".Ich glaub das drückt es recht gut aus.Es ist ein Achterbahn der Gefühle, es reißt mit, ringt zu Boden und erschüttert und entsetzt einfach zutiefst.Es ist eine Reise in die Vergangenheit, verknüpft mit der Gegenwart, dabei aber sehr tiefgründig gehalten.Für mich eine der stärksten, emotionalsten und persönlichsten Bücher der Reihe.Unbedingt lesen.Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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  • (M)eine Koryphäe am Himmel des Thrills

    Bittere Wunden
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. August 2015 um 22:42

    Karin Slaughter führt ihre beiden erfolgreichsten Serien „Grant County“ und „Will Trent“ zusammen: Sara Linton und Will Trent sind ab sofort gemeinsam auf der Spur der Killer! Es ist Band 4 der Georgia-Serie und für mich auch das langatmigste Buch der Serie. Der Thriller ist sehr komplex geschrieben und durch die verschiedenen Zeitabschnitte ist es zwischendurch notwendig auch mal zurückzublättern, um sich neu zu vergewissern, auf welcher Zeitebene man sich im Buch gerade befindet und wem nun genau die vielfachen Figuren zuzuordnen sind, bevor man einigermaßen den roten Faden des Buches vor Augen hat.  Das Ende war gut, für mich persönlich aber nicht überraschend. Trotzdem lohnt es sich das Buch zu lesen, da man in den letzten Jahren mit Sara lebte und für mich war klar, nachdem es in der Georgia-Serie zu einem Schicksalsschlag kam, musste ich wissen, wie es für sie weiter geht! Liebesromanze, kaltblütige Morde, perfide Machenschaften, eine etwas nervige Amanda Wagner und Vergangheitsreise- all das in diesem Buch.  Als kleine Extras gibt es passend zum Band auch noch zwei Short-Thriller von Karin Slaughter ("Stiller Schmerz" & "Kalte Narben"). Beide allerdings nur als E-Book erhältlich! "Stiller Schmerz" erzählt, was vor den Ereignissen in "Bittere Wunden" passiert und "Kalte Narben" erzählt, was anschließend an dem Band 4 passiert.  Empfehlung: Absolute Must-Read-Empfehlung der Reihen von Karin Slaughter!  (Diese Rezension ist auch auf meinem Blog unter http://glotzkommode.blogspot.de/2015/04/karin-slaughter-meine-koryphae-am.html zu finden)

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  • Für treue Leser der Reihe ein Muss - für alle anderen eher ein schwacher Krimi

    Bittere Wunden
    Thommy28

    Thommy28

    23. July 2015 um 15:37

    Einen kurzen Einblick in das Geschehen gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung. Mit diesem - nunmehr sechsten Band der Georgia-Reihe - ist die Zusammenführung der früher getrennten Reihen (Grant-County-Serie und Will Trent Serie) nunmehr vollständig vollzogen.  Das vorliegende Buch ist ein zwei zeitlich getrennte Handlungsstränge unterteilt - einmal in die Jahre 1974/1975 und andererseits in einen Handlungsstrang in der Gegenwart. Dabei überwiegt die Handlung in der Vergangenheit und enthüllt viele Details über die Herkunft der bekannten Protagonisten. Insbesondere über die Herkunft des Will Trent werden viele Hintergründe aufgeklärt und auch über sein kompliziertes Verhältnis zu seiner Chefin Amanda Wagner. Angereichert hat die Autorin dies mit vielen Details über das politische und soziale Umfeld der Zeit der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts; also die Themen Rassismus und Sexismus. Ich habe diesen Part als deutlich zu Dominant und übertrieben empfunden. Überhaupt kann dieses Buch nicht durch grosse Spannung überzeugen. Für einen Leser, der nicht mit den Protagonisten und deren Beziehungen vertraut ist, ist dies alles eher langweilig. Für den Reihenleser ergeben sich aber im Gegensatz dazu gute, erhellende Erkenntnisse, die für weiter Bücher eine gute Grundlage bilden.

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  • Typisch Karin Slaughter und dann doch wieder nicht...

    Bittere Wunden
    onion73

    onion73

    19. June 2015 um 21:09

    Bei diesem Buch von Karin Slaughter werden sich die Gemüter streiten. Es ist zwar eindeutig der Stil der Autorin, dennoch unterscheidet es sich von ihren bisherigen Büchern. Ich denke, nicht alle, die die Thriller von Karin Slaughter lieben, werden ihre Erwartungen erfüllt sehen. Ich fand diesen Thriller spannend und war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Endlich lüften sich die Geheimnisse rund um Will Trent, seine Herkunft und seine Vergangenheit. Was weiß seine Vorgesetzte Amanda Wagner über die Ereignisse der Vergangenheit? Wie ist sie in das Geschehen von damals verwickelt? Wird die gerade erblühte Liebe zwischen Will und Sarah die Wahrheit überstehen? All diese Fragen klären sich im Laufe der Handlung und doch wartet das Ende wieder mit einer Überraschung auf. Die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit fand ich sehr gut gelöst. So fügen sich die Ereignisse ineinander und erlauben ein besseres Verständnis. Gleichzeitig erhalten wir als Leser einen Einblick in die Polizeiarbeit der siebziger Jahre und die Probleme, vor denen Frauen damals standen, die sich für diesen Beruf entschieden. Ich selbst mag Bücher, in denen zwischen verschiedenen zeitlichen Epochen hin und her gesprungen wird. Andere wird dies evtl. das Lesen erschweren. Es handelt sich nicht einfach nur um einen Thriller, sondern um eine umfassende Gesellschaftsstudie. Dadurch gerät das typische Thrillerfeeling ein wenig in den Hintergrund. Auch geht es in diesem Band eher um Will Trent, so dass nicht jeder von diesem Buch begeistert sein wird. Dennoch ist seine Vergangenheit eng mit den aktuell zu lösenden Mordfällen verknüpft. Als Leser bewegt man sich immer wieder in zwei Zeitepochen und gerade die Frage, wie die geschilderten Ereignisse miteinander in Verbindung stehen haben "Bittere Wunden" für mich zu einem interessanten und spannenden Leseerlebnis werden lassen. Karin Slaugher versteht es gelungen, ihre Hinweise Häppchenweise zu streuen, den Leser lange Zeit im Dunkeln tappen zu lassen und zum Schluss mit einer überraschenden Wende aufzuwarten. Ich bin gespannt, mit welchen Ideen uns die Autorin im nächsten Buch überraschen wird. Fazit: Zu diesem Thriller muss sich jeder selbst ein Bild machen, die Meinungen werden am Ende weit auseinanderdriften, doch mich hat Karin Slaughter erneut uneingeschränkt begeistern können.

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  • Rezension zu " Bittere Wunden " von Karin Slaughter

    Bittere Wunden
    MrsLinton

    MrsLinton

    23. February 2015 um 10:27

    In dem sechsten Teil der Will Trent - Reihe werden zwei Geschichten in einer erzählt. Die Erste handelt um 1975 und erzählt die Geschichte zweier jungen Polizistinnen, die sich -damals- in einem Männerberuf, der Polizei, durchsetzen, und ihren ersten Mord aufklären, dabei aber jeglich erdenkliche Steine in den Weg gelegt bekommen. Die eine der Beiden ist Amanda "Mandy the Wag" Wagner und die andere ist Evelyn Mitchell. Ganz genau, es handelt sich um die spätere Chefin von Will Trent und um die Mutter dessen späterer Kollegin Faith. Die zweite Geschichte im Buch spielt in der Gegenwart. Wills kompliziertes Privatleben entwickelt sich weiter (oder auch nicht), er bekommt irgendwie wieder nichts gebacken und befindet sich oft in einer nervigen Abgestumpftheit. Es wird eine übelst zugerichtete Leiche entdeckt, die die Gegenwart mit der Vergangenheit verbindet und nach und nach erfährt man die Schnittpunkte. Wills früheste Kindheit wird zum sekundären Schauplatz, man erfährt alles. Woher er kommt, was ihn ausmacht. Vielleicht auch, warum er so ist, wie er ist. Hauptsächlich geht es in diesem Buch um Amanda und Evelyn, deren Einsatz sehr ausführlich beschrieben wird. Die Beschreibung, wie das Arbeitsleben von Frauen in damaligen Männerberufen aussah, ist sehr glaubhaft und authentisch. Es macht Spaß zu lesen, wie Amanda ihr Selbstbewusstsein aufbaut und sich durchsetzt. Das Buch liest sich eigentlich ganz gut, jedoch muss ich zugeben, dass dieser sechste Teil für mich der Schwächste ist. Und ich bin wirklich ein riesiger Slaughter-Fan. Die Erzählungen von Amanda und Evelyn sind äußerst langatmig und leider teilweise auch sehr langweilig. Wiederholungen sind an der Tagesordnung. Selbstverständlich, der Hintergrund ist wichtig, um Will besser kennenzulernen, und auch, dass man mehr über Amanda erfährt ist eventuell für die Zukunft ganz gut. Über ihren Bezug zu Will. Jedoch kommt mir einfach alles etwas zu ausführlich vor. Spannung suchte ich vergebens, es hat mich überhaupt nicht gefesselt. Auch die Beziehung zwischen Will und Sara dreht sich einfach weiterhin im Kreis, es nervt mittlerweile etwas. Angie, die ihn immer wieder zu sich zieht und wie er ihr nicht entgehen kann. Puh. Nee nee nee. Echt nicht. Ich hatte die Hoffnung, dass das Buch so spannend wie die Vorgänger wird, aber dem ist nicht so. Zumindest nicht für mich. Selbstverständlich werde ich die nächsten Bücher von Slaughter auch lesen, aber das hier war echt nicht ihr Meisterwerk.

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  • Zurück in die Vergangenheit...

    Bittere Wunden
    Cherrygirl_Tina

    Cherrygirl_Tina

    08. February 2015 um 16:47

    Zurück in die Vergangenheit genau genommen in die Mitte der 70er Jahre wird der Leser in "Bittere Wunden" geführt. Es ist bereits der 6 Band um Will Trent und wie ich finde, auch zugleich der Beste. Die Vorgesetzte von Will Trent, Amanda Wagner, tritt in den Büchern stets als toughe und unnahbare Polizistin auf. Sie führt ihre Einheiten in einem strengem Regiment und besonders auf Will hat sie ein Auge. Gerade ihn scheint sie besonders gern auf den Arm zu nehmen oder für "blöd" verkaufen zu wollen. Dabei erreicht sie mit ihrer Art nur, dass Will noch besser in seinem Job ist und die hohe Aufklärungsrate gibt ihnen recht. Warum hat sie es eigentlich besonders auf Will abgesehen? Amanda war nicht immer die toughe Frau, wie wir sie aus den Büchern kennen. "Bittere Wunden" geht zurück in die 1970er Jahre, genauer gesagt, ins Jahr 1974, zurück zu einem Mord, Drogen und Prostitution. Das Buch beginnt aus der Sichtweise der jungen Prostituierten und drogenabhängigen Lucy Bennett. Der Leser erfährt, wie ihr Leben den Bach runterging und wie sie dort landete, wo sie letztendlich gelandet war: Auf dem Straßenstrich. Falsche Freunde, die Sucht und falsche Entscheidungen haben sie dort hingetrieben. Soll es noch Hoffnung auf ein besseres Leben für Lucy bestehen? In der Nähe des Straßenstrichs erscheint ein Mann der ihr seine Hilfe anbietet. Doch genauso wie dem Leser ist Lucy sofort klar, dass hier der richtige Albtraum ihres Lebens beginnen wird. In den 70er Jahren waren Polizistinnen, oder allgemein Frauen in Männerberufen nicht so selbstverständlich, wie es heute ist. Sie wurden oftmals beleidigt, bedroht und eingeschüchtert, sogar aus den eigenen Reihen. Doch stechen 2 Polizistinnen besonders hervor: Amanda Wagner und Evelyn Mitchell. Die beiden werden zu einer Vergewaltigung in einem ziemlich berüchtigten Viertel gerufen und dort fallen ihnen schon bald einige Ungereimtheiten auf. Dann geschieht genau in diesem Wohnkomplex ein Selbstmord. Evelyn und Amanda erkennen, dass der Fall von ihren Kollegen nicht richtig bearbeitet wird, handelt es sich doch um junge drogensüchtige Prostituierte, die keiner mehr vermisst. Also beschließen die beiden Frauen entgegen sämtlicher Warnungen und Einschüchterungen der Sache selbst auf den Grund zu gehen. Wie ich finde, sehr mutig. Die Polizeiarbeit ist mit der heutigen selbstverständlich nicht mehr zu vergleichen. Es ist interessant zu lesen, wie die Polizisten früher an ihre Informationen gekommen sind und ohne gute Beziehungen zu Mitarbeiterinnen in den jeweiligen Abteilungen und Institutionen schienen es Frauen ohnehin schwer zu haben, an die entsprechenden Informationen zu kommen. Ohne an dieser Stelle viel mehr über den Inhalt zu verraten, die beiden Frauen ernten ihre verdiente Anerkennung auch von den männlichen Kollegen. Was hat das alles mit Will Trent zu tun? Eine Menge, wie sich später herausstellen wird. In der Gegenwart (die vergleichsweise zu den Hauptfällen einen eher geringen Teil im Buch einnimmt) wird eine junge Studentin vermisst und wird wenig später tot aufgefunden. Es ist dasselbe Muster, wie bereits bei den Fällen aus den 70er Jahren. Amanda Wagner bearbeitet auch diesen Fall und wird so erneut mit den Verbrechen aus der Vergangenheit konfrontiert und es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie sich den Ereignissen stellen und Will die Wahrheit sagen muss. Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten, denn es würde die Spannung wegnehmen, wenn ich jetzt an einigen Stellen noch etwas ergänzen würde. Mich hat bei dem Buch besonders fasziniert, wie 2 junge Frauen sich gegen die männliche Spezies behaupteten und einen großen Fall bearbeiten, für den sie offiziell überhaupt nicht zuständig waren. Und obwohl ihnen viele Steine in den Weg gelegt wurden und niemand davor zurückschreckte, sie mit allen Mitteln einzuschüchtern, gaben sie nicht auf, denn sie wollten den Fall um fast jeden Preis lösen und die Grausamkeit und die Lügen dahinter aufdecken. Die Polizeiarbeit und das Leben der Frau in den mittleren 70ern wird meiner Meinung nach sehr gut beschrieben. Das junge Mädchen, Lucy, tut einem richtig Leid, wenn sie zwischen der "ermittelnden Vergangenheit" und der "Gegenwart" zu Wort kommt. Im Grunde genommen tun mir fast alle handelnden Personen in diesem Buch Leid, wenn man es beendet hat. Es ist wieder einmal erschreckend, zu was Menschen fähig sind und hier hat sich Karin Slaughter meiner Meinung nach wieder selbst übertroffen. Und genau wie Will Trent, mag ich keine offenen Enden. Aber dieses Buch hat selbstverständlich eins. Zum Schluss platzt noch einmal eine dicke Bombe und die Leser müssen wieder warten, bis der Nachfolger erscheint und es die Auflösung gibt. Ich bin sehr gespannt - wie immer eigentlich bei ihren Büchern.

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  • Schattenblume bei Will, Evelyn und Amanda

    Bittere Wunden
    MrsCodyMcFadyen

    MrsCodyMcFadyen

    Eine junge Studentin wird ermordet. Will wird die Zuständigkeit für den Fall entzogen. Dann begegnet er seine Chefin Amanda in seinem alten Waisenhaus - mit einem Hammer. Entlüftungen um Wills Vergangenheit und ein anderes unschönes Geheimnis werden zu Tage gefördert, ...und mehr war da diesmal gar nicht auf dem Klappentext, wovon ich ja ein Freund bin. Je weniger verraten wird, desto spannender. Und natürlich war das auch so: 1. Wie schon meine Überschrift: Schattenblume bei Will. Wir erfahren in sprunghaften Kapiteln zwischen Gegenwart und 1975 einiges über Wills Kindheit, "erlebt und erzählt" von der jungen Amanda, die noch als Neuling als Polizistin an ihrem ersten schweren Fall arbeitet. Unterstützt von Faith Mitchells Mutter Evelyn. (so wie in Schattenblume eine Reise durchs Jeffreys Vergangengheit gewesen ist!). Für alle die Schattenblume mochten...Ihr werdet Bittere Wunden lieben! 2. Eine richtig gut erfundene Handlung. So viel Wendungen und Ergebnisse an den Kapitelenden lassen einen das Buch nicht aus der Hand legen. Kleinere unwesentliche Nebenhandlungen, die einen nur aufhorchen lassen und dann wieder aus dem Gedächtnis verschwinden, kommen zum SChluss als wahre Hauptstory zur Sprache und überraschen uns! Viele, viele Namen. Gut aufpassen und an manchen Stellen zwei Mal lesen und denken =) 3. Für alle Leseklatschtanten: Naa, was geht bei Will und Sara denn ab? Ich muss euch alle enttäuschen - Ich verrate nix. Nur so viel: Denkt beim Ende von Harter Schnitt einfach positiv weiter! =) 4.Ein fulminantes Ende. Ohne jeden Hinweis, was sich unsere liebe Karin Slaughter für den Nachfolger ausdenken könnte. Ich bin echt gespannt und freue mich. Aber solange genieße ich wohl den Nachklang dieses Buches, das wie jedes die Fiktionsgestalten Will und Sara um einiges lebendiger gemacht hat! =) STANDIG OVATIONS!

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    • 4
  • Ein toller Teil der Trent Serie

    Bittere Wunden
    Ayleen256

    Ayleen256

    26. December 2014 um 11:35

    Nach einigen Top Büchern von Karin Slaughter überzeugt nun auch "Bittere Wunden", der 6. Teil der Trent Serie, auf voller Länge. Mal etwas ab vom typischen Muster erzählt Slaughter auf 2 Zeitebenen und verbindet beide am Ende zu einem hevorragenden Ende. Als Will Trent sich an der Emittlung nach einer vermissten Studentin beteiligen will, wird er promt von seiner Vorgesetzen Amanda Wagner vom Fall abgezogen. Will versteht die Welt nicht mehr, warum sollte sie ihn von diesem Fall abhalten, wo es doch keine augenscheinlichen Verbindungen zu ihm gibt? Auf den Spuren nach seiner Kindheit trifft er dann auch noch auf seine Chefin. Und auch hier stellt sich Will die Frage: Was macht sie in seinem ehemaligen Waisenhaus, wenn sie doch auf der Suche nach einer vermissten Studentin ist? Dieses Buch ist wirklich anders als die bisher erschienenen Teile. Es handelt sich nicht nur um einzelne Rückblicke in die Vergangenheit, sondern gut 2/3 des Buches spielen in 70-er Jahren- in der Zeit von Amanda Wagners und Evelyn Mitchells Anfängen bei der Polizei. Beide müssen sich gegen ein korruptes System behaupten. Es ist wirklich erschreckend, wie heftig die Konflikte zwischen Weißen und Schwarzen sowie Männern und Frauen bei der Polizei zu dieser Zeit sind. Die beiden Frauen werden erniedrigt, beleidigt und bei ihrer Polizeiarbeit unentwegt behindert. Doch die beiden sind die einzigen, die die Zusammenhänge verstehen, als mehrere Prostituierte verschwinden. In den dunklesten Teilen der Slums ermittlen die beiden und decken einige verborgene Geheimnisse auf. Der Sprachstil von Karin Slaughter ist stilgemäß, das Vorgehen des Täters perfide und ekelhaft. Wirklich beeindruckend ist die Stimmung, die geschaffen wird. Beim Lesen kann man sich wirklich in die beschriebenen Viertel reinfühlen, die man besser nicht betreten sollte. Ich habe mich zuerst gefragt, ob ich es gut finden solle, dass der Großteil in der Vergangenheit spielt, und ich muss sagen: "Ja". Endlich werden mal viele Hintergründe der Personen erörtert, und auch, warum die Protagonisten der Trent Serie so sind, wie sie sind. Hierbei ist es vermutlich gut, die vorherigen Teile gelesen zu haben, auch wenn die Story auch ohne Hintergrundwissen verständlich ist. Zusammfassend kann ich nur 5 Sterne geben! "Bittere Wunden" ist ein spannender Thriller, untypisch, sozialkritisch und absolut lesenswert.

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  • Die schlimmste Droge ist das Buch selbst... Suchtgefahr!

    Bittere Wunden
    Floh

    Floh

    Karin Slaughter´s Autorenpseudonym ist Programm, sie hat mich schon mit so manchem Thriller und vor allem ihren Handlungen und einzigartigen Charakteren mehr als begeistert. Slaughter - Schlachter, schlachten...Blutig, bestialisch und intelligent. Auch ihr aktuelles Buch der Will Trent-Reihe "Bittere Wunden" nimmt kein Blatt vor dem Mund und allein der Prolog reißt den Leser in einem Sog aus Entsetzen und Hochspannung. Das Buch entwickelt sich zum absoluten Psychothriller, ein Streifzug in das perfide und zerstörende Gedankengut eines Besessenen, der Blick in die zerstörende Drogenszene, ein Wettlauf gegen die Zeit und aufdiktierte Machtlosigkeit. Erschienen im Blanvalet Verlag (http://www.randomhouse.de/blanvalet/) Zum Inhalt: "Als eine Studentin spurlos verschwindet und Will Trent den Fall übernehmen will, wird ihm dieser mit unerwarteter Heftigkeit entzogen. Amanda Wagner, seine undurchschaubare Vorgesetzte, scheint Will mit aller Macht davon abhalten zu wollen, nach der Vermissten zu fahnden. Aber warum? Erst als sich die beiden in einem verlassenen Waisenheim gegenüberstehen, entspinnt sich eine Geschichte, die nicht nur das lang gehütete Geheimnis um Will Trents Vergangenheit endlich aufdeckt, sondern auch ein grausames Netz aus Verrat, Korruption und bitterem Hass entlarvt." Handlung: In zwei Handlungssträngen begleiten wir die drei Charaktere Will Trent, Amanda Wagner und Evelyn Mitchel zurück zu deren Anfängen in den 1970er Jahren, als die Protagonisten erstmal aufeinander treffen und Verbindungen herstellen. Amanda und Evelyn sind jung und nahe zu unbeschriebene Blätter. Ihr erster großer Fall damals, soll bis ins Heute seine Stricke ziehen, und deuten darauf hin, wie Will Trent zu dem Mann geworden ist, der er heute ist. Im weiteren wichtigen Handlungsstrang erleben wir Will Trent, wie wir ihn kennen und als Protagonist in Karin Slaughters Büchern lieben. Ein aktueller Fall in der Gegenwart lässt Will aufhorchen. Schnell will er agieren und ist voller Tatendrang, doch Amanda macht ihn einen Strich durch die Rechnung und stellt ihn für einen belanglosen Dienst ab. Warum Amanda nicht will, dass gerade Trent in diese Sache eintaucht, dass puzzelt sich für den Leser Schritt für Schritt zusammen und wir erfahren aus der Vergangenheit und der Gegenwart der Charaktere, welch bestialische und abstoßende Abgründe sich im Zusammenhang des aktuellen Falls und des Damals auftun... Schreibstil: "Bittere Wunden" ist ein weiterer mörderischer Thriller der Bestsellerautorin Karin Slaughter und hier kehren wir zu einigen Anfängen der Will Trent-Reihe zurück. Slaughter hat eine galante Mischung aus dem Hier und Heute mit der Vergangenheit komponiert und bietet in beiden Handlungssträngen unermütliche Spannung und Thrill. Zwar ist es etwas verwirrend zwischen den Zeitzonen und Charakteren den Überblick zu bewahren, aber etwas Konzentration kann helfen und wird mit einem weiteren Meisterwek aus der Feder dieser Thriller-Queen belohnt. Und ich bin wieder mal verblüfft, wie punktgenau sie das Grauen und den Wahn in Worte fassen kann, die den Leser an die Seiten fesseln und das Nervenkostüm strapazieren. K. Slaughter beweist auch hier wieder Mut, indem sie Dinge nicht verschleiert und so wiedergibt, wie sie es sich in ihrem Konzept des Psychothrillers vorstellt. Zwar beginnt hier der eigendliche Psychoterror, dessen Folgen wir aber schon von beginn an erleben, recht spät, dafür jedoch äußerst intensiv und kaum erträglich. Der Kern der Story ist recht spät angesetzt und der Showdown sprengt nochmals alles. In dem vorderen Verlauf der Handlung lernen wir die Entsstehungsgeschichte kennen, das ruinierte Leben danach und auch Will Trent, der geworden ist wer er ist. Dieser Part nimmt einen Hauptteil ein, obwohl das letztere Drittel eigendlich das Gewicht des Thrills ausmacht. Das muss man mögen und akzeptieren. Zwar gibt es auch im Entsstehungsteil und in Amandas und Evelyns Leben und dunkle Vergangenheit spannende und nervenaufreibende Momente, aber der Kern ist das, was mich wirklich erschauern lassen hat, die Verknüpfung beider Fälle. Besonders gefällt es mir wie Karin Slaughter nicht nur den Thriller beschreibt, sondern auch das normale Umfeld und die gesamte Polizeiarbeit und den Behördenaperat. Wer zu diesen schreiberischen Werkzeugen greift, wie es unser Autorin Slaughter in "Bittere Wunden" tut, der beweisst eindeutig Mut und ist sich ihrem Genre Thriller absolut sicher. Das was Autorin Karin Slaughter hier auftischt, ist nichts für zarte Gemüter und kitzelt die Nerven und beschert Gänsehaut und Angst. Verstörend, unverschönt und gnadenlos nennt sie die Dinge beim Namen und sorgt somit für ungefiltertes Entsetzen und Sprachlosigkeit. Unfreiwillig gerät man hier durch ihren Schreibstil direkt in das Geschehen und kann sich ein erstes Bild der Protagonisten machen und vielleicht schon Stellung beziehen. Charaktere: Dieses Buch besteht eigentlich aus drei Hauptprotagonisten und zwei Handlungssträngen. Aus diesen beiden Handlungssträngen wird ein großer Teil der Geschichte erzählt und die Charaktere erhalten ein Eigenleben. . Will Trent: Special Agent mit einer eigenen schlimmen und prägenden Vergangenheit. Im Heute ist er jedoch ein stark wirkender Mann, Mitte 30, groß gut gebaut und mit seiner Auro hat er ein galantes und wirksames Werkzeug seine Ziele zu erreichen. Doch bei Amanda beißt er auf Granit. Später erfahren wir auch wieso. Amanda: Führungskraft schlechthin. Karrierefrau, alt und allein lebend. In ihrem Leben hat kein Partner und kein Gefühl Platz. Erst als ein aktueller Fall Amanda aus den Fugen wirft lernen wir etwas aus ihrer Vergangenheit und ihren Anfängen im Polizeijob kennen. Amanda lässt eine dunkle Vergangenheit aufflammen. Evelyn: Die ebenfalls in den frühen 70iger Jahren mit Amanda bei der Polizei angeheuert hat. Beide verbindet ein ganz böses Geheimnis und nun gilt es alte Wunden nicht aufreissen zu lassen.... Die Autorin verblüfft in ihrem Thriller mit einer angenehm überschaubaren Anzahl an Charakteren, die nach und nach dem Leser nahe gebracht werden. Hier erleben wir vor allem Amanda und Evelyn, aber auch Rückblicke und Perspektiven, die zeigen, wie folgenschwer deren Verbindung für das Heute ist. Auch Will Trent hat mit den düsteren Folgen der Vergangeheit seiner Vorgesetzten zu kämpfen und wird zum Leidbild all dieser Vertuschungen, der Korruption und der Verstrickungen. Es entsteht ein komplettes Bild aus Gut und Böse. Meinung: Das ganz besondere an diesem Thriller ist, dass er, obwohl er erst so spät Fahrt aufnimmt auch schon mit seiner Vorgeschichte und dem Leben nach dem Fall von damals spannend und fesselnd ist. Dennoch ist der Kern der Geschichte dass, was später der reinste Psychothriller ist. Das hat mich wirklich geschockt und sprachlos gemacht. Aber so kenne ich Karin Slaughter schon und bin froh, dass sie mich auch hier wieder begeistern konnte. Und ich frage mich, was um alles in der Welt bewegt einem Autor, solche Grausamkeiten zu Papier zu bringen. Kaum zu glauben, dass dieser Thriller aus der Feder einer Frau stammt. Am liebsten würde ich ganze 5 Sterne vergeben, aber die spätere Spannungsspitze kann so manchen Leser fast als Hinhaltetaktik vorkommen, auch ich hätte mir manchmal schon eher mehr Pepp gewünscht. Daher gibt es einen halben Stern weniger. Schauplätze: Ich liebe es einfach in den detaillierten Umschreibungen der Umgebung der Autorin zu versinken. So werde ich Teil der Handlung, und wäre es manchmal lieber nicht. Sie beschreibt nicht nur das alltägliche Leben der Protagonisten in Georgia punktgenau, sondern auch das erbärmliche Spiel der Gewalt, der Zerstörung und Korruption. Ebenfalls lernt man die Polizeiorganistation und deren Wege sehr genau kennen und fühlt sich mitten drin. Ein Grauen. Ein Skandal. Ich mag es, wie Slaughter den Duft der Straßen, das Licht der abendlichen dunklen Straßenecken und den Flair der Drogenszene beschreibt. Neben all den Flair beschreibt sie aber auch die schrecklichen Vorfälle, die Nöte und die andauerne Angst und der Wettlauf gegen die Zeit und dem Täter. Grandiose Umsetzung, bildhafte Darstellung, großes Kopfkino! Cover: Dieses Cover ist ein Blickfang, grandios, weckt Neugierde und läd zu Interpätationen ein. Eine Kastanie die bricht....Der Klapptext verspricht eigendlich zu wenig, denn der Inhalt ist deutlich erschreckender, als man zunächst annimmt. Hochwertige Verarbeitung, tolles Schriftbild, lockere Aufteilung. Das Cover passt sehr gut zu der Reihe um Will Trent. Die Autorin: "Sie scheint Spitzenplätze in den Bestsellerlisten abonniert zu haben - mit bereits 70 Millionen verkauften Büchern in 30 Sprachen. Wie schafft Karin Slaughter (geboren 1971) diesen Erfolg? Sie schreibt Thriller, die von Anfang an nervenaufreibend spannend sind, voller Überraschungen und trotzdem überzeugend. Sie lässt dabei kein Tabuthema aus und lotet gesellschaftliche, charakterliche und psychische Abgründe aus. Ein weites Feld tut sich auf für die Gerichtsmedizinerin Sara Linton in "Belladonna", "Zerstört" und anderen Thrillern der "Grant-County"-Reihe. Daneben stammen viele Einzelgeschichten und die "Atlanta"-Reihe mit dem Ermittler Will Trent aus Slaughters Feder. Für den Leser bietet sich eine Riesenauswahl, um sich ununterbrochen unter Spannung zu halten." Fazit: Auch in ihrem neuen Thriller begeistert mich die Autorin auf gewohnte Weise. Verstörend, erschreckend, fesselnd und absolut empfehlenswert für alle Psychothriller-Fans und Anhänger der Will Trent-Reihe. 4,5 Sterne für dieses wahnsinnige Leseerlebnis!

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    • 10
    joleta

    joleta

    22. November 2014 um 21:17
  • Die tiefsten Wunden sind jene, die uns die Vergangenheit zufügt

    Bittere Wunden
    abuelita

    abuelita

    18. November 2014 um 18:44

    Mit diesem Fall - zu dem ich näher nichts sage; das wurde schon lang und breit ausgeführt -  wurde ich ja nun überhaupt nicht warm – ich habe das Buch x-mal weggelegt; konnte und wollte aber trotzdem nicht „aufgeben“. Erst als mir endlich klar wurde, WARUM und DASS die Autorin soweit ausholen musste, verstand ich vieles - tja, aber da war das Buch fast zu Ende….okay, aber wäre das nicht spannender gegangen, ist hier meine Frage?  Zudem musste ich mich die ganze Zeit auch noch richtig konzentrieren, um all die Zeitsprünge nachvollziehen zu können und auch mit den Personen war es nicht ganz so einfach….. Irgendwie sind Will Trent und Sara Linton  wohl nicht so ganz mein Fall…..

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  • Endlich wieder ein TOP Thriller der Autorin!

    Bittere Wunden
    tinstamp

    tinstamp

    11. November 2014 um 15:07

    ****TIPP: Dieses Buch würde ich ohne Vorwissen zu den anderen Büchern der Reihenfolge NICHT lesen!**** Meine Meinung: Endlich wieder ein richtig guter und spannender Thriller von Karin Slaughter! Wie habe ich Sara Linton und Jeffrey Tolliver, den "Stars" aus der Grant County Reihe nachgeweint. Die neuen Reihen, die "Will Trent/Atlanta" Reihe und die "Georgia Reihe" mit dem neuen Ermittler Will Trent konnten mich bis jetzt nicht so richtig begeistern, doch der neuerste Thriller der Autorin ist wieder richtig gut! Dabei haben wir es diesmal mit einem Aufbau der Geschichte zu tun, mit dem vielleicht nicht jeder Thriller-Leser klarkommen wird, nämlich mit zwei Zeitebenen. Da ich gerne historische Familiensagen lese, die fast alle so aufgebaut sind, war das für mich überhaupt kein Problem! Und ich fand diesen Aufbau absolut passend und sehr interessant. Denn wir gehen zurück ins Jahr 1975 und zu einer sehr jungen Amanda, einer Amanda, die so komplett anders ist, als in der Gegenwart. Sie ist am Beginn ihrer Polizei-Karriere, wobei Karriere eher das falsche Wort ist! Denn im Atlanta der Siebziger Jahre sind Frauen als Polizisten unerwünscht. Die Rassenprobleme bestimmen noch immer den Alltag, verbale und körperliche Attacken gegen Frauen sind normal, genauso wie sexuelle Belästigungen. Korruption steht an erster Stelle. Eine Frau in Uniform wird von ihren Kollegen als "Schlampe" bezeichnet und zu unwichtigen Einsätzen herangezogen. Als Amanda gemeinsam mit Evelyn Mitchel in eines der gefährlichsten Viertel der Stadt zu einem Einsatz geschickt werden, finden sie keine vergewaltigte Frau vor, sondern eine drogensüchtige Prostituierte, die ihnen von anderen verschwunden Mädchen erzählt. Tage später wird diese Frau ermordet aufgefunden. Jedoch hat diese plötzlich den Namen eines anderen verschwunden Mädchens. Als noch weitere tote Frauen auftauchen, beginnen Amanda und Evelyn auf eigene Faust zu ermitteln. Zurück in der Gegenwart erleben wir Will Trent und Sara Linton, die seit kurzem ein Paar sind. Als eine tote Studentin gefunden wird, führt eine Spur in ein verlassenes Gebäude, einem ehemaligen Waisenhaus. In diesem Waisenhaus wuchs Will damals auf.  Als er ermitteln will entzieht ihm Amandra sofort den Fall und blockiert ihn, wo es nur geht. Will ist verstört. Als er jedoch erfährt, wer vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen wurde, fängt das Grauen erst an und auch seine frische Beziehung zu Sara scheint plötzlich auf dem Spiel zu stehen. Ziemlich blutig und teilweise sehr abstoßend werden die Taten des Mörders beschrieben, der nach seinem dreißigjährigen Gefängnisaufenthalt genauso weiter mordet, wie zuvor. Trotzdem nimmt der Thriller erst nach und nach an Fahrt auf, denn die verschiedenen Zeitebenen und die Bedeutung des Falles in der Vergangenheit, offenbart sich erst relativ spät. Das hört sich jetzt alles sehr rätselhaft und verwirrend an und genauso fühlt sich der Leser zu Beginn des Buches. Bis die beiden Erzählstränge aus der Vergangenheit und der Gegenwart zusammenlaufen und nach und die wahre Geschichte offenbaren, dauert es mehr als 500 spannende Seiten. Wir erfahren endlich mehr über die rätselhafte Lebensgeschichte von Will und auch welchen Bezug Amanda dazu hat. Es werden viele Rätsel aus den Vorgängerbänden gelöst und man beginnt einiges zu verstehen. Die Protagonisten bleiben diesmal sehr übersichtlich. Hauptsächlich geht es um Will, Amanda und Evelyn. Besonders gefallen hat mir auch die Sicht aus den 70-iger Jahren und wie krass vor nicht einmal 40 Jahren die Behandlung der Frauen ablief! Und das im "vielgepriesenen und modernen" Amerika! Von den Rassenproblemen will ich gar nicht sprechen....Fazit: Endlich wieder ein Thriller der Autorin, der an ihre ersten Erfolge anknüpfen kann. Wer Probleme mit verschiedenen Zeitebenen hat, soll hier vorgewarnt sein. Verstörend, spannend, grausam und sozialkritisch - nur vier Worte, die diesen Thriller beschreiben - für mich wieder Top!

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