Karin Steger

 3.5 Sterne bei 15 Bewertungen

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Hättest halt kein Kind gekriegt!

Hättest halt kein Kind gekriegt!

 (15)
Erschienen am 01.08.2014

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Rezension zu "Hättest halt kein Kind gekriegt!" von Karin Steger

Authentischer persönlicher Erzählstil
WinfriedStanzickvor 4 Jahren


 

 

Sie ist alleinerziehend und arbeitet als Radiojournalistin. In ihrem  hier vorliegenden Buch schildert Karin Steger in vier Etappen und über einen Zeitraum von sieben Jahren eine Entwicklung, an deren Ende sie aus Wut und totaler Erschöpfung zu so etwas findet wie Autonomie, Geborgenheit und Lebensglück. 

 

Auf dem Hintergrund ihrer eigenen Geschichte, „der Suche nach mütterlicher Identität in der Leistungsgesellschaft“, wie der Untertitel des Buches lautet reflektiert sie immer wieder die Themen Familie, Kinder und die Rolle der Frau in der Gesellschaft zwischen Muttersein und beruflicher Karriere.

 

Das hat man anderswo schon durchdachter gelesen, es schmälert aber nicht die Hauptstärke des Buches. Sie liegt im authentischen persönlichen Erzählstil, in den man leicht hineinkommt, und der einen guten Eindruck vermittelt von den widerstreitenden Gefühlen und der anfänglichen inneren Zerrissenheit einer Mutter.

 

Ich weise in diesem Zusammenhang hin auf ein im September 2014 bei Pantheon  erschienenes Buch: Susanne Garsoffky, Die Alles ist möglich-Lüge. Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind“

 

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Rezension zu "Hättest halt kein Kind gekriegt!" von Karin Steger

Locker leichter Schreibstil, aber kein so einfaches Thema...
Leseladyvor 4 Jahren

Wer ist eigentlich Karin Steger..

Karin Steger, geboren 1968, beginnt noch während des Studiums (Musikwissenschaften und Frauenforschung) beim ORF als Radiojournalistin und Moderatorin für Ö1 zu arbeiten. 1999 ist die Geburt ihres ersten Kindes. Der frühere Traumberuf lässt sich mit den hinzugekommenen Aufgaben nicht mehr vereinbaren, sie erfindet sich neu.
Karin Steger arbeitet als Sängerin, Sprecherin und später hauptsächlich als Stimm- und Sprechtrainerin. 2010 bekommt sie mit 41 Jahren ihr zweites Kind.

Quelle: Buchaktuell – Erstpräsentation / www3.apoverlag.at/dynasite.cfm?dsmid=116519

·  Gebundene Ausgabe: 176 Seiten

·  Verlag: Orac; Auflage: 1 (August 2014)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3701505659

·  ISBN-13: 978-3701505654

·  Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 1,2 cm

 

Eindrücke / eigene Meinung:

Generell empfinde ich es in Büchern schwierig, die Handlungen und Emotionen realer Menschen zu „bewerten“, weil Autoren/Autorinnen in diesen Momenten sehr viel von sich preisgeben und mich als Leserin intim nahe in ihr Leben bitten.

Auch die Radiojournalistin und Moderatorin Karin Steger ist diesen Weg gegangen und berichtet sehr authentisch, wie sich die Suche nach mütterlicher Identität in unserer Leistungsgesellschaft anfühlt.

Ihr Schreibstil ist locker leicht, die durchlebten starken Emotionen, ihr Muttersein betreffend, jedoch Seite für Seite deutlich spürbar. 

Obwohl die Problematik prall aus dem Leben einer (zunächst) alleinerziehenden Mutter gegriffen ist, fühlte es sich leider auch zunehmend jammernd und bedrückend an. Aber... Karin Steger hat es nun mal so empfunden und aufgeschrieben. Ob man die Leserwelt nun mit seinen Lebens up and downs beglücken möchte oder nicht, ist letztendlich jedem selbst überlassen. Insofern fand ich es sehr mutig, dass die Autorin diesen Weg gewählt hat und ihn konsequent gegangen ist. 

Die Sprache empfand ich in den ersten zwei Dritteln aufgeregt, fast schon nervös, was sich aber im letzten Drittel angenehm legte.

Die letzten Kapitel sind wärmer, weicher, runder; man spürt wie Karin Steger zunehmend zu sich und ihrem Weg findet.

Absolut topgelungen ist das Cover des Buches; eine Frau, deren Arme und Beine in den unterschiedlichsten Alltagssituationen alles gleichzeitig erfassen und bewältigen müssen.

Sehr gelungen – ein absoluter Hingucker im Bücherregal!

Ganz ohne Frage.... Frau Steger und ich leben in unterschiedlichen Welten; als berufstätige (Groß-)familienmama konnte ich mir hin und wieder ein Schmunzeln nicht verkneifen. Sei es, weil ich mich wiederfand oder sich die organisatorischen Probleme bei mir schlichtweg summieren. Dennoch respektiere und achte ich natürlich, wie Karin Steger ihren Weg ging und geht und für sich Lösungsansätze fand und lebt.

Ob Frauen, die vor der Frage für oder gegen ein Kind stehen, mit diesem Buch so gut bedient sind, wage ich mal zu bezweifeln. Zumindest wäre es wohl angebracht, es nicht als ausschließlichen „Ratgeber“ betrachten.

Berufstätige Mütter werden sich gewiss wiederfinden!

Dennoch wünsche ich mir den Satz "Hättest halt kein Kind gekriegt" nie, nie, niemals selbst zu hören!

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Schlehenfees avatar

Rezension zu "Hättest halt kein Kind gekriegt!" von Karin Steger

Erfüllte meine Erwartungen nicht
Schlehenfeevor 4 Jahren

Karin Steger ist eine erfolgreiche junge Radiojournalistin, reist viel und ist sehr sportlich. Kurzum: sie genießt die Freiheit einer jungen Karrierefrau. Doch alles wird anders als sie mit ihrer Tochter schwanger wird. Nun muss Karin Steger als Alleinerziehende das Baby und ihren Beruf, der von ihr viel Flexibilität und Engagement einfordert, meistern. Sie versucht, allen Anforderungen gerecht zu werden und eine beruflich erfolgreiche Mutter zu sein, doch es endet im Burn-Out. Durch ihren neuen Partner, ein zweites Kind und einer selbstständigen beruflichen Tätigkeit, die sie gut mit der Familie vereinbaren kann, hat sich Karin Steger wieder nach oben gekämpft und ihr Leben wieder in glücklichere Bahnen gelenkt.
Ihre Gefühle und die Ereignisse dieser schweren Zeit hat sie in ihrem Buch „Hättest halt kein Kind gekriegt!“ zusammengefasst.

Jede Mutter (auch wenn sie nicht in Vollzeit berufstätig ist) kennt wohl die Situation, die so treffend auf dem Buchcover dargestellt wird: man muss gleichzeitig Arbeit, Haushalt und Familie managen, dabei immer flexibel und ausgeglichen sowie top gekleidet und frisiert sein. Dieses Bild, das uns durch Medien, Wirtschaft und Politik vorgegeben wird, dass man gegen den stetigen Stress ankämpft und sich oft geradewegs auf den Burn-Out zusteuern sieht. Mir geht es zumindest so und ich habe mich sehr gefreut, zu lesen, wie eine Leidensgenossin es geschafft hat und konnte mich auch in vielen Situationen wiedererkennen. Ich hätte mich aber gerne über mehr Beispiele anderer Frauen gefreut, zumal Karin Stegers Weg in die Selbstständigkeit nicht für jeden ein Ausweg ist. Dass sie einen Lebenspartner hat, der ihr auch Unterstützung gibt, ist ebenfalls sehr wertvoll, doch für Alleinerziehende leider keine Hilfe. So wird Karin Stegers Buch leider nur ein emotionaler Schicksalsbericht, keine wirkliche Hilfe für andere Mütter.
Sehr positiv war der Aspekt, dass das Buch in sehr kurze Abschnitte unterteilt ist, die man auch mal eben zwischendurch oder bei wenig Zeit lesen kann. Zunichtegemacht wurde dies aber für mich durch den verwirrenden Schreibstil Stegers, der gleichzeitig auch mein größter Kritikpunkt am Buch ist: die Autorin springt zwischen Zeiten, Gegebenheiten und Themen so oft hin und her, was sehr verwirrend ist. Mal ist z.B. das zweite Kind bereits geboren, mal nicht usw. Über diesem abgehackten Schreibstil habe ich öfters den roten Faden verloren.
Karin Steger würde gerne ein Grundeinkommen und reduzierte Arbeitszeit für Familien zur Entlastung, sie schreibt aber nicht, wie das erreicht werden könnte. Statt konkreter Hilfe und Lösungen jammert sie oft darüber, was sie als Mutter nicht mehr kann (reisen usw.), so dass man sich manchmal vorkommt, als würde das Buch befürworten, dass man als junge, erfolgreiche Frau besser kein Kind bekommt (was leider der heutige Trend zu sein scheint).
Fazit: Um zu erfahren, wie eine andere Mutter mit der Doppelbelastung Familie/Beruf umgegangen ist, ist das Buch in Ordnung. Konkrete Lösungen und Handlungswege werden aber nicht aufgezeigt. Für Frauen, die noch vor der Entscheidung für Kinder stehen, ist das Buch womöglich sogar eher eine Abschreckung, da meiner Meinung nach positive Erlebnisse mit Kindern keine tragende Rolle im Buch spielen.

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Gespräche aus der Community

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Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar

Chronik einer Suche nach dem eigenen Weg

Worum geht's?

„Hättest halt kein Kind gekriegt!“ Ein Satz wie ein Hammerschlag, den so manche Frau schon gehört hat, so auch Karin Steger. Ihr Alltag bestand wie jener vieler Mütter aus Hetzen zwischen gesellschaftlich anerkannten Lebensbereichen und der angeblichen Privatsache Familie.

Das Buch beginnt mit einem Breakdown. Die alleinerziehende Karin Steger ist erschöpft, kann nicht mehr, weiß nicht mehr weiter. Bald erkennt sie, dass die Abwertungsmechanismen, die in ihrem Umfeld und in unserer Gesellschaft wirken, auch in ihr selbst existieren. Sie macht sich auf die Suche nach einer Balance zwischen ihren vielen Aufgaben und ihren eigenen Wünschen, im Beruf, zu Hause, mit den beiden Kindern.

In vier Etappen und über einen Zeitraum von sieben Jahren schildert sie, wie sie aus Wut und Erschöpfung zu Autonomie, Geborgenheit und Lebensglück fand.

Kinder haben in unserer Zeit keine eigene Bedeutung. Sie werden zu Objekten gemacht: erzogen, gebildet, bewertet, verwaltet. Es ist dies in meinen Augen das wichtigste Thema unserer Zeit. Das Buch liest sich locker und lebendig, viele werden sich darin wiedererkennen und wohl auch nachdenklich werden. Es wäre schön, wenn es viele Leser fände und diese auch wirklich berührt.

– Gerald Hüther

Erscheinungstermin: 29. August 2014

Karin Steger

geboren 1968, beginnt noch während des Studiums (Musikwissenschaften und Frauenforschung) beim ORF als Radiojournalistin und Moderatorin für Ö1 zu arbeiten. 1999 Geburt ihres ersten Kindes. Der frühere Traumberuf lässt sich mit den hinzugekommenen Aufgaben nicht mehr vereinbaren, sie erfindet sich neu. Sie arbeitet als Sängerin, Sprecherin und später hauptsächlich als Stimm- und Sprechtrainerin. 2010 bekommt sie mit 41 Jahren ein zweites Kind.

>> Informationen zum Buch

Bewerbung zur Leserunde:

Wenn ihr mehr über Karin Stegers Weg zum Glück erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 26. August 2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Hättest halt kein Kind gekriegt". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch lesen müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

> Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Leseprobe:

Mama ist hilflos

Irgendetwas sagt mir, dass ich trotzdem keine schlechte Mutter bin.
So lange ich irgendwie konnte, habe ich versucht, alles richtig zu machen.
Möglicherweise war genau das mein Fehler?
Ich sitze auf einem Stuhl im Wohnzimmer, und auf meinem Schoß
sitzt meine kleine Tochter, sie schaut mit dem Gesicht zu mir her, und
legt dann ihren Kopf über meine rechte Schulter. Sie streichelt mir
über die Haare und über meinen Rücken, spricht mit gesenkter Stimme
und redet auf mich ein wie auf ein krankes Pferd: Aaaaalles wird
guuuut. Gaaaaanz ruuuhig. Sie stupst mit ihrer kleinen Nase an mein
Gesicht. Gaaaanz ruuuhig, Mami.
Meine Tochter ist siebeneinhalb, und ihre Mami kann nicht mehr.
Sitzt da und heult. Die Augen geschwollen, das Gesicht salzig und
nass.Gaaaaanz ruuuhig, sagt die gesenkte Kinderstimme. Jaaaaa,
Mama … aaalles wird guuut.
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