Karl Kraus Das große Lesebuch

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Inhaltsangabe zu „Das große Lesebuch“ von Karl Kraus

Für den großen Sprachkritiker Karl Kraus konnte der Stil beweisen, dass jemand ein Mörder ist. In der Katastrophe der Phrasen spiegelte sich für ihn die Katastrophe eines Weltkriegs – so wie er den Wortmeldungen unserer Analysten und Finanzmakler wahrscheinlich eine ganze Wirtschaftskrise abgelesen hätte. Dieser Band versammelt die wichtigsten Texte aus der von Karl Kraus herausgegebenen Zeitschrift ›Die Fackel‹.

Mit den Werkbeiträgen aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.
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    Das große Lesebuch

    sKnaerzle

    20. June 2014 um 14:44

    Über Karl Kraus will ich lieber nichts sagen, dafür zu dieser Sammlung des Fischer-Verlags. Das Design gefällt mir gut, es ist sehr unaufdringlich und im Regal sieht die Klassiker-Ecke mit diesen Ausgaben fröhlich-bunt und doch geschmackvoll aus. Die Auswahl aus Kraus Werken scheint mir gelungen. Das Spektrum seiner Werke wird, so weit ich das beurteilen kann, gut wiedergegeben. Es sind Aufsätze zur Literatur, zur Sprache, zur Dichtung enthalten, Satiren über Sittenjustiz, Glossen, Gedichte und Ausschnitte aus "Die letzten Tage der Menschheit". Damit wird dem Ansprüch eines Lesebuchs voll genügt und wenn man Karl Kraus kennen lernen will, ist man gut bedient. Auf der Minusseite ist zu verbuchen, dass es kein Vorwort gibt, wo der Herausgeber erklärt, nach welchen Kriterien er wählte, an den einzelnen Artikeln nicht steht, wann sie erschienen (das findet man dann im Literaturverzeichnis) und ein paar Hinweise zu dem Zusammenhang, in dem die einzelnen Artikel standen, wäre oft sinnvoller gewesen, als die Auszüge aus Kindlers-Literaturlexikon. Bei einem tabelarischen Lebenslauf dann marktschreierisch das Adjektiv "exklusiv" hinzuzufügen, streift man dann schon die Peinlichkeitsgrenze. Ist ist jetzt nicht besonders fair, zu mäkeln, denn das Preis-Leistungsverhältnis des Buches ist wirklich gut. Nur das, was als Hilfestellung für den Leser angepriesen wird, ist nicht das, was der Leser, zumindest der Autor dieser Rezension, benötigt.

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