Karl Heinz Siber

Lebenslauf von Karl Heinz Siber

Karl Heinz Siber begann nach dem Studium der Neueren Geschichte 1978 mit dem Übersetzen vorwiegend historischer Werke aus dem Englischen. In den 1980er-Jahren schrieb er nebenbei Glossen und Artikel für die von H.M. Enzensberger herausgegebene Monatszeitschrift TransAtlantik und Buchbesprechungen für die Süddeutsche Zeitung.Er übersetzt u.a. Sachbücher von Neil Gregor, Charles King, George Dyson, Mark Jones.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Galileo Galilei (ISBN: 9783423282505)

Galileo Galilei

Erscheint am 19.10.2022 als Gebundenes Buch bei dtv Verlagsgesellschaft.
Cover des Buches Sie nannten es Arbeit (ISBN: 9783406793035)

Sie nannten es Arbeit

Neu erschienen am 14.07.2022 als Taschenbuch bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Karl Heinz Siber

Cover des Buches Die Israelis (ISBN: 9783406573842)

Die Israelis

 (6)
Erschienen am 15.09.2008
Cover des Buches Am Anfang war Gewalt (ISBN: 9783549074879)

Am Anfang war Gewalt

 (5)
Erschienen am 12.05.2017
Cover des Buches Seneca und der Tyrann (ISBN: 9783406718762)

Seneca und der Tyrann

 (4)
Erschienen am 15.02.2018
Cover des Buches Der Geist auf dem Thron (ISBN: 9783406688034)

Der Geist auf dem Thron

 (4)
Erschienen am 29.08.2016
Cover des Buches Sturmabteilung (ISBN: 9783827500519)

Sturmabteilung

 (3)
Erschienen am 15.04.2019
Cover des Buches Die Macht der Familie (ISBN: 9783570550533)

Die Macht der Familie

 (3)
Erschienen am 14.04.2008
Cover des Buches Einwanderung abgelehnt (ISBN: 9783453645073)

Einwanderung abgelehnt

 (2)
Erschienen am 06.03.2006
Cover des Buches Eleonore von Aquitanien (ISBN: 9783406631993)

Eleonore von Aquitanien

 (2)
Erschienen am 01.06.2016

Neue Rezensionen zu Karl Heinz Siber

Cover des Buches Der Geist auf dem Thron (ISBN: 9783406688034)dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Der Geist auf dem Thron" von James Romm

"Auf den Stärksten“
dunkelbuchvor 6 Monaten

Als 323 v.Chr. Alexander der Große völlig überraschend im Alter von kaum 33 Jahren in Babylon stirbt, ist sein ganzes Geschlecht – das makedonische Königshaus der Argeaden - dem Tode geweiht. Was sich in den folgenden 25 Jahren an Intrigen und Gewalt, Mord und Krieg abspielt, kann mit jedem Königsdrama Shakespeares mithalten. James Romm beschreibt meisterhaft die dramatischen Ereignisse im Kampf um das Erbe Alexanders. In einer gespenstischen Sterbeszene nimmt Alexander Abschied von seinen engsten Gefährten, die ihm von Jugend auf vertraut waren und mit ihm buchstäblich die Welt erobert hatten. Die Frage, auf wen sein Reich übergehen solle, soll er mit den Worten beantwortet haben: "Auf den Stärksten“. Wer aber der Stärkste ist, muss blutig ausgekämpft werden. Als Resultat dieses Ringens versinkt das riesige Herrschaftsgebilde, das sich über drei Kontinente ausdehnt, in einer nicht enden wollenden Folge von Kriegen. Dabei werden die Familienangehörigen des Toten zu Faustpfändern in den Händen der Diadochen, der ehemaligen Generäle Alexanders, von denen jeder versucht, die gesamte Macht auf sich zu vereinen. In seiner mitreißenden Schilderung der stürmischen Ereignisse und der ebenso leidenschaftlichen wie gewissenlosen Akteure ist dem Autor ein wahres Epos über den Untergang eines Weltreichs gelungen.

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Cover des Buches Der Geist auf dem Thron (ISBN: 9783406688034)

Rezension zu "Der Geist auf dem Thron" von James Romm

Jeder gegen jeden
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

James Romm erzählt in seinem Buch "Der Geist auf dem Thron" die Geschichte des rapiden Zerfalls des Alexanderreiches zwischen 323 und 310. Als Alexander 323 stirbt, hat er es (absichtlich?) versäumt, einen Nachfolger zu bestimmen, sodass im Grunde unmittelbar nach seinem Tod ein erbitterter Machtkampf unter seinen Feldherren entbrennt, der zahlreich Bruderkriege mit wechselnden Koalitionen zur Folge hat.

Zum Spielball werden dabei die Angehörigen Alexanders, seine schwangere Frau Roxane, die ihm später einen gleichnamigen Sohn schenkt, sein schwachsinniger Bruder und dessen Frau sowie andere Geschwister. Der Feldherr, der diesen Personenkreis kontrolliert, hat die vermeintlich beste Legitimation für seine Herrschaft, doch oft ist diese trügerisch, denn die jeweiligen Gegner berufen sich ebenfalls auf die Legalität der Argeadendynastie, für die sie vorgeben zu kämpfen. Zahlreiche Schlachten kosten einzelnen ehemaligen Gefolgsleuten Alexanders das Leben (wobei alte Freundschaften keine Rolle mehr spielen), ganz zu schweigen von zehntausenden Soldaten, die einst gemeinsam zum Alexanderzug aufgebrochen sind und sich nun auf verschiedenen Seiten wiederfinden. Als die Alibiherrscher ihre Pflicht erfüllt haben, sprich, als sich ihre Vormünder in ihrer jeweiligen Machtposition etabliert haben, werden sie stillschweigend beseitigt, als letzte der junge Alexander und seine Mutter Roxane im Jahr 310. Damit endet Romms Studie, doch die Diadochenkriege gehen noch weiter.

James Romms Werk ist detail- und Kenntnisreich geschrieben, das einzige, was bisweilen stört, sind anachronistische Modernismen, etwa wenn er von "Hooligans" spricht, wenn er die verführte Menge der athenischen Wähler aus den unteren Schichten meint, die sich zu einem letztlich erfolglosen Aufstand gegen die Makedonenherrschaft aufstacheln lassen.


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Cover des Buches Am Anfang war Gewalt (ISBN: 9783549074879)

Rezension zu "Am Anfang war Gewalt" von Mark Jones

Wirklich "Ein neuer Blick auf die Revolution von 1918/19"?
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Mark Jones beschreibt in seiner Studie "Am Anfang war Gewalt. Die deutsche Revolution 1918/19 und der Beginn der Weimarer Republik" die Gewaltexzesse der Freikorpstruppen, die im Auftrag der neuen Reichsregierung gegen die Spartakisten eingesetzt wurden, wobei vor allem die Ereignisse in Kiel, Berlin und München in den Fokus gerückt werden. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei, zu schildern, wie sich aus einer Spirale von tatsächlichen Gräueltaten der Spartakisten, Gerüchten und Autosuggestion die besondere Gewalt entwickelt hat, die nahezu alle Linken zu Freiwild für die Regierungstruppen gemacht hat, was nun wiederum deren Gräueltaten hervorrief, für die es weiß Gott genug Beispiele gibt. Das alles ist Jones auch weitgehend gelungen, wenngleich er sich meiner Ansicht nach bisweilen auf etwas dünnes Eis begibt, wenn er Gewalttaten der Linken als nicht beweisbare Gerüchte deklariert, die von anderen Historikern durchaus nicht in Frage gestellt werden. Aber wie soll nach 100 Jahren da die Wahrheit noch gefunden werden?

Aber andere Aspekte stören mich weit mehr:

1. Auch wenn Jones es selbst bisweilen relativiert, so zieht er doch eine gerade Linie von den Vorgängen 1918/19 zu den um vielfach gesteigerten Gewaltexzessen während des Dritten Reiches. Unbestritten und durchaus nicht neu ist die Tatsache, dass viele der ehemaligen Freikorpssoldaten von 1933 bis 1945 noch eine wichtige Rolle spielten (als Beispiel sei hier der im Buch gar nicht erwähnte Lagerkommandant von Auschwitz, Höss, erwähnt). Doch ist deren Gewaltbereitschaft tatsächlich erst durch die Wirren der Republikgründung entstanden? Meiner Ansicht nach vernachlässigt Jones da doch die Entmenschlichung und Verrohung, die der Erste Weltkrieg bei vielen Frontsoldaten hinterlassen hat.

2. Jones beschreibt die tatsächliche Gefahr, die von der extremen Linken ausging, als relativ gering. Ob das zutrifft oder nicht, mögen andere entscheiden, aber Tatsache ist, dass Liebknecht, Luxemburg und andere in der beschriebenen Phase in Punkto Verbalradikalismus sich nicht hinter den Regierungsverlautbarungen verbergen mussten. Immer wieder riefen sie zur Vollendung der Revolution und zum Sturz der Arbeiterverräter Ebert und Scheidemann auf. Konnte in der damaligen unübersichtlichen Situation wirklich jemand erkennen, wer sich durchsetzen würde? Jones Vorwurf an die SPD, sich mit dem Teufel eingelassen zu haben, um den (eingebildeten) Beelzebub zu verjagen, trifft zu, aber gab es andere Optionen? Das Beispiel der russischen Revolution war damals ja noch ganz frisch, und die Art und Weise, wie die Bolschewisten die anfangs auch bürgerliche Revolution pervertierten, stand den damals Handelnden ja deutlich vor Augen, und das waren ja beileibe keine Phantasmagorien. In diesem Kontext geht im Übrigen Jones Vorwurf an deutsche Historiker, den Streit um die Legitimität der Gewalt in der Gründungsphase der Weimarer Republik im "besten Fall bruchstückhaft" zu untersuchen und "im schlimmsten Fall auf eine kritiklose Apologie der Gründerväter der ersten deutschen Demokratie" hinauszulaufen zu lassen, an der Realität vorbei. Das mag vielleicht für die Zeit der Fünfziger und sechziger Jahre gelten, als die deutsche Geschichtsschreibung von eher nationalkonservativen Historikern bestimmt wurde, doch seitdem wird der sogenannte Ebert-Groener-Pakt, der Beschluss der Zusammenarbeit der neuen Reichsregierung mit der Reichswehr, indirekt also die Grundlage der späteren Gewaltexzesse, durchaus kritisch gewürdigt, was sich auch in jedem mir bekannten Oberstufenlehrwerk wiederfindet.

3. Noch unhaltbarer ist die Generalkritik  an der Geschichtsschreibung im Punkt des "Schießbefehls" Noskes, der den Freikorpsverbänden quasi einen Freibrief für die Jagd auf die Linken ausstellte. Jones schreibt auf Seite 255: "Die Erinnerung an Noskes Schießbefehl ist in den letzten zwei Jahrzehnten (seit der Wiedervereinigung, Matzbach) eher noch unpopulärer geworden, da Historiker die Existenz historischer Vorspiele und Weichenstellungen für den Nationalsozialismus herunterzuspielen versuchen". Ich weiß ja nicht, welche Historiker Jones da im Auge hat, aber einen Vorwurf kann man der deutschen Historiographie sei 1968 definitiv nicht machen, nämlich den, dass sie sich nicht dieser Thematik stellt. Stellvertretend für viele sei hier der der programmatische Titel "Hitler war kein Betriebsunfall" von Fritz Fischer, der im Übrigen ein Vor 68ere war, genannt.

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