Die Hundeesser von Svinia

von Karl-Markus Gauß 
4,5 Sterne bei10 Bewertungen
Die Hundeesser von Svinia
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Inhaltsangabe zu "Die Hundeesser von Svinia"

»Seine Reportage liest sich wie ein stummer Aufschrei gegen die Ungerechtigkeit.« Tages-Anzeiger Der Ort Svinia liegt im Osten des neuen EU-Mitglieds Slowakei. In der Slowakei gibt es etwa 300 Slums. Unter ihnen gilt Svinia als Vorhölle. Dort leben 700 Roma, die Ärmsten der Armen, ausgestoßen, vertrieben, von allen, sogar von anderen Roma verachtet, weil sie als »Hundeesser« gelten. Sie leben ohne jede Perspektive unter Umständen, die für Europäer gar nicht mehr vorstellbar sind. Karl-Markus Gauß, der Chronist des randständigen Europa, hat sie besucht. »Dort, wo das größte Elend herrscht«, stieß er immer wieder »auf eine rätselhafte Lebenskraft«.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423134378
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:128 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.03.2006

Rezensionen und Bewertungen

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 5 Jahren
    'Du siehst aus der Weite einen Menschen näherkommen [...]'

    'Du siehst aus der Weite einen Menschen näherkommen [...] und wenn er da ist, siehst du, es ist doch nur ein Zigeuner.'


    Inhalt und mein Eindruck:

    Karl-Markus Gauß hat eine Reportage über slowakische Slums geschrieben, allen voran die Vorhölle Svinia, wo 700 Roma leben, die sogar von anderen Roma ausgegrenzt und verachtet werden, da sie als Hundeesser gelten.

    Neben der Beschreibung der Zustände in den slowakischen Slums erzählt Gauß von der Geschichte der Roma von 1945 bis heute, von der Eingliederung in die tschechoslowakische Gesellschaft zu Zeiten des Sozialismus über reihenweise Sterilisierungen in den letzten Jahren vor Beendigung des Kalten Krieges bis zum EU-Beitritt der Slowakei und der Vertreibung der Roma aus ihren Häusern und ihrem bisherigen Leben.

    Mir hat 'Die Hundeesser von Svinia' sehr gut gefallen, obgleich ich recht bestürzt war über die geschilderten Zustände. Begriffe wie Ghetto, Apartheid, Slums und bitterste Armut assoziiert man für gewöhnlich nicht mit dem Europa des späten 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Der Autor berichtet aber genau von diesen Missständen, die man in einem EU-Land nicht vermutet und die das Weltbild des Lesers demnach ein wenig gerade rücken.


    Mein Resümee:

    Eine beeindruckende und spannende Reportage.



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    Dollyvor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Hundeesser von Svinia" von Karl-Markus Gauß

    Ein sehr detailierter Bericht über das Leben der Bewohner der Ostslowakei. Sehr gut geschrieben und tolle Handlung. Karl-Markus Gauß berichtet über das zurückgezogene Leben der Roma in einem der größten Zigeunerghetto der Slowakei. Wirklich interressant und lehrreich. Von mir 4 Sterne.

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    Beaglevor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Hundeesser von Svinia" von Karl-Markus Gauß

    Eine hervorragend geschriebene Reportage über das Leben der Roma in der Slowakei nach dem Fall der Mauer. Man bekommt einen Einblick darauf, in welchen Zuständen Menschen noch heute leben, wie verwahrlost es in den Gettos zugeht, teilweise ohne Strom und fließendes Wasser, Müll türmt sich und Tiere verenden auf offener Straße - wobei Straße wohl übertrieben ist, zumeist ist es bloß eine schlammige Spur. Und doch scheinen die Roma glücklich damit zu sein, wie sie leben. Oder ist es alles nur Resignation? Dies erfährt man in dem Buch, das sich so spannend wie ein gut geschriebener Roman ließt. Es öffnet zugleich die Augen, dass wir uns nicht vor den Randgruppen der Zivilisation abwenden sollten sondern lernen müssen, mit ihnen zu leben. Es sind Menschen wie jeder andere auch mit Wünschen, Hoffnungen und Träumen. Das Klischee verlangt es von uns, Angst zu haben, "Zigeuner" könnten uns berauben oder sie könnten nicht mit Messer und Gabel essen (ja, dies kommt in dem Bericht vor!!!). Und obwohl sie meist eine geringe Schulbildung haben, so sind sie doch gewieft und keck in ihren Taten - und vor allem darin, zu überleben. In einer Welt der Apartheit und der Ausgrenzung, der Verfolgung und Meidung. Haben wir denn nichts aus den Schrecken des dritten Reiches gelernt?

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    RdeWintervor 2 Jahren
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    Margrethvor 9 Jahren
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    donkeyearvor 9 Jahren
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    fredgoetzisvor 10 Jahren

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