Karl Gebauer

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Karl GebauerKinder brauchen Wurzeln
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Kinder brauchen Wurzeln
Kinder brauchen Wurzeln
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Erschienen am 06.05.2012
Karl GebauerGefühle erkennen, sich in andere einfühlen
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Gefühle erkennen, sich in andere einfühlen
Karl Gebauer"Ich hab sie ja nur leicht gewürgt"
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"Ich hab sie ja nur leicht gewürgt"
"Ich hab sie ja nur leicht gewürgt"
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Erschienen am 01.01.2000
Karl GebauerKinder brauchen Spielräume
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Kinder brauchen Spielräume
Kinder brauchen Spielräume
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Erschienen am 09.09.2003
Karl GebauerStress bei Lehrern
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Stress bei Lehrern
Karl GebauerKinder brauchen Vertrauen
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Kinder brauchen Vertrauen
Kinder brauchen Vertrauen
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Erschienen am 09.08.2004
Karl GebauerMobbing in der Schule
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Mobbing in der Schule
Mobbing in der Schule
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Erschienen am 12.10.2009
Karl GebauerKlug wird niemand von allein: Kinder fördern durch Liebe
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Klug wird niemand von allein: Kinder fördern durch Liebe

Neue Rezensionen zu Karl Gebauer

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Rezension zu "Gefühle erkennen, sich in andere einfühlen" von Karl Gebauer

Rezension zu "Gefühle erkennen, sich in andere einfühlen" von Karl Gebauer
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Es ist die mittlerweile kaum mehr bestrittene Erkenntnis der modernen Hirnforschung, dass die Qualität einer Beziehung den Aufbau der neuronale Schaltkreise prägt. Im Zusammenhang mit der Debatte um ADS und ADHS hat der Philosoph Christoph Türke eben in seinem Buch „Hyperaktiv! Kritik der Aufmerksamkeitsdefizitkultur“ (C.H. Beck 2012) gezeigt, wie der permanente Medienkonsum von Eltern sich auf die Kinder auswirkt:
„Statt dass lebendige Personen ihre Aufmerksamkeit für etwas teilen, teilt sich dann nämlich die Aufmerksamkeit zwischen lebendigen Personen und Bildmaschinen. Das Kind erlebt den Bildschirm zwar noch nicht als den Aufmerksamkeitsfänger, der er für die Großen ist; es kann mit dem Geflimmer und den Geräuschen dazu nicht viel anfangen. Aber es erlebt, wie der Bildschirm die Aufmerksamkeit seiner Bezugsperson absorbiert, wie die elterliche Zuwendung unter den Aufmerksamkeitsansprüchen, die diese Kulisse permanent erhebt, flach und unwirklich wird. Die Mutter (oder ihr Vertreter) mag viel beim Kind sein, es ansprechen und auf alles Mögliche hinweisen, aber wenn daneben etwas flimmert und dudelt, was das gemeinsame Aufmerken auf Dinge und das Verweilen bei ihnen ständig durchkreuzt, weil der Blick der Mutter zwischen Kind und Bildschirm hin- und herwandert, ihre Worte von der Geräuschkulisse überlagert werden, dann werden die ersten zarten Fäden der qualitativ neuen Gemeinschaft, die das Kind spinnt, ständig wieder gekappt.“

Auch die Bindungsforschung kennt dieses Phänomen. Klar ist jedenfalls, dass in den ersten Monaten und Jahren eines Kindes durch die Beziehung zu seinen Eltern oder anderen Erwachsenen seine Empathiefähigkeit gebildet wird. Kinder können so bereits in ihren ersten Lebensjahren einen achtsamen Umgang miteinander und mit ihren erwachsenen Mitmenschen lernen.

Karl Gebauer hat nun in diesem beeindruckenden und für Erzieherinnen wie Eltern gleichermaßen empfehlenswerten Buch nicht nur in verständlichen Texten diesen Zusammenhang erklärt, sondern er hat mit entsprechenden Bildern illustriert, was er meint.

Wenn in der Öffentlichkeit über diesen Zusammenhang genauso engagiert debattiert würde wie über die mangelnde Zahl von Krippenplätzen, wären wir schon ein wenig weiter. So aber habe ich manches Mal den Eindruck, als würde der Entwicklung der Empathiefähigkeit bei Kindern tendenziell immer weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Das wird für unsere Gesellschaft und ihren Zusammenhalt Folgen haben, die wir jetzt noch gar nicht absehen können. Denn Kinder, denen diese Aufmerksamkeit in den ersten Lebensjahren verweigert wurde, können dereinst selbst ihren eigenen Kindern diese kaum entgegenbringen.

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Rezension zu "Kinder brauchen Wurzeln" von Karl Gebauer

Rezension zu "Kinder brauchen Wurzeln" von Karl Gebauer
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Zahn Jahre nach seinem ersten Erscheinen liegt von diesem Sammelband über „Neue Perspektiven für eine gelingende Entwicklung“ mittlerweile die elfte Auflage vor.

„Kinder brauchen Wurzeln“ hat sich zu einem Klassiker der Entwicklungspsychologie gemausert, in dem Pädagogen, Hirnforscher, Mediziner und Psychotherapeuten ihre Erkenntnisse beschreiben zu einem Phänomen, das in dem Jahrzehnt seit der Erstauflage in unsere Gesellschaft noch dringlicher geworden ist.

In ihrem Vorwort schreiben die beiden Herausgeber:
„Ohne Sicherheit bietende Beziehungen entwickeln Kinder keine sicheren Bindungen, und ohne sichere Bindungen können sich Kinder nicht zu eigenständigen, sozial kompetenten und verantwortlichen Persönlichkeiten entwickeln. So ist ein Buch entstanden, das sich endlich einmal mit den Ursachen und nicht mit den Symptomen von Fehlentwicklungen der nachwachsenden Generation in unserer Gesellschaft beschäftigt.“

Obwohl sich einzelne Aufsätze auch mit ganz speziellen wissenschaftlichen Themen befassen, ist das Buch doch als Lektüre für interessierte Eltern geeignet, unbedingt aber für alle Erzieherinnen, Lehrer und Pädagogen und für alle, die beratend mit Kinder und den Systemen, in denen sie aufwachsen und sich entwickeln sollen, arbeiten.

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