Und jetzt lass uns tanzen

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Inhaltsangabe zu „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Herzzerreißend, romantisch und charmant

— CarasBuecherwahn
CarasBuecherwahn

Wundervoll und gefühlvoll.

— EmilyTodd
EmilyTodd

Liebevoll geschrieben, voller Lebenskraft. Ein Liebesroman zum dahinschmelzen.

— utaechl
utaechl

Mutmacher gegen Vorurteile und dumme Konventionen mit einem kleinen Wermutstropfen.

— FabAusten
FabAusten

Ein ungewöhnlicher Roman über zwei Liebende in betagten Alter.

— Ayanea
Ayanea

Ziemt es sich denn, sich mit 78 noch einmal zu verlieben? Und in der Küche zu tanzen wie ein junges Mädchen? Natürlich!

— miss_mesmerized
miss_mesmerized

Spät die Liebe finden oder zweimal das Glück der wahren Liebe zu haben - auf alle Fälle hat die Liebe immer einen wunderbaren Zauber inne.

— MissStrawberry
MissStrawberry

Mal was Anderes, eine Geschichte über den Verlust vom langjährigen Partner und wie es weitergehen kann

— vormi
vormi

Toller Roman über die Themen des Alters: Verlust des Partners, neue Liebe, Sexualität ... wundervoll geschrieben ♥♥♥

— 19angelika63
19angelika63

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  • Buchverlosung zu "Und jetzt lass uns tanzen" von Karine Lambert

    Und jetzt lass uns tanzen
    Diana_Verlag

    Diana_Verlag

    Ihr lieben, Liebesroman-begeisterten LB-Leserinnen und LB-Leser,heute haben wir etwas wirklich ganz Besonderes für Euch! Dieser Bestseller aus Frankreich begeistert uns gerade SEHR, da er eine wunderbare, zeitlose Hommage an die Liebe ist! Und was könnte einem da im Frühling Besseres passieren? Wir verraten Euch kurz, worum es geht:Die französisch-belgische Bestsellerautorin Karine Lambert erscheint erstmals auf Deutsch: Ist Liebe unsterblich? Ein optimistischer Roman über eine unerhört romantische BegegnungBeinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen sie mit Ende siebzig aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?Ihr merkt schon, es geht hier um ein Liebespaar, das schon in den 70ern steckt - und nichtsdestotrotz verliebt ist wie mit Anfang zwanzig - und ein großes Wagnis eingeht - gegen alle Widerstände (die ihnen ordentlich in den Weg gelegt werden). Wer weiß – vielleicht haben sie noch zehn verliebte Jahre zusammen? Marguerite und Marcel jedenfalls glauben an ihre Zukunft! Dieser Roman ist die berührende Geschichte einer Liebe, die kein Alter kennt und alle Grenzen überwindet.Eine Leseprobe findet Ihr hier. Wenn Ihr neugierig auf Marguerite und Marcel seid, dann bewerbt Euch doch gerne hier für ein druckfrisches Buchexemplar. (Wenn Euch eine Liebesgeschichte mit zwei Menschen, die schon siebzig Jahre alt sind, zu merkwürdig vorkommt.....dann wartet doch gerne auf unsere nächste Aktion.) Wir sind gespannt auf EURE Meinung und wünschen Euch einen heiteren und sonnigen März,Euer Team des Diana Verlags.

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    • 27. March 2017 um 23:59
  • Die etwas andere Liebesgeschichte

    Und jetzt lass uns tanzen
    GrueneRonja

    GrueneRonja

    18. March 2017 um 19:50

    „Das Leben kann bisweilen zauberhaft und zart sein, auch das hatte sie zuvor nicht gewusst.“ (S.120) Eine Frau, die ihr Leben lang alles gemacht hat, was ihr Mann von ihr wollte, und eine tadellose Ehefrau war, und ein Mann, dessen Frau frei wie der Wind war, treffen sich bei einer Kur, und holen sich Gegenseitig aus ihren Ecke raus. Marguerite hat ein schlechtes Gewissen, weil sie erleichtert ist, dass ihr Mann gestorben ist. Marcel vermisst die Lebendigkeit seiner Frau, und fühlt sich so tot, wie sie ist. Als beide sich begegnen, lernen sie ein ganz neues Lebensgefühl kennen, unabhängig von ihren verstorbenen Ehepartnern. „Einsamkeit trifft manchmal auf Einsamkeit, aber das lindert sie nicht. Wenn man erwachsen wird, verliert man nach und nach sämtliche Illusionen.“ (S.139) Dieses Buch ist definitiv nicht das, was ich erwartet habe. Ich habe keine zwei Senioren erwartet, das gebe ich ganz klar zu. Marguerite wurde von ihrem Mann ihr Leben lang unterdrückt, anders kann man das nicht sagen. Er hat ihr vorgeschrieben, wie sie auszusehen hat, und ganz ehrlich, er siezt sich denn in einer Ehe? Dass sie das mit sich hat machen lassen, spricht auch nicht gerade für sie. Und ihr gemeinsamer Sohn ist ebenso wie der Vater: steif, festgefahren und ganz doll furchtbar. Marcel dagegen liebt seine Frau von ganzem Herzen, und fällt in ein wirklich tiefes Loch. Erst als er Marguerite kennen lernt, funkelt ein neuer Stern an seinem Himmel. Er vergisst seine Frau natürlich nicht, aber hat nicht jeder eine zweite Liebe verdient, wenn einem die erste genommen wurde? Natürlich müssen beide gegen ihre Kinder ankommen, Marguerite mehr als Marcel, und trotzdem ist das Buch irgendwie ganz romantisch. Es zeigt, dass nicht nur junge Menschen sich verlieben dürfen, oder das Thema Liebe ein Tabuthema im Alter ist. Vielleicht gibt‘s dann nicht so viel Sex, aber man kann sich ja auch anders zeigen, dass man sich liebt, angetan voneinander ist, Spaß miteinander hat, den anderen begehrenswert findet. Wer also mal eine Liebesgeschichte außerhalb der Norm lesen möchte, dem empfehle ich dieses kleine, hübsche Buch. Und wer französische Filme mag, der mag vielleicht auch dieses Buch.

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  • Grandiose Geschichte um eine späte aber dennoch wunderschöne Liebe

    Und jetzt lass uns tanzen
    antjemue

    antjemue

    18. March 2017 um 19:22

    „Mein Herz hat keine Falten“ ist ein Zitat aus dem wunderschönen, aber auch sehr nachdenklich stimmenden Roman, den ich soeben beendet habe. Es ist die Geschichte über eine unerwartete große Liebe im Alter, die mich sehr tief berührt hat. „Und jetzt lass uns tanzen“ (Originaltitel "Eh bien, dansons maintenant!")Marguerite (78) und Marcel (72) haben beide ihre langjährigen Ehepartner verloren. Obwohl sie gar nicht weit voneinander entfernt wohnen, treffen sie erstmals, Monate nachdem sie Witwe und Witwer geworden sind, bei einer Kur in den Bergen, mehrere hundert Kilometer von ihrem Wohnort entfernt, aufeinander. Eigentlich sind beide charakterlich komplett gegensätzlich und auch ihre Lebenswege verliefen ganz unterschiedlich. Und trotzdem berühren sich ihre Herzen und Gedanken…Sehr einfühlsam und in schöner Sprache erzählt die Autorin in der dritten Person anfangs noch in unterschiedlichen Handlungssträngen die Geschichten der beiden Hauptfiguren aus den jeweiligen Perspektiven. Begrabene und gelebte Träume, ein Unterschied wie Tag und Nacht und trotzdem konnte ich als Leserin beiden Hauptfiguren große Sympathien und viel Verständnis entgegenbringen. Persönlich hätte ich zwar Marguerites Leben auch zu Lebzeiten ihres Mannes nicht ertragen. Aber es wurde von der Autorin so realistisch dargestellt, dass ich durchaus ihre Motivation verstehen konnte, noch besser dann aber auch ihren Wunsch jetzt endlich aus diesem Einerlei auszubrechen.Die Schwierigkeiten, die ihr dabei von der eigenen Familie entgegengebracht wurden, erinnern mich an Reaktionen, die ich im realen Leben bei Menschen die ich kenne erlebt habe. Statt glücklich darüber zu sein, dass der jeweilige ältere Mensch noch sein eigenes Leben gestalten möchte, führen unbegründete Eifersucht oder auch Ängste um das evtl. Erbe dazu, das zu verurteilen. Dahingehend war mir die Tochter von Marcel wesentlich sympathischer und lag auch viel mehr auf meiner Wellenlänge. Irgendwann fügt sich dann alles natürlich zu einem Großen und Ganzen zusammen.Mir hat die Geschichte mit der Message, dass die Liebe und das Leben in jedem Alter wunderschön sein können, wenn man es denn nur zulässt und auch selbst ein bisschen dafür kämpft, richtig gut gefallen und ich spreche sehr gern eine 100%ige Leseempfehlung aus.Dieses Buch ist, wie ich aus den Verlagsinformationen erfuhr, bereits der zweite Roman der belgischen Autorin und FotografinKarine Lambert.Ihr erster Roman „L’immeuble des femmes qui ont renoncé aux hommes“ wurde bislang nicht ins Deutsche übersetzt, war jedoch in Frankreich ein Bestseller und wurde 2014 mit dem Prix Saga Café für das beste belgische Debüt ausgezeichnet. Der zweite Roman wird nun in neun Sprachen und 21 Ländern veröffentlicht.

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  • Der ersten und der letzten Liebe

    Und jetzt lass uns tanzen
    CarasBuecherwahn

    CarasBuecherwahn

    18. March 2017 um 14:45

    "Der ersten und der letzten Liebe..."Titel: Und jetzt lass und tanzenAutorin: Karine LambertGenre: RomanISBN: 978-3-453-29191-1Erschienen: 06.03.2017Klappentext:Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?Meine Meinung:Ich war sehr gespannt auf das Buch, vor allem, weil ich finde, dass 18€ (HC) für 224 Seiten doch recht viel ist, aber die Kurzbeschreibung hat mich einfach überzeugt. Der Anfang ist traurig, da man dort erstmal in die Situation geworfen wird einen geliebten Menschen zu verlieren. Es wird schön und bewegend geschildert, wie die beiden Hauptfiguren mit dem Verlust umgehen und vor welche Problemen sie durch diesen geraten. Sie treffen sich dann zufällig bei einer Kur und es entwickelt sich eine unglaublich süße und liebenswerte Geschichte um sie herum - voller Zweifel und voller Sehnsucht. Mir hat besonders gut gefallen, wie die Kinder sich um ihre Eltern sorgen, da diese sich plötzlich wieder verhalten wie Teenager. Dabei hat mich Marguerites Sohn besonders fasziniert, weil er seine mutter komplett kontrollieren möchte und es einfach toll war, wie sie sich nach und nach davon befreit. Das Buch hätte von mir aus auch gerne länger sein können, da man es - wenn man dabei bleibt - locker in drei vier Stunden durch lesen kann. Aber trotz dieser Kürze bleibt es noch lange im Gedächtnis und klingt in einem nach. Man fängt an sich zu fragen wo man selber ist, wenn man 70 - 80 - 90 ist und ob man überhaupt noch "ist". Ich kann das Buch einfach nur weiter empfehlen!

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  • Rezension: „Und jetzt lass uns tanzen“

    Und jetzt lass uns tanzen
    UnendlicheGeschichte

    UnendlicheGeschichte

    18. March 2017 um 11:29

    InhaltNach 55 Jahren Ehe als Notarsgattin verliert Marguerite ihren Ehemann Henri. Marcels 68-jährige Ehefrau Nora, die Liebe seines Lebens, stirbt bei einem tragischen Unfall. Als beide glauben, aus dem tiefen Loch der Trauer und der Einsamkeit nicht mehr entkommen zu können, treffen sie sich zufällig bei einer Kur in den Pyrenäen, die Marguerite von ihrem Arzt verschrieben und Marcel von seiner Tochter geschenkt bekommen hat. Die beiden erkennen, dass es zwischen ihnen eine ganz besondere Verbindung gibt und dass der jeweils Andere Gefühle in ihnen hervorruft, die weder Marguerite noch Marcel für möglich gehalten hätte.Doch es fällt ihnen nicht ganz leicht, ihr Leben noch einmal in die Hände einer unbekannten Person zu legen.Außerdem halten ihre Kinder die Beziehung für eine Folge des schwindenden geistigen Urteilsvermögens und versuchen sie zur „Vernunft“ zu bringen. Meine Meinung„Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert ist anders als die Bücher, die ich normalerweise lese und hat mich trotzdem unglaublich berührt. Das Cover ist sehr stimmig und vor allem zum Inhalt passend gestaltet. In den ersten Kapiteln des Buches werden die Lebensgeschichten von Marguerite und von Marcel erzählt. Die beiden Charaktere sind einem schnell vertraut und ans Herz gewachsen. Ihre Trauer und ihre Einsamkeit machen nachdenklich und betroffen. Man kann ihren Verlust mitfühlen, ihren verlorenen Lebensmut nachvollziehen. Das Zusammentreffen der beide ist wie ein großes Aufatmen. Licht im Dunkel.Die sich daraufhin aufbauende Beziehung wird liebevoll und besonders, aber nie realitätsfern dargestellt. Das Alter ist stets ein Thema, doch nie ein Hindernis. Sehr rührend wird, besonders durch Marcel, gezeigt, dass die Liebe und die Beziehung zum verstorbenen Ehepartner nicht unter der neuen Liebe leiden muss. Das Vermissen und vor allem die Erinnerungen bleiben. Trotzdem wird deutlich, dass das Leben bis zum eigenen Tod nicht nur aus Trauer bestehen muss. Lachen ist erlaubt, Lieben ist erlaubt. Die Kinder von Marguerite und Marcel, besonders Marguerites Sohn Frédéric, können die Beziehung nicht verstehen, schreiben sie als „senile Dummheit" ab. Ihr Gefühlschaos aus Solidarität zum verstorbenen Elternteil, Sorge um den verbliebenen Elternteil und Ärger über den Ausbruch aus der Normalität wird nachvollziehbar dargestellt. Die Geschichte von Marguerite und Marcel ist eine bewegende Geschichte über das Altsein, über Verlust und über Einsamkeit. Eine Geschichte über die Kraft, trotzdem weiterzumachen und über den Mut, noch einmal zu lieben. Die Geschichte ist kurzweilig. Das Ende ist befriedigend und rührend, aber enthält trotzdem die nötige Prise Realität. Die Sprache ist sehr leicht und angenehm zu lesen. FazitIch kann das Buch sehr empfehlen. Es nähert sich auf respektvolle Art und Weise einem schwierigen Thema und lässt einen Blick aus verschiedenen Perspektiven zu. Jung und Alt kann aus der Geschichte von Marguerite und Marcel etwas mitnehmen! Ich danke dem DIANA-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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  • Es ist nie zu spät für die Liebe

    Und jetzt lass uns tanzen
    EmilyTodd

    EmilyTodd

    17. March 2017 um 08:45

    Am Anfang machten mir die französischen Namen und Begriffe etwas Probleme. Ich brauchte etwas Zeit um mich daran zu gewöhnen. Aber dann machte das Lesen auch wieder viel Spaß. Wenn man das bei der Thematik so nennen kann. Denn eigentlich ist das Buch einfach nur traurig. Natürlich gibt es schöne Momente zwischendurch, aber die Grundstimmung ist wirklich traurig. Am Anfang habe ich gedacht, Marcel und Marguerite könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch wenn ich sagen muss, dass dieser Tag und Nacht Vergleich im Buch für mich nicht so richtig rüber kommt, der ja in der Info erwähnt wird vom Verlag. Aber schnell stellt man als Leser fest, dass die beiden gar nicht so unterschiedlich sind. Marguerite war nur sehr lange Zeit nicht sie selbst. Diese Buch auf wirklich wunderbare weise, dass in der Liebe nichts unmöglich ist und jeder ein Recht auf Selbstbestimmung hat, auch wenn man schon Älter ist und vielleicht genau dann. Ebenso zeigt aber auch auf, dass man sein Leben nicht vergeuden sollte und versuche sollte, immer sich selbst treu zu bleiben. Aber es ist nie zu spät, solange man noch lebt. Ich vergebe 5 Sterne für dieses tolle berührende Buch.

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  • Eine besondere Liebe im Alter

    Und jetzt lass uns tanzen
    utaechl

    utaechl

    16. March 2017 um 21:14

    Ein Buch über die letzte Liebe des Lebens, über Neuanfänge und die Reaktionen der Umwelt darauf. Liebevoll geschrieben, voller Lebenskraft. Ein Liebesroman zum dahinschmelzen.Inhalt:Marguerite hat vor kurzem ihren Mann verloren. Mit 78 Jahren muss sie sich nun alleine, unterstützt von ihrem Sohn Frédérique, durchs Leben schlagen. Eine völlig neue Situation für sie, da ihr Mann bisher alle Entscheidungen getroffen hat. Um zur Ruhe zu kommen, geht sie auf Kur und begegnet dort Marcel, der ebenfalls erst vor kurzem Witwer geworden ist. Ein Zusammentreffen, das für beide ein Neuanfang sein wird.Setting und Stil:Frankreich ist der ideale Ort für die Liebe, die zwischen der Notarswitwe und dem aus Algerien stammenden Tierpfleger zu blühen beginnt. Ihre anfängliche Trauer beherrscht bis zum Zusammentreffen die Handlung, die sich danach in eine zarte Liebesgeschichte entwickelt.Karine Lambert schafft es perfekt die Lebenssituation beider in Worte zu fassen und sie realistisch und ohne Pathos zu beschreiben. Die Handlung ist aufgeteilt zwischen den beiden Charakteren und der Leser verfolgt parallel den Weg, der sie zusammen bringt.Charaktere:Marguerite muss nach dem Tod ihres Mannes erkennen, wie wenig sie doch zu ihrem gemeinsamen Leben beigetragen hat. Umso mehr die Chance, nun den Neuanfang zu versuchen und sich den Herausforderungen zu stellen, die ihr Mann bisher von ihr ferngehalten hat.Marcel wurde ebenfalls von dem Tod seiner Frau ziemlich aus der Bahn geworfen. Er gibt sich die Schuld, dank eines Scrabblespiels nicht an ihrer Seite gewesen zu sein. Er hat einen völlig anderen sozialen Hintergrund als Marguerite und es ist spannend mitzuerleben, wie sie trotzdem füreinander geschaffen zu sein scheinen.Beide haben Kinder, die unterschiedlicher kaum sein können. Während Marguerites Sohn gar nicht mit dem neuen Leben seiner Mutter zurecht kommt. unterstützt Marcels Tochter diesen liebevoll.Geschichte:Eine ganz besondere Liebesgeschichte präsentiert dieses Buch. Es geht um die letzte Chance, noch einmal etwas Neues zu probieren. Die Frage, wie die Umwelt darauf reagiert und die Lösungen, die sich ergeben können. Eine rührende Geschichte, die fesselt und bewegt.Fazit:Ein besonderer Liebesroman, der mir sehr gut gefallen hat. Interessante Charaktere, eine tolle Umgebung, spannende Herausforderungen und eine Handlung, die zu Herzen geht. Das Buch hat alles, was einen berührenden Liebesroman ausmacht und gibt Hoffnung, dass die Liebe kein Alter kennt. Empfehlenswert für Liebhaber des Genres.

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  • Karine Lamberts Roman geht nahe

    Und jetzt lass uns tanzen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    16. March 2017 um 09:42

    Mit ihrem zweiten Roman „Und jetzt lass uns tanzen“ stellt sich die belgische Schriftstellerin Karine Lambert zum ersten Mal bei dem deutschen Publikum vor, nachdem sie mit ihrem Debüt in Belgien 2014 mit dem Prix Saga Cafe für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet wurde.Es ist ein Liebesroman mit zwei ganz ungewöhnlichen Protagonisten. Ein Roman, der zeigen will, dass es für eine auch romantische Liebe kein bestimmtes ( vorzugsweise junges) Alter braucht. Bis sich Marguerite, eine 78- jährige Witwe und der 73-jährige aus Algerien stammende Marcel treffen, dauert es etwas. Zunächst beschreibt Karine Lambert das bisherige Leben der beiden. Marguerite war 55 Jahre mit ihrem Mann Henri verheiratet, in einer eher förmlichen Beziehung ohne Gefühle und Sex. Als es den in den ersten Jahren noch einmal im Monat mechanisch gab, wurde der Sohn Frederic geboren, der seinerseits später einen Sohn namens Ludovico bekommt, der für einen Tag in der Woche das Leben der nunmehr zur Witwe gewordenen Frau erhellt. Marguerite trauert nicht, sie fühlt sich befreit, vermisst aber auch den äußeren Rahmen, den ihr die Ehe mit dem erfolgreichen Notar Henri gegeben hat. Dennoch ist ihre Sehnsucht nach Leben und Leidenschaft groß  - zum großen Unverständnis ihres Sohnes, der zu einer genauen  Kopie seiner steifen Vaters mutiert ist.Der 73-jährige Marcel hingegen war sein ganzes Leben mit seiner Kindheitsliebe Nora glücklich, nachdem diese Marcels Familie nach deren Emiragtion viele Jahre später aus Algerien nach Vincennes in Frankreich gefolgt ist. Doch auch Nora ist gestorben und  Marcel ist einsam.Nun fügt es der Zufall, dass die beiden einsamen alten Menschen zur gleichen Zeit eine Thermalkur in den Bergen unternehmen, wo sie sich begegnen und sich fortan nicht mehr loslassen. Gegen alle Widerstände der jüngeren Mitglieder ihrer beiden Familien führen sie ihre Beziehung nach der Kur weiter und sie öffnen sich wieder dem Leben und der Liebe. Sie wagen es, sich neu auf einen anderen Menschen einzulassen. Sie schaffen es, sich ihr bisheriges Leben zu lassen und es zu würdigen und können so miteinander etwas völlig Neues erleben. Ja, auch im Alter geht das, sich neu einzulassen und trotz knapper Zukunft noch einmal neu zu beginnen.Karine Lamberts Roman geht nahe, weil er seinen Leser konfrontiert mit der Möglichkeit, irgendwann im Alter auch allein  zu sein.  Ich habe den Roman mit großer Anteilnahme gelesen und mich mit den beiden alten Menschen  gefreut und dem, was sie aus ihrem Leben noch einmal machen.

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  • Anders, als erwartet, aber trotzdem schön

    Und jetzt lass uns tanzen
    Zeilentraumfaenger

    Zeilentraumfaenger

    14. March 2017 um 16:11

    Das Buch beginnt mit einer kurzen Beerdigung und eigentlich hatte ich da schon mit einer Menge Gefühl gerechnet. Aber da kam nichts. Es war relativ verhalten geschrieben und da ich durch das Cover und den Klappentext auf was ganz anderes eingestellt war, war ich kurz enttäuscht.Ich hatte mit blumigen Beschreibungen gerechnet, mit ganz viel Kitsch. Aber davon war kaum was vorhanden.Nachdem ich die erste Überraschung dann aber überwunden hatte und richtig rein gekommen bin, war ich doch sehr begeistert. Die Idee, über die Beziehung von Senioren zu schreiben, habe ich so noch nicht gesehen und ich fand sie super schön.Es hat mir ebenfalls gut gefallen, dass die beiden sich nicht schon direkt am Anfang kennengelernt haben, sondern erst ihr eigenes Leben hatten.Die Charaktere waren allesamt sehr realistisch. Am besten hat mir der Wandel von Marguerite gefallen. Eine Frau, die sich ihr ganzes Leben lang von Männern unterbuttern lassen hat und nun endlich zu sich selbst findet. Auch wie Marcel über seine verstorbene Frau gesprochen hat ging mir ziemlich Nahe.Was mich dennoch ein bisschen gestört hat, waren die Häufigen Perspektiven Wechsel. Ich bin allgemein kein Fan davon, wenn nach jedem Kapitel ein Sichtwechsel stattfindet, aber wenn die Kapitel dann auch nur ein paar Seiten haben, habe ich damit richtige Schwierigkeiten. Ich war gerade wieder im Kopf von Marcel, als es schon wieder um Marguerite ging.Ansonsten kann ich leider nicht viel über das Buch sagen. Es war schön und lies sich super leicht lesen, aber zwischendurch hat mir ein bisschen Tiefe gefehlt. Es ist eher etwas kleines, für zwischendurch, als etwas, das wirklich noch nachhallt (SPOILERWARNUNG) Frédéric hat mich zwischendurch total aufgeregt. Ich kann nachvollziehen, dass er sich Sorgen um seine Mutter macht und ich kann ebenfalls verstehen, dass er einfach nur alles richtig machen möchte, wie sein Vater es wohl von ihm erwartet hätte. Aber doch nicht so.. Es spricht wohl für ein Buch, wenn Charaktere so viel Persönlichkeit haben, dass man wirklich mit ihnen fühlt..Und an manchen Stellen habe ich die Wut wirklich sehr gefühlt!Das Ende hat mir, wie fast das komplette Buch, gut gefallen. Dass die beiden noch so lange zusammen waren und es langsam zu Ende zu gehen scheint passt für mich perfekt. Es ist ein happy End, ohne zu übertrieben zu sein und es kam genau an der richtigen Stelle. 

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  • Hat mich nicht besonders überzeugt

    Und jetzt lass uns tanzen
    carosaquabblog

    carosaquabblog

    11. March 2017 um 21:57

    Meine Meinung: Und jetzt lass uns tanzen ist eine recht kurze Geschichte, die mich nicht wirklich überzeugt hat. Es kommt mir vor, als wäre kaum etwas passiert. Ich bin auch nie direkt mitgerissen worden, weil das Buch sehr stockend aufgebaut ist. Die Kapitel sind allesamt extrem kurz und sind selbst dann noch alle durch viele Absätze gekürzt. Die Sichtweise geht immer abwechselnd von Marguerite und Marcel aus. Ich finde es sehr schade, dass die Handlung immer wieder so abrupt abgebrochen wird. Dadurch kommt man gar nicht richtig in den Lesefluss. Teilweise werden auch Dinge angesprochen, die für die Geschichte nicht gerade relevant sind, was mich manchmal verwirrt hat, weil ich dann oft versucht habe, in dem Geschriebenen eine tiefere Bedeutung zu finden. Mich persönlich hat es überrascht, dass es sich bei den beiden Protagonisten um Rentner handelt, weil ich durch den Klapptext etwas anderes erwartet habe. Ich habe eben das Wort 'langjährig' nicht so verstanden, wie es gemeint ist. Aber das tut ja nichts zur Sache. Nach der anfänglichen Überraschung habe ich schnell gemerkt, dass die zwei komplett unterschiedlich sind. Marguerite zum Beispiel war jahrelang ihrem Ehemann untergeordnet, während Marcel und seine Frau sich als gleichwertig angesehen haben. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Art und Weise, wie sie sich trotzdem gut verstehen können. Das Cover finde ich sehr schön. Die Anspielung mit dem Seil, welches im Buch einmal erwähnt wird, passt gut zur Geschichte. Auch der Titel gefällt mir und ist meiner Meinung nach gut gewählt. Fazit: Vielleicht liegt es daran, dass das Buch aus dem Französischen kommt und diese Schreibweise für mich ungewöhnlich ist, da sie sich sehr von dem unterscheidet, was ich sonst lese, aber die Geschichte hat mich nicht umgehauen. Ich gebe zwei von fünf Sternen. Vielen Dank an die Verlagsgruppe Randomhouse/ den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar!

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  • Und jetzt lass uns tanzen

    Und jetzt lass uns tanzen
    FabAusten

    FabAusten

    11. March 2017 um 18:19

    Maguerite und Marcel haben erst vor wenigen Monaten ihre Ehepartner verloren, als sie sich bei einer Kur in den Bergen kennenlernen. Doch wie zwei Magnete fühlen sie sich voneinander angezogen. Sie ist eine verschüchterte Frau, die sich immer nach ihrem Ehemann gerichtet hat und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse erst wiederentdecken muss. Marcel stammt aus Algerien, liebt die Musik seines Geburtslands und arbeitete im Zoo. Seiner Ehefrau hatte er geschworen, sie wäre seine erste und seine letzte Liebe. Maguerite und Marcel hadern mit sich, ob sie sich aufeinander einlassen sollen und können. Sie sind in ihren Siebzigern, waren nie mit jemand anderem zusammen als mit ihren Ehepartnern. Und da ist auch noch Maguerites Sohn, der in seiner Mutter nur eine alte Frau sieht, die ohne seine Fürsorge hilflos ist und Dummheiten macht. In Marcels Auftauchen sieht er sich bestätigt. [Weiterlesen ...]Karine Lambert erzählt skizzenhaft von dem Paar, ihrer individuellen Vergangenheit, Gegenwart und möglichen gemeinsamen Zukunft. Schlaglichter, die dennoch eine Nähe zwischen Leser und Protagonisten schaffen. Zum einen liegt das an den lebensnahen, sympathischen Hauptfiguren, deren Eigenschaften und Motivationen nachvollzogen werden können. Es wird deutlich, wie schwierig es für Maguerite ist, sich aus dem starren Leben mit ihrem Mann, dem sie sich völlig untergeordnet hat, zu lösen. Manchmal schwankt der Leser zwischen Frust und Wut, wenn Maguerite ihrem Sohn ohne Gegenwehr folgt. Allerdings ist sie keine Ausnahme ihrer Generation. Einer Generation von Frauen, die ihre eigenen Bedürfnisse häufig völlig hinter denen des Mannes und der Familie zurückstellten. Das wird ebenso glaubwürdig beschrieben wie ihre langsame Emanzipation. Marcel trauert sehr um seine Ehefrau und fühlt sich schuldig, als er sich in Maguerite verliebt. Auch die Sorge der Kinder wird ersichtlich. Der Roman weckt Verständnis für beide Seiten, gibt jedoch glücklicherweise den Eltern den Vorzug. Auch Tratschereien und die Missgunst der Umgebung werden beleuchtet. All das wirkt sehr realistisch.Hervorzuheben ist auch das sprachliche Einfühlungsvermögen, mit dem die Autorin ihre Geschichte erzählt. Die Situation und Annäherung der zwei Liebenden sowie ihre Zweifel und Gefühle werden mit großer Kraft und einem Hauch Poesie vermittelt. Der Ton ist oft melancholisch, manchmal humorvoll, aber niemals deprimierend oder tieftraurig. Gedanken über Alter und Tod sind präsent, im Mittelpunkt stehen jedoch Leben und Liebe. Alles ist Teil eines großen Ganzen, wie in der Realität.Einerseits macht die Liebesgeschichte Mut, stellt sich gegen das Vorurteil, man könne für Liebe zu alt sein oder dafür, Neues zu wagen. Das ist für Leser jeden Alters relevant, macht aber besonders Älteren Mut. In dieser Hinsicht stellt sich der Roman gegen Konventionen. Andererseits verfängt er sich letztlich in einem der Gemeinplätze, die heutzutage leider in vielen Büchern und Filmen zu finden sind, in deren Zentrum reife Figuren stehen. Besonders in Anbetracht der positiven Aspekte ist dies überaus enttäuschend. *Ein milder Spoiler hierzu ganz am Schluss der Rezension* .Insgesamt ist Und jetzt lass uns tanzen ein schöner Roman für Zwischendurch. Eine Geschichte mit liebenswerten Figuren und einer klaren Botschaft. Sie begegnet Vorurteilen und macht Mut.Vielen Dank an den Diana-Verlag für das Zurverfügungstellen eines Rezensionsexemplars.Milder SpoilerBesonders frustrierend ist, dass Maguerite letztlich wieder in einer Abhängigkeit zu einem Mann landen wird. Auch, wenn ihr Verhältnis zu ihm völlig anders ist als zu ihrem Ehemann, wird ihre Emanzipation leider wieder umgekehrt.

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  • "Ich bin Rentner, aber mein Herz hat keine Falten!"

    Und jetzt lass uns tanzen
    Ayanea

    Ayanea

    06. March 2017 um 22:19

    *Ich bin Rentner, aber mein Herz hat keine Falten!* Der Roman "und jetzt lass uns tanzen" ist eines der wenigen kostbaren Büchern, die so viel zu sagen haben. Erstaunlich, wenn man bedenkt wie dünn es eigentlich ist. Es geht darum um Marcel und um Margeruite. Beide sind schon im betagten Alter (70+) und haben ihre jeweiligen Ehepartner verloren. Beide drohen unter der Trauer zu ersticken. Als es dann jedoch das Schicksal gut mit ihnen meint und sich beide auf einer Kur begegnen, scheint sich das Blatt zu wenden. Aber dürfen sich Witwer wieder verlieben? Ich bin wirklich erstaunt, wie Frau Lambert es geschafft hat, mit so einer kleinen, feinen Geschichte soviel Gefühl rüber zu bringen. Zunächst steckt man als Leser in tiefer Trauer, so hat man doch gerade erst einen wichtigen Menschen verloren. Marguerite, weiß seit dem Tod ihres Mannes nichts mehr mit sich anzufangen. Man lernt im Verlauf des Buches Maguy als Person kennen und auch ihre Lebensgeschichte. Mir tat sie immer leid, so ahnt man doch, dass sie nie die wahre Liebe gehabt hatte, sondern bisher hat sie sich immer nur gefügt. Da ist es besonders schön zu lesen, wie sie auf einmal dank Marcels Hilfe aufblüht und endlich ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Ich fand es sehr gut zu lesen, wie ihr Umfeld dabei gleich Verdacht schöpfte und sie nicht mehr wieder erkannt hatte. Gemäß der Frage: darf man wieder lieben? Darf man sich auch im hohen Alter neu erfinden? Ein neues Leben wagen , fernab alter Verhaltensmuster? Darf man einfach wieder glücklich sein? Die Botschaft des Romans lautet ganz klar: wenn nicht jetzt wann dann? Denn wie in der Überschrift geschrieben: auch wenn man altert und die Haut falten bekommt, ein Herz hat keine Falten. Das Gefühl der Liebe ist immer da. Auch wenn man als Leser im Vorfeld schon weiß, wohin das ganze Buch hin steuert, konnte ich doch nur so durch die Seiten fliegen. Das Buch war nie aufdringlich, zu schwer oder zu leicht. Es war genau richtig und traf mitten ins Herz.  Ein rundum gelungener Roman über zwei Liebende- da ist das Alter der Protagonisten doch eigentlich egal. Schön, wenn man in einem Roman auch herzhaft lachen kann. Der Humor von Marcel ist zuweilen göttlich.Zugreifen, lesen und etwas lernen. Man ist nie zu alt für die Liebe und einem Neuanfang!

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    • 2
  • Ein wunderbarer Roman über die Liebe im Alter

    Und jetzt lass uns tanzen
    Lilli33

    Lilli33

    06. March 2017 um 20:43

    Gebundene Ausgabe: 224 Seiten Verlag: Diana Verlag (6. März 2017) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3453291911 Originaltitel: Eh bien, dansons maintenant! Preis: 17,99€ auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich Ein wunderbarer Roman über die Liebe im Alter Inhalt: Marguerite ist 78 Jahre alt, als ihr Mann Henri stirbt. Ihre Beziehung war höflich, aber kühl. Sie haben nie gestritten, aber auch keine Gefühle füreinander gezeigt. Für sie eine Qual, denn sie sehnt sich nach Liebe und Leidenschaft, nach Leichtigkeit. Fast könnte sich Marguerite wie von einer Last befreit fühlen, doch fehlt ihr auch der Halt, den Henri ihr gegeben hat. Der 73-jährige Marcel war ein Leben lang glücklich mit seiner Kindheitsliebe Nora. Doch auch Nora ist nun tot und Marcel einsam. Bei einer Thermalkur in den Bergen lernen Marguerite und Marcel sich kennen und kommen sich schnell näher. Kann man sich in diesem Alter noch einmal verlieben, sich auf einen wildfremden Menschen einlassen und ganz von vorne beginnen? Meine Meinung: Karine Lambert konnte mich mit ihrem kleinen Roman sehr stark berühren. Auch wenn das Buch recht dünn ist, steckt so viel Inhalt darin. Die Geschichte von Marguerite und Marcel ist sehr tiefgründig und bringt einen unweigerlich zum Nachdenken über das eigene Leben und wie es im Alter wohl sein wird. Im ersten Drittel lernen wir die beiden Protagonisten recht gut kennen. Lambert schreibt über ihre Vergangenheit, legt dar, wie sie zu dem wurden, was sie heute sind, zeigt ihre Träume und ihre Wünsche ans Leben auf. Beide sind einem auf Anhieb sehr sympathisch. Dann lernen sie sich kennen und mögen. Und das ist ganz wunderbar beschrieben. Die anfängliche Unsicherheit, fast wie bei Teenagern. Die Probleme mit der Familie, die alles andere als begeistert ist. Die eigenen Zweifel, ob das denn gutgehen kann, man wird ja schließlich nicht jünger. Die Mutlosigkeit und dann doch wieder die Hoffnung. Karine Lambert erzählt dies alles mit einer Leichtigkeit, wie Marguerite sie sich immer gewünscht hat. Sie schert sich nicht mehr um Geschwätz und Konventionen, etwas anderes hat die Oberhand gewonnen. All die übermütigen Luftbläschen, die Henri jahrelang nicht an die Oberfläche kommen ließ, blubbern nun nach oben, in die Freiheit. (S. 136) Fazit: Eine wunderschöne, ganz und gar nicht kitschige Liebesgeschichte, die mich tief berührt hat. ★★★★★ Herzlichen Dank an den Diana Verlag und die buchflüsterer, die mir ein Rezensionsexemplar zugeschickt haben.

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  • Karine Lambert - Und jetzt lass uns tanzen

    Und jetzt lass uns tanzen
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    06. March 2017 um 20:26

    Das Leben hat der 78-jährigen Marguerite wenig zu bieten seit ihr Mann Henri gestorben ist. Aber die gemeinsamen fünfzig Jahre zuvor waren auch nicht gerade von Heiterkeit und Ausgelassenheit geprägt. Sie war die adrette Dame an der Seite des seriösen Notars, hat die gesellschaftlichen Erwartungen – und die des Gatten – voll erfüllt und bekam dafür die absolute Sicherheit in ihrem Leben. Nun ist Henri weg und vieles droht in einem Strudel zu versinken. Ihr Arzt empfiehlt eine Kur im Süden, widerstrebend beugt sie sich. Marcel trauert ebenfalls, kaum jünger als Marguerite hat er seine geliebte Nora verloren, die er schon seit Kindesbeinen an kannte und liebte. Welchen Sinn soll das Leben ohne sie haben? Seine Tochter ist besorgt um ihn, mehr und mehr droht er zu versauern, eine kurze Reise sollte ihm guttun. Und so treffen die beiden Neuverwitweten zufällig aufeinander und Amors Pfeil trifft sie – zur ihrer eigenen Verwunderung und zum Entsetzen ihrer Kinder. Darf man in diesem Alter noch einmal die Liebe erleben?Karine Lambert erzählt eine Geschichte von der zweiten Liebe, die jedoch der ersten in nichts nachsteht: schlagende Herzen, Unsicherheit, sehnsüchtiges Warten auf einen Anruf. Dass Alter merkt man Marguerite und Marcel nicht an, die lassen einfach ihre Herzen entscheiden, denn immer wenn sich der Verstand einschaltet, geht es daneben. Sie sind nicht stürmisch, aber ungestüm; sie ist nicht animalisch, aber aphrodisierend und lockt Gefühle hervor, die sie schon gar nicht mehr kannten; sie beflügelt und lässt die beiden nochmals fliegen. In wunderbar leichtem Ton wird bezaubernd das Gefühl vermittelt, das sich in den beiden Protagonisten nach der ersten Begegnung breitmacht. Man ist kein Voyeur, sondern ein dezenter Beobachter, der diese romantischste aller Formen der Liebe miterleben darf.„Und jetzt lass uns tanzen“ ist durchaus ein Wohlfühlroman. Man freut sich für die beiden Figuren, die liebevoll gezeichnet werden. Sie haben ihre Schwächen, die ihnen Tiefen und Persönlichkeit verleihen. Sie agieren stets innerhalb ihres persönlichen Rahmens, insbesondere Marguerite merkt man ihre lebenslange Gefangenschaft im goldenen Käfig an, wie schwer es ihr fällt, ihre Freiheiten zu nutzen und zu leben und einfach loszufliegen. Auch Marcel erscheint mir sehr differenziert, insbesondere in den Momenten, in denen er Zweifel hat, ob er nach Nora noch eine andere Frau lieben darf. Karine Lambert findet die richtigen Worte, die zu diesem großartigen Roman passen und ein stimmiges Bild aus Geschichte und Erzählstimme schaffen. Trotz durchaus ernster Rahmenbedingungen - der Verlust des geliebten Partners, die Tücken des Alters, die gesellschaftlichen und familiären Erwartungen - ist eine leichtfüßige Liebesgeschichte entstanden, die natürlich nur in Paris stattfinden kann.

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  • Große Liebe kennt kein Alter

    Und jetzt lass uns tanzen
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    06. March 2017 um 12:46

    Marguerite ist 78 und Witwe. Sie wurde ihr Leben lang fremdbestimmt – erst von ihren Eltern, dann von ihrem Mann, der wenig von wahrer Liebe und gar nichts von Fröhlichkeit und Spaß verstanden hat. Marguerite fügte sich still und wacht erst langsam auf, als sie merkt, dass nun ihr Sohn über sie verfügen und bestimmen will. Als sie auf Marcel trifft, beginnt sich in ihr Hoffnung zu regen – Hoffnung darauf, dass es noch nicht zu spät ist, alles nachzuholen. Marcel ist das Gegenteil von Henri, Marguerites verstorbenem Mann. Er hat seine Frau Nora schon als Junge kennengelernt und beide waren glücklich und verliebt, bis Nora überraschend an einem Herzinfarkt verstorben ist. Die Trauer überwältigt Marcel fast, bis er auf einer Kur weit weg von zu Hause Marguerite begegnet, die nur ein paar Straßen weiter von ihm die ganze Zeit gelebt hat. Darf und kann man zweimal lieben?Dieses Buch ist so erstaunlich leise, geht aber extrem tief unter die Haut und ins Herz. Mich hat Marguerites Schicksal sehr berührt und ich war entsetzt, wie Henri und Frédéric diese zarte, kleine Frau, die so voller Liebe steckt, behandelt haben. Gerade von ihrem Sohn hätte ich mehr erwartet. Dagegen das Leben von Marcel und Nora und ihrer Tochter Manou – das ist es, was man sich selbst und Marguerite von Herzen wünscht. Das Leben ist zu kurz, um auf wahre Liebe zu verzichten und zu lang, um ohne Humor und Fröhlichkeit, ohne Liebe zu sein. Der Stil dieser wundervollen Geschichte ist schlicht, einfach, gerade und sehr leise. Abwechselnd wird aus Marguerites und Marcels Position aus erzählt. Kurz vor dem Ende wechseln diese Kapitel in eines in der Ich-Form und beide kommen direkt zur Rede. Danach folgen zwei Kapitel, in denen der Erzähler über allem schwebt und keine Position einnimmt. Das kannte ich so noch nicht, aber es hat eine enorme Wirkung.Karine Lambert verwendet eine einfache, aber dennoch bildhafte Sprache. Ihr unaufgeregter Erzählton macht die Unterschiede der beiden Leben umso deutlicher. Die Geschichte entwickelt eine enorme Tiefe. Ohne viele Worte zieht die Autorin den Leser so tief in die Geschichte, als wäre er selbst daran beteiligt – und das wäre ich auch so gerne gewesen, denn diese beiden alten Leutchen habe ich ganz tief ins Herz geschlossen.Wer einen Elternteil verloren hat, wird wie ich dieses Buch noch mal mit anderen Augen sehen und sich überlegen, wie er selbst handelt und was für beide – den lebenden und den verstorbenen Elternteil – wichtig war und wichtig ist. „Und jetzt lass uns tanzen“ ist ein kluges, tröstendes und Mut machendes Buch. Von mir bekommt es die vollen fünf Sterne!

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