Das Buch punktet mit einer spannenden Grundidee und einer düsteren, atmosphärischen Welt, die neugierig macht. Allerdings bleibt der Spannungsaufbau hinter den Erwartungen zurück, sodass die Handlung stellenweise etwas zäh wirkt. Auch der Schreibstil ist gelegentlich ungewohnt und kann den Lesefluss stören. Insgesamt eine interessante Geschichte mit Potenzial, das nicht ganz ausgeschöpft wird.
Karina Halle
Lebenslauf
Leidenschaft und Liebe: Karina Halle wurde in Vancouver geboren und lebt noch heute in British Columbia, gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Hund. Sie arbeitete als Reise- und Musik-Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Heute ist sie eine erfolgreiche Self-Publisherin und New-York-Times-, USA-Today-Bestsellerautorin von über 40 Romanen. Realistische Protagonistinnen, verwickelt in die Anziehungskraft von einem Bad Boy in einer erotischen Liebesgeschichte - So weckt die Bestseller Autorin das Interesse ihrer Leserschaft.
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Neue Rezensionen zu Karina Halle
Aus dem Nebel des pazifischen Nordwestens erhebt sich „Grave Matter“ wie ein Flüstern, das sich langsam in einen Schrei verwandelt. Was als verheißungsvolle Chance beginnt, wird rasch zu einem albtraumhaften Abstieg in eine Welt, in der nichts verlässlich ist – weder Orte noch Menschen, nicht einmal die eigene Wahrnehmung. Die abgelegene Stiftung wirkt wie ein lebendiger Organismus: atmend, beobachtend, lauernd. Träume sickern in den Alltag, Wälder antworten mit Visionen, und der Tod scheint seine Endgültigkeit verloren zu haben. Schnee fällt zur falschen Jahreszeit, Geister schleichen durch Flure, und etwas Uraltes rührt sich unter der Oberfläche. Die Frage ist nicht mehr, was hier geschieht, sondern wem man glauben kann ... und ob Wahnsinn vielleicht die einzig logische Reaktion ist.
Im Zentrum steht die Doktorandin Sydney: verletzlich, widersprüchlich, manchmal verzweifelt, manchmal messerscharf beobachtend. Als Erzählerin ist sie so unzuverlässig wie faszinierend, und gerade darin liegt ihre Stärke. Ihre Trauer, ihre Neurodivergenz und ihr Kampf mit sich selbst verleihen der Geschichte eine rohe Authentizität, die schier unter die Haut geht und einen erschaudern lässt. Man schwankt ständig zwischen Mitgefühl und Zweifel, zwischen dem Wunsch, sie zu schütteln, und dem inständigen Hoffen, dass sie überlebt.
Und dann ist da Wes – grüblerisch, besessen, gefährlich schützend. Eine verbotene Nähe entsteht, elektrisierend und beunruhigend zugleich. Ist er Zuflucht oder Teil des Albtraums? Retter oder weiteres Monster in menschlicher Gestalt?
Karina Halle entfesselt hier ihr ganzes Können. Ein rasanter, zugänglicher Stil trifft auf eine komplexe Handlung, die Gothic Horror, Psychothriller, Science-Fiction und düstere Romantik miteinander verschränkt. Keine Seite lässt Luft zum Atmen, jede Enthüllung zieht tiefer in den Sog aus Geheimnissen, Manipulation und moralischem Verfall. Selbst wenn man glaubt, die Zusammenhänge zu erahnen, trifft das Ende mit brutaler Wucht. Mich hat der gesamte Plot völlig von den Socken gehauen.
Fazit: „Grave Matter“ ist atmosphärisch, verstörend und hypnotisch. Ein außergewöhnlicher Roman, der einen zweifeln lässt, wo die Grenze zwischen Geist, Körper und Wahrheit verläuft. Wow, was für eine Lektüre!
In Ocean of Sin and Starlight von Karina Halle geht es um einen Mann, der seit Jahren versucht, seine dunkle Seite unter Kontrolle zu halten. Durch ein Leben in Isolation hat er fast vergessen, wer er wirklich ist… bis er Larimar begegnet. Sie fasziniert ihn, entkommt ihm und lässt ihn einfach nicht mehr los. Um sie wiederzufinden, heuert er auf einem berüchtigten Piratenschiff an, und die Suche nach ihr bringt alles durcheinander, was er sich über Jahre aufgebaut hat.
Mit den Charakteren bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Die Grundidee des Hauptprotagonisten ist spannend. Diese Mischung aus Selbstkontrolle, Moral und dunklen Impulsen macht ihn interessant. Aber die Dynamik zwischen ihm und Larimar hat mich nicht so richtig gepackt, deshalb konnte ich mich nicht richtig auf ihre Beziehung einlassen.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist sehr bildhaft. Auch das Setting auf dem Schiff und die Nightcrew mochte ich richtig gern. Manche Stellen haben sich zwar etwas gezogen, aber gegen Ende wurde es wieder richtig spannend.
Ocean of Sin and Starlight hat mir gut gefallen, auch wenn ich nicht von Anfang bis Ende komplett gefesselt war.
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