Eines Tages in der Provence

von Karine Lambert 
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Eines Tages in der Provence
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Inhaltsangabe zu "Eines Tages in der Provence"

Eine beschauliches südfranzösisches Dorf ist in Aufruhr: Der prachtvolle alte Baum auf dem Marktplatz soll gefällt werden. Wo, wenn nicht in seinem wohltuenden Schatten wird die Barbesitzerin Suzanne Pastis servieren, wo Manu Artischocken verkaufen? Der junge Clément liebt es, in den Ästen zu klettern, und die Schwestern Suzanne und Adeline tröstet in ihrem Kummer über verflossene Träume und alte Lieben nichts so sehr wie der Anblick der Blätter, die sich seit ihrer Kindheit im Sommerwind wiegen. Widerstand formiert sich. Und auch der Baum, der seit Jahrzehnten das Kommen und Gehen auf dem Platz verfolgt, wird von den Emotionen der Dorfbewohner mitgerissen …
Gelesen von Sascha Rotermund

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783837142877
Sprache:Deutsch
Ausgabe:herunterladbare Audio-Datei
Verlag:Random House Audio
Erscheinungsdatum:10.09.2018
Das aktuelle Buch ist am 10.09.2018 bei Diana erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    WinfriedStanzickvor 12 Tagen
    Sehr gefühlvoll eingelesen



    Ihren letzten Roman „Und jetzt lass uns tanzen“, in dem sie eine späte Liebe zweier zuvor allein lebenden alten Menschen warmherzig und liebevoll beschreibt, habe ich im vergangenen Jahr mit großer Begeisterung gelesen. In einer Rezension schrieb ich über die beiden:
    „Gegen alle Widerstände der jüngeren Mitglieder ihrer beiden Familien führen sie ihre Beziehung nach der Kur weiter und sie öffnen sich wieder dem Leben und der Liebe. Sie wagen es, sich neu auf einen anderen Menschen einzulassen. Sie schaffen es, sich ihr bisheriges Leben zu lassen und es zu würdigen und können so miteinander etwas völlig Neues erleben. Ja, auch im Alter geht das, sich neu einzulassen und trotz knapper Zukunft noch einmal neu zu beginnen.“

    Auch in ihrem neuen Roman beschreibt Karine Lambert, wie Menschen gegen alle Widerstände sich zusammentun und etwas nicht für möglich Gehaltenes erreichen. Sie entführt in diesem kleinen Roman ihre Leser in ein kleines Dorf in der Provence. Dort steht auf dem Marktplatz ein prächtiger über einhundert Jahre alter Baum, eine Platane, die schon Generationen im Sommer ihren Schatten  gespendet hat, unter dem Markttage stattfinden und ausgelassene Feiern. Ein wunderbarer Ort der Kommunikation und Gemeinschaft. Suzanne, die Besitzerin der Bar serviert dort ihren Gästen vom Frühjahr bis in den späten Herbst Pastis und andere Leckereien, Manu verkauft seine Artischocken, der junge Clement liebt es in seinen Ästen herumzuklettern, wie so viele Kinder vor ihm und die beiden uralten Schwestern Adeline und Violette erinnert er an ihre Jugend, als sie in zwei junge Männer verliebt waren, die aber dann im Krieg gefallen sind.

    Nun hat der Bürgermeister beschlossen, dass der alte Baum gefällt werden soll und seinen Mitarbeiter Francois Lebrun damit beauftragt, eine entsprechende Ankündigung mit dem Datum der Fällung an den Stamm des Baumes zu hängen.

    Alle regen sich furchtbar auf, scheinen aber das Schicksal des Baumes für besiegelt zu halten und zu resignieren. Doch Clement ist nicht bereit, das hinzunehmen und er beginnt Zettel aufzuhängen, die auf die Fällung hinweisen und zum Protest auffordern. Selbst einen Brief an den Staatspräsidenten schreibt er. Schon nach wenigen Tagen hat er viele Menschen aus dem Dorf überzeugt und sie formieren ihren Widerstand für die Rettung des Baumes.

    Liebevoll werden die Anwohner rundum den Marktplatz von Karine Lambert proträtiert und ihre Geschichte wird erzählt. Beginnend mit dem 1, März, als Francois Lebrun die Ankündigung an den Baum hängt bis zum 21. März, als sich alles aufklärt, schildert die Autorin durchaus spannend, mit welchen tiefen Emotionen die Bewohner um den Erhalt ihres Baumes kämpfen. Der, und das ist das Fantasyelement in dem Buch, selbst mit seinen Erinnerungen zu Wort kommt.

    Warmherzig und voller Poesie wird hier eine Geschichte erzählt von den großen und kleinen  Wahrheiten und Weisheiten des Lebens und von der tiefen Verbindung von Menschen mit der sie umgebenden Natur.

    Die hier bei Random House Audio veröffentlichte ungekürzte Lesung des Buches hat Sascha Rotermund sehr gefühlvoll eingelesen. Auf eine angenehme Weise schafft er es mit seiner Stimme und seiner Interpretation das provenzalische Dorf und seine Atmosphäre und seine sympathischen Bewohner lebendig werden zu lassen.
     




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    Ritjas avatar
    Ritjavor einem Monat
    Nette Geschichte

    Eines Tages in der Provence ist eine Geschichte über eine Dorfgemeinschaft und deren Platane mitten auf dem Platz. Jeder nutzt die Platane auf seine Weise – als Treffpunkt, Schattenspender,  Versteck, Klettergerüst oder Wohnort. Doch nun soll die alte Platane gefällt werden. Einfach so. Die Dorfgemeinschaft nimmt es anfangs hin bis ein kleiner Junge seine ganze Wut und Energie auf den Auftraggeber richtet. Er mobilisiert die Menschen und schafft es, die sie zu einer eingeschworenen Gruppe zusammen zu bringen.

    Es werden die Geschichten der einzelnen Bewohner erzählt, mal aus der Sicht der Anderen, mal aus der Sicht des Baumes und dann wieder aus der Ich-Perspektive. Ich empfand die Sprünge von einer Person zur nächsten etwas gewöhnungsbedürftig. Auch fehlte mir etwas die Spannung in der Geschichte. Einige Charaktere waren recht gut gelungen, andere fand ich eher fad und weniger interessant. Man meisten mochte ich Violet und Adeline, deren Humor ich mehr unterhaltsam fand.

    Es ist ein Hörbuch, welches den Zuhörer mitnimmt in die Provence (auch wenn man nicht viel aus der Region erfährt) und eine nette und unterhaltsame Geschichte erzählt. An das Hörbuch „das Haus ohne Männer“ kommt es leider nicht ran.

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