Karl-Markus Gauß Die Hundeesser von Svinia

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Inhaltsangabe zu „Die Hundeesser von Svinia“ von Karl-Markus Gauß

»Seine Reportage liest sich wie ein stummer Aufschrei gegen die Ungerechtigkeit.« Tages-Anzeiger Der Ort Svinia liegt im Osten des neuen EU-Mitglieds Slowakei. In der Slowakei gibt es etwa 300 Slums. Unter ihnen gilt Svinia als Vorhölle. Dort leben 700 Roma, die Ärmsten der Armen, ausgestoßen, vertrieben, von allen, sogar von anderen Roma verachtet, weil sie als »Hundeesser« gelten. Sie leben ohne jede Perspektive unter Umständen, die für Europäer gar nicht mehr vorstellbar sind. Karl-Markus Gauß, der Chronist des randständigen Europa, hat sie besucht. »Dort, wo das größte Elend herrscht«, stieß er immer wieder »auf eine rätselhafte Lebenskraft«.
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  • Leserunde zu "Goldregen" von Daniel Carinsson

    Goldregen

    ars-vivendi-Verlag

    Ein Bild, viele Leichen und noch mehr Fragen. Als Musikmanager und Teilzeitagent Adam Wischnewski das Bild zahlreicher in einem Gewässer versenkter Toter entdeckt, über das sämtliche Medien berichten, vermutet er einen Hintergrund fernab der Vermutungen der Öffentlichkeit. Der Tatort kann für ihn nur in Ungarn liegen, die Opfer glaubt er als Angehörige der Roma izu identifizieren. In aller Eile organisiert er eine Gypsicombo als Tarnung, mit der er auf einem Kreuzfahrtschiff die Donau hinunterfährt, um in Ungarn Erkundungen einzuholen. Die politischen Veränderungen dort lassen auch Adam nicht unberührt, da die rechtskonservative Fidesz-Partei unter anderem mit Hilfe ihrer »Garde« gerade dabei ist,  immer mehr Macht an sich zu reißen. Adam gerät so tiefer und tiefer zwischen die Fronten von Nationalisten und Roma-Clans und versucht in einem verworrenen Spiel der Kulturen, Spionage und Gewalt, das Rätsel zu lösen. Dieser Gypsi-Krimi bietet neben seiner politischen Aktualität und Brisanz sowohl ein Reiseabenteuer, das den Leser durch die faszinierenden Landschaften entlang der Moldau und im Nordosten Ungarns führt, als auch einen Einblick in das Leben und die Traditionen der Roma sowie eine eindringliche Liebeserklärung an ihre Musik. Leseprobe/Hörprobe : Zu diesem Titel aus dem ars vivendi verlag startet ab sofort eine Leserunde und ihr könnt 15 Bücher gewinnen. Ich bin Simon, arbeite bei ars vivendi und werde diese Leserunde begleiten. Ebenfalls mit dabei ist der Autor Daniel Carnisson, dem ihr unter der Rubrik »Fragen an den Autor«  eure Fragen zum Roman stellen könnt. Er wird diese in regelmäßigen Abständen beantworten. Uns beim ars vivendi verlag würde es sehr freuen, wenn ihr eure abschließenden Rezensionen auch weiter auf anderen Plattformen streuen könntet. Auch bei dieser Leserunde gibt es wieder kostenlose Rezensionsexemplare zu gewinnen. Da die Anzahl limitiert ist, freuen wir uns auf zahlreiche Bewerbungen. Sollten mehr Bewerbungen eingehen, als Bücher vorhanden sind, werden in guter alter Manier die Exemplare  zwischen den Teilnehmern verlost. Wer kein Buch gewinnen sollte (oder es schon hat), ist natürlich auch herzlich eingeladen, sich an der Leserunde zu beteiligen. Um die Bewerbungsrunde für uns alle etwas interessanter zu gestalten, würde ich mich freuen, wenn Ihr mir folgende Fragen beantwortet: Was verbindet Ihr mit der Gypsi-Kultur? Wie beurteilt Ihr die aktuelle Lage in Ungarn und wie beurteilt Ihr die Situation von Minderheiten in Deutschland?  Ich freue mich schon sehr auf eine interessante, abwechslungsreiche Leserunderunde! Viele Grüße Euer Simon

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  • 'Du siehst aus der Weite einen Menschen näherkommen [...]'

    Die Hundeesser von Svinia

    sabatayn76

    04. August 2013 um 21:15

    'Du siehst aus der Weite einen Menschen näherkommen [...] und wenn er da ist, siehst du, es ist doch nur ein Zigeuner.' Inhalt und mein Eindruck: Karl-Markus Gauß hat eine Reportage über slowakische Slums geschrieben, allen voran die Vorhölle Svinia, wo 700 Roma leben, die sogar von anderen Roma ausgegrenzt und verachtet werden, da sie als Hundeesser gelten. Neben der Beschreibung der Zustände in den slowakischen Slums erzählt Gauß von der Geschichte der Roma von 1945 bis heute, von der Eingliederung in die tschechoslowakische Gesellschaft zu Zeiten des Sozialismus über reihenweise Sterilisierungen in den letzten Jahren vor Beendigung des Kalten Krieges bis zum EU-Beitritt der Slowakei und der Vertreibung der Roma aus ihren Häusern und ihrem bisherigen Leben. Mir hat 'Die Hundeesser von Svinia' sehr gut gefallen, obgleich ich recht bestürzt war über die geschilderten Zustände. Begriffe wie Ghetto, Apartheid, Slums und bitterste Armut assoziiert man für gewöhnlich nicht mit dem Europa des späten 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Der Autor berichtet aber genau von diesen Missständen, die man in einem EU-Land nicht vermutet und die das Weltbild des Lesers demnach ein wenig gerade rücken. Mein Resümee: Eine beeindruckende und spannende Reportage.

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  • Rezension zu "Die Hundeesser von Svinia" von Karl-Markus Gauß

    Die Hundeesser von Svinia

    Dolly

    21. February 2010 um 15:18

    Ein sehr detailierter Bericht über das Leben der Bewohner der Ostslowakei. Sehr gut geschrieben und tolle Handlung. Karl-Markus Gauß berichtet über das zurückgezogene Leben der Roma in einem der größten Zigeunerghetto der Slowakei. Wirklich interressant und lehrreich. Von mir 4 Sterne.

  • Rezension zu "Die Hundeesser von Svinia" von Karl-Markus Gauß

    Die Hundeesser von Svinia

    Beagle

    06. July 2009 um 07:44

    Eine hervorragend geschriebene Reportage über das Leben der Roma in der Slowakei nach dem Fall der Mauer. Man bekommt einen Einblick darauf, in welchen Zuständen Menschen noch heute leben, wie verwahrlost es in den Gettos zugeht, teilweise ohne Strom und fließendes Wasser, Müll türmt sich und Tiere verenden auf offener Straße - wobei Straße wohl übertrieben ist, zumeist ist es bloß eine schlammige Spur. Und doch scheinen die Roma glücklich damit zu sein, wie sie leben. Oder ist es alles nur Resignation? Dies erfährt man in dem Buch, das sich so spannend wie ein gut geschriebener Roman ließt. Es öffnet zugleich die Augen, dass wir uns nicht vor den Randgruppen der Zivilisation abwenden sollten sondern lernen müssen, mit ihnen zu leben. Es sind Menschen wie jeder andere auch mit Wünschen, Hoffnungen und Träumen. Das Klischee verlangt es von uns, Angst zu haben, "Zigeuner" könnten uns berauben oder sie könnten nicht mit Messer und Gabel essen (ja, dies kommt in dem Bericht vor!!!). Und obwohl sie meist eine geringe Schulbildung haben, so sind sie doch gewieft und keck in ihren Taten - und vor allem darin, zu überleben. In einer Welt der Apartheit und der Ausgrenzung, der Verfolgung und Meidung. Haben wir denn nichts aus den Schrecken des dritten Reiches gelernt?

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