Karl Emil Franzos Der Pojaz

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Inhaltsangabe zu „Der Pojaz“ von Karl Emil Franzos

"Als Wiederentdeckung gilt der große, in der Tradition des deutschen Bildungsromans stehende Roman »Der Pojaz«, der mir seinem Nachwort von Jost Hermand jetzt in einer neuen Auflage wieder vorliegt. Die Anklänge an Wilhelm Meister sind unübersehbar: Wie für diesen wird für den Protagonisten Sener Glatteis, den galizischen Ghettojuden und »reinen Tor«, das Theater zum entscheidenden Erlebnis."

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  • Rezension zu "Der Pojaz" von Karl Emil Franzos

    Der Pojaz
    Ferrante

    Ferrante

    07. June 2009 um 07:43

    Den Vergleich mit dem "Wilhelm Meister" braucht dieser wiederentdeckte deutschsprachige Bildungsroman aus dem 19. Jahrhundert nicht zu scheuen - seit langem berührte mich ein Roman, diesmal ein Schnäopchen von Jokers, wieder so richtig, besonders am tragischen Ende. Der Jude Sender wächst inmitten eines kleines Dorfes auf, das von einer fundamentalistischen jüdischen Sekte geprägt ist. Um seinen Wunsch zu erfüllen und Schauspieler zu werden, müsste er Deutsch lernen, was in den Begriffen der Sekte bereits eine Sünde ist. Heimlich strebt er sein Ziel an, verwickelt sich in eine Liebesgeschichte und muss immer wieder mit seiner Adoptivmutter kämpfen, die der leiblichen Mutter noch am Totenbett versprochen hat, dass Sender kein Schausteller wird, wie es der Vater war. Mehrere tragische Verkettungen lassen ihn am Schluss, nachdem er sogar bei einer fahrenden Schauspielertruppe hinter die Kulissen blicken konnte und gar Unschönes entdeckte, jung sterben, bevor er sein Ziel erreicht hat. Ein aufwühlender Roman, dessen Plädoyer für Toleranz besonders in Religionsfragen heute noch genauso aktuell ist wie damals. Ein sehr interessantes Nachwort rundet das Taschenbuch ab.

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