Karine Tuil

 4.1 Sterne bei 144 Bewertungen
Autorin von Die Gierigen, Die Zeit der Ruhelosen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Karine Tuil

Karine Tuil wurde 1972 geboren und studierte Jura in Paris. Derzeit beschäftig sie sich in ihrer Doktorarbeit mit gesetzlichen Bestimmungen zu Wahlkampfkampagnen in den Medien. Die Autorin von vielen gefeierten Romanen lebt mit ihrer Familie in Paris.

Neue Bücher

Menschliche Dinge

 (18)
Neu erschienen am 03.08.2020 als Hardcover bei Claassen.

Menschliche Dinge: Roman

Neu erschienen am 03.08.2020 als E-Book bei Ullstein eBooks.

Alle Bücher von Karine Tuil

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Cover des Buches Die Gierigen (ISBN: 9783746631813)

Die Gierigen

 (63)
Erschienen am 03.12.2015
Cover des Buches Die Zeit der Ruhelosen (ISBN: 9783548290546)

Die Zeit der Ruhelosen

 (59)
Erschienen am 06.04.2018
Cover des Buches Menschliche Dinge (ISBN: 9783546100021)

Menschliche Dinge

 (18)
Erschienen am 03.08.2020
Cover des Buches Menschliche Dinge: Roman (ISBN: B07ZTPWR57)

Menschliche Dinge: Roman

 (0)
Erschienen am 03.08.2020
Cover des Buches Six mois, six jours (ISBN: 9782253159728)

Six mois, six jours

 (1)
Erschienen am 01.09.2011
Cover des Buches La domination (ISBN: 9782253128311)

La domination

 (0)
Erschienen am 15.09.2010

Neue Rezensionen zu Karine Tuil

Neu

Rezension zu "Menschliche Dinge" von Karine Tuil

Fantastisch!
Michael_Blumvor 25 Tagen

Ein wahrhaft großer Wurf! Mit dm anwachsen der Seitenzahl musste ich mein Lesetempo beschleunigen!!! Ein zunächst recht nüchterner, fast schon berichtartiger Beginn nimmt ab der Mitte an Fahrt auf. Zunächst ein kritisch distanzierter und präzise beschreibender, sezierender Blick auf Karrierebestrebungen und Selbstinszenierungen, für die eigene Karriere funktionalisierte Beziehungen und das Verhältnis der Medien zur Upperclass. Und in der Mitte passiert es dann - der Vergewaltigungsvorwurf gegen Alexandre, ein junger Mann in den Zwanzigern, auf dem besten Weg, eine herkunftentsprechende, hervorragende Karriere zu machen. Es kommt zu einem Prozess - in einer Zeit, in der #meToo einfach nicht ignoriert werden kann. Wie gebannt durfte ich dem Prozessverlauf folgen. Der Autorin - gelernte Kommunikationswissenschaftlerin - gelingt es in ganz fantastischer Weise, die Hinter- und Untergründe differenziert auszuleuchten; sie schafft es, durch die Inszenierung des Prozessablaufes, dass es einfach nicht gelingen will, als Leser Position zu beziehen. So wird am Ende zwar Recht gesprochen - und doch hat niemand wirklich Recht; das leben ist um einiges vielschichtiger und komplexer, als es jemals ein Richterspruch, ein Urteil, widerspiegeln könnte... So gesehen ist 'Menschliche Dinge' eine wahrhafte Tragödie! Ein Lesegenuss und eine Bereicherung im Kontext von #meToo! Unbedingte Empfehlung!!!

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Rezension zu "Menschliche Dinge" von Karine Tuil

Nachdenkliche Geschichte
hapedahvor einem Monat

Die Farels sind vom Erfolg geprägt, Jean ist ein bekannter Fernsehjournalist, seine Frau Claire steht als Essayistin, die sich feministisch sehr engagiert, im Licht der Öffentlichkeit. Auch ihr Sohn Alexandre scheint auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen, er studiert an der amerikanischen Elite-Uni Stanford und hat beste Karriereaussichten. 

Hinter den Kulissen sieht es nicht ganz so glamourös aus, die Ehe der Farels ist längst zerbrochen, der mittlerweile über 70 Jahre alte Jean versucht sich durch Beziehungen zu jungen Frauen alterslos darzustellen, seine 27 Jahre jüngere Frau Claire lebt mit einem neuen Partner zusammen. Ausgerechnet am Morgen, nachdem Jean vom französichen Präsidenten ein bedeutender Orden verliehen worden ist, wird Alexandre fest genommen, Mila, die Tochter von Claires Lebensgefährten beschuldigt ihn der Vergewaltigung. 

In ihrem Roman "Menschliche Dinge" greift Karine Tuil ein Thema auf, das durch die mee-Too-Debatte und den Fall Stanford aktueller den je ist. Dabei stellt sie wertungsfrei die verschiedenen Ansichten der beteiligten Personen dar und regt den Leser zum Nachdenken an. Der Einstieg in das Buch ist mir zunächst nicht leicht gefallen, die Autorin stellt die Familien von Täter und Opfer, sowie deren Umfeld so ausführlich vor, dass es etwas langatmig wirkt. 

Faszinierend hingegen fand ich, wie die Autorin das Bild der Figuren während der Gerichtsverhandlung neu zeichnet. Obwohl ich glaubte, die Personen bereits gut kennen gelernt zu haben, - wobei ich keiner der Figuren emotional wirklich nahe gekommen bin - habe ich an dieser Stelle meine Vorstellungen noch einmal revidieren müssen. Sympathischer ist mir dabei keine der Personen geworden, aber ich bin tiefer in die verschiedenen Sichtweisen eingetaucht. Meisterlich zeigt Karine Tuil hier, dass das Leben nicht nur schwarz und weiß ist, sondern in sehr vielen Grautönen verläuft. 

Die Verhandlung ist sehr realistisch beschrieben, wirkte auf mich aber stellenweise etwas in die Länge gezogen, der Tathergang wurde viele male geschildert, was dennoch nicht dazu beitrug, Sympathie für die unglückliche junge Frau zu wecken. Auch Alexandre war nicht der typisch bösartig dargestellte Täter, letztendlich hat er mir beinahe genau so leid getan, wie das Opfer. Die Geschichte hat mich sehr nachdenklich zurück gelassen, das Thema ist wichtig und hier sehr vielschichtig beschrieben, so dass ich für das Buch trotz einiger Längen eine Leseempfehlung ausspreche. 

Fazit: Ein wichtiges und aktuelles Thema hat die Autorin hier sehr feinfühlig aufgegriffen und auf sehr nachdenkliche Weise von allen Seiten beleuchtet. Die Lektüre ist nicht immer leicht, beschäftigt mich aber lange nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe weiter, von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung.


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Rezension zu "Menschliche Dinge" von Karine Tuil

Zwei Seiten einer Medaille
Dreamworxvor 2 Monaten

2016. Der 70-jährige Politik-Journalist Jean Farel ist schon lange für seine TV-Sendungen berühmt und lebt mit seiner 27 Jahre jüngeren Ehefrau Claire, einer ebenfalls bekannten und nicht gerade öffentlichkeitsscheuen Feministin in Paris, während der 21-jährige Sohn Alexandre in Kalifornien an der Stanford Universität studiert. Während Jean bei einer exklusiven Abendveranstaltung vom französischen Präsidenten für besondere Verdienste den Orden der Ehrenlegion überreicht bekommt, feiert Alexandre mit Studienfreunden ausgelassen eine Party, die zur Folge hat, dass die Welt der Farels mit dem Auftauchen der Polizei vor ihrer Haustür am nächsten Morgen in Stücke fällt…

Karine Tuil hat mit „Menschliche Dinge“ einen intelligenten und hochspannenden Roman vorgelegt, in dem sie mit ihrer Geschichte die heutige Gesellschaft sehr genau und kritisch unter die Lupe nimmt und deren Eigenschaften wiederspiegelt. Angelehnt an die großen Sexismus-Skandale der Gegenwart wirkt die Handlung sehr glaubwürdig und gewährt dem Leser nicht nur Einblick hinter die Kulisse in das Gefüge der Familie mit all ihren Gedanken und Gefühlen, sondern auch in den sehr öffentlich ausgetragenen Umgang der Gesellschaft mit den Vorkommnissen. Dabei schwankt man als Leser immer zwischen zwei Seiten hin und her, denn aus der Sicht der Männer ist es neben Macht und Geld ein Spiel um Selbstgerechtigkeit und Selbstdarstellung, während es bei den Frauen oftmals Selbstbestimmung, verletzter Stolz oder auch verschmähte Liebe ist. Beide Seiten sind durch die Natur der Menschen durchweg nachvollziehbar, wenn auch nicht zu goutieren. Mit wechselnden Perspektiven gelingt es der Autorin, die unterschiedlichen Auffassungen des Vorfalls an den Leser zu bringen, der dazu „verdammt“ ist, selbst abzuwägen, auf welcher Seite er steht. Doch so einfach ist es dann doch nicht, denn aufgrund unserer jeweiligen Erziehung und Position in der Gesellschaft neigt man leider nur zu oft dazu, sich auf eine Seite zu schlagen und sich eine Meinung zu bilden, ohne der Gegenseite genug Gehör geschenkt zu haben. Gerade diese Tatsache führt dazu, dass ganze Existenzen allein auf Hörensagen zerstört werden und die Betroffenen fortan als personae non gratae in dieser Gesellschaft gelten. Tuil hat ihren Spannungsbogen gemächlich angelegt, zieht aber im Verlauf der Handlung die Fäden immer mehr an, so dass der Leser bis zum Ende an den Seiten klebt.

Die Charaktere sind sehr glaubwürdig und authentisch inszeniert, so dass sie wie aus der Realität gegriffen wirken. Jederzeit kann man als Leser auf sie treffen, ob sie einem sympathisch sind, ist eine andere Frage. Jean Farel hat sich sein Ansehen und Ruhm hart erarbeitet, was ihm eine gewisse Aura der Arroganz sowie Egoismus verleiht. Er fühlt sich überlegen und unantastbar, ist kein Kostverächter, denn das Eheleben mit Claire ist Fassade. Claire ist ebenfalls erfolgreich, doch wird sie am Ende ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht, da sie zwar nach außen gepredigt, aber innerlich das Gegenteil getan hat. Alexandre ist ein intelligenter und fleißiger junger Mann, der dem Druck seiner Eltern gerecht werden möchte, doch seine Unsicherheit und Sensibilität ihm dabei im Weg stehen. Aber auch Mila und ihre Mutter sowie weitere Protagonisten runden mit ihren Auftritten diesen Roman ab.

Mit „Menschliche Dinge“ ist Karine Tuil eine meisterhafte Gesellschaftsstudie der heutigen Zeit in Romanform gelungen, die dem Leser noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Es gilt beide Seiten einer Medaille zu betrachten und Raum für Möglichkeiten miteinzubeziehen, bevor man vorschnell ein Urteil fällt. Die kontroverse Betrachtung des Umgangs zwischen Männern und Frauen ist heutzutage wichtig, um dauerhaft an sich zu arbeiten und Werte zu leben. Absolute Leseempfehlung!

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Die Gierigen
Über die Lügen des Lebens, Schein und Sein, Liebe und Verrat

Die französische Autorin Karine Tuil hat mit ihrem Roman "Die Gierigen" einen großen Gesellschaftsroman geschrieben - intensiv, aufwühlend, leidenschaftlich. Sie erzählt darin von den Lügen des Lebens, zerstörerischen Ambitionen und dem Scheitern daran. Ihr habt nun die Möglichkeit, dieses vielschichtige Buch in unserer Leserunde zu entdecken!

Mehr zum Buch:

Nina, Samuel und Samir – mit zwanzig Jahren sind die drei Freunde unzertrennlich, sie teilen dieselben Werte, erträumen sich eine Zukunft, in der sie ihre Ideale verwirklichen werden. Nina und Samuel sind ein Paar, doch als Nina eine leidenschaftliche Affäre mit Samir beginnt, sind Liebe, Freundschaft und Vertrauen zerstört. Samir verschwindet aus Frankreich und aus dem Leben der beiden Freunde – bis sie ihn zwanzig Jahre später durch Zufall im Fernsehen wiedersehen. Samir lebt als Staranwalt in New York, er trägt maßgeschneiderte Anzüge und das Lächeln der Erfolgreichen zur Schau, während Nina und Samuel ein tristes Dasein am Rand der Gesellschaft führen. Samuel brennt vor Eifersucht, zumal der Aufstieg des Rivalen auf seiner eigenen tragischen Lebensgeschichte beruht. Und so initiiert er ein Treffen in Paris, um sich an Samir zu rächen – doch am Ende fordert das Schicksal jeden Einzelnen zur Rechenschaft.

Ihr möchtet mehr erfahren über Nina, Samuel und Samir - über ihre Beziehung, ihr Scheitern, ihr Leben? Dann bewerbt euch gleich für die Leserunde!
Gemeinsam mit dem Aufbau Verlag vergeben wir 25 Exemplare von "Die Gierigen" von Karine Tuil für eine Leserunde*. Wenn ihr mitlesen möchtet, dann beantwortet uns einfach folgende Frage:

Habt ihr einen alten Freund aus der Vergangenheit, den ihr gerne mal wieder sehen möchtet oder wissen möchtet, was er oder sie heute so macht? Oder gab es vielleicht schon ein solches Wiedersehen bei euch?


*Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.
415 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  buechermaus88vor 6 Jahren

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 230 Bibliotheken

auf 58 Wunschzettel

von 5 Lesern aktuell gelesen

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