Karl-Heinz Ott

 3.8 Sterne bei 38 Bewertungen
Autor von Endlich Stille, Die Auferstehung und weiteren Büchern.
Karl-Heinz Ott

Lebenslauf von Karl-Heinz Ott

Von den Schönen Künsten: Der 1957 geborene deutsche Autor hat Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft studiert. Einige Jahre leitete er die Schauspielmusik an der Württembergischen Landesbühne Esslingen und an den Städtischen Bühnen Freiburg. Außerdem war er an der Oper am Theater Basel und am Theater am Neumarkt in Zürich tätig. Sein schriftstellerisches Debüt gab er 2006 mit „Ins Offene“, wofür er den Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Bad Homburg und den Thaddäus-Troll-Preis erhielt. Neben Romanen schreibt der Übersetzer auch Essayistische Werke, Radio-Essays und Features und Bühnenwerke. 2018 veröffentlichte das Ordentliche Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste den Roman „Und jeden Morgen das Meer“, der von einer Hotelchefin, die nach dem Tod ihres Mannes vom Bodensee in das verregnete Wales zieht, um am Meer ihr Glück zu finden, handelt. Karl-Heinz Ott lebt in Freiburg.

Neue Bücher

Und jeden Morgen das Meer
 (3)
Neu erschienen am 20.08.2018 als Hardcover bei Hanser, Carl.

Alle Bücher von Karl-Heinz Ott

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Karl-Heinz OttEndlich Stille
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Endlich Stille
Endlich Stille
 (17)
Erschienen am 01.04.2007
Karl-Heinz OttDie Auferstehung
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Die Auferstehung
Die Auferstehung
 (6)
Erschienen am 10.02.2017
Karl-Heinz OttOb wir wollen oder nicht
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Ob wir wollen oder nicht
Ob wir wollen oder nicht
 (6)
Erschienen am 01.03.2011
Karl-Heinz OttWintzenried
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Wintzenried
Wintzenried
 (4)
Erschienen am 01.09.2013
Karl-Heinz OttUnd jeden Morgen das Meer
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Und jeden Morgen das Meer
Und jeden Morgen das Meer
 (3)
Erschienen am 20.08.2018
Karl-Heinz OttTumult und Grazie
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Tumult und Grazie
Tumult und Grazie
 (2)
Erschienen am 01.11.2008
Karl-Heinz OttIns Offene
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Ins Offene
Ins Offene
 (0)
Erschienen am 01.04.2010
Karl-Heinz OttTumult und Grazie
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Tumult und Grazie
Tumult und Grazie
 (0)
Erschienen am 14.04.2009

Neue Rezensionen zu Karl-Heinz Ott

Neu
Federchens avatar

Rezension zu "Und jeden Morgen das Meer" von Karl-Heinz Ott

Der Blick auf das Meer...
Federchenvor 2 Monaten

Sonja führte gemeinsam mit ihrem Mann Bruno 30 Jahre lang das Hotel aus Familienbesitz am Bodensee. Bruno bekam als Koch sogar einen Stern. Doch so ein Stern ist nicht immer das Glück eines jeden Restaurant- oder Hotelbetreibers. Im Fall vom "Lindenhof" ist er sogar der Anfang vom Ende. Von dem Familienunternehmen, von der Ehe, vom Leben. Bruno begeht Selbstmord. Sonja muss mit 62 Jahren von vorn beginnen. Brunos Bruder nimmt ihre alles. Nur ein Koffer voller Kleidung ist ihr geblieben. Sie verschwindet innerlich. Zieht sich zurück. Merkt, dass solange man Erfolg hat, die Menschen einem zur Seite stehen, sich im eigenen Ruhm mitsonnen wollen. Doch jetzt wo sie allein ist, hilft ihr niemand außer Mister Pettibone. Auch wenn er sie warnt, dass die vollkommen heruntergekommene Pension seines Onkels in Wales Sonja nicht zum Erfolg führen wird...

"Und jeden Morgen das Meer" von Karl-Heinz Ott ist ein Roman, der zwar dünn in der Erscheinung, aber keinesfalls dürftig im Inhalt ist. Wenn mich beim Lesen zuweilen auch ein etwas düsterer Eindruck begleitet hat, so ist mir Sonja doch ans Herz gewachsen. Eine starke Protagonistin, die leider viel zu spät merkt, dass Erfolg ihr nie das Wichtigste im Leben war. Karl-Heinz Ott lässt den Leser vordergründig an der Gedankenwelt der Hauptfigur teilhaben. Das Buch besitzt keine wirklichen Kapitel, sondern erzählt in kurzen und auch langen Abschnitten, was Sonja erlebt hat oder erlebt. Direkte Rede ist quasi nicht vorhanden, was das Buch nicht unbedingt zum massenkompatiblen Pageturner macht. 

Es ist ein Buch, welches man nicht eben zwischendurch lesen sollte. Es braucht Zeit, auch wenn es nur 144 Seiten umfasst. Auf diesen Seiten erfährt der Leser, dass Sonja schon immer dazu angehalten war, in ihrem Leben erfolgreich zu sein. Dass sie nicht aus überschwänglicher Schwärmerei und blinder Liebe heiratete. Dass sie sich manchmal nichts mehr wünschte, als Geborgenheit und geliebt zu werden. Stattdessen ihre Haltung in jeder Situation wahren musste. All das weckt ein gewisses Mitgefühl und die Hoffnung auf eine glückliche Wendung im Leben der Protagonistin.

Das Ende ist nicht unbedingt ein Happy End, welches der breiten Lesemasse vorschweben würde. Es zeigt aber, dass man nachdenken sollte, was wichtig im eigenen Leben ist. Manchmal ist das Nichts eines Neuanfangs, der Absturz aus dem alten Ich, besser als das, was man jahrelang, jahrzehntelang mitgemacht hat, mitmachen musste. Das ewige Streben nach Erfolg. Das Funktionieren und nicht ausruhen dürfen. Das ständige Gleichsetzen von Erfolg und Glück. Ist dieses Glück mit unbedingtem Erfolg verbunden? Oder gibt es das Glück ohne Erfolgsdruck, die Zufriedenheit, die Einfachheit des Lebens. Den Blick auf die Weite des Meeres.

(c) buchgefieder.blogspot.com

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Pongokaters avatar

Rezension zu "Die Auferstehung" von Karl-Heinz Ott

Guter Anfang - schlechtes Ende
Pongokatervor 3 Jahren

Eine eigentümliche Leseerfahrung. Das erste Drittel fand ich begeisternd. Die klassische Konstellation -die zerstrittene Familie versammelt sich um den gerade verstorbenen Vater- schien doch aus besonders spannenden Charaktereren zu bestehen. Im zweiten Drittel war es noch interessant, auch wenn die philosophischen Diskussionen etwas ausschweifend waren. Das letzte Drittel jedoch: katastrophal. Die durch den Romantitel schon abzusehende Wendung lief völlig ins Leere.

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MarinaBs avatar

Rezension zu "Die Auferstehung" von Karl-Heinz Ott

Warten auf das Testament...
MarinaBvor 3 Jahren


Anfangs meint man, das sei eine Geschichte, wie man sie schon kennt, aus Romanen, aus Filmen. Vier Geschwister treffen sich nach dem Tod des Vaters im Elternhaus, um ihm "die letzte Ehre" zu erweisen(und zu erfahren, wer was erbt). Aus allen Ecken kommen Sie angereist, jeder mit dem eigenen Lebenskonzept im Gepäck, alle könnten unterschiedlicher nicht sein. Alle sind gespannt auf das Testament.

Doch was Ott daraus macht, ist durchaus ein großer Lesegenuß. Er weiß genau, was er tut. Er ist ein ziemlich guter Geschichtenerzähler. Der Leser wohnt einem Theaterstück bei, beim Lesen kam es mir oft so vor, als säße ich im Publikum und beobachtete die exquisiten Schauspieler, sympathisierte mal mit dem einen, mal mit dem anderen. Dass der Roman mit vielen sehr gelungenen, teilweise makabren oder extrem komischen Dialogen durchzogen ist, passt zum Charakter eines Kammerspiels. Und dabei stimmt auch der Spannungsaufbau. Ich will wissen, was denn nun im Testament steht und werde hingehalten...

"Zeit ist, wenn etwas vorbeigeht. Das weiß doch jedes Kind"
Aber die Zeit an sich, was ist das?
Mir fehlt nicht viel, wenn ich´s nicht erklären kann.
Das sagt der Volkshochschul-Einstein aus Memmingen.
Idiot. Und trotzdem biete ich dir an, dass du deinen Pascal bei mir machen kannst.
Wieso Pascal?
Weil du gerade einen Film über ihn machen wolltest.
Was soll ich deinen Memmingern über Pascal erzählen?"

Um Pascal geht es auch, hochphilosophisch und laienphilosophisch. Es wird diskutiert über Zeit, Gott und Religion,Tod, Sterben, über "Wie soll man leben?" und jeder legt dazu seine eigene vielfach festgefahrene Sichtweise dazu dar. Und es geht ums Geld, ums Erbe.

Die Geschwister, Joschi, Linda, Uli und Jakob(die Erzählerstimme) hatten eigentlich seit dem Tod der Mutter kaum mehr mit dem Vater zu tun. Der Vater, pensionierter Chefarzt, erkrankte an Parkinson und nahm sich eine Hausangestellte, die von den Geschwistern nur "ungarische Hure" genannt wird und die sie nun als potenzielle Konkurrentin in Bezug auf das Erbe sehen.
Joschi, der einstige Revoluzzer, der die Familie durch unsaubere Machenschaften in finanzielle Bedrängnis brachte und Jakob, der in Paris gerne Lebemann und Freigeist spielen würde, aber gar nicht über die nötigen Mittel verfügt, sind durchaus auf das Erbe des Vaters angewiesen. Uli, der alternative Aussteiger, der mit seiner Frau Franziska und den Kindern in der Natur lebt und Linda, die Leiterin eines Kunsthauses in einer Provinzstadt, verheiratet mit Fred, sind die beiden, die mehr oder weniger auf eigenen Füßen stehen. Doch gerade Linda ist die, die den Vater entmündigen lassen wollte, wegen seines plötzlich unsteten, triebhaften Lebenswandels, was nicht gelang, der Vater wusste sich durchaus zur Wehr zu setzen und brach den Kontakt ab.

Als Linda den Vater tot im Haus auffindet und erfährt, dass der Anwalt, der das Testament des Vaters verwaltet, ausgerechnet der Mann ist, der sie vor Jahren wegen einer anderen hat sitzen lassen, sieht sie das als neuerlichen Affront des Vaters gehen die eigenen Kinder.
Während die Geschwister nun in Gegenwart des auf der roten Couch drapierten Vaters ihre "Totenwache" abhalten und auf die Ankunft des Anwalts warten, entspinnen sich Diskussionen, Erinnerungen werden ausgetauscht, es wird wüst gestritten und sogar Pläne entwickelt, wie man das Testament, wenn es denn ungünstig ausfalle, unterschlagen könne.

"Und jetzt steht noch nicht einmal fest, ob ihnen das Haus überhaupt noch gehört, in dem der tote Vater liegt. Es lasse sich noch alles ändern, behauptet Linda. Mein Gott, was glaubt sie denn? Willst du Papa noch als Toten entmündigen lassen, fragen ihre Brüder sie heute schon zum zehnten Mal. Sie alle wünschten sich, dass sich alles noch ändern ließe, sollte es so schlimm kommen wie befürchtet, auch wenn keiner weiß, wie."

Der Anwalt kommt... nichts läuft so wie vorher erhofft, geplant. Der Anwalt geht. Die Ereignisse überschlagen sich...

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Karl-Heinz Ott wurde am 14. September 1957 in Ehingen an der Donau (Deutschland) geboren.

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