Karl-Hermann Hörner

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Autor von Die Natchez.
Karl-Hermann Hörner

Lebenslauf von Karl-Hermann Hörner

Karl-Hermann Hörner wurde in Mannheim geboren, ging in seiner Heinatstadt zur Schule und machte dort Abitur. An der Goethe-Universität in Frankfurt/M. studierte er Soziologie, Ethnologie und Geschichte und schloss sein Studium mit dem Diplom in Soziologie und den beiden Staatsexamina für das Lehramt in den Fächern Geschichte und Sozialkunde ab. Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Soziologie nicht-industrieller Gesellschaft sowie die Geschichte Hispanoamerikas mit dem Schwerpunkt Peru. Seine Diplomarbeit beschäftigt sich mit sozial-strukturellen Fragestellungen der Inka-Gesellschaft und deren Veränderungen durch Einflüsse während der Kolonialzeit. Bis zu seinem Ruhestand arbeitete er in einem Schulbuchverlag. In seinem Buch beschäftigt er sich mit den Natchez, einer Gruppe amerikanischer Ureinwohner vom Unterlauf des Mississippi, die als wenige Vertreter der einstmals im Südosten Nordamerikas weit verbreiteten Mississippi-Kulturen bis in historische Zeit überlebten. Die Erforschung dieser ethnischen Gemeinschaft, die in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts fast völlig vernichtet wurde, bietet die einmalige Ggelegenheit, politische und soziale Strukturen von Nachfahren der Mississippi-Gesellschaften an Hand geschriebener historischer Quellen zu dokumentieren.

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Karl-Hermann HörnerDie Natchez
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Die Natchez
Die Natchez
 (1)
Erschienen am 05.10.2011

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K

Rezension zu "Die Natchez" von Karl-Hermann Hörner

Indianer vom Unterlauf des Mississippi
karl-hermannvor 4 Jahren

Die Natchez lebten beim Eintreffen der ersten Europäer am Mississippi im 16. Jahrhundert am Ostufer des Flusses etwa in der Region zwischen den heutigen Städten Vicksburg im Norden und Baton Rouge im Süden und hatten ihr kulturelles Zentrum und ihren politischen Mittelpunkt im Gebiet der heutigen Kleinstadt Natchez. Sie waren die einzigen Vertreter der einstmals blühenden Mississippi-Kulturen, deren Existenz bis in die historische Zeit hineinreichte. Insofern bieten sie die einmalige Gelegenheit, politische und soziale Strukturen dieser Kultur nicht nur mit Hilfe archäologischen Materials, sondern auch an Hand historischer Quellen, die von den ersten französischen Reisenden, Militärs und Missionare verfasst wurden, zu studieren. Außerdem sind die Natchez auch dadurch von Interesse, dass an ihrem sozialen Gefüge beispielhaft beobachtet werden kann, wie aus Gemeinschaften, deren Zusammenhalt vor allem auf verwandtschaftlichen Beziehungen beruht, politische Organisationen werden, die als Vorformen staatlicher Organisationsprinzipien angesehen werden können.

"Die Natchez" ordnet die soziale Struktur dieser Gruppe in ein Raster von Organisationsprinzipien ein, die nach Meinung zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichung vorgelegen haben müssen, als erste institutionalisierte Formen politischen Handels entstanden. Der Autor stützt sich dabei insbesondere auf Aufzeichnungen von Le Page du Pratz, einem französischen Siedler in diesem Gebiet, von dem die ersten ausführlichen Darstellungen über das Leben der Natchez stammen. Der Zeitraum, der für dessen Beobachtungen zur Verfügung stand, währte lediglich bis 1731/32, als die Gemeinschaften der Natchez im Zuge kolonialer Auseinandersetzungen von französischen Soldaten zerschlagen und ihre Existenz als eigene Gruppe brutal beendet wurde.

Das Buch ist für Leser interessant, die sich bereits mit indianischen Lebensformen im Südosten Nordamerikas oder mit den Anfängen staatlicher Organisationsformen beschäftigt haben. Dem Laien bietet es die Möglichkeit, das zeitlich und räumlich sehr begrenzte Bild, das populäre Medien von den Indianern vermitteln, zu korrigieren und zu erweitern.   

Mehr über dieses Buch und über die ethnische Gruppe, um die es darin geht, ist über http://natchez.simplesite.com zu erfahren.

 

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