Karl-Ernst Maedel Heizer wider Willen

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Inhaltsangabe zu „Heizer wider Willen“ von Karl-Ernst Maedel

In seinem unverwechselbaren Erzählstil berichtet Karl-Ernst Maedel über Führerstandsmitfahrten auf Lokomotiven aller drei Traktionsarten. Dabei erläutert er nicht nur die Technik der eindrucksvollen Maschinen, sondern beschreibt auch die Menschen und Persönlichkeiten, die ihm dabei begegneten. Eine besondere Stärke des Autors besteht dabei in seinen anschaulichen und liebevollen Milieu-Schilderungen, die eine ganze Welt entstehen lassen und den Leser in ihren Bann ziehen. Dieses Buch bietet ein Stück Eisenbahnnostalgie und erinnert an eine glanzvolle,längst vergangene Zeit der großen Dampfgiganten.

manchmal schwer zu lesen, der Seltenheitscharakter der Geschichten gleicht das aber meist wieder aus

— derMichi
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    Heizer wider Willen
    derMichi

    derMichi

    20. June 2016 um 16:26

    Zugegeben, mit Meister Maedels Schreibstil muss man sich, wie es das Vorwort offen zugibt, erst anfreunden. Er ist unverkennbar ein Kind seiner Zeit und damit dem sprachlichen Ausdruck der vierziger bis fünfziger Jahre verhaftet. Hat man sich aber erst einmal etwas eingelesen, fällt es gleich viel leichter, die hier abgedruckten Episoden zu würdigen. Viele davon glänzen mit Seltenheitscharakter. Zur Länderbahnzeit begegnen die Lokpersonale im tiefsten Winter im Wald Wölfen, während sich die Bremser des selben Zuges auf den Wagendächern fast zu Tode frieren. Eine von Maedels persönlichsten Geschichten spielt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als er tatsächlich kurzzeitig als "Heizer wider Willen" für die russischen Besatzer arbeiten musste. Immer wieder würdigt der Autor die Männer des Lokpersonals, das für ihn heldenhaften Charakter und "stille Pflichterfüllung" verkörpert. Nicht nur im Hinblick auf die Erwähnung von Dampflokomotiven ist der vorliegende Band nostalgisch - Maedel gibt sich oft wehmütig und lässt in seinen Texten die "gute alte Dampfzeit", in der es seiner Meinung nach noch handfester zuging und eigenwillige bis liebenswürdige Charakterköpfe die Betriebsabläufe prägten, hochleben. Hätte er noch erlebt, wie viele Privatbahnen mit historischem Rollmaterial und wiederaufgebaute Schmalspurstrecken es mittlerweile (wieder) gibt, dann hätte er diesem Band vermutlich noch mindestens eine Fortsetzung folgen lassen. In jedem Fall dürfte es sich um eines seiner persönlichsten Werke handeln, da viele der Geschichten von seinen eigenen Erlebnissen handeln und grob Maedels Lebenslauf mit der Eisenbahn nacherzählen. Auch die Dampfzeit der Länder-, Reichs- und Bundesbahn zeichnen die fünfzehn Reportagen bis zur endgültigen Ablösung durch E- und Dieselloks nach. Wer sich also von alter Rechtschreibung und etwas angestaubtem Sprachgebrauch nicht stören lässt, der wird hier einen interessanten Blick in die Hochzeit des klassischen Eisenbahnbetriebs erleben. Die serifenlose Schrift liest sich auf dem reinweißen Papier gelegentlich etwas anstrengend, die Kürze der Absätze und das übersichtliche Layout gleichen das aber teilweise wieder aus. Und dann sind da ja noch Bilder - von seltenen Streckenfotografien, unter anderem eine von der ursprünglich schmalspurigen Müglitztalbahn, bis hin zu Fahrzeugporträts und detailliert beschrifteten Führerstandsskizzen reicht deren Bandbreite. Einige davon stammen sogar vom Autor selbst.

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