Karl H Brisch Bindung und Trauma

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Bindung und Trauma“ von Karl H Brisch

Die Erkenntnisse der Bindungsforschung haben in jüngerer Zeit in psychoanalytische und psychotherapeutische Überlegungen Einzug gehalten. Dieses Buch führt nun erstmals die bisher weitgehend unabhängig voneinander operierenden Richtungen Bindungsforschung und Psychotraumatologie zusammen. Es wird dargestellt, wie Bindungsverhalten und -störungen mit traumatischen Trennungs- und Verlusterlebnissen zusammenhängen oder auch mit anderen traumatischen Ereignissen wie körperlicher und emotionaler Mißhandlung oder sexueller Gewalt. Die Bindungsforschung hat herausgearbeitet, wie solche ungelösten Traumata sich auf gestörtes Verhalten bei Kindern und auf Bindungsrepräsentationen bei Erwachsenen auswirken können. Parallel dazu hat sich die Psychotraumatologie bei ihren Untersuchungen eher darauf konzentriert zu erforschen, welche psychopathologischen Symptome durch ungelöste Traumatafolgen ausgelöst werden können. Bedeutsam sind auch neue Erkenntnisse darüber, wie Kinder ein akutes Trauma überstehen können und welche Schutzfaktoren zu ihrer psychischen Stabilisierung beitragen.

Stöbern in Sachbuch

Ohne Wenn und Abfall

Ein Ratgeber für eine bessere Zukunft!

Aria_Buecher

Die Herzlichkeit der Vernunft

Hatte manchmal Probleme alles zu verstehen, da die Sprache sehr gehoben ist. 3,5 Sterne

eulenmatz

Das Universum in deiner Hand

Ich konnte für mich leider nicht viel mitnehmen, wobei die Idee pädagogisch gut ist.

leucoryx

Die Genies der Lüfte

Vollste Entdecker und Leseempfehlung- ein toller informativer Einblick in die Vogelwelt und ihre unglaublichen Fähigkeiten.

Buchraettin

Brot

Dem Brot ein würdiges Denkmal gesetzt

Sporchie

Gegen Trump

Klare und verständliche Beschreibung der aktuellen amerikanischen Verhältnisse. Sehr unaufgeregt und gleichzeitig mit positiver Botschaft!

Jennifer081991

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Bindung und Trauma" von Karl H Brisch

    Bindung und Trauma

    WinfriedStanzick

    22. September 2011 um 10:18

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass mit wachsender Erkenntnis der Entwicklungspsychologie über die Bedeutung der Bindung im Leben eines Menschen, sie im tatsächlichen Leben nachlässt. Schon John Bowlby hatte in seinen Büchern nachgewiesen, dass das „attachment“ ( so der Titel eines schon 1969 erschienenen und erst 1982 ins Deutsche übersetzten Buches) zwischen der Mutter und dem Kleinkind für dessen weitere Entwicklung eine unendlich wichtige Bedeutung hat. Die Bücher, die Karl-Heinz Brisch in den letzten Jahren bei Klett-Cotta veröffentlicht hat über die unterschiedlichen, auch therapeutischen Aspekte der Bindungstheorie, haben nicht nur Therapeuten der unterschiedlichsten Richtungen weiter geholfen, die Bedeutung früher Bindungserfahrung von Kindern zu erkennen, sondern auch unzähligen Eltern und Erziehern. "Die Bindungstheorie", hatte Bowlby einst geschrieben, "begreift das Streben nach engen emotionalen Beziehungen als spezifisch menschliches, schon beim Neugeborenen angelegtes, bis ins hohe Alter vorhandenes Grundelement ... Trotz der großen Bedeutung des Nahrungs- und Sexualtriebs ist die Bindung, ihrer lebenswichtigen Schutzfunktion wegen, als solche eigenständig." Eva Rass führt das in ihrem eben bei Klett-Cotta erschienenen Buch „Bindung und Sicherheit im Lebenslauf“ noch weiter: „Es kann heute als gesichert gelten, dass sich die Lebenseinstellung und die damit einhergehenden Lebensstimmung im höheren Erwachsenenalter nicht von ungefähr einstellt, sondern ganz wesentlich vom vorherigen Lebensverlauf bestimmt wird. Diese vorangegangene Entwicklung verläuft in aufeinanderfolgenden Phasen und Stufen, und die Bewältigung des jeweiligen Abschnitts ist mit dem Kontinuum des davor Gelebten verbunden.“ Die in diesem Buch nun schon in der dritten Auflage vorliegenden Aufsätze belegen, wie stark die Erkenntnisse der Bindungsforschung in den letzten 10 Jahren etwa schon Einzug gehalten haben in die Psychoanalyse und die Psychotherapie und führen die bisher weitgehend unabhängig voneinander forschenden Bereiche der Bindungstheorie und der Psychotraumatologie erstmals weiter zusammen. In verschiedenen Aufsätzen geht es um den Zusammenhang zwischen Bindungsverhalten und Bindungsstörungen mit traumatischen Trennungs- und Verlusterlebnissen. Es ist eine der wichtigen Erkenntnisse der Bindungsforschung, wie sich solche ungelösten Traumata auswirken können auf gestörtes Verhalten bei Kindern und auf Bindungsrepräsentation bei Erwachsenen. Die allerwichtigste Erkenntnis überrascht nicht wirklich: eine sichere Bindungserfahrung in der Kindheit ist ein ganz wichtiger Schutz gegen das Aufkommen psychopathologischer Symptome nach einem traumatischen Erlebnis.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks