Karl J. Hirsch Felix und Felicia

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Inhaltsangabe zu „Felix und Felicia“ von Karl J. Hirsch

'Felix und Felicia', so bemerkte Karl Jakob Hirsch in seiner Autobiographie 'Heimkehr zu Gott', sei ein 'harmloser Sommer-Roman', den er im Winter 1932 verfaßt habe, um sich und die Leser 'auf andere Gedanken zu bringen' und 'die Zeit zu ignorieren'. Doch ganz so 'harmlos' ist diese Feriengeschichte eines jungen Paares, das am Schweizer Ufer des Bodensees 'ungestört' ein 'Sommerglück hinter der Welt' sucht, dann doch nicht. Und wie wenig 'die Zeit zu ignorieren' war, zeigt sich schon daran, daß der S. Fischer-Verlag dem Autor, um dessen 'jüdischen Namen' zu verschleiern, das Pseudonym 'Karl Böttner' aufnötigte, als das Büchlein Anfang 1933 herauskam. Verrückt jedoch: Während Hirschs großer 'Kaiserwetter'-Roman im Mai 1933 bei der barbarischen Bücherverbrennung der Nazis auf den Scheiterhaufen geworfen wurde, erlebte die kleine 'Felix und Felicia'-Geschichte bis 1937 nicht weniger als fünfzehn Auflagen! Zu dieser Zeit lebte der 1892 in Hannover geborene Karl Jakob Hirsch bereits im Ausland: 1936 war er zunächst in die Schweiz, dann in die USA emigiert, wo er literarisch allerdings kaum Fuß fassen konnte und obendrein noch in eine religiöse Krise geriet, die seinen Übertritt vom Judentum zum Protestantismus bewirkte. Nach dem 2. Weltkrieg kehrte Hirsch als amerikanischer Offizier nach Deutschland zurück, und 1948 siedelte er sich endgültig in München an, wo er am 8. Juli 1952 nach schwerer Krankheit gestorben ist. Nach seiner Heimkehr schrieb er für diverse Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten, nur für seine Romane fand er hierzulande keinen Verleger mehr – diese Werke kamen erst posthum (wieder oder erstmals) an die Leser. Als letztes nun sein zweiter Roman: 'Felix und Felicia. Eine Sommergeschichte.'

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