Karl Heinrich Waggerl , Karl Heinrich Waggerl Liebe Dinge

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Inhaltsangabe zu „Liebe Dinge“ von Karl Heinrich Waggerl

Zwölf Geschichten aus dem Alltag, umrahmt von zarten Aquarellen des Autors. Reich an humorvollen Aphorismen und Lebensweisheiten.

Ein Tisch, ein Stein, ein Bett, ein Talisman – zwölf Dinge sind es, die Karl Heinrich Waggerl hier aufzählt und zu den seinen erklärt. Sei es, daß er sie selbst erworben, geerbt, gesucht oder gefunden hat. Jedes hat seine Geschichte, zu jedem weiß er eine Anekdote zu erzählen. Selbst ein Hausgespenst wähnt der Autor sein eigen – oder ist es doch eher ein Hirngespinst?
Karl Heinrich Waggerls berühmte Miniaturen zeugen von einer tiefen Liebe zur stillen Schönheit des Unscheinbaren und sind reich an weiser Ironie und köstlichem Humor.

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  • Rezension zu "Liebe Dinge" von Karl Heinrich Waggerl

    Liebe Dinge

    Alexander_Bally

    15. October 2011 um 19:07

    Es ist ein besinnliches, ruhiges Buch. Es geht um die unscheinbaren, ganz alltäglichen Dinge, die einem an Herz wachsen können und nicht so einfach zu ersetzen sind, auch wenn sie keinen großen materiellen Wert haben. Meist sind es alte Dinge. Dinge voller Vergangenheit und Spuren langen Gebrauchs. Dinge, die dem Autor ein Fenster in die eigene Vergangenheit eröffnen. So ist es auch immer wieder ein Stück Lebenserinnerung und ruhige, unaufgeregte Rückschau auf ein einfaches Leben, das aber reich ist an Erinnenswertem. Die literarische Form bezeichnet Waggerl als Miniaturen und es ist ein gut gewählter Begriff. Es sind Kabinettstückchen der Sprachkunst, anzusiedeln zwischen Erzählung und den Essays von Montaigne. Es sind Betrachtungen über das Wesen der Dinge und des Lebens – auch des eigenen. Ihr Ton ist stets ruhig, fast betulich, die Sprache wirkt einfach und schlicht, ein Eindruck, der jedoch spätestens beim Vorlesen revidiert werden muss. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die Sätze oft als überraschend lange und dennoch flüssig zu lesende Zeilenfresser, voller kleiner, aber feiner Wendungen und vollendeter Wortwahl, aus der immer wieder wahre Poesie aufblitzt. So verbirgt sich unter im schlichten Sprachkleid eine sehr ausgefeilte und feine Wortkunst. Karl Heinz Waggerl auf alpenländischen Humoristen zu verbuchen, ist eine einseitig verkürzte Wahrnehmung. Ja ... das Buch ist auch durchdrungen von feinem, beinahe augenzwinkerndem Humor. Doch der Witz entsteht nicht aus inszenierten Pointen. Es ist immer der stille, unaufdringliche Witz, der plötzlich mit einem unerwarteten Wort dem Leser neue und unverhoffte Perspektiven eröffnet, der das Buch durchdringt und prägt. Als Leser habe ich das Buch genossen. Als Autor werde ich vor diesem Bändchen immer wieder demütig und ein wenig neidisch. Ein feines Büchlein.

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