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Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Chronik einer Suche nach dem eigenen Weg

Worum geht's?

„Hättest halt kein Kind gekriegt!“ Ein Satz wie ein Hammerschlag, den so manche Frau schon gehört hat, so auch Karin Steger. Ihr Alltag bestand wie jener vieler Mütter aus Hetzen zwischen gesellschaftlich anerkannten Lebensbereichen und der angeblichen Privatsache Familie.

Das Buch beginnt mit einem Breakdown. Die alleinerziehende Karin Steger ist erschöpft, kann nicht mehr, weiß nicht mehr weiter. Bald erkennt sie, dass die Abwertungsmechanismen, die in ihrem Umfeld und in unserer Gesellschaft wirken, auch in ihr selbst existieren. Sie macht sich auf die Suche nach einer Balance zwischen ihren vielen Aufgaben und ihren eigenen Wünschen, im Beruf, zu Hause, mit den beiden Kindern.

In vier Etappen und über einen Zeitraum von sieben Jahren schildert sie, wie sie aus Wut und Erschöpfung zu Autonomie, Geborgenheit und Lebensglück fand.

Kinder haben in unserer Zeit keine eigene Bedeutung. Sie werden zu Objekten gemacht: erzogen, gebildet, bewertet, verwaltet. Es ist dies in meinen Augen das wichtigste Thema unserer Zeit. Das Buch liest sich locker und lebendig, viele werden sich darin wiedererkennen und wohl auch nachdenklich werden. Es wäre schön, wenn es viele Leser fände und diese auch wirklich berührt.

– Gerald Hüther

Erscheinungstermin: 29. August 2014

Karin Steger

geboren 1968, beginnt noch während des Studiums (Musikwissenschaften und Frauenforschung) beim ORF als Radiojournalistin und Moderatorin für Ö1 zu arbeiten. 1999 Geburt ihres ersten Kindes. Der frühere Traumberuf lässt sich mit den hinzugekommenen Aufgaben nicht mehr vereinbaren, sie erfindet sich neu. Sie arbeitet als Sängerin, Sprecherin und später hauptsächlich als Stimm- und Sprechtrainerin. 2010 bekommt sie mit 41 Jahren ein zweites Kind.

>> Informationen zum Buch

Bewerbung zur Leserunde:

Wenn ihr mehr über Karin Stegers Weg zum Glück erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 26. August 2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Hättest halt kein Kind gekriegt". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch lesen müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

> Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Leseprobe:

Mama ist hilflos

Irgendetwas sagt mir, dass ich trotzdem keine schlechte Mutter bin.
So lange ich irgendwie konnte, habe ich versucht, alles richtig zu machen.
Möglicherweise war genau das mein Fehler?
Ich sitze auf einem Stuhl im Wohnzimmer, und auf meinem Schoß
sitzt meine kleine Tochter, sie schaut mit dem Gesicht zu mir her, und
legt dann ihren Kopf über meine rechte Schulter. Sie streichelt mir
über die Haare und über meinen Rücken, spricht mit gesenkter Stimme
und redet auf mich ein wie auf ein krankes Pferd: Aaaaalles wird
guuuut. Gaaaaanz ruuuhig. Sie stupst mit ihrer kleinen Nase an mein
Gesicht. Gaaaanz ruuuhig, Mami.
Meine Tochter ist siebeneinhalb, und ihre Mami kann nicht mehr.
Sitzt da und heult. Die Augen geschwollen, das Gesicht salzig und
nass.Gaaaaanz ruuuhig, sagt die gesenkte Kinderstimme. Jaaaaa,
Mama … aaalles wird guuut.

Autor: Karin Steger
Buch: Hättest halt kein Kind gekriegt!

abetterway

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Das klingt wirklich interessant. Ich würde mich freuen wenn ich mitlesen könnte.
Ich hüpfe in den Lostopf!

suggar

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Hier muss ich mich unbedingt bewerben!
Wie oft habe ich diesen einen Satz die letzten 6 Jahre gehört. Nicht wortwörtlich, sondern zwischen den Zeilen, mit dem Verhalten anderer Menschen einem Selbst gegenüber.
Sich für sein Kind zu rechtfertigen zu müssen kommt leider immer häufiger vor, dabei muss ich mich immer stoppen!
Kinder gehören zu unserer Gesellschaft, genau wie die Mütter!
Seitdem die Verhütung ungewollter Schwangerschaften möglich ist, muss man sich für sein Kind einiges gefallen lassen.
So kommt es mir zumindestens vor.
Nicht selten habe ich schon vermittelt bekommen:" Na sie wollten doch ein Kind, sehen sie zu, wie sie zurecht kommen"

Ich möchte deswegen super gerne an der Leserunde teilnehmen und bewerbe mich hiermit.
Meine Rezensionen veröffentliche ich immer bei amazon und thalia. :)

LG

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Leselady

vor 3 Jahren

Teil I: Alleinerzieherin (Seite: 15-39)
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Erst einmal danke, dass erfreulicherweise an ein Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches gedacht wurde, Hier handelt es sich sogar um ein sehr differenziertes Verzeichnis, das finde ich sehr angenehm. So kann man es z.B. im Buchladen nach Stichworten überfliegen und an interessanter Stelle reinschnuppern, ob und wie es einem zusagt.

Der anfängliche Eindruck ist also schon einmal hochwertig und struktiert.
Wie sich die Autorin fühlte, in welchen Zwängen und Gefühlsachterbahnen steckte, kommt sehr gut zum Ausdruck. Dieses emotionale Ringen zwischen Unbesiegbarkeit und Hilflosigkeit, wer kennt das nicht, insofern spricht sie sicherlich vielen Müttern und Familien aus der Seele.

Den Focus hat die Autorin sehr klar und intim nahe auf sich und ihre Lebens-Situation gelegt, ihr privates Umfeld allerdings (zumindest bislang) weitestgehend ausgespart.
Was ist mit dem Vater des Kindes und dessen Familie/Umfeld? Warum kommt von dieser Seite keine Hilfe und Unterstützung? Wollte sie es so, hat aber im Alltag gemerkt, allein geht es nur sehr schwer? Oder lehnt er gar das Kind ab?

Hin und wieder eine kleine Information mehr wäre für mich wünschenswert, um mich ein wenig besser in sie hineinfühlen zu können.

Aber vielleicht kommt das ja noch...

Leselady

vor 3 Jahren

Teil II: Paarbeziehung (Seite: 43-57)
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Auch hier ist und bleibt es sehr persönlich, so hat Karin Steger es eben emfunden und so hat sie es auch niedergeschrieben.
Mit der Paartherapie haben Gregor und sie offentlich großes Glück gehabt. Google bemüht und gleich ein Volltreffer :-) Interessiert hätte mich hier beispielswweise, auf welche Kriterien sie bei der Auswahl Wert gelegt hat oder ob sie gleich bei der ersten Möglichkeit zugeschlagen hat.
So ein Wochenende Paartherapie ist ja immerhin auch ein ordentlicher Kostenpunkt und wenn man so gar nicht weiß, was da auf einen zukommt... finanziell kann sie ja nun auch nicht mehr so schalten und walten kann, wie sie möchte.... Das sind wieder einmal so Kleinigkeiten am Rande, die ich gern etwas ausführlicher hätte, um die Situationn für mich noch etwas greifbarer und generell für den Leser umsetzbar zu machen. Außer Emotionen mag man als LeserIn ja auch praktisch etwas aus einem Buch mitnehmen.

Aber die Reflektion dieser Therapie und wie sie es im Alltag umsetzen, fand ich hochinteressant!
Das Mütter in ihrem "Status" in Gesprächen Erwachsener nicht so gut wegkommen, kann ich nicht bzw. nur sehr eingeschränkt bestätigen. Ich selbst erlebe in Gesprächen von Außen Respekt und Zuspruch, was jedoch nicht unbedingt heißen soll, dass jeder mit meinem berufstätigen (Groß-)familien-Alltag tauschen möchte ;-))

Leselady

vor 3 Jahren

Teil II: Paarbeziehung (Seite: 43-57)
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Talitha schreibt:
Ein anderer Mann wäre längst gegangen und hätte sich eine "unkompliziertere Frau" (Zitat meines Bruders, der dieses Ideal immer noch sucht *lach*) gesucht...

Der Gedanke kam mir auch hin und wieder.. ;-)

Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, was Karin Steger wohl im Alltag für ein "Typ" Frau ist. Ist es speziell ihre Situation Beruf-Karriere-Mutter/Frausein unter einen Hut zu bringen, die sie so intensivst beschäft oder nimmt sie alles andere in ihrem Leben auch derart analysierend unter die Lupe. Kreisen all ihre Gespräche und Gedanken um dieses kleine Universum? Oder zerlegt sie generell immer alles haarklein?

Wie schon ein paar Mal erwähnt und angesprochen, erfahre ich beim Lesen zwar sehr viel aus ihrem Gefühls- und Alltagsleben und dennoch kann ich sie als tatsächlich agierender Mensch dann doch schwer greifen. ich verstehe sie aber so manches Mal dann doch wieder nicht :-) .. und frage mich, woran das wohl liegt?!

Desweiteren habe ich sehr häufig den Eindruck, dass wirklich JEDES Fünkchen Energie und Kraft in diese eine Thematik fließt. O.K. das ist nun mal das Thema des Buches ;-), aber es erscheint mir dennoch ganz unglaublich kräfteraubend, wenn alles andere derart außen vor bleibt.
Wo nur sind die schönen Momente, die den Akku wieder aufladen...
Ich bin gespannt!

Leselady

vor 3 Jahren

Teil III: Familie (Seite: 61-131)
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Sikal schreibt:
Wem würde es nicht gefallen, weniger zu arbeiten, bei gleichem Gehalt und ansonsten soll halt die Politik aushelfen. Wenn irgend jemand diesen Ort gefunden hat, wo es das gibt, bitte kurze Nachricht - da melde ich mich dann auch.

Wünschen kann man es sich ja :-) aber ein alleiniges Allheilmittel ist es gewiss nicht.
Wir leben nun mal in einer LEISTUNGSgesellschaft, die für keinen von uns Rückschritte im Arbeitspensum macht.

Leselady

vor 3 Jahren

Teil III: Familie (Seite: 61-131)
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Buechernixen schreibt:
Sicher hat da die Gesellschaft und Politik versagt! Aber man muss halt das Beste daraus machen. Und wenn man das nicht kann muss man entweder den Kopf in den Sand stecken oder etwas dagegen tun!!! Man kann nicht immer mit dem Finger auf Andere zeigen und meinen das alle Anderen Schuld an meiner Miesere haben.

Hm.. so habe ich das auch empfunden.

Ich finde es sehr schön, dass Karin Steger sich FÜR ihr Kind entschieden hat(!), habe mich aber auch gefragt, wie sie sich eigentlich genau die kommenden Veränderungen in ihrem Leben vorgestellt hat.
Sie ist doch geistig schwer auf Zack, eine Frau die mit beiden Beinen im Leben steht. Aber dennoch werde ich den Eindruck nicht los, dass die neuen Lebensumstände sie völlig überrollen. Als hätte sie nicht mal ansatzweise damit gerechnet, dass es genau SO sein könnte. irgendwie macht das für mich ein wenig einen weltfremden Eindruck.
Und gibt es nicht Hilfestellungen für überforderte und ausgebrannte Mütter? Warum nimmt die diesbezüglich nichts in Anspruch?

Trotz allem... und das möchte ich klar betonen, Verständnis habe ich durchaus für Ihre Situation! Und ich weiß natürlich auch, von außen lässt sich vieles leicht sagen und anzweifeln. Steckt man selbst in seinen alltäglichen Zwickmühlen, sieht man einiges sicherlich differenzierter.

und... weiterlesen... :-)

Buechernixen

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

So ich habe das Buch jetzt auch geschafft. Meine Rezension ist hier verlinkt.
http://www.lovelybooks.de/autor/Karin-Steger/H%C3%A4ttest-halt-kein-Kind-gekriegt-Auf-der-Suche-nach-m%C3%BCtterlicher-Identit%C3%A4t-in-der-Leistungsgesellschaft-1105422953-w/rezension/1112806141/

Ich möchte mich auch recht herzlich bedanken, das ich bei dieser Leserunde dabei sein durfte. Nur leider ist es das erste Mal bei Lovelybooks das mir das Buch nicht zugesagt hat.

Schlehenfee

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

Es tut mir leid, dass meine Rezi so lange ausstand, aber Stress im Beruf, Familie und Erkältung kamen dazwischen. Jetzt aber:

http://www.lovelybooks.de/autor/Karin-Steger/H%C3%A4ttest-halt-kein-Kind-gekriegt-Auf-der-Suche-nach-m%C3%BCtterlicher-Identit%C3%A4t-in-der-Leistungsgesellschaft-1105422953-w/rezension/1113733621/

Die Rezension ist auch bei amazon und Wasliestdu unter dem gleichen Namen zu finden.

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