Karl H. Schlesier Aurora Crossing

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Inhaltsangabe zu „Aurora Crossing“ von Karl H. Schlesier

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  • Rezension zu "Aurora Crossing: A Novel of the Nez Perces" von Karl H. Schlesier

    Aurora Crossing
    Thunderdreamer

    Thunderdreamer

    14. December 2012 um 18:07

    Dies ist die Geschichte des letzten Kampfes der Nez Percé, eines Indianerstammes, der eigentlich niemals einen Krieg mit den Weißen geführt hatte...solange nicht, bis man diesen Menschen keine Wahl ließ. Schon früh hatte ein Teil dieses Volkes Verträge geschlossen, ein Reservat akzeptiert. Ein anderer Teil lebte noch in der alten Weise, außerhalb der von den Weißen festgelegten Reservatsgrenzen, aber auch sie blieben friedlich, suchten keine Auseinandersetzung. Auch als ihnen im Jahr 1877 durch die Generäle der US-Armee mitgeteilt wurde, dass sich bis zu einem bestimmten Termin alle Nez Percé auf dem Gebiet des Reservate ansiedeln sollten, gaben die Anführer zunächst nach, wollten einen bewaffneten Konflikt vermeiden. Wahrscheinlich wäre es auch nie dazu gekommen, hätten nicht einige der jungen Männer bei einem Überfall, Weiße getötet...in der Folge dieses Zwischenfalls kam es zu den Ereignissen, die Karl H. Schlesier in diesem Buch schildert. Es handelt sich um einem Roman, einige der darin erscheinenden Personen sind fiktiv, aber die Handlung und der Verlauf der Flucht des Stammes der Nez Percé, wurden mit großer Genauigkeit recherchiert, Schilderungen der Gebräuche dieses Volkes immer wieder geschickt in die Handlung eingewoben. Die Hauptperson dieser Geschichte ist der achtzehnjährige Seton, ein Halbblut, dessen Mutter eine Nez Percé war, der Vater, der die Familie vor Jahren verlassen hat, ein Weißer. So kennt der junge Mann beide Seiten...die Welt der Weißen, in der er einige Zeit gelebt hat und die des Volkes seiner Mutter, bei dem er zu Beginn der Erzählung lebt, und dem er sich zugehörig fühlt. Dem Autor ist es gelungen, das Leben und Denken der Nez Percé, aber auch das ihrer weißen Gegner, sehr gut darzustellen. Man beginnt schnell zu verstehen, welche Beweggründe die Indianer dazu veranlassten, mit ihrer gesamten Habe, ihren Familien und vielen tausenden von Pferden eine aberwitzige Flucht von nahezu 2900 Kilometern zu wagen, immer dicht gefolgt von Truppen der US-Armee, denen sie im Verlauf dieser Zeit mehr als einmal eine empfindliche Niederlage beibrachten. Und das, obwohl sie den Weißen zahlenmäßig unterlegen waren. Besonders tragisch ist es am Ende, dass diese Flucht in die Freiheit, nach Kanada, nur wenige Kilometer südlich der Grenze endet...die Nez Percé müssen aufgeben und werden später als Kriegsgefangene in Reservationen gesperrt. Ihre alte Heimat haben sie für immer verloren.

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