Karl Marlantes Matterhorn

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Inhaltsangabe zu „Matterhorn“ von Karl Marlantes

Eine Ode an die Menschlichkeit Während im Jahre 1969 in Amerika Abertausende für ein Ende der Gewalt in Vietnam demonstrieren, müssen sich am anderen Ende der Welt junge Männer in einem Krieg behaupten, dessen Gründe ihnen niemand erklären kann. Dies ist die Geschichte von Second Lieutenant Waino Mellas, der den Befehl erhält, einen abgelegenen Hügel an der nordvietnamesischen Grenze zu einer Kampfbasis auszubauen. Die Soldaten taufen die in kalten Monsunregen gehüllte Kuppe auf den Namen Matterhorn. Ihre Mission führt auf eine Odyssee des Grauens, auf der die Männer sich gegen die gnadenlose Natur und einen unsichtbaren Feind behaupten müssen.

Fesselnde Geschichte über den Vietnamkrieg.

— mane2644
mane2644

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  • Rezension zu "Matterhorn" von Karl Marlantes

    Matterhorn
    bücherelfe

    bücherelfe

    22. December 2012 um 16:20

    Nein, dies sind nicht die Memoiren eines Vietnam-Veteranen. „Matterhorn“ ist ein Roman. Und doch, ist er für Karl Marlantes weit mehr als das. In den 661 Seiten stecken seine Erinnerungen, seine Albträume, all das Unaussprechliche, das niemand hören wollte. 2010 in den USA erschienen, war „Matterhorn“ wochenlang auf den Bestsellerlisten und hat unzählige Preise eingeheimst. Im Zentrum des Geschehens steht der 19jährige Second Lieutnant Waino Mellas. Er erhält den Befehl, an einem Hügel, genannt „Matterhorn“ an der Grenze zu Laos und Nordvietnam eine Feuerunterstützungsbasis auszubauen. Ein Befehl, der den jungen Männern alles abverlangt. Kaum geschafft, führt ein weiterer Befehl Mellas‘ Truppe vom „Matterhorn“ weg. Diese zweite Mission, die Nachschublinien der Vietcong zu unterbrechen, führt die schon erschöpften Männer direkt durch die Hölle und zurück. Nachdem klar ist, dass die Vietcong „Matterhorn“ besetzt haben, folgt der wahnwitzige Befehl, die zuvor selber ausgebaute Stellung zurückzuerobern. Koste es, was es wolle. "Er dachte an den Dschungel, der um ihn herum schon wieder nachwuchs, um die Narben zu bedecken, die sie geschlagen hatten. Er dachte an den Tiger, der tötete, um zu fressen. War das böse? Und Ameisen? Sie töteten ebenfalls. Nein,der Dschungel war nicht böse. Ihm war alles gleichgültig. Genau wie der Welt an sich." Hier geht es nicht einfach um abscheuliche Verbrechen, die Menschen einander im Krieg antun. Hier geht es auch um das unmenschliche Leben in der grünen Hölle. Um Blutegel, Krankheiten, Erschöpfung. Um tödliche Raubtiere, um Rassenkonflikte innerhalb der Truppe und um die permanente Panik, dass der nächste Schritt der letzte sein könnte. Anfangs habe ich mir die zugegebenermassen idiotische Frage gestellt, ob „Matterhorn“ in erster Linie ein Männerbuch ist. Die Frage war schon für mich nach wenigen Kapiteln beantwortet. „Matterhorn“ ist vor allem ein Menschenbuch. Das Wort „Vietnamkrieg“ weckt bei vielen die Assoziation mit Filmen, die die Kinokassen ordentlich klingeln liessen. Filme dieser Art sind gar nicht meins und ich habe keinen davon als Ganzes angeschaut, denn sie strahlen für mich etwas Kriegsverherrlichendes aus. Mit „Matterhorn“ hat Karl Marlantes etwas Gegenteiliges geschafft. Einen wahrhaftigen Antikriegsroman. Ich habe grössten Respekt vor diesem Mann. Fazit: Beeindruckend! Ein Roman, der lange nachhallt und dem ich eine grosse Leserschaft wünsche. Im Mai 2013 erscheint ebenfalls im Arche-Literatur-Verlag Karl Marlantes zweites Buch „Was es heißt, in den Krieg zu ziehen“. Meine Aufmerksamkeit ist ihm jetzt schon sicher.

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