Die gute Tochter

von Karin Slaughter 
4,1 Sterne bei145 Bewertungen
Die gute Tochter
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (114):
StephaniePs avatar

Ein typischer und absolut überzeugender Karin Slaughter Thriller

Kritisch (6):
brauneye29s avatar

Ich bin nicht warm geworden mit dem Buch

Alle 145 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die gute Tochter"

"Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.

"Die gute Tochter" ist ein Meisterwerk psychologischer Spannung. Nie ist es Karin Slaughter besser gelungen, ihren Figuren bis tief in die Seele zu schauen und jede Einzelne mit Schuld und Leid gleichermaßen zu belegen.

"Die dunkle Vergangenheit ist stets gegenwärtig in diesem äußerst schaurigen Thriller. Mit Feingefühl und Geschick fesselt Karin Slaughter ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite."
Camilla Läckberg

"Eine großartige Autorin auf dem Zenit ihres Schaffens. Karin Slaughter zeigt auf nervenzerfetzende, atemberaubende und fesselnde Weise, was sie kann."
Peter James

"Karin Slaughter ist die gefeiertste Autorin von Spannungsunterhaltung. Aber Die gute Tochter ist ihr ambitioniertester, ihr emotionalster - ihr bester Roman. Zumindest bis heute."
James Patterson

"Es ist einfach das beste Buch, das man dieses Jahr lesen kann. Ehrlich, kraftvoll und wahnsinnig packend - und trotzdem mit einer Sanftheit und Empathie verfasst, die einem das Herz bricht."
Kathryn Stockett

"Unvergesslich."
Kathryn Stockett

"Ich würde der Autorin überallhin folgen."
Gillian Flynn

"Eine der stärksten Thriller-Autorinnen unserer Zeit."
Tess Gerritsen

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959671101
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:03.08.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.08.2017 bei Lübbe Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    LadySunnyvor einem Monat
    Wieder ein toller Slaughter-Thriller

    Dieses Buch hat mich im wahrsten Sinne des Wortes positiv überrascht. Allein das Cover finde ich traumhaft schön und die Story erst - wundervoll.
    Wir begleiten Emily Bones, ein dreizehnjähriges Mädchen, das ermordet worden ist und sich nun als Geist auf dem weltbekannten Pariser Friedhof wiederfindet. Sie lernt eine vollkommen magische Welt kennen, von dessen Existenz sie nichts wusste, aber immer schon ahnte, dass sich in den Schatten unserer Welt womöglich mehr verbirgt, als wir uns vorstellen können.
    Die Atmosphäre in diesem Buch ist atemberauend gut beschrieben, sodass sie einem direkt unter die Haut dringt. Farben, Kontraste, Bilder, alles spielte sich vor meinem geistigen Auge ab und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
    Auch die Figuren haben mich in ihrer Darstellung mehr als überzeugt. Mehr, als das, was dieses Buch einem bietet, kann man sich nicht wünschen. Es ist genial geschrieben, erzählt eine wundervolle Geschichte, die sich auf so vielen verschiedenen Ebenen abspielt, dass man einfach nur (positiv) überwältigt ist.
    Es war ein wahrer Genuss, dieser Geschichte und ihrer Protagonistin durch alle Höhen und Tiefen zu folgen. Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das tolle Lesevergnügen.

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    H
    hanka81vor 2 Monaten
    langatmige Familiengeschichte und spannende (zweite) Geschichte um Amoklauf in einer Schule

    Eigentlich gibt es zwei Geschichten in diesem Buch.

    Laut Einband geht es um die Schwestern Samantha und Charlotte. Durch einen Angriff in ihrer Kindheit auf ihre Familie, bei dem die Mutter getötet wird, sind beide traumatisiert und verarbeiten das Geschehen sehr unterschiedlich.
    Für meinen Geschmack erfährt man erst sehr spät ob beide Schwestern den Angriff überlebt haben und was im einzelnen geschehen ist. Das Leben entwickelt sich für beide sehr unterschiedlich und über viele Jahre haben sie keinen/kaum Kontakt miteinander.

    Dies ändern sich durch die zweite Geschichte in diesem Buch.
    Charlotte wird Zeuge eines Amoklaufs in einer Schule. Aber was ist hier wirklich passiert? Wer war der Schütze und was sind die Gründe für den Amoklauf?

    Die zweite Geschichte fand ich bald interessanter und spannender als die Familiengeschichte!
    Diese war einfach recht langatmig. Und ich habe mich beim Lesen immer fragen müssen, wer denn jetzt die "gute" Tochter von beiden ist!

    Poitiv ist, das bei Stränge zu Ende erzählt werden und keine losen Enden bleiben.
    Ein Thriller ist es aber nicht. Im besten Fall ein Psychothriller.

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    BettinaForstingervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mich leider nicht wirklich überzeugen können. Karin Slaughter kann es definitiv besser!
    Die gute Tochter

    Samantha und Charlotte leben mit Ihrer Mutter und Ihrem Vater in einem alten Farmhaus. Nicht weil es ihnen so gut gefällt, sondern weil ihr altes Zuhause niedergebrannt wurde. Der Vater der Schwestern arbeitet als Anwalt, und boxt die ganz schweren Verbrecher wieder frei - Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder. Das ist natürlich nicht nach jedermanns Geschmack und das bekommen Samantha und Charlotte auch zu spüren.

    Eines Tages werden die Mutter und die beiden Töchter Abends von zwei Männern überfallen und erleben ihren schlimmsten Alptraum. Samantha und Charlotte müssen um ihr nacktes Überleben kämpfen. Heute ist Charlotte Anwältin in ihrer Heimatstadt und teilt sich mit ihrem Vater ein Bürogebäude.  Samantha hat alles hinter sich gelassen und lebt mittlerweile in New York und arbeitet als angesehene und gefragte Patentanwältin.

    Die Wege der beiden Schwestern haben sich vor vielen Jahren getrennt. Doch nun ereignet sich in der ehemaligen Schule der Beiden ein Amoklauf mit schweren Folgen. Die beiden treffen nun nach vielen Jahren wieder aufeinander und haben noch so einige Dinge zu klären. Zusätzlich kommt vieles aus der Vergangenheit ans Tageslicht.

    Die Geschichte beginnt spannend, und ja auch zwischendurch gab es einige Passagen die mich gepackt haben, aber ganz ehrlich mehr auch nicht. Kein Buch das mich so richtig mitgerissen hat, und vor allem kein Thriller. Das war ein Familiendrama mit ein paar sehr blutigen Szenen aber kein Thriller.

    Das Cover ist für mich leider absolut nichts sagend. Ich kann die Blumen mit nichts in Verbindung bringen.

    Fazit: Karin Slaughter kann es definitiv besser!


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    merlin78s avatar
    merlin78vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Karin Slaughter der Meisterklasse!
    Ein Karin Slaughter der Meisterklasse!

    Charlie konnte nicht ahnen, wem sie an dem Abend die Tür öffnete, doch das veränderte ihr ganzes Leben. Und nicht nur ihres. Auch das von ihrer Schwester Samantha…

    Vor 28 Jahren musste Charlie miterleben, wie ihre Mutter erschossen und ihre Schwester angeschossen und anschließend lebendig begraben wurde. Noch heute hört sie die letzten Worte ihrer Schwester im Kopf: Lauf weg! Lauf weg! Aber konnte Charlie schnell genug laufen?

    Heute muss Charlie miterleben, wie eine Schülerin einen Lehrer und eine Mitschülerin erschießt. Sie ist direkt am Tatort und wird dadurch mit den grausamen Erinnerungen an ihre Kindheit erschüttert. Mit einem Mal ist alles wieder präsent und sie muss sich dem Erlebten stellen. Nur so kann sie einen Abschluss finden. Aber wird es je vorbei sein?

    Die amerikanische Autorin Karin Slaughter gehört mit zu den Besten ihres Fachs. Sie schreibt seit Jahren erfolgreiche Thriller, die unter die Haut gehen und zum Weiterlesen verführen. So auch dieses Werk, das keiner Reihe angehört und vollkommen losgelöst verschlungen werden kann.

    Es fällt mir nicht leicht, zu diesem Buch eine Inhaltsangabe zu verfassen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Denn Karin Slaughter hat so viele kleine Überraschungen eingebaut, die stets den Fokus der Handlung wieder relativieren.
    Charlotte, die kurz nur Charlie genannt wird, steht im Mittelpunkt des Geschehens. Von ihr weiß der Leser recht schnell, dass sie das Martyrium von vor 28 Jahren überlebt hat. Dennoch musste sie alles mitansehen und gibt sich heute noch die Schuld an allem. Doch inzwischen hat sie vieles verdrängt und ein neues Leben begonnen. Aber die Erinnerungen halten sie noch immer gefangen, weshalb auch ihre Ehe kurz vor dem Aus ist. Gemeinsam mit ihrem Vater Rusty, beginnt Charlie sich um den neusten Fall zu kümmern, der die Kleinstadt im Süden der USA geschockt hat. Eine Schülerin erschießt eine junge Mitschülerin und den Direktor der Schule. Welche Gründe stecken hinter der Tat und kann Rusty die Schützin verteidigen?

    Wer die Romane von Karin Slaughter kennt, weiß dass diese meistens sehr brutal ablaufen. Sie ist bekannt für blutige Szenen und schockierende Bilder. Das schafft sie auch hier, doch das Buch ist vielschichtiger aufgeteilt. Hier geht es nicht nur um einen Mord von vor 28 Jahren und ein Schüler-Attentat, hier geht es auch um ein Familiendrama, welches ganz langsam in seine Einzelteile zerlegt wird.

    Die Geschichte liest sich ganz leicht und mitreißend. Von Beginn an ist der Leser in dem Sog aus Spannung und Dramatik gefangen, weshalb er einfach immer weiterlesen muss. Regelmäßig wieder zaubert die Schriftstellerin kleinen Wendungen aus dem Hut, die für überraschende Momente sorgen. Auch die Gefühle und Emotionen werden perfekt in Szene gesetzt, so dass alles ehrlich und authentisch wirkt. Es ist einfach, sich einen guten Bezug zu den Charakteren aufzubauen.

    Ein Karin Slaughter der Meisterklasse!

    Mein persönliches Fazit:
    Ich bekenne mich schuldig! Ich bin ein Fan der Autorin! Schuldig im Sinne der Anklage.
    Nachdem ich bereits alle Bände der Reihe um die Ärztin Dr. Sara Linton und den smarten Agenten Will Trent verschlungen habe, musste ich einfach die Gelegenheit nutzen und dieses Werk lesen.
    Auch wenn das Buch nicht an die Romanreihen anknüpft, ist der Schreibstil und die Erzählweise herrlich vertraut, so dass ich mich direkt wohl gefühlt habe. Die Autorin schafft es einfach spielerisch, genau die richtigen Knöpfe zu drücken, die mich gepackt und zum Weiterlesen verführt haben. Auch der Balanceakt zwischen den tragischen Komponenten und der grausamen Wahrheit ist ideal gelungen, weshalb ich das Buch bedenkenlos weiterempfehlen kann. Alle Leser, die auf Spannung und Dramatik stehen, sollten hier unbedingt zugreifen! Großartige Unterhaltung garantiert!

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    Galladanvor 3 Monaten
    Das Gestern, was das Morgen bestimmt

    Die gute Tochter: Psychothriller von Karin Slaughter, erschienen im HarperCollins Verlag am 03.08.2017

    Samantha und Charlott sind die Töchter eines Anwalts, der die aussichtslosen Fälle übernimmt, jedem eine zweite Chance gibt. Nicht jeder hat sie wirklich verdient. So überfallen eines Abends 2 Männer in Rubys Abwesenheit seine Familie. Die Folgen daraus tragen die Überlebenden ein Leben lang mit sich rum. Da geschieht ein Massaker an der örtlichen Mittelschule mit „nur“ zwei Todesopfern. Selbstverständlich übernimmt Ruby die Verteidigung der Täterin.

    Das Buch wechselt in der Handlung zwischen Vergangenheit und Zukunft. Dabei ist die Vergangenheit bis über die Hälfte des Buches interessanter und spannender als die Gegenwart. Karin Slaughter hat wieder sehr starke weibliche Protagonistinnen mit Ecken und Kanten die einen zum Nachdenken zwingen, die ihr Leben versuchen zu Leben trotz dem was in der Vergangenheit geschehen ist.

    Mit Karin Slaughter hat HarperCollins sicher ein sehr gutes Zugpferd im Stall. Sie liefert Spannung, interessante Charaktere und irgendwie wahrhaftige Personen und Orte. Klare Leseempfehlung.

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    Lennyvor 3 Monaten
    Die gute Tochter

    Das Cover ist nicht so meins...es sagt auch nichts über die Story aus. Der Titel hat mich eher verwirrt, da ich immer darauf gewartet habe, dass die gute Tochter der Clou der Geschichte ist........


    Den Schwestern Charly und Sam passiert in der Kindheit ein ganz schrecklicher Überfall, sie verlieren dabei die Mutter.......
    Dass man diese Szene zweimal in kompletter Länge liest, fand ich nicht gut . Für die vielen Wiederholungen im Buch habe ich  einen Stern abgezogen.

    Ich war aber zum Schluss sooooo gespannt auf das Ende der Geschichte, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es ist alles sehr verstrickt, aber gut ausgetüfftelt. Gute Spannung und ein überraschendes Ende.....

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    J
    JaySophiavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch zieht sich zu lange hin. Da gibt es viele Bücher von ihr, die besser sind.
    Naja naja

    Das Buch zieht sich viel zu lange hin. Es passiert zu wenig. Es ist nicht schlecht aber ich war enttäuscht von dem Buch

    Kommentare: 1
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    Rebecca1120s avatar
    Rebecca1120vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: unterhaltsam, tiefsinnig, lesenswert
    unterhaltsam, tiefsinnig, lesenswert

    Samanthas (Sam) und Charlotte (Charlie) Quinn sind Schwestern. Ihr Vater, der als Provinzanwalt bei der Auswahl seiner Mandanten keine Freunde im Ort macht. Obwohl ein Brandanschlag ihr Zuhause und ihr sämtliches Hab und Gut vernichtet, lässt ihr Vater sich nicht von seiner Einstellung abbringen. Denn die besagt, dass auch der Schuldigste einen engagierten Verteidiger und einen fairen Prozess verdient. Als dann aber bei einem erneuten Anschlag seine Frau erschossen wird, Sam nit den Auswirkungen eines Kopfschusses zu kämpfen hat und Charly ein Trauma erlebt, bricht die Familie auseinander…

    Auch in diesem Thriller gelingt es Karin Slaughter wieder die Charaktere anschaulich zu schildern. Wobei ich sagen muss, dass mir die meist rätselhaften Äußerungen des Vaters am Anfang nicht so gelegen haben. Erst im Laufe der Geschichte habe ich trotz seiner kryptischen Äußerungen sein wahres Wesen, seine Liebe zu den Töchtern erkannt.

    Die Erzählweise der Autorin finde ich immer wieder erfrischend, denn die ist zum Teil ironisch und verleitet zum Schmunzeln. Wenn sie z.B. ein altes Haus mit „tristes Denkmal für die Zeit vor zugelassenen Architekten und Baugenehmigungen“ beschreibt. Gerade dies macht das Lesen abwechslungsreich.

    Die Verwicklungen, die sich aus nicht angesprochenen Gefühlen ergeben und die trotzdem die Liebe und dem Schutz der Kinder dienen sollen sind hier wunderbar über einen Zeitraum von 20 Jahren mit viel psychologischem Geschick beschrieben. Wer nun mit „Die gute Tochter“ gemeint ist, sollte jeder Leser selbst entscheiden. Ich habe mir dazu eine Meinung gebildet. Von mir erhält dieses Buch 4 wohlverdiente Lese-Sterne.

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    maeddsches avatar
    maeddschevor 5 Monaten
    Grausame Bluttaten

    Inhalt:
    Die Handlung dreht sich um die beiden Schwestern Samantha (Sam) und Charlotte (Charlie).
    Dabei steigt das Buch bei dem grausamen Überfall in ihrer Kindheit ein, bei dem wir zunächst erfahren was mit Sam geschah. Diese Schilderungen sind teilweise sehr brutal und verstörend, bedenkt man, dass es sich um zwei Mädchen handelt, die das alles erleben.
    Danach gibt es einen Sprung von 28 Jahren, bei dem wir dann Charlie in ihrem jetzigen Leben begleiten. Wie der Klappentext schon verrät, wird sie erneut in eine Bluttat verwickelt, die Erinnerungen an früher hervorrufen. Wir begleiten im Folgenden Charlie, wobei ich gar nicht weiter darauf eingehen möchte bei was genau wir sie begleiten, da dies zu viel verraten würde. Wie für einen Thriller typisch, nehmen die Entwicklungen ihren Lauf und man bekommt als Leser häppchenweise Informationen, tappt jedoch größtenteils im Dunkeln. So ist zum Beispiel lange nicht klar, ob Sam den Überfall von damals überlebt hat oder man erfährt in einem Kapitel was damals mit Charlie geschah, nur um dann später zu erfahren was damals WIRKLICH mit ihr geschah.
    Am Ende wird natürlich alles aufgeklärt, sowohl der „Fall“ im Buch, als auch die Geschichte um Charlie und Sam.

    Fazit:
    Für mich war dieses Buch nicht Slaughters bestes, aber dennoch war es ein guter Thriller, mit sehr vielen Psychothriller-Elementen.
    Der Fokus liegt sehr stark auf den beiden Schwestern und auf den grausamen Erlebnissen aus ihrer Kindheit. Ich habe erst hinterher erfahren, dass es sich wohl um eine neue Reihe handelt und somit macht das auch durchaus Sinn. Wobei ich es auch bei einem Einzeltitel nicht störend gefunden hätte, da es für mich die Spannung im Buch ausmacht und den Fokus etwas mehr auf das Psychologische lenkt. Die Spannung liegt hier nicht in der für Slaughter typischen Mörderjagd, sondern mehr darin zu erfahren was damals geschah und wie es mit dem aktuellen Vorfall zusammenhängt.
    Dabei war die Auflösung für mich sehr überraschend und absolut schlüssig und auch der Schockmoment als man erfährt was wirklich mit Charlie geschah, saß. Hier möchte ich jedoch erwähnen, dass es einige sehr heftige und brutale Schilderungen gibt, die definitiv nichts für Zartbesaitete sind.
    Insgesamt konnte mich das Buch durchaus überzeugen und ich kann auch guten Gewissens eine Empfehlung dafür aussprechen. Mir persönlich gefallen ihre Reihen mit dem klassischen Schema von (Serien)Mörder und Ermittlerteam mit etwas mehr Action besser.
    Als letztes möchte ich noch anmerken, dass das eBook leider voll von Fehlern ist. Dabei handelt es sich leider nicht nur um kleine Tippfehler oder mal eine falsche Endung, sondern teilweise fehlen ganze Wörter, oder stehen falsche Wörter da. Dies liegt vermutlich an der Übersetzung und nicht an der Autorin, somit fließt es nicht in meine Wertung ein, allerdings stolpert man des Öfteren beim Lesen darüber, weshalb ich es erwähne.

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    Sidnys avatar
    Sidnyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Tiefgründig, verzwickt und fesselnd.
    Alte Wunden

    Georgia, 16. März 1989: Die Quinns leben seit Kurzem auf einer heruntergekommenen Farm, weil ihr Stadthaus angezündet wurde - vermutlich von jemandem, der mit den Praktiken des Strafverteidigers und Familienvaters Rusty Quinn nicht unbedingt einverstanden ist. Mutter Gamma ist mit den Töchtern Sam und Charlie allein im Haus, als plötzlich zwei maskierte, bewaffnete Männer in der Tür stehen und das Unglück seinen Lauf nimmt...
    28 Jahre später ist Charlie selbst Anwältin und gerät unversehens erneut ins Auge einer Tragödie, die das alte Trauma zurück in ihr Bewusstsein holt.

    Unglaublich, aber wahr: "Die gute Tochter" war für mich das allererste Buch der Bestsellerautorin Karin Slaughter. Ihr Name war mir natürlich ein Begriff, und ich hatte auch schon öfter bei einem Stöberbesuch in der Buchhandlung einen Titel von ihr in der Hand. Da ich wusste, dass sie mindestens zwei Reihen schreibt / geschrieben hat, habe ich mich letztendlich nie getraut, eins ihrer Bücher spontan einzupacken, denn ich hasse nichts mehr, als zuhause festzustellen, dass ich mir gerade den vierten Band einer noch unbekannten Reihe eingehandelt habe.

    Umso begeisterter war ich nun von meinem ersten, sorgfältig ausgewählten Slaughter-Thriller, denn die Geschichte überzeugt von der ersten bis zur letzten Seite. In die Handlung startet man mit den Geschehnissen im Jahr 1989, man erfährt als erstes, was den drei Quinn-Frauen an jenem schicksalhaften Tag zugestoßen ist. Die folgenden 28 Jahre werden übersprungen, und der Leser lernt nach der dreizehnjährigen Charlie nun die Charlie in den mittleren Jahren kennen, die postwendend Augenzeugin eines Verbrechens wird. Im späteren Verlauf gibt es noch weitere Rückblenden ins Jahr 1989, die andere Perspektiven in den Mittelpunkt stellen, neue Details zu Tage fördern, und dadurch ein völlig neues Licht auf die Ereignisse und die Figuren werfen.

    Obwohl man bei beiden Verbrechen (in der Vergangenheit und in der Gegenwart) von Anfang an weiß, wer die Täter sind, kann man das Buch kaum aus der Hand legen, denn in diesem Fall ist die brennendste Frage nicht das "Wer?" sondern das "Warum?". Und diese Fragestellung ist fast noch fesselnder als die übliche Tätersuche, die man normalerweise in einem Thriller erwarten würde.

    Die Figuren wirken zu Beginn ein wenig undurchsichtig und man hat das Gefühl, dass man ihre Handlungen und Gedanken nicht wirklich nachvollziehen kann, aber oft kommt man im Nachhinein dahinter, was sie in der Situation antreibt, oder warum sie so reagieren, wie sie es tun.

    Bei meiner überschwänglichen Begeisterung stellt sich wahrscheinlich die Frage, warum es nur vier statt fünf Sterne in der Gesamtwertung gibt, obwohl sich keine Kritikpunkte zur Geschichte selbst finden. Das liegt daran, dass im Buch unheimlich viele Fehler enthalten sind. Ich bin kein Leser, der explizit nach Druckfehlern sucht, wahrscheinlich überlese ich sogar die meisten. Aber in diesem Fall war es leider so ausgeprägt, dass manche Sätze selbst nach dem dritten Lesen noch immer keinerlei Sinn ergaben. Beispiel gefällig? Kapitel 11, Position 5358 im Ebook: "Er machte eine schwenkte den Hammer herum, um zur Eile zu drängen." Was das bedeuten soll? Ich habe noch immer keine Ahnung. Leider war das nicht der einzige Fall, und sowas stört meinen Lesefluss enorm - und es ist auch schade um die wirklich tolle Geschichte, daher muss ich leider einen Stern abziehen.

    Dennoch hat mich "Die gute Tochter" überzeugt: Die Story ist frisch und einfach anders, der Plot klug durchdacht ohne dabei konstruiert zu wirken, und die Handlung macht so einige Kurven, die alle meine Mutmaßungen mehrfach wieder auf den Kopf gestellt haben - davon möchte ich definitiv mehr, denn ich habe mich beim Lesen keine Sekunde gelangweilt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    HarperCollinsGermanys avatar

    "Eine der stärksten Thriller-Autorinnen unserer Zeit."
    Tess Gerritsen

    Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde unseres neuen Romans

    "Die gute Tochter" von Karin Slaughter

    ein. Bitte bewerbt euch bis zum 24.07.2017 für eines von 40 Leseexemplaren (Hardcover) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


    Über den Inhalt:

    "Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
    Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.


    Du möchtest "Die gute Tochter" von Karin Slaughter lesen?


    Dann bewirb dich jetzt bis zum 24.07.2017 um eines der 40 Leseexemplare. Wir sind gespannt auf dich, deine Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn du deine Rezension dann auf Amazon & Co und auf harpercollins.de teilst.

    Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von HarperCollins Germany

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