Karl-Wilhelm Weeber Rom sei Dank!

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Inhaltsangabe zu „Rom sei Dank!“ von Karl-Wilhelm Weeber

Rom ist nicht Geschichte, sondern Gegenwart Karl-Wilhelm Weeber zeigt in seinem neuen Buch, dass römisches Denken und Handeln nicht nur unser Rechtsverständnis oder ästhetische Ideale in Kunst und Architektur geprägt haben, sondern noch heute unsere Mentalität im Alltag bestimmen - auch wenn wir nichts davon wissen. Julius Caesar ist, zumindest für viele der Älteren unter uns, ein Alptraum aus Gymnasialjahren. Karl-Wilhelm Weeber erzählt - in einer vitalen und niemals prätentiösen Sprache -, was uns verschwiegen wurde, vermutlich weil unsere Lateinlehrer selbst nicht die leiseste Ahnung von den persönlichen, den politischen, den militärischen, den kulturellen Erfahrungen hatten, die der Eroberung des Landes der schwierigen Gallier vorausgingen - der wichtigsten Expansion des Römischen Reiches, dessen Erben wir alle sind. Karl-Wilhelm Weeber, Freunden der Anderen Bibliothek schon durch seinen...

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  • Rezension zu "Rom sei Dank!" von Karl-Wilhelm Weeber

    Rom sei Dank!
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    16. February 2011 um 22:34

    Rom hat die Welt geprägt und prägt uns bis heute. Wie sehr, machen wir uns allerdings nur selten bewusst. Diese Lücke schließt Karl-Wilhelm Weeber auf erstklassige Weise. Große Teile unserer Sprache und unseres Denkens verdanken wir den Römern, und auch unsere Architektur, unser Straßenbau, unser Rechtsempfinden, unsere Hygienevorstellungen haben ihre Wurzeln im alten Rom. Besonders deutlich wird das im Kapitel „panem et circenses“. Die damaligen Gladiatorenkämpfe riefen beim Publikum ähnliche Reaktionen hervor wie heute die Fussballspiele, genau wie damals bei den Wagenrennen wartet auch das heutige Formel 1-Publikum auf spektakuläre Unfälle; die menschliche Schaulust ist die gleiche geblieben. Auch unser Kalender ist von den Römern eingeführt worden, wie auch die Fußbodenheizungen und das Fensterglas. Ebenso sind die in Bellum Gallicum beschriebenen Eigenschaften wie Effizienz, Schnelligkeit und Rationalität nach wie vor erwünscht, wenn auch nicht mehr in erster Linie bei Kriegsherren, dann doch bei Managern. Karl-Wilhelm Weeber schreibt schwungvoll und lehrreich, unterhaltsam und kompetent, bringt einen zum Staunen und macht damit dieses Buch zu einem reinen Lesevergnügen. Dazu trägt auch die äußerst edle und geschmackvolle Ausstattung dieser Ausgabe bei.

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  • Rezension zu "Rom sei Dank!" von Karl-Wilhelm Weeber

    Rom sei Dank!
    ChiefC

    ChiefC

    10. January 2011 um 14:11

    Ave Caesar, die Nachgeborenen grüßen Dich! „Rom sei Dank“ heißt das Buch von Karl-Wilhelm Weeber, das in der Anderen Bibliothek des Eichborn-Verlags erschienen ist, vielleicht wirklich die schönste Buchreihe der Welt. Das Imperium (Romanum) schlägt nicht zurück, aber es wirkt fort bis auf den heutigen Tag in ganz Europa und darüber hinaus. So verdanken auch wir Germanen den Römern viel mehr als Straße, Mörtel und Wein. Abgesehen von diesen praktischen Dingen, hat die lateinische Sprache selbst in der unseren ihre Spuren hinterlassen, gehen doch nicht nur eben zitierte Wörter auf sie zurück. Aber auch die römische Rechtsauffassung und Philosophie prägen unsere Gedankenwelt bis heute, wenn auch Letztere „nur“ auf den wohl geformten Schultern der griechischen stand. Doch dass sich diese in ganz Europa verbreitete, ist den Römern geschuldet. Allerdings: dass und wie das geschah, ist eben auch die Crux, die viele mit den Römern haben. Sie brachten den so genannten Barbaren die Segnungen der Mittelmeer-Hochkulturen eben nicht gerade als friedliche Missionare sondern als Eroberer bei. Trotz des euphorischen Titels, der anderes vermuten ließe, frönt Weeber nicht nur purer Lobhudelei, sondern beschreibt auch die Schattenseiten der Weltmacht. Da mag der Laie vielleicht spontan an die Christenverfolgungen denken. Aber so komisch das klingen mag: Im Grunde waren die Römer recht tolerant und sogar interessiert, wenn es um andere Religionen ging - solange sie nicht, wie die Christen mit ihrem Ausschließlichkeitsanspruch, mit der römischen Staatsideologie kollidierten. Die Lektüre macht jedoch auch deutlich, warum Rom letztlich unterging, nicht so sehr wegen der viel beschriebenen und karikierten Dekadenz, sondern weil man auf Dauer andere Völker nicht unterdrücken kann, egal, wie groß die Segnungen der beherrschenden Kultur für die unterworfenen auch sein mögen. Diese Lektion haben leider auch viele Möchtegernimperatoren, die nach den Römern kamen, nicht gelernt: Fremdherrschaften sind letztlich zum Scheitern verurteilt, auch wenn das, was danach kommt, nicht immer besser ist, nur weil die neue Macht die eigene Sprache spricht. Apropos Sprache: Das Studium des angeblich toten Lateins, das jedoch bis in die Neuzeit das war, was Englisch heute ist, wirkt sich bei seinen begabteren Adepten immer auch positiv auf die Beherrschung der Muttersprache aus. Bestes Beispiel ist Weeber selbst, der mit einem ebenso präzisen wie geschliffenen Stil brilliert. Cicero sei Dank! Fazit: Ein Buch nicht nur für Lateiner, sondern auch für jene, die leider nie die Gelegenheit hatten, diese Sprache zu lernen, die fast zwei Jahrtausende lang „lingua franca“ war. Nach der Lektüre von „Rom sei Dank“ werden sie dieses Versäumnis allerdings um so mehr bedauern.

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