Karl H. Sodek

 4,1 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor*in von Untergang der Welten.

Lebenslauf

Karl H. Sodek lebt und schreibt in Kärnten. Er ist promovierter Physiker, dessen Hauptinteressen das winzig Kleine und das fast unendlich Große sind: die Welt der Elementarteilchen und die Entwicklung des Universums. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Wien war er an mehreren Publikationen im Bereich der Supersymmetrie beteiligt. Inzwischen liegt sein Lebensmittelpunkt in Kärnten, wo er an einer Schule unterrichtet und versucht, mit manchmal mehr und öfter auch weniger Erfolg, den Kindern und Jugendlichen etwas über die Natur und ihre Gesetze beizubringen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Karl H. Sodek

Cover des Buches Untergang der Welten (ISBN: 9783991817024)

Untergang der Welten

(34)
Erschienen am 27.08.2025

Neue Rezensionen zu Karl H. Sodek

Cover des Buches Untergang der Welten (ISBN: 9783991817024)
AnjaRies avatar

Rezension zu "Untergang der Welten" von Karl H. Sodek

AnjaRie
Eine ungewöhnliche Reise durch fremde Welten

Mit Untergang der Welten - Ende eines Zeitalters legt Karl H. Sodek einen ungewöhnlichen Genre-Mix vor, der sich nicht ganz in die klassische Schublade von Fantasy oder Science-Fiction einordnen lässt - und genau darin liegt seine Stärke.

Die Geschichte führt auf den Planeten Valderan, eine hochentwickelte Zivilisation, die im Einklang mit ihren Ressourcen lebt. Im Zentrum stehen Galduran und seine beiden Schüler Kalgira und Brandan, deren Wege sich nach ihrer Ausbildung zunächst trennen, bevor sie angesichts wachsender Konflikte und einer übergeordneten Bedrohung wieder aufeinandertreffen. Erzählt wird dabei weitgehend linear, mit wechselnden Perspektiven zwischen den beiden Hauptfiguren, ergänzt durch gelegentliche Ausflüge in weitere Handlungsstränge.

Was sofort auffällt: Die Figuren sind klar gezeichnet und erfüllen teilweise bekannte Rollenbilder. An einigen Stellen wirken sie etwas stereotyp, insgesamt aber dennoch sympathisch und zugänglich genug, um emotional mitzunehmen. Die eigentliche Stärke des Romans liegt weniger in tiefenpsychologischer Figurenarbeit, sondern vielmehr im Worldbuilding und der Handlung.

Die Welt von Valderan selbst ist spannend angelegt. Obwohl sie in einem fremden Universum verortet ist, erinnert vieles überraschend stark an irdische Strukturen - teilweise sogar mit einem Hauch von Mittelalter. Diese Mischung aus vertrauten Elementen und fremdartiger Kulisse funktioniert gut und schafft eine eigene Atmosphäre, die weder rein futuristisch noch klassisch fantastisch ist.

Besonders prägend ist der Hintergrund des Autors als Physiker. Das merkt man deutlich - sowohl in den detaillierten Beschreibungen als auch im Sprachstil. Manche Passagen sind anspruchsvoller formuliert und setzen ein gewisses Interesse an physikalischen und astronomischen Konzepten voraus. Das macht das Buch nicht unbedingt zu einem „leichteren“ Leseerlebnis: Man braucht Konzentration und gelegentlich die Bereitschaft, im Glossar nachzuschlagen. Aber genau das hebt den Roman auch positiv von vielen Genrevertretern ab.

Die Handlung selbst bleibt angenehm unvorhersehbar. Sie folgt keinem starren Schema, sondern entwickelt sich mit eigenen Wendungen und Dynamiken, was die Spannung konstant hält.

Fazit:

Ein gutes, stellenweise forderndes Buch, das durch seine ungewöhnliche Mischung aus Fantasy, Dystopie und wissenschaftlichem Anspruch überzeugt. Wer Lust auf fremde Welten, komplexere Hintergründe und eine Geschichte abseits der üblichen Klischees hat, wird hier definitiv fündig.

Cover des Buches Untergang der Welten (ISBN: 9783991817024)
Herbstroses avatar

Rezension zu "Untergang der Welten" von Karl H. Sodek

Herbstrose
Valderan, ein Planet am anderen Ende des Universums

Valderan, ein Planet am anderen Ende des Universums, ist der Erde sehr ähnlich, wird jedoch von zwei Sonnen beschienen. Auch seine Bewohner, die Wesen, kämpfen mit ähnlichen Problemen wie die Menschen. Nach vorhergegangenen Kriegen zwischen dem Süden und dem Norden müssen sie jetzt sorgfältig mit den noch verbliebenen Ressourcen umgehen. Am Tag der Großen Vereinigung der beiden Sonnen Alderan und Aldera feiern Kalgira und Brandan mit ihrem Lehrmeister Galduran das Ende ihrer Ausbildung. Dann trennen sich ihre Wege, Kalgira widmet sich der Erforschung der Sterne, während Brandan auf dem Meer unbekannte Gebiete erforscht. Als plötzlich der Frieden in Gefahr ist, ein weiterer Krieg droht und zudem aus dem All ein unbekanntes Objekt auf Valderan zurast, treffen sie sich wieder … 

Karl H. Sodek, Autor der geplanten Romanreihe „Untergang der Welten“, ist Physiker, der wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Wien war und nun an einer Schule in Kärnten unterrichtet, wo er auch lebt und Sci-Fi-Romane über das Universum schreibt. 

Da ich einst begeisterte Leserin der Star Trek-Reihe mit Captain Picard war, hatte ich anhand der Inhaltsbeschreibung auch an dieses Buch große Erwartungen – leider wurde ich enttäuscht. Gleich zu Anfang wird man von einer Fülle ähnlich klingenden Namen, Orten und Bezeichnungen für Sonnen überhäuft und unzählige Wesen bevölkern das Geschehen - statt Spannung machte sich bei mir Unmut und Langeweile breit. Der Schreibstil des Autors ist zwar gut und flüssig lesbar, dennoch stören einige unnötig in die Länge gezogene Ereignisse und etliche Wiederholungen der Handlung den Lesefluss. Mit den beiden Protagonisten Kalgira und Brandan konnte ich nicht mitfühlen, sie blieben für mich blass und ihre Aktionen meist unbedacht und nicht nachvollziehbar. Der Clou des Ganzen ist der Schluss, der, nachdem endlich Spannung aufgekommen ist, im Hinblick auf den nächsten Band abrupt abbricht. Ein Lichtblick ist das Glossar am Ende des Buches, das für die mit der Materie nicht vertrauten Leser zahlreiche wissenschaftlicher Erklärungen bietet. 

Fazit: Dieser erste Band der Romanreihe wird seine Leser finden, meinen Erwartungen entsprach er nicht.

Cover des Buches Untergang der Welten (ISBN: 9783991817024)
MartinAs avatar

Rezension zu "Untergang der Welten" von Karl H. Sodek

MartinA
Gutes Worldbuilding, aber sonst ...

Sodek schafft mit UNTERGANG DER WELTEN eine reich ausgestaltete Sci-Fi-Welt, die nicht nur durch ihre physikalischen und gesellschaftlichen Details beeindruckt, sondern auch durch die Komplexität der Kultur und der politischen Strukturen auf Valderan.  Die Darstellung der Welt ist durchaus glaubwürdig, teilweise mit Anleihen, die an bekannte Sci-Fi-Klassiker erinnern, aber dennoch originell sind.

Sodek gelingt es, wissenschaftliche Prinzipien organisch in die Handlung einzubetten. Technische und physikalische Aspekte werden nicht einfach nur zur Schau gestellt, sondern sorgen dafür, dass die Welt logisch und konsistent wirkt, kurz gesagt, was das Worldbuilding anbelangt so hat der Autor gute Arbeit geleistet. Der große Schwachpunkt in meinen Augen ist die Handlung, bzw. die Verbindung mit dem Worldbuilding. Gerade am Anfang muss viel erklärt werden, was allerdings nicht in die Handlung eingebaut wird sondern fast schon wie eine Vorlesung wirkt. Das hätte besser ins Glossar gepasst. Durch diese Erklärung wird das Lesevergnügen geschmälert und die Handlung wirkt zäh und baut kaum Spannung auf. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte Fahrt auf, allerdings vermisse ich im Großen und Ganzen den wirklich bedrohlichen Konflikt,

Wirklich überzeugt hat mich das Buch nicht, die Welt ist interessant und bietet viel Bekanntes (aber gerade in der Gesellschaftsstruktur einige interessante Aspekte, die zum Nachdenken anregen und schon fast philosophisch wirken), was die Glaubwürdigkeit unterstreicht, aber wo das Worldbuilding überzeugen kann, da versagt die Handlung. Die Charaktere sind etwas oberflächlich in ihrer Darstellung und lassen dadurch auch all die Intrigen und Verschwörungen weniger wirken als sie es könnten. Nun, wer sich am Herr der Ringe erfreuen kann wird vielleicht sogar diesem SF-Epos etwas abgewinnen können. Und es sieht so aus, als wäre das nur der Anfang. Nur, wie heißt es so schön: Für mich ist die Reise beendet.

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