Karl Alberti Japanische Märchen

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Inhaltsangabe zu „Japanische Märchen“ von Karl Alberti

Eine Sammlung der schönsten Märchen, Sagen und Fabeln Japans. (Quelle:'Flexibler Einband/01.10.2014')
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  • Rezension zu "Japanische Märchen" von Karl Alberti

    Japanische Märchen
    Raine

    Raine

    13. February 2013 um 11:43

    Eine schöne Sammlung japanischer Märchen. Leider unterwarf sie Alberti zu seiner Zeit einer ziemlichen Zensur (im Namen der moralischen Bildung der Jugend) und die Übersetzungen bzw. Erklärungen bedarfen unbedingt einer Überarbeitung. So sind es gerade Kleinigkeiten, die negativ auffallen, wie beispielsweise das "Juki" aus der Schneefrau-Geschichte, welches man eigentlich "Yuki" schreibt, u.s.w. Da es das ebook aber auf Amazon kostenlos gibt, lohnt sich auf alle Fälle ein Blick!

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  • Leserunde zu "Namiko und das Flüstern" von Andreas Séché

    Namiko und das Flüstern
    rumble-bee

    rumble-bee

    Hallo, liebe Leseratten! [Wichtige Bemerkung vorweg: BITTE !! die Bewerbung unter der richtigen Rubrik posten! Sonst wird am Ende bei der Verlosung noch jemand übersehen!! DANKE!!] Für alle Japan-Fans veranstaltet der Autor Andreas Séché eine Leserunde zu seinem Buch "Namiko und das Flüstern", welches im letzten Jahr erschienen ist. Der Verlag stellt 15 Exemplare für diejenigen zur Verfügung, die sich hier bis zum 31.1. (einschließlich) bewerben. Der Autor wird auch selber während der Leserunde für Fragen zur Verfügung stehen. Es wäre übrigens schön, wenn ihr eine Rezension verfassen würdet. Es ist ein Buch, das ohne große Knalleffekte auskommt, wie uns schon der Titel verrät. Denn nicht nur Namiko flüstert - nein, die ganze Natur. Alles spricht zu uns, und tritt mit uns in Kontakt - wenn wir nur aufmerksam sind. Insofern ist das Flüstern in diesem Buch auch ein Synonym für die Macht der leisen Töne, der leisen, aber eindringlichen Gefühle. Klingt poetisch? Ist es auch! Hier noch für euch zur Information der Klappentext: "Dass diese Reise sein Leben so grundlegend verändern würde, damit rechnet der deutsche Reporter nicht, als er nach Japan fliegt, um über Gartenkunst zu schreiben. Doch in den Gärten Kyotos begegnet er der Studentin Namiko, einer Frau, die es liebt, dort verborgene Geschichten aufzuspüren, die zum Lesen kein Buch braucht, die am Stadtrand ihren eigenen Traktor geparkt hat - und deren Flüstern den Worten eine ungeahnte Intensität und Ausdruckskraft verleiht. Im Innersten berührt, spürt er, dass diese Frau und die Gärten ihm noch viel mehr zu sagen haben, als er anfangs ahnte. Und während er im "Garten der Mondseufzer" den berückenden Klängen einer Flöte lauscht, steht er vor der vielleicht wichtigsten Entscheidung seines Lebens, bei der ihm die Antworten seines Kopfes nicht weiterhelfen ..." Wir wollen es euch Bewerbern aber nicht zu einfach machen. Als kleine Aufgabe erwarten wir von euch, dass ihr uns folgende Frage beantwortet: Was fasziniert euch so an Japan? Warum wollt gerade ihr an dieser Leserunde teilnehmen? Die Auslosung findet dann direkt am 1. Februar statt. Die Gewinner werde ich hier im Thread posten, und einzeln anschreiben. So, und nun bewerbt euch fleißig! Wir freuen uns auf 15 engagierte Teilnehmer! Und noch eine Bitte: achtet doch darauf, eure Bewerbung unter dem richtigen Oberthema zu posten, also unter "Bewerbung"! Sonst übersehe ich nachher bei der Auslosung noch jemanden!!

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  • Rezension zu "Japanische Märchen" von Karl Alberti

    Japanische Märchen
    sabisteb

    sabisteb

    24. August 2011 um 15:53

    1. Juki-onna: *** Die Schneefrau verschont einen jungen Holzfäller unter der Bedingung, dass er nie über ihre Begegnung sprechen darf. Jahre später verplappert er sich vor seiner Frau. Moral: Lieber Mann, halte die Klappe, was Deine Ex-Beziehungen angeht, deine aktuelle Ehefrau will davon definitiv nichts wissen. 2. Der weiße Fuchs: * Füchsin angelt sich ahnungslosen Bauern. Seine Verlobte muss danach deren Sohn großziehen. Moral: Männer sind dumm und können eine schöne Frau nicht von der anderen Unterscheiden. 3. Urashima Taro: *** Fischer rettet eine Schildkröte, die sich als Dienerin der Meereskönigin herausstellt. Sie lädt ihn ins Meeresreich ein. 7 Tage bleibt der Fischer und kehrt dann zurück. An Land sind derweil 700 Jahre vergangen und er nimmt sich das Leben, weil er ohne seine Familie das Leben als wertlos ansieht. Urishima Taro ist eine der beliebtesten Märchenfiguran Japans. Moral: Ohne Familie ist das Leben nichts wert. 4. Wenn man mit Kobolden tanzt: * Bauer mit Geschwulst tanzt mit Kobolden. Die nehmen ihm die Geschwulst. Ein anderer Bauer, ebenfalls mit Geschwulst, will seine auch los werden und geht zu den Kobolden, ist aber ein schlechter Tänzer. Moral: Das kommt davon, wenn man neideischen Sinnes das Gleiche Glück besitzen will, das andere genießen! 5. Neid bringt Leid ** Ein armer guter Nachbar, ein reicher böser Nachbar und ein Hund der Wunder bewirkt. Moral: Neid zahlt sich nicht aus 6. Der schlaue Polizist *** Ein listiger Polizist löst mit Witz und Intelligenz die vom Kaiser gestellte Aufgabe. 7. Der Abt des Klosters Yakhusi * Ein Mönch beging vor vielen Jahren Diebstahl an einem Maß Reiß und soll deswegen in die Hölle. 8. List geht über Gewalt *** Ein Holzfäller befreit einen Tiger, der ihn zum Dank fressen will. Moral: Mit List kommt man weiter als mit Gewalt + Erst Denken, dann Handeln 9. Die Kröte von Osaka und die von Kyoto *** Zwei Kröten auf Wanderschaft Moral: Oft wird ein falsches Urteil gefällt, weil man seine Augen nicht richtig nutzt und nicht weiß, wo man sie hat :-))) 10.Der Affe und der Sake *** Ein Jäger ködert und fängt einen Affen mit Sake. Moral: Wer am Sake richt, der trinkt ihn auch. Eine Fabel speziell für Männer, die sich regelmäßig betrinken. 11. Die Auster *** Auster klappt die Schale zu und landet auf dem Verkaufstisch. Moral: Nie sich in Sicherheit wiegen und nie vor einer Gefahr die Augen schließen. 12. Der Sperling mit abgeschnittener Zunge *** Ein guter Mann ist mit einer bösen Frau geschlagen, die eine Lektion erteilt bekommt. Ein Klassiker, wie man sie auch bei den deutschen Märchen findet. 13. Die geplagte Krabbe ** Ein fieser Affe will eine gutmütige Krabbe überlisten und piesaken. Diese rächt sich mit Hilfe anderer kleiner Freunde. Moral: Böse Taten finden immer ihren Lohn, und man darf auf kleine Rächer nicht gering achten. 14. Der kluge Hase ** Der Fischkönig hat einen Angelhaken verschluckt. Als Kur sollen Hasenaugen dienen. Der hase jedoch, will seine Augen lieber selber behalten und ersinnt eine List. 15. Maorigashima ** Die Bewohner Maorigashima sind dekadent und verlachen die Götter, bis diese sie Strafen und die Insel untergehen lassen. 16. Der Hase und der Dachs ** Der gemeine Dachs neidet Mensch und Hase ihre Freundschaft und mischt sich ein. Das Genze endet in einer Spirale der Gewalt mit 2 Toten. (Fragwürdige) Moral: Man straft sich selbst, wenn man mißgünstig die Freundschaft anderer stört 17. Schlauheit schützt nicht vor Täuschung *** Katze versucht ihren Dösenöffner zu überlisten. 18. Der bedächtige Reiher *** Nich zu lange überlegen, bevor man handelt, sonst bekommt man gar nichts ab. 19. Belohnte Kindesliebe ** Endeckungsmythos der Yoronotaki Quelle 20. Der bestrafte Tierquäler * Die Götter strafen einen Schirmmacher, der Kälber als Tiger verkleidet und vernachlässigt. 21. Rai-taro *** Zwei alte, arme, kinderlose Bauersleut bekommen vom Donnergott einen Sohn geschenkt, der über sie wacht. 22. Hotaru *** Jeder, der ein Johanniswürmchen freien will, muss ein Lichtlein mitbringen oder warum so viele Insekten in die Flammen der Menschen fliegen und dabei umkommen. 23. Horaisan ** Mythos wie die Orange nach Japan kam. Wasobiowo findet das Land der ewigen Jugend (Horaisan). Nach 700 Jahren wird es ihm aber langweilig und er flüchtet auf dem Rücken eines Kranichs zurück in die normale Welt Japans. 24. Die Wünsche des Steinhauers ** Ein Steinhauer ist nie zufrieden. Auf einen Wunsch folgen mehrere, bis er einsieht, dass in jedem Stande und in jedem Berufe etwas zu wünschen übrig bleibt. 1912 erschien diese Märchensammlung, die Karl Alberti aufgrund mündlicher Überlieferungen der deutschen Jugend widmete. Es handelt sich hierbei, wie bei vielen Grimm’schen Sammlungen, um eine für Kinder entschärfte und bearbeitete, also in gewisser Weise zensierte Sammlung, in der „manche Stellen verändert, fortgelassen oder durch andere ersetzt wurden, um das Ganze dem Verständnis der Jugend anzupassen, dies umso mehr, als die Originale oft eine derart freie Sprache führen, daß man sie, unserem deutschen Moralempfinden entsprechend, nicht jedermann in die Hand geben kann.“ Dementsprechend wählte der Autor meist moralisierende, gefällige Stücke, wo sich Eheleute in „reiner Liebe“ zugetan sind, oder die böse Gattin erzogen wird. Man liest Dinge wie „Juki war stets eine brave Frau“ und altertümliche Wendungen wie „Scheeweißer Fuchs weiblichen Geschlechts“ statt Füchsin und da straft „Gott im Himmel“ Kinder, die Tiere quälen. Viele Begriffe wurden mit Fußnoten versehen und erklären vor allem Namen und deren Herkunft. Jedoch werden auch Dinge erklärt, die heute zum Allgemeinwissen über Japan gehören, wie Sake und dass die Japaner (damals) meist beim Essen knieten. Fugu jedoch gilt als ungenießbar und wird nur als Düngemittel verwendet, was schlichtweg falsch ist. Ein schönes ebook mit vielen Bildern, aber nicht mehr zeitgemäß. Einige der Märchen und Fabeln sind wirklich wunderschön, andere eher platt und moralisierend. Wer sich wirklich für japanische Märchen interessiert, sollte zu modernen Übersetzungen greifen und nicht zu diesen entschärften Kinderversionen von 1912.

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