Karin Slaughter Die gute Tochter

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Inhaltsangabe zu „Die gute Tochter“ von Karin Slaughter

"Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers. Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein. "Die gute Tochter" ist ein Meisterwerk psychologischer Spannung. Nie ist es Karin Slaughter besser gelungen, ihren Figuren bis tief in die Seele zu schauen und jede Einzelne mit Schuld und Leid gleichermaßen zu belegen. "Die dunkle Vergangenheit ist stets gegenwärtig in diesem äußerst schaurigen Thriller. Mit Feingefühl und Geschick fesselt Karin Slaughter ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite." Camilla Läckberg "Eine großartige Autorin auf dem Zenit ihres Schaffens. Karin Slaughter zeigt auf nervenzerfetzende, atemberaubende und fesselnde Weise, was sie kann." Peter James "Karin Slaughter ist die gefeiertste Autorin von Spannungsunterhaltung. Aber Die gute Tochter ist ihr ambitioniertester, ihr emotionalster - ihr bester Roman. Zumindest bis heute." James Patterson "Es ist einfach das beste Buch, das man dieses Jahr lesen kann. Ehrlich, kraftvoll und wahnsinnig packend - und trotzdem mit einer Sanftheit und Empathie verfasst, die einem das Herz bricht." Kathryn Stockett "Unvergesslich." Kathryn Stockett "Ich würde der Autorin überallhin folgen." Gillian Flynn "Eine der stärksten Thriller-Autorinnen unserer Zeit." Tess Gerritsen

Wie man es von Slaughter gewöhnt ist: Großartig und spannend!

— schwarzweisse_wortwelt

Mehr Familiendrama als Thriller, aber dafür ziemlich gut.

— Lissy77

Mal was anderes von der Autorin. Starke Passagen, aber auch Längen. Hatte etwas mehr erwartet.

— LeseLuxx

Ein richtiger Thriller war das für mich nicht. Ein richtiger Thriller war das für mich nicht.

— Bonbosai

Eher ein Familiendrama statt eines Thrillers – ungewöhnlich für Karin Slaughter

— Ayleen256

An und für sich spannendes Buch.Leider Wiederholungen in der Handlung, die etwas zäh sind.Eine Situation aus drei verschiedenen Perspektiven

— Igela

Spannende Lektüre!

— Gluecksklee

Sehr gut umgesetztes Drama, mit Längen im Mittelteil, dafür aber Überraschungen zum Schluss

— SillyT

Thriller nein, dennoch ein sehr interessantes Familiendrama voller Überraschungen.

— MissRichardParker

Solides Familiendrama mit überraschenden Wendungen

— lauravoneden

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    Die gute Tochter

    schwarzweisse_wortwelt

    21. October 2017 um 14:10

    WARNUNG: SPOILER ENTHALTEN!Klappentext: Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers. Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.Meine Meinung:-Cover: Das hat mir sehr gut gefallen, wo ich doch sonst nicht der große Fan von Blumen auf dem Cover bin hat mich das hier positiv überrascht.-Titel: Er verspricht Spannung und passt ausgezeichnet zur Handlung. Außerdem harmoniert er auf dem Cover sehr gut.-Protagonisten: Die beiden Schwestern habe ich am Anfang sehr sympathisch gefunden, die Eltern leider nicht so. Als die Mutter starb hat sie mir sehr leid getan und ich habe sie dann doch ein bisschen gemocht. Der Vater blieb trotz seiner eigentlich guten Art sehr unsympathisch für mich. Samantha habe ich am meisten gemocht und es tat mir weh als sie sterben musste und Charlie überlebte. Insgesamt sind alle Figuren gut beschrieben und man kann jede einzelne genau vor sich sehen.-Handlung: Die Handlung an sich ist, wie ich erwartet hatte, sehr spannend und baut sich gut auf. Slaughter hat mich mal wieder gefesselt. Ich bin kein Fan von Thriller, aber wenn sie einen schreibt dann muss ich ihn lesen. Leider rutschte dieses Buch aber dennoch ein bisschen ins Familiendrama anstatt weiter in die Thrillerspalte, dennoch sehr gelungen. Die Brutalität ist wieder mal so herausragend beschrieben, wie es nur Karin Slaughter kann. Fazit: Ungeschönt und nie langweilig, so würde ich den Schreibstil der Autorin in wenigen Worten zusammen fassen. "Die gute Tochter" hat mich sehr von sich überzeugt und auch wenn das Buch vielen nicht gefallen hat, bei mir nimmt es einen Ehrenplatz im Regal ein.

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  • Die gute Tochter

    Die gute Tochter

    meisterlampe

    16. October 2017 um 17:10

    Inhaltsangabe: "Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers. Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein. Das Buch: Das neue Werk von Karin Slaughter "Die gute Tochter" ist als Hardcover mit 608 Seiten  bei HarperCollins erschienen. Der Umschlag ist recht düster gehalten: grau, schwarz, ein paar weiße Rosen - blutbespritzt - ein harmlos wirkender Titel und leuchtend gelb der Name der Autorin. Das Gelb sticht sofort ins Auge und wer Karin Slaughter kennt, sei es nun die Will-Trent-Reihe oder die Sara-Linton-Thriller, muß das Buch einfach zur Hand nehmen und sofort zu lesen beginnen. Meine Meinung: Zunächste gibt es eine Rückblende auf März 1989, als sich das Leben der 15-jährigen Samantha und ihrer 13-jähringen Schwester Charlotte von jetzt auf gleich drastisch ändert. Zwei Männer platzen in ihr Haus, in ihre Küche, und meinen, sie könnten über die 3 Frauen des Hauses verfügen, weil sie den Vater nicht antreffen. Beide Mädchen sind plötzlich nicht mehr die, die sie eben noch waren. Karin Slaughter schreibt ausführlich, spannend und erschreckend brutal, wie es zu dem Familienunglück kam ... 28 Jahre später sind Sam und Charlie erwachsene Frauen, beide Anfang 40, die keinen Kontakt mehr zueinander haben, obwohl sie damals so viel miteinander durchgemacht hatten. Einzig zu Vater Rusty hat Charlie direkten Kontakt, Sam nur indirekt. Beide leben ihr Leben; Sam in New York, wo sie erfolgreiche Patentanwältin und mittlerweile verwittet ist; Charlie ist in Pikeville geblieben, Ehemann Ben hat sich von ihr zurückgezogen, sie arbeitet neben Rusty als Anwältin. Seine Klienten sagen ihr immer noch nicht zu, das hatte es noch nie, ebenso wie ihre Mutter Gamma dagegen war. Eines Tage gerät Charlie mitten in eine Schießerei an der Middle School, ihr altes Leben holt sie ein - dabei wollte sie doch nichts mehr an sich ranlassen. Es gibt weitere Rückblicke zur aktuellen Geschichte, die dem Leser darlegen, was damals wirklich mit Charlotte bzw. Samantha geschah. So lassen sich die beiden Schwestern besser verstehen, auch wenn das ihre Situation nicht verändert. Als Vater Rusty wieder mal bedroht und diesmal sogar schwer verletzt wird, müssen die Schwestern sich damit auseinandersetzen, dass ihr Vater nicht nur "die gute Tochter", sondern beide Töchter an seiner Seite und in seinem Leben braucht und dass sie gemeinsam für seine Interessen kämpfen sollen. Das Buch ist kein typischer Slaughter-Thriller; es geht zwar auch blutig und brutal zu, aber im Mittelpunkt steht u.a. eine Familiengeschichte bzw. -drama. Die Personen werden detailliert beschrieben, persönliche Favoriten bzw. die, die man nicht mag, erkennt der Leser schnell, man kann sich alle Schauplätze gut vorstellen. Beide Frauen sind sehr klug, beide wurden schwer verletzt, seelisch und körperlich, Sam ist meiner Meinung nach die Genauere, pedantische Schwester, Charlie ist da lockerer. Dennoch sind mir beide sympathisch; in Sams Art erkenne ich eigene Züge wieder. Auch Charlies Mann Ben stehe ich positiv gegenüber; die Culpeppers dagegen würde ich gerne für immer wegsperren (so fies und gemein, wie sie sich verhalten). Es wird auch dargelegt, dass die Polizei, Richter, und andere "Ehrenleute" nicht unbedingt immer das Richtige tun. Was es tatsächlich mit Lenore und ihrer Beziehung zu Rusty und Gamma auf sich hat, war definitiv überraschend, paßt aber irgendwie und wird von allen akzeptiert. Am ergreifendsten fand ich die Stelle, als Sam die Tasse für Vater Rusty kaufen will ... Ich vergebe 4 von 5 Sternen für dieses Familiendrama, da es sich an manchen Stellen ein wenig gezogen hat und mir einfach die eine oder andere Person unsympathisch war.

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  • Die gute Tochter

    Die gute Tochter

    Lissy77

    11. October 2017 um 10:04

    Die gute Tochter ist mein erstes Buch von Karin Slaughter. Da sie grundsätzlich wohl etwas heftigere Bücher schreibt, dachte ich, dass dies ein guter Einstieg ist. Auch wenn ich im Großen und Ganzen den Rezensenten zustimme, die sagen, dass es sich hier nicht um einen Thriller handelt, finde ich, dass die Geschichte schockiert und das Schicksal der Schwestern heftig ist. Es gibt auch immer wieder überraschende Details, die das Buch durchaus spannend machen. Man darf aber nicht die atemlose Spannung eines Thrillers erwarten. Der Einfallsreichtum und die Charakterzeichnungen der Autorin finde ich beeindruckend. Hier versteht jemand sein Handwerk! Und durch den flüssigen Schreibstil hatte ich die 600 Seiten schnell gelesen. Für mich ein gelungenes Familiendrama mit Thriller Elementen, dass mich überzeugen konnte. Und ganz bestimmt nicht mein letztes Buch der Autorin.    

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  • Ein gelungener Mix aus Thriller und Familiendrama

    Die gute Tochter

    Brunhildi

    08. October 2017 um 08:16

    Meine Meinung:Das Cover gefällt mir ganz gut. Es ist düster gehalten, was sehr gut zu einem Thriller passt. Alles in allem wirkt es auf mich sehr stimmig.Ich wollte schon immer ein Buch von Karin Slaughter lesen, habe es bisher aber nie geschafft. Mit diesem Buch konnte ich dies aber endlich ändern.Der Schreibstil von Karin Slaughter hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr flüssig und gut verständlich, was mich bei einem Thriller immer sehr freut. Auch ist er sehr bildgewaltig, so dass ich immer automatisch Bilder vor meinem inneren Auge hatte. Obwohl das Buch sehr dick ist, sind die Seiten schnell verflogen.Wir haben hier als Protagonisten zwei Schwestern, Samantha und Charlie. Ihr Vater ist ein umstrittener Anwalt, der Mörder und Vergewaltiger vertritt. Deshalb ist die Familie auch nicht sehr beliebt in der Stadt. Zu Beginn des Buches sind die beiden noch Kinder und müssen mit ansehen, wie ihre Mutter getötet wird. Dies erfährt man ja auch bereits aus dem Klappentext. Dieses Ereignis verändert die beiden Mädchen und ihr gesamtes Leben. Beide schlagen ebenfalls den Beruf als Anwältinnen ein, doch während Charlie auch Strafverteidigerin wird, widmet sich Samantha Patenten und vertritt Firmen. Im Erwachsenenalter sind sie vom Charakter her sehr verschieden, was immer wieder deutlich wird und auch zu einigen Spannungen führt. Die beiden haben mir sehr gut gefallen und konnten mich komplett überzeugen. Sie sind sehr gut ausgearbeitet und haben eine Tiefe, die mich übepositiv überrascht hat.Die Handlung hat mir gefallen. Wir haben hier einen schönen Mix aus Thriller und Familiendrama. Es gibt immer wieder viele spannende, aber auch emotionale Szenen. Diese Mischung ist Karin Slaughter sehr gut gelungen. Es gab viele Momente, in denen ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte und es gab auch Momente, die mich wirklich im Herzen berührt haben. Hin- und wieder hat es mich auch sehr nachdenklich gestimmt. Dieses Buch wird mir noch länger im Gedächtnis bleiben und es wird auch nicht das letzte Buch sein, welches ich von Karin Slaughter lesen werde.Fazit:"Die gute Tochter" von Karin Slaughter war mein erstes Buch der Autorin. Es beinhaltet eine Mischung aus Thriller und Familiendrama, welcher in meinen Augen perfekt gelungen ist. Die Charaktere sind wundervoll und tiefgehend ausgearbeitet, der Mix aus emotionalen und spannenden Szenen konnte mich ebenfalls voll überzeugen.5/5 Punkte(Perfekt!)Vielen Dank an HarperCollins zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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  • Eher Familiendrama als Thriller

    Die gute Tochter

    aly53

    04. October 2017 um 00:16

    Ich freue mich jedes Mal wenn ich ein neues Buch der Autorin erblicke. Einfach weil ich weiß, daß sie sehr gute Thriller schreibt und vor allem ihre Sara Linton Reihe liebe ich heiß und innig.Darum konnte ich es auch kaum erwarten, ihr neuestes Werk "Die gute Tochter" zu lesen. Doch dieses Buch hat mich wirklich in Konflikte gestürzt. Ich wusste eine Zeit lang wirklich nicht , ob ich es abbrechen oder nur eine Pause einlegen sollte.Letztendlich hab ich mich für die Pause entschieden, was schlussendlich eine gute Wahl war.Das Buch ansich begann sehr spannend und ich freute mich nach diesem grauenvollem, aber wirklich gut in Szene gesetzem Anfang auf mehr. Doch leider wurde es für mich leider erstmal ziemlich langatmig und ich wusste ehrlich gesagt nicht, wohin mich das Ganze führen sollte.Eine gewisse Ahnung hatte ich ja schon am Anfang, womit ich auch recht behielt. Doch die Autorin spinnt hier eine komplexe Handlung, deren Ausgang man nicht wirklich vorhersehen kann. Auch ich nicht.Schade fand ich, das es sich hierbei keinesfalls um einen Thriller handelt, wie auf dem Buch steht.Ich ordne es eher als Familiendrama ein. Und wenn man dies wirklich von Anfang an weiß, dann stellt man sich auch darauf ein und wird nicht unangenehm überrascht.Im Fokus von allem stehen Sam und Charlie, aus deren Perspektive wir auch alles erfahren. Es verschafft uns einen Blick in ihr innerstes und mit der Zeit versteht man, wie sie denken und fühlen, was sie ausmacht.Stellenweise hatte ich mit beiden Charakteren so meine Probleme. Denn hier ist alles kompliziert, nicht einfach und man verfällt immer wieder in Grübeleien.Charlie war für mich ziemlich unterkühlt, wodurch man nur schwer an sie herankam. Bei Sam allerdings hatte ich sofort eine Bindung und habe wirklich mit ihr gefühlt.Die Handlung ist dabei sehr abwechslungsreich aufgebaut. Man befindet sich größtenteils in der Gegenwart, doch in einzelnen Kapiteln taucht man auch immer wieder in die Vergangenheit ein. Was mir dabei nicht so gut gefiel, das sich die Handlung dann teilweise wiederholte. Auch wenn ich das durchaus nachvollziehen kann.Wie gesagt der erste Teil des Buches glänzte nicht gerade durch atemlose Spannung. Viel mehr hat mich die schwere und drückende Atmosphäre eingenommen. Teilweise empfand ich sie sogar als etwas zu schwer. Was aber den Lesefluss nicht beeinträchtigt. Die Autorin schreibt dabei wieder wie gewohnt sehr fließend und einehmend. Eine Spur Leichtigkeit hat mir da jedoch etwas gefehlt.Aber mit der Zeit entwickelt die Handlung eine enorme Kraft und Fülle. Man spürt förmlich mit welcher Leidenschaft und Inbrunst die Charaktere beginnen aus sich herauszugehen. Wie sie sich sprichwörtlich öffnen, uns mehr von sich selbst zeigen und sich damit auch wirklich ungeschützt präsentieren. Man hat dadurch auch das Gefühl, sie sind verletzlich, echt, zum greifen nah.Mir hat diese Leidenschaft wirklich gut gefallen. Leider kamen die Emotionen nicht immer so zum Ausdruck, das sie mich durchgehend berührt haben. Erst zum Ende hin, hat es wirklich etwas in mir bewegt und mich auch ein Hauch nachdenklich gestimmt.Die Autorin bringt hier keine leichte Thematik zu Tage. Es ist wirklich grauenvoll, stellenweise muss man wirklich darüber nachdenken. Über die Konsequenzen und was es alles mit sich zieht. Was es mit den Menschen macht und wie sie damit umgehen.Sehr gut zum Ausdruck kamen auch die Ermittlungen. Sehr gut hat mir auch der medizinische Aspekt gefallen. Es hat mich wirklich fasziniert und war auch sehr interessant.Es ist seltsam welche Wege manche Menschen gehen. Was sie aus Leid und Schicksalen mitnehmen.Man kann förmlich dabei zusehen, wie sie den Ballast mit sich herumschleppen und doch irgendwie schaffen durchs Leben zu gehen. Jeder hat dabei seine eigene Art und Weise mit allem umzugehen.Es gab wirklich Momente die haben mich wirklich sprachlos gemacht und einfach auch schockiert.Dabei liegt es nicht immer daran was die Menschen tun, sondern wie und warum sie es zutun.Karin Slaughter hat hier einen Roman geschrieben, der wirklich auch teilweise die Blickwinkel verschiebt. Man hat das Gefühl es entgleite alles und man blickt gar nicht mehr durch.Aber wenn man erstmal diesen gewissen Punkt erreicht hat, dann sieht man klar, man versteht es und gleichzeitig bricht all die Abgründigkeit und das Grauen über einen herein. Man möchte flüchten und einfach nur die Augen vor allem verschließen.Schlussendlich ein wirklich guter Roman, der jedoch so einige Längen hatte.Die Charaktere sind jedoch wunderbar ausgearbeitet. Ebenso gelingt es ihr mit einigen gut gezielten Wendungen zu punkten.Es hat mich wirklich betroffen gemacht, denn der Schmerz und die wahre Traurigkeit die dahinter liegt, ist nicht einfach und psychologisch gesehen , ist es wirklich gut ausgearbeitet.Von Thrill war dennoch für mich nichts zu spüren. Viel mehr war es sehr dramatisch und auch tragisch.Sie greift hier Themen wie Traumabewältigung und Verluste auf und geht damit auch sehr einfühlsam , aber gleichzeitig auch subtil um.Der Autorin gelingt es einfach uns mit dem Dahinter die Augen zu öffnen und zu zeigen, wozu Menschen in der Lage sind und das man manchmal vielleicht zweimal hinsehen sollte.Fazit:Karin Slaughters neues Buch habe ich mit Begeisterung erwartet, die Ernüchterung folgte jedoch auf dem Fusse.Denn hier handelt es sich in meinen Augen keineswegs um einen Thriller. Viel mehr ist ein gut ausgearbeitetes Familiendrama, dessen Netz perfekt gesponnen ist und so einige Wendungen beeinhaltet.Es hat seine Schwachstellen, aber dennoch konnte es mich auch mitreißen und bewegen.Eine Story bei der nichts einfach ist und man manchmal zweimal hinschauen muss, um klar zusehen.© magischemomentefuermich.blogspot.de

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  • Kein Thriller, eher ein Familiendrama

    Die gute Tochter

    Bonbosai

    02. October 2017 um 11:06

    Ich mag die Autorin, bin ein Fan ihrer Sara Linton Serie. Daher habe ich mich auf dieses neue Buch gefreut, auch wenn es nicht zu den bekannten Reihen (Grant-County, Will-Trent/Atlanta und Georgia) gehört. Das Buch beginnt stark, ein echter Thriller. Was allerdings später kommt war für mich kein Thriller mehr, eher eine Tragödie, ein Drama, ein Familiendrama. Nicht schlecht die Geschichte, ich war durchaus davon angetan, aber eben kein Thriller. Ein bißchen zu viel Raum nahm mir die Traumabewältigung der Töchter ein, da wäre mir weniger mehr gewesen. Diese Passagen waren mir im Laufe des Buches doch zu langatmig, dass ich im Endeffekt nicht sehr angetan von dem Buch war. Gänzlich anders als die Serien die ich bisher von Karin Slaughter gelesen habe. Fazit:Mir fehlte auf weiten Strecken die Spannung, endlos ziehen sich die Konfklikte und die Traumabewältigung der Personen hin. Ein richtiger Thriller war das für mich nicht. 

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  • Eher ein Familiendrama statt eines Thrillers – ungewöhnlich für Karin Slaughter

    Die gute Tochter

    Ayleen256

    29. September 2017 um 10:27

    Die beiden Schwestern Samantha und Charlotte – alias Sam und Charlie – werden in jungen Jahren Opfer eines Überfalls, bei dem ihre Mutter kaltblütig ermordet wird. Auf Geheiß ihrer Schwester Sam kann Charlie fliehen. Nur nicht vor ihren Problemen, die sich seitdem durch ihr Leben ziehen. Die Erinnerungen sind zu schlimm und sie leidet unter dem Ruf ihres Vaters, der kriminelle Ganoven vor Gericht vertritt. 28 Jahre später ist aber auch Charlie Anwältin. Sie gerät in einen Amoklauf an der hiesigen Schule und allmählich verschwimmen Gegenwart und Vergangenheit miteinander. Ich habe schon einige Bücher von Karin Slaughter gelesen. Sie ist immer ein Garant für gute Thriller, manchmal sind mir einige der Szenen etwas zu blutig. Auch wenn es in „Die gute Tochter“ ebenfalls solche Szenen gibt, hatte ich doch in Großteilen des Buches das Gefühl, dass es sich eher um ein Familiendrama handelt, indem es darum geht, das Erlebte aufzuarbeiten. Die Schilderungen der Polizeiarbeit sind auch eher ein Spiegel der amerikanischen Gesellschaft, beziehungsweise eine Kritik an dieser. Es gibt 2 Erzählstränge: Der Überfall in der Kindheit der beiden Mädchen und der aktuelle Amoklauf an der Schule. Der Überfall ist sehr spannend und wird aus Charlies und aus Sams Sicht erzählt. Auch wenn hier natürlich neue Aspekte ans Licht kommen, war mir hier schon zu viel Wiederholung, was unnötige Längen mit sich brachte. Ähnlich verhält es sich mit dem Amoklauf, der immer und immer wieder betrachtet wird, und nur allmählich mal ein neues Detail mitbringt. Beim Lesen habe ich mich mehrfach gefragt, warum sich der Inhalt so oft wiederholen muss. Vor allem Charlie konnte mich nicht überzeugen, da es mir sehr unwahrscheinlich erschien, dass sie nach all dem Erlebten noch in ihrer Heimatstadt bleibt und eine ähnliche Laufbahn wie ihr Vater einschlägt, obwohl dies der Ursprung für die Tragödie war. Außerdem konnte ich bis zum Ende nicht verstehen, warum Charlie und ihr Vater von Anfang an die Schuld der Amokschützin in Frage stellen. Hier schien mir die Autorin dies eher für den Verlauf der Story nutzen zu wollen, anstatt es logisch herzuleiten. Für einen Thriller würde ich nicht mehr als 3 Sterne vergeben können. Da ich aber Familiendramen mag und dies eine recht spannende Schilderungen war, komme ich zu knappen 4 Sternen. Leider muss ich zugeben, dass trotz alledem es auch 150 Seiten weniger getan hätten.

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  • Die Vergangenheit holt einen immer ein

    Die gute Tochter

    SillyT

    24. September 2017 um 12:26

    Achtundzwanzig Jahre ist es her, dass die Familie des Rechtsanwalts Rusty Quinn, bestehend aus der Mutter Gamma Quinn und ihren Töchtern Samantha und Charlotte, von den Brüdern Culpepper überfallen wurden. Dabei wurde Gamma vor den Augen ihrer Töchter getötet und Samantha mit einem Schuss in den Kopf schwer verletzt und bei lebendigem Leib vergraben. Charlie konnte zwar entkommen, wurde dabei aber schwer traumatisiert. Heute arbeitet Charlotte ebenfalls als Rechtsanwältin gemeinsam mit ihrem berühmt berüchtigten Vater, der sich in dem kleinen Ort in Georgia viele Feinde machte, weil er immer den sogenannten Abschaum vertrat. Dann wird Charlotte plötzlich Zeugin eines Schusswechsels an einer Schule, bei der eine achtjährige Schülerin und der Direktor der Schule getötet wurden. Schützin, die Schülerin Kelly Wilson, doch was war ihr Motiv? Charlotte beginnt zu forschen, doch gleichzeitig wird sie von ihren Erinnerungen eingeholt.Meine Meinung: Karin Slaughter ist wohl schon seit langer Zeit nicht mehr aus der Thrillerwelt wegzudenken und auch ich bin seit Belladonna, ein großer Fan der Autorin. Mit Die gute Tochter hat sie aber ihren Hauptaugenmerk auf ganz andere Bereiche gelegt und erzeugt eher Grauen durch lange zurück liegende Traumata. Der Schreibstil ist ohne Frage wieder richtig gut, sie fesselt den Leser an ihre Seite und mit ihrer Geschichte und lässt durch viele Details das Geschehen absolut realistisch und lebendig werden. Allerdings könnte dies auf den ein oder anderen Leser langatmig wirken. Mir wiederum hat dies sehr gut gefallen, da alles einfach eine Portion realistischer dadurch wurde. Sprachlich ist alles gut verständlich und auch bei den Taten nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund, sie erzählt durchaus schonungslos, wie die Opfer aussahen. Das macht sie z. B. beim Beschreiben des Mordes an der Mutter der Mädchen durch Wiederholungen sehr eindringlich und man kann als Leser absolut verstehen, warum die Mädchen auch als gestandene Erwachsene noch darunter leiden.Der Plot ist hier sehr ungewöhnlich aufgebaut, denn Slaughter wechselt gerne zwischen den Perspektiven der Schwestern und auch in der Zeit. Mal erfährt man den Überfall aus Charlottes Sicht mal aus Samanthas, dies geschieht ebenso in der Gegenwart. Es kommt immer wieder zu spannenden Situationen, aber hier geht es nicht um das reine Tempo sondern vielmehr um das, was mit den Opfern der Überfälle geschehen ist und wie sich dies auf deren Psyche auswirkt. Gerade der Mittelteil wirkte dadurch etwas langatmig, aber nicht langweilig.Durch einen Erzähler in der dritten Person erlebt der Leser das Geschehen. Dabei wird man hier zu einem Beobachter, der aber auch zu großen Teilen die Schrecken sehr deutlich gezeigt bekommt. Man ist nah am Geschehen, erlebt es aber immer wieder anders, da ja auch die Perspektiven wechseln. An manch einer Stelle wurde ich mit unvorhersehbaren Wendungen regelrecht überrascht, seien es Ereignisse aus der Vergangenheit, die erst jetzt wirklich herauskamen oder mit aktuellen Ereignissen. Das im Gesamtpaket wirkt alles sehr authentisch und man könnte hier fast schon vermuten, dass es irgenwo in einem kleineren Ort in Georgia wirklich zu diesen Ereignissen kam.Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, man kann sich in die Schwestern, die hier als Protagonistinnen abwechselnd erzählen, sehr gut hineinversetzen. Vor allem Charlotte leidet bis heute noch sehr unter dem lang zurückliegenden Überfall, allerdings werden die Gründe dafür immer greifbarer, je weiter die Geschichte fortschreitet. Zunächst hatte ich noch recht wenig Verständnis, warum sie ausgerechnet an dem Ort des Grauens bleibt und sich sogar dafür entscheidet, mit ihrem Vater in der Kanzel zu arbeiten. Aber die Auflösung ist absolut glaubhaft. Samantha hingegen scheint das gesamte Geschehen auf den ersten Blick psychisch besser überstanden zu haben, auch wenn sie bis heute körperlich leidet, ist sie eine eindrucksvolle Persönlichkeit. Doch auch bei ihr liegt noch mehr im Verborgenen, was sich erst später herauskristallisiert. Ein weiterer sehr spanender Charakter ist Rusty, für den ich zu Beginn nur wenig Sympathie aufbringen konnte, der mich aber letzten Endes doch absolut überzeugen konnte.Mein Fazit:Ein Buch, bei dem mich das gewählte Genre Thriller ein wenig stutzig zurücklässt, denn der eigentlich Fall, der hier aktuell vorliegt, bleibt eher im Hintergrund. Stattdessen werden hier eher die Bewältigung des Traumas der Vergangenheit in den Vordergrund gesetzt und auch die Charakterisierung der Protagonisten ist äusserst wichtig. Für Leser, die einen typischen Slaughter Thriller erwarten, kann dies sehr irreführend sein, denn meiner Meinung nach ist dies hier nur am Rande ein Thriller, auch wenn Slaughter durchaus Taten detailliert beschreibt. Für mich ein eindrucksvolles Buch, das mir nahe ging, für hartgesottene Thrillerfans könnte es abereher enttäuschend sein.

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  • Das war wohl nichts

    Die gute Tochter

    Shanna1512

    23. September 2017 um 22:06

    Aus dem Klappentext "Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Inhalt: 28 Jahre später ist Charlie Anwältin, genau wie ihr Vater, der sich als Anwalt sämtlichen Abschaums sieht. Genau dieser Abschaum hat wohl seiner Frau das Leben gekostet und seinen Töchtern ein lebenslanges Trauma bereitet. Charlie ist immer auf der Flucht vor der Vergangenheit, dann wird sie durch einen Amoklauf direkt in das Grauen zurück katapultiert. Ich bin ein Fan der Autorin und ihrer Sara Linton Serie. Deshalb habe ich mich auf dieses Buch gefreut, auch wenn es nicht zu dieser Reihe gehört. Für mich stand Karin Slaughter immer für atemlose Spannung und Lesegenuß pur. Allerdings hat dieses Buch mich überhaupt nicht erreicht. Schon der Anfang mit seiner übersteigerten Brutalität hat mich abgeschreckt. Auch konnte ich mich mit der Hauptprotagonistin Charlie überhaupt nicht anfreunden. Ich hatte keinerlei Verständnis, dass sie auf der einen Seite ihr Trauma bekämpft, aber den Ort des Grauens nicht verlässt, sondern dort zusammen mit ihrem schrecklichen Vater arbeitet. Die Handlung an sich, zäh, langatmig und ein Spiegelbild der amerikanischen Gesellschaft. Sorry, aber ich habe nach der Hälfte des Buches abgebrochen. Es war mir ehrlich gesagt die Zeit nicht wert, es fertig zu lesen. Schade, das kommt selten vor. Von mir deshalb nur ein Stern.

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    • 4
  • Spannende Lektüre mit einigen Überraschungen

    Die gute Tochter

    Gluecksklee

    23. September 2017 um 13:26

    Nachdem ich "Die gute Tochter" von Karin Slaughter nun beendet habe, kann ich eindeutig sagen, dass es sich hierbei um einen spannenden Thriller aus der Feder der Autorin handelt, auch wenn aufgrund der Konstruktion der Erzählweise ein paar Längen mit dabei sind. Zum InhaltDer Thriller beginnt mit einem Paukenschlag - Gamma und ihre beiden Töchter (Samantha, genannt Sam und Charlotte, genannt Charlie) werden in ihrem Zuhause überfallen, die es eigentlich auf den Vater und Ehemann, Rusty, abgesehen haben. Rusty ist Anwalt und hat sich durch die Übernahme der Verteidigung einiger übler Zeitgenossen nicht gerade beliebt in Pikeville, dem Wohnort seiner Familie, gemacht. Gamma verliert ihr Leben, aber ihre beiden Töchter kommen mit dem Leben davon. Die "aktuelle" Handlung des Buches setzt nach dieser Einleitung tatsächlich 28 Jahre später ein und beschäftigt sich mit Sam, Charlie und ihrem Vater. Dabei erfährt man als Leser, wie die beiden Schwestern mit den Erlebnissen jener schrecklichen Nacht umgegangen sind bzw. noch immer umgehen und welche Auswirkungen das Erlebte auf ihr weiteres Leben hatte. Die eigentlich entfremdete Familie wird durch eine weitere Bluttat in Pikeville wieder zusammengeführt. Meine MeinungDer Thriller umfasst neben den aktuellen Ereignissen, in die Charlie hereingeschlittert ist auch eine intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der beiden Schwestern. Erst langsam wird deutlich, dass das Grauen, dass zu Beginn des Romans geschildert wird, nicht die ganze Wahrheit ist. Dieses stückchenweise Aufdecken der wahren Geschichte sorgte für mich aber dafür, dass sich der an sich spannende Thriller ein wenig gezogen hat. Dafür wurde man aber mit emotionalem Drama, Spannung und sehr interessanten Charakteren belohnt. In einem Gesamtvotum komme ich daher auf vier von 5 möglichen Sternen.

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  • Eine spannende Geschichte voller Überraschungen

    Die gute Tochter

    MissRichardParker

    20. September 2017 um 15:17

    Was die Schwestern Sam und Charlie in ihren jungen Jahren erleiden mussten ist mehr als schlimm. Ihre Mutter wird kaltblütig erschossen, Samantha und Charlotte versuchen zu flüchten und zahlen dafür einen sehr hohen Preis... 28 Jahre später wird Charlie Zeugin einer Bluttat und ihre Vergangenheit holt sie definitiv ein...Das war mal ein ganz anderer Karin Slaughter als man es sich gewöhnt ist. Thriller finde ich hier wie so viele andere Leser etwas übertrieben. Die Geschichte hat zwar durchaus Stellen die in eine Thriller passen, im Grossen und Ganzen ist es aber vor Allem ein sehr sehr spannendes und interessantes Familiendrama. Voll gepackt mit überraschenden Wendungen und ungeahnten Stücken der Vergangenheit. Für mich ist Karin Slaughter eine der besten Autorinnen und bei Ihren Büchern ist Spannung eigentlich immer Garantiert. Wer hier eine Story im Stil der Grant County- oder Will Trent-Reihe erwartet wird vielleicht enttäuscht werden.Für mich war das Buch aber ein Highlight. 

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  • Mehr Familiendrama als Thriller

    Die gute Tochter

    lauravoneden

    17. September 2017 um 21:49

    ‚Die gute Tochter‘ fängt sogleich spannend an, denn wir erfahren die tragische Vorgeschichte der Familie, denn sie wurden Opfer eines Überfalls, wobei die Mutter der Familie erschossen wird. In der Gegenwart begleiten wir die jüngere Tochter, während der Verbleib der älteren Tochter lange etwas verschleiert dargestellt wird, so dass ich als Leser nicht wusste, ob diese den Überfall überlebt hat. Im Handlungsstrang der Gegenwart wird unsere Hauptfigur Zeugin eines Amoklaufes an ihrer alten Schule, dessen Aufklärung die weitere Handlung des Buches bestimmt. Dennoch werden wir einige Male in die Vergangenheit zurückgeworfen, um die Geschehnisse des Überfalls aus den verschiedenen Blickwickeln zu erfahren. Auch hierbei erfährt man Stück für Stück weitere Details, die viele Sachen in einem anderen Licht erscheinen lassen. ‚Die gute Tochter‘ ist mit seinem 608 Seiten kein schnell zu lesendes Buch, wenngleich die Autorin definitiv versteht, den Leser zu fesseln. Das Buch hat ein paar Längen, für mich hätten es einige Seiten weniger auch getan, dennoch war ich durch den flüssigen Schreibstil der Autorin immer bestens unterhalten. Das Buch wird als Thriller deklariert, ich würde eher sagen, dass es ein Familiendrama, mit einigen Thrillerelementen ist. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für das Buch und ‚Die gute Tochter‘ war definitiv nicht mein letztes von Karin Slaughter.

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  • Fällt unter die Kategorie: Was will die Autorin bloß mit diesem Buch sagen?

    Die gute Tochter

    Thrillerlady

    17. September 2017 um 19:18

    Die gute Tochter von Karin Slaughter (Thriller, 2017; Harper CollinsSchon früher habe ich die Bücher der Autorin gelesen, allen Voran die Sara Linton-Reihe. Schon damals hatte ich "Probleme" mit den Büchern, die mir mal mehr, mal weniger gut gefallen haben. Für mich gehörten diese Bücher allerdings nie zur ersten Thrillerriege. Dennoch dachte ich mir, dass ich es nochmal nach so langer Zeit mit einem Buch von ihr probieren möchte. Dieses hier ist mal keins aus einer Reihe, sondern ein Alleinstehendes. .Noch recht positiv gestimmt, fing ich an zu lesen, merkte jedoch rasch, dass das Buch und ich wohl keine Freunde werden würden. Lasen sich die ersten Seiten noch ganz interessant über das Erlebte von Charlie und Sam an, wurde es doch schon bald recht dröge. Für mich stellt dieses Buch schlichtweg, von einigen Stellen abgesehen, keinen Thriller dar. Jedenfalls erschloss er sich mir einfach nicht. Bekam man einen Einblick, was vor 28 Jahren mit ihnen geschehen war, wechselte die Perspektive bald in die Gegenwart, wo Charlie zufällig Zeugin eines Amokslaufs an einer Schule wurde. Auch diese Perspektive konnte das Thrillergefühl in mir nicht erwecken. Stattdessen gab es 600 Seiten langweiliges Bla Bla in Form von Traumabewältigung, das am Ende nicht wirklich zu etwas führte. Es handelt sich einfach um einen Roman, der sich um Traumabewältigung dreht, mit seltenen winzigen Elementen eines Thrillerhauchs. Auch die Sache mit dem Amoklauf konnte dieses nicht wirklich ändern, da es mir so vorkam, dass es einfach nebenbei herlief und die Autorin sich nicht wirklich klar war, worüber genau sie eigentlich schreiben wollte. Für mich gab es keinen klaren Verlauf dieses angeblichen Thrillers und auch das Ende konnte hier für mich leider gar nichts rausreißen. Irgendwann dachte ich mir, dass doch wenigstens das Ende noch was hergeben müsste, zumindest dass es einem am Ende wie Schuppen von den Augen fällt. Aber weit gefehlt, nichts dergleichen geschah. Ich las und las und fragte mich, was einem genau die Autorin mit diesem Buch sagen wollte. Es zieht sich null ein roter Faden durch das Buch das Ende war genauso ereignis- und aussagelos, wie der Rest der Geschichte. Stattdessen erwartet den Leser die gegenwärtige Situation in den USA, so dass meine Bedenken gegenüber diesem Land nur mal wieder bestätigt wurden, dass sie in allen Lebenslagen einfach nur komisch handeln und es ein solches Verhalten in Deutschland so vielleicht gar nicht so existiert, zumindest was es mit der Polizeiarbeit auf sich hat. Die eigentlichen Hauptgeschichten, wovon das Buch handeln sollen gehen einfach zulasten langweiligem Bla Bla sang und klanglos unter und ich mich die ganze Zeit über gefragt habe, was ich da jetzt seitenlang eigentlich gelesen habe. Dieses Gefühl habe ich häufig bei Büchern, die aus dem Amerikanischen oder Britischen übersetzt wurden, wahrscheinlich, weil ich deren Gedankengänge und Taten einfach nicht nachvollziehen kann, so dass sich diese Bücher für mich immer als schlecht darstellen, wie auch in diesem Fall. Ich musste mich zwingen, das Buch überhaupt noch zur Hand nehmen zu wollen und so war es kein Wunder, dass ich es ca 200 Seiten vor Schluss erst mal abgebrochen habe und erst Wochen später beendet habe und zwar nur aus dem Grund, da ich nichts Aktuelles, Interessanteres mehr zum Lesen hatte. Das spricht nicht gerade für ein Buch, auch wenn ich es persönlich sehr schade finde, so etwas schreiben zu müssen.Fazit:Für mich leider eins der Bücher, wo ich lese und lese und mich dann irgendwann frage, was ich da jetzt überhaupt seitenlang gelesen habe, da es sich mir weder erschließt, noch im Kopf bleibt. Eher ein Roman über eine Familientragödie, als ein wirklicher Thriller. Ich denke noch darüber nach, ob ich überhaupt noch mal ein Buch der Autorin lese.Note: 5- -6

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    • 5
  • Familiendrama im Thrillergewand

    Die gute Tochter

    CorinnaGerngelesen

    17. September 2017 um 16:29

    Selten hat ein Buch bei mir einen solch zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Ich kenne von Karin Slaughter ihre Reihe rund um Will Trent (z. B. „Tote Augen“ oder „Bittere Wunden“), die mir sehr gut gefallen hat. Auch bei diesen Thrillern spielt das Privatleben der Protagonisten, insbesondere ihre Vergangenheit, eine große Rolle. Aber trotzdem gibt es einen spannenden Kriminalfall, in dem ermittelt wird.Bei „Die gute Tochter“ ist das (zeitweilig) anders, weshalb ich die Bezeichnung „Thriller“ auch nicht ganz passend finde. Mit diesem Genre verbinde ich eine rasante Handlung, spannende Szenen, eben so etwas wie „die Finger in die Lehne krallen“. Obwohl die ersten Szenen sehr dramatisch sind, kann dieses Versprechen bezüglich der Spannung nicht so recht gehalten werden. Immer wieder wird das Gefühlsleben von Charlie ausgiebig thematisiert, weshalb man eigentlich eher von Familien-Psychodrama sprechen sollte.Vielleicht trifft deshalb der Begriff „Dramatik“ hier besser zu als „Spannung“, denn dramatisch ist sowohl der traumatische Überfall in der Vergangenheit als auch der Amoklauf in der Gegenwart. Leider wird die Handlung selbst aber nicht schnell genug vorangetrieben. Über weite Teile dominieren familiäre Beziehungen und Verstrickungen den Mittelteil des Buches, wodurch eben gewisse Längen entstehen.  Ich dachte zwischenzeitlich sogar, dass der Fall in der Schule gar nicht mehr thematisiert bzw. aufgelöst würde. Das passiert tatsächlich erst ganz zum Ende des Buches, dann allerdings mit einem Knalleffekt, der wirklich gelungen ist. Auch die Geschehnisse der Vergangenheit erfahren eine sehr interessante und überraschende Auflösung.Ihr seht also, Durchhaltevermögen wird belohnt.Vier von fünf Sternen

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  • Die gute Tochter

    Die gute Tochter

    lenisvea

    13. September 2017 um 14:53

    Erscheinungstag: Do, 03.08.2017 Seitenanzahl: 560 ISBN: 9783959676700 16,99 € Ebook 19,99 € Gebundene Ausgabe Zum Buch: https://www.harpercollins.de/buecher/krimis-thriller/die-gute-tochter "Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers. Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein. Meine Meinung: Ich bin ja seit der Sara Linton Reihe ein Fan von Karin Slaughter und habe mich daher sehr gefreut, dass wieder ein neues Buch der Autorin herausgekommen ist. Freundlicherweise wurde mir dieses als Ebook von Netgalley zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen, es fängt gleich spannend an mit dem Überfall auf Charlie, Samantha und deren Mutter Gemma. Dies ist vor 28 Jahren geschehen. Dann wechselt die Geschichte in die Gegenwart, in der Charlie, die ja damals flüchten konnte, wieder Zeugin einer brutalen Bluttat wird. Der Anfang war dadurch sehr spannend, zum Ende hin war es auch sehr interessant gemacht, aber in der Mitte hatte das Buch aufgrund seiner 608 Seiten doch einige Längen. Da hätten weniger Seiten meiner Meinung nach dem Buch gut getan. Zum Ende hin war es sehr interessant gemacht, da es bei der Auflösung doch einige überraschende Wendungen gab. Ich würde das Buch als Familientragödie mit Thrillerelementen beschreiben, die tiefgründig und mit vielen Emotionen verbunden ist. Die Vergangenheit wurde gekonnt mit der Gegenwart verknüpft, ich fand beide Zeitfenster sehr interessant. Alles in allem kann ich hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung für das neue Werk von Karin Slaughter aussprechen. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4,5 Sterne.

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