Karl H Brisch Bindung und frühe Störungen der Entwicklung

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Inhaltsangabe zu „Bindung und frühe Störungen der Entwicklung“ von Karl H Brisch

Zu diesen frühen Störungen der Entwicklung gehören etwa Störungen aus dem autistischen Spektrum, frühe Ängste, depressive Symptome und kognitive Entwicklungsschwierigkeiten mit Störungen des Gedächtnisses. Ebenso finden sich eine verminderte Stresstoleranz, Störungen der Aufmerksamkeit und der Motorik (ADHS) sowie der Immunregulation. Hier erfahren Sie, wie frühe Störungen entstehen und welche Möglichkeiten der Prävention und der Psychotherapie bestehen. Zielgruppe: - Kinderärzte - Kinderpsychiater - Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten - Kinderpsychologen - Psychotherapeuten, die sich mit der Diagnostik und Frühbehandlung von psychosozialen und emotionalen Störungen beschäftigen - Alle, die das Kind und die Eltern betreuen, wie etwa Hebammen, Krankenschwestern, Psychiater, Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Eltern (Quelle:'Fester Einband/11.11.2010')

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  • Rezension zu "Bindung und frühe Störungen der Entwicklung" von Karl H Brisch

    Bindung und frühe Störungen der Entwicklung
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    26. January 2012 um 10:16

    Karl Heinz Brisch ist einer der ausgewiesensten Kenner der Bindungs-Theorie, die er in den letzten Jahren durch verschiedene Veröffentlichungen zusammen mit anderen weiter entwickelt hat. Im Klett-Cotta Verlag sind bisher von ihm erschienen: * Bindungsstörungen * Kinder ohne Bindung * Die Anfänge der Eltern-Kind-Bindung * Der Säugling - Bindung, Neurobiologie und Gene * Wege zu sicheren Bindungen in Familie und Gesellschaft * Bindung, Angst und Aggression Alle seine Bücher handeln von der wichtigen und grundlegend prägenden Zeit der Schwangerschaft und der ersten Lebensjahre, wo sich an der Qualität der Bindung zwischen Mutter und Fötus, später dem Baby, entscheidet, wie das Kind reifen und seine neurobiologische sich entwickeln wird. Der vorliegende Sammelband "Bindung und frühe Störungen der Entwicklung“ versammelt Aufsätze zu dem in unsere Gesellschaft immer wichtiger werdenden Themen der frühen Entwicklungsstörungen von Kindern. Die Bindungsforschung geht von der Annahme aus, dass Störungen im Bindungsverhalten oft sehr früh im Laufe der kindlichen Entwicklung entstehen und zu schwerwiegenden emotionalen und sozialen Störungen sich weiter entwickeln können. Die Autoren des vorliegenden Sammelbandes gehen in unterschiedlichen Ansätzen immer wieder der Frage nach, wie in der Therapie, der Beratung, aber vor allen in der Prävention mit diesem Phänomen umgegangen werden kann. Immer wieder wird auch deutlich, dass schon die Schwangerschaft und die Umstände der Geburt, also die pränatalen und perinatalen Erfahrungen von Kindern prägend sind für ihre weitere Entwicklung, haben schon die Forschungen von Stanislaf Grof und anderen vor einigen Jahrzehnten gezeigt. In der gegenwärtigen Diskussion um die Lebensumstände unserer Kinder wird, so notwendig und begrüßenswert sie auch ist, viel zu spät angesetzt. Man ist mittlerweile im Kindergarten angelangt, einer Phase der Entwicklung der Kinder, wo im Aspekt auf die Eltern-Kind-Bindung vieles schon irreversibel falsch gelaufen sein kann und nach meiner Beobachtung nicht selten auch ist. Dass man die Geburt von Kindern unterstützt, dass man Erwachsene durch entsprechende auch finanzielle Unterstützungen wie Elterngeld und Elternzeiten ermutigt zur Elternschaft ist begrüßenswert. Doch ist es auch in jedem Fall sinnvoll ? Müsste es nicht viel mehr Informationen für die allgemeine Öffentlichkeit geben über das, was da in einer Schwangerschaft abläuft und was wichtig ist für das weitere Leben von Eltern und Kind ? Müsste es nicht so etwas geben wie eine emotionale Lernschule und pränatale psychologische Angebote für werdende Eltern? Doch wenn man sieht, wie schwierig es schon ist, die Eltern und die Kinder im Kindergarten und in der Grundschule wirklich zu erreichen in ihrem Verhalten, in ihrer Erziehung, in ihren Bindungsmustern, dann muss man fürchten, dass es sehr lange dauern wird, bis die hier vorliegenden Forschungsergebnisse in den Erziehungsalltag in Familie und den anderen Sozialisationsinstanzen ankommen. Unser Sohn David ist in diesem Sommer eingeschult worden und es ist erschreckend, wie viele von den Kindern in seiner Klasse von ihren sozialen Kompetenzen her noch gar nicht schulreif sind und es wohl auch noch lange nicht werden Eine gelungene Eltern-Kind-Bindung wird das Kind sein Leben lang positiv begleiten und ihm Lebens- Möglichkeiten verschaffen, die es ohne diesen Bindungsschatz nicht hätte und sich wahrscheinlich aus eigener Kraft auch nicht selbst schaffen kann. Das ist der Ansatz der von Karl Heinz Brisch vorangebrachten Bindungstheorie. Hat man sie einmal begriffen und in seinem Leben mit Kindern versucht umzusetzen, ist man entsetzt über die wachsende Bindungslosigkeit immer größer werdender Teile der Gesellschaft. Und das sind eben nicht nur die sogenannten "bildungsfernen Schichten" und Migrantenfamilien, die in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte gerne genannt werden, sondern diese Bindungslosigkeit geht bis weit in die Mitte unserer Gesellschaft hinein, dorthin, wo die eigentlich tragenden Pfeiler des Gemeinwesens immer wieder ausgemacht und hervorgehoben werden. Ich empfehle dieses Buch nicht nur allen Erzieherinnen und Pädagogen, allen in der Beratung von Eltern und Kindern Tätigen, sondern auch allen Lehrern, Sozialarbeitern, Streetworkern u.a.

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