Karina Lübke

 3.7 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Bei aller Liebe, Krisenkönigin und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Karina Lübke

Bei aller Liebe

Bei aller Liebe

 (3)
Erschienen am 08.01.2007
Krisenkönigin

Krisenkönigin

 (2)
Erschienen am 11.01.2011
Kindergericht

Kindergericht

 (1)
Erschienen am 02.10.2008

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Rezension zu "Kindergericht" von Karina Lübke

Kindergericht oder Elternrechte?
Kellerbandewordpresscomvor 2 Jahren

»Das war der Henri!« – »Wenn du mir kein Eis kaufst! …« – »Ich hau dir jetzt ein paar runter!« Wer kennt das nicht: aufmüpfige Kinder, überforderte Eltern und der Wunsch nach einem harmonischen Familienalltag. »Kindergericht« ist ein Erziehungsratgeber, der sich unsere Gesetze zunutze macht, um ein instinktives Verständnis für Recht und Unrecht bei Kindern zu wecken.

Was soll man bloß tun, wenn sich die Kinder als kleine Terroristen des Alltags entpuppen? Wie soll man sie disziplinieren und sich dabei noch konsequent und vor allem gerecht verhalten? Ganz einfach: Man halte sich an unsere Gesetze. Denn auch für Kinder gibt es nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, und die sind im Gesetz verankert, wie beispielsweise § 1619 BGB zeigt, der Kinder zur Mithilfe im Haushalt verdonnert. Schon unsere Kleinsten können so lernen, situations- und altersgemäß die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und bei der Wiedergutmachung der Folgen mitzuwirken. Die meisten Missetaten von Kindern kann man nämlich problemlos juristisch benennen und entsprechend »sanktionieren«. Dass dabei gewisse strafmildernde Umstände beachtet werden müssen, wie beispielsweise das Alter (hysterische Trotzphase bei Dreijährigen) oder mögliche genetische Dispositionen (auch Papa verbummelt ständig seine Sachen), ist selbstverständlich. Grundsätzlich aber gilt: Gleiches Recht für alle! Und das wiederum dürfte selbst den Kleinsten gefallen … Ein informativer, witziger und (überwiegend) politisch korrekter Ratgeber zum Thema »Erziehung heute«!

§1619 BGB:
»Das Kind ist, solange es dem elterlichen Hausstand angehört und von den Eltern erzogen oder unterhalten wird, verpflichtet, in einer seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechenden Weise den Eltern in ihrem Hauswesen und Geschäft Dienste zu leisten.«

Buchbewertung:

Als kleine Paragrafenreiterin freute ich mich schon sehr auf das Buch.

Was ist kindgerecht oder warum nicht mal elterngerecht?

Die Unterschiede davon werden sehr humorvoll im Buch dargestellt.

Der Begriff „Notwehr“ zum Beispiel wird so erläutert:

 Ist nicht Notwehr, wenn ich dem trödelnden Kleinkind die Schnürsenkel zubinde, nachdem es sich 10 Minuten lang selbst damit beschäftigt hat. Würde ich doch sonst den wichtigen Arzttermin verschwitzen.

Gefreut habe ich mich auch über das Zitat von Dr. Remo Largo“ Die Natur rechnet nicht mit perfekten Eltern“
Kinder haben Keine „Schweigepflicht“ gegenüber Fremden oder Freunden und plaudern alles geradeheraus. Deshalb müssen wir Erwachsen dafür sorgen dass es keinen Grund für unseten Nachwuchs gibt sich zu verplappern.

Spannende Vergleiche zum Beispiel mit Struwwelpetergeschichten und Max und Moritz für Gewalt an Kindern – Selbstjustiz statt Ergorherapie für 2 ADS-Fälle fesseln den Leser. Aber auch die Streiche aus vielen Märchen u Kinderbuchelden werden rechtlich abgehandelt.

Goethe: „wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.“

Den Ausflug zu den Gerichtssendungen fand ich nicht so passend. Betraf ausschliesslich das Maschendrahturteil nicht das Familiengericht.

Sogar unsere Lieblingsband wurde zitiert:

„You just confuse respect with fear

Lawman, I think you’re a poor man

I see you in the Crown Court

Seems to me like a blood sport

I know you live by a book of rules

But anyone who needs a book is a fool.“

„Du verwechselst bloß Respekt mit Angst. Mann des Gesetzes, ich denke.Du bist ein armer Mann. Ich sehe dich im Strafgerichtshof.Wie bei einem blutrünstigen Wettkampf.Ich weiß, du lebst nach einem Buch voller Gesetze. Aber wer dafür ein Buch braucht, ist ein Idiot.“(Motörhead)

Es ist auch wirzig welches Strafmaß die Eltern bekommen: 

Einschränkung der Persönlichkeitsrechten Freiheitsentzug nicht unter 18 Jahren

Bei den Aufzählungen der vielen Kinderrechte und die Rechte der Eltern ist das Hauptthema im Buch hauptsächlich Sorgen.

Über Kinderrechte schrieb ich bereits mal einen Beitrag. Freu mich wenn du ihn dir ebenfalls anschaust.

Sind dir alle Kinderrechte bewußt?

Kennst du auch die Elternrechte?

1618a BGB, 1618 BGB

Es folgt ein interessantes Quiz zu Eltern- und Kinderrechten.

Eine schöne Inspiration der Autorin mit größeren Kindern ein Kindergericht nachzuspielen.

Bei der anschluessenden kindgrechten Umsetzung der Paragrafen des StGB lernt man neue Verhandlungen mit dem Nachwuchs einzugehen oder die alten zu Überdenken.

Abschließende Linkliste sind sehr hilfreich.

Allerdings befanden sich im ebook viele Tippfehler und zusammengeschriebene Einzelwörter störten den Lesefluss.

Fazit:

Jetzt schlummert eine kleine Juristin in mir

Mehr Buchtipps gibts im Blog: https://kellerbande.wordpress.com/meine-buchtipps/

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Herbstroses avatar

Rezension zu "Bei aller Liebe" von Karina Lübke

Bei aller Liebe – Karina Lübke
Herbstrosevor 6 Jahren

Ein Jahr im Leben dreier Freundinnen: Ava, verheiratet, 2 Kinder – Milena, verheiratet, 2 Kinder – Suzanne, geschieden, 3 Kinder. Sie leben in einem Hamburger Nobelviertel in gehobenen Verhältnissen, finanziell geht es ihnen sehr gut. Aber auch solche Frauen haben Probleme, wenn auch ganz andere. Welches Label ist für Kids gerade angesagt? Wo ist der beste und teuerste Bio-Laden? Was trage ich beim nächsten Event? Usw. usw. …

Auf amüsante Weise schildert die Autorin Karina Lübke in ihrem Roman „Bei aller Liebe“ Episoden und Erlebnisse der drei Damen mit ihren Familien, den Kindern, dem Personal und nicht zuletzt mit den Tücken des Alltags. Der Leser erhält, in hoffentlich überspitzter Form, einen Einblick in das Leben der ‚Oberschicht‘ und ist letztendlich froh, nicht dazu zu gehören. Der Schreibstil ist absolut ansprechend, sehr gut lesbar und schön komponiert. Ein Buch mit Witz und hintergründiger Komik, das aber auch zum Nachdenken anregt.

Fazit: Unterhaltsame, nicht ganz ernst zu nehmende, Lektüre zum Schmunzeln und Spaß haben. 

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Sophia!s avatar

Rezension zu "Krisenkönigin" von Karina Lübke

Rezension zu "Krisenkönigin" von Karina Lübke
Sophia!vor 8 Jahren

Krisen gehören zum Leben dazu, ob im privaten Alltag, im beruflichen Umfeld oder im Zusammensein mit Freunden und Verwandten. Manch eine brenzlige Situation lässt sich scheinbar nicht vermeiden. Auch dann nicht, wenn man sich noch so viel Mühe gibt.
Doch jede Krise kann gelöst werden. Karina Lübke und Annette Franklin-Stokes, beide im Umgang mit Krisen geübt, liefern einen hilfreichen Ratgeber, der jede Frau zu einer Krisenkönigin macht.
_
Die Kapitel des Buches sind unterteilt in die Abschnitte Alltag und Kommunikation, Geld und Finanzen, Liebe und Trennung, Familie und Kinder, Sinn-Psyche-Körper und Alter. Zu jedem Bereich des menschlichen Lebens erhält die Leserin sowohl witzige als auch sinnvolle Tipps, wie sie die Tücken des Schicksals überstehen kann. Humorvolle Passagen machen das Lesen zu einem abwechslungsreichen Genuss. Es darf gerne herzlich gelacht werden, z.B. beim Schnellkurs im Neinsagen. Einige Seiten enthalten Listen der gängigen Situationen, in denen man einfach mal Nein sagen sollte. Unterteilt sind diese in Neinsagen für Anfänger, über Neinsagen für Fortgeschrittene und Profis, bis hin zu Neinsagen für Abgebrühte.
Eine weitere empfehlenswerte Liste ist der Push-Up fürs Ego.
Unter dem Motto „Wie geil bin ich denn?“ werden tausende Dinge aufgezählt, die es anzukreuzen gilt, wenn man dazu in der Lage ist. Verblüffenderweise darf man feststellen, dass ziemlich oft ein Kreuzchen gemacht werden kann. Wie wäre es bei ...
> eine romantische Atmosphäre schaffen
> immer mal spontan grundlos glücklich sein
> ein Baby/ein Kind/ einen Polizisten beruhigen
> Smokey Eyes schminken, mit denen man nicht aussieht wie ein Panda-Bär
> ein Kind zur Welt bringen
... Frei nach dem Motto: Yes, you can! Der Anblick der Kreuzchen ist wirklich herrlich und vertreibt so manche Depression. Im Kapitel Liebe und Trennung vergleichen die beiden Autorinnen böse und gute Männer, indem sie zu verschiedenen Themen, etwa Familienfeier, Körper, Krankheit oder Haushalt die Reaktionen des bösen und des guten Mannes einander gegenüberstellen. Sehr witzig, auch wenn es einem an der ein oder anderen Stelle bekannt vorkommt.
_
Fazit: Ein Buch, das zu schnell fertig gelesen ist. Die Seiten verschlingt man regelrecht. Das Lesen macht zu viel Spaß, als dass man sich auch nur eine Seite aufheben könnte. Dieses Buch muss gelesen werden! Mit List und Glamour gegen die Tücken des Lebens.

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