Karl-Heinz von Halle Gibt es Bielefeld oder gibt es Bielefeld nicht?: Wie die Wissenschaft eine ganze Stadt verschwinden lässt

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Inhaltsangabe zu „Gibt es Bielefeld oder gibt es Bielefeld nicht?: Wie die Wissenschaft eine ganze Stadt verschwinden lässt“ von Karl-Heinz von Halle

Seit zwanzig Jahren hält sich hartnäckig der Verdacht, dass es Bielefeld überhaupt nicht gibt. Anhänger dieser sogenannten Bielefeldverschwörung behaupten, dass uns die Existenz dieser Stadt von interessierter Seite nur vorgegaukelt wird. Um dieser Frage ein für alle Mal auf den Grund zu gehen, wurde eine Forschungsgruppe aus Kulturwissenschaftlern, Sportwissenschaftlern, Psychologen, Sexualwissenschaftlern und anderen Disziplinen gegründet. Ergebnis: Erstmals gelingt Top-Forschern der Beweis, dass es die Stadt wirklich nicht gibt. Eine beißende Satire über Wissenschaft, die mit großzügigen Forschungsgeldern ausgestattet alles beweisen kann!
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    Gibt es Bielefeld oder gibt es Bielefeld nicht?: Wie die Wissenschaft eine ganze Stadt verschwinden lässt
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    24. February 2017 um 07:07

    Der Autor ist Juraprofessor, das sagt schon alles. Jemand hat mal gesagt, als Jurist lernt man Reden. Notfalls auch, Inhalte um 180 Grad zu drehen. Und etwas so darzustellen, wie man es gern hätte. Genau das kann man in diesem Buch köstlich verfolgen: Die Texte sind völlig manipulativ. Man muß dieses Buch hochkonzentriert lesen, dann fällt auf: Es werden Fakten so weggelassen, daß es nicht auffällt - denn unter der Oberfläche wird der Leser so abgelenkt, daß ihm gar nicht auffällt, wo die Fakten manipuliert werden. Nebenbei ist der Text höchst vergnüglich, man versinkt in der Launigkeit der Beschreibungen. Aber man darf auch nie vergessen: Das ist genau die Art von Texten, die unsere gewählten Vertreter in Serie produzieren. Wo kämen sonst die "postfaktischen Zeiten" her? Wir nähern uns immer mehr der Welt von "Brave New World" und "1984" an, und das Schlimme ist: So gut wie niemand scheint es zu merken. Leseempfehlung für aufmerksame Zeitgenossen, die das Denken noch nicht verlernt haben.

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