Karl Marlantes Matterhorn

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Inhaltsangabe zu „Matterhorn“ von Karl Marlantes

Beeindruckender Anti-Kriegsroman.

— Akelara
Akelara
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    Matterhorn
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. June 2015 um 11:48

    Ich fand des Buch klasse. Gut geschrieben und man denkt man is selbst dabei (: 

  • Intensive und sprachlich dichte Darstellung

    Matterhorn
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    10. June 2013 um 13:09

      Der Mann war selber da und hat erlebt, von was er schreibt. Vielleicht nicht wortwörtlich, durchaus, wie er selber sagt, auch in Verfremdung, was manche der handelnden Personen angeht, schreibt er.   Aber was Karl Marlantes an dichter und intensiver Schilderung vorlegt, wie er seine vielfältigen handelnden Personen darstellt, detailreich all die Umstände und Unwägbarkeiten, die Härten und das Sterben (nicht nur im Kampf) damals in Vietnam an der Route 9 vorlegt, das ist emotional packend geschildert. Und er versteht zudem, dies alles noch in ausgereifter, bildkräftiger und genauer Sprache auszudrücken. Das alles zeigt, dass die Ereignisse von damals in ihm unauslöschlich vorliegen und ständig ver- und bearbeitet wurden. Von einem, der dabei war und der das Talent besitzt, sich literarisch bestens auszudrücken.   Die Geschichte des Second-Lieutenant Mellas, Führer des 1. Zuges der Marines Bravo Kompanie, abkommandiert zur Sicherung des „Matterhorn“ und zum Ausbau desselben für eine Artillerie Stellung. Mitsamt einem Vorstoßen vom Berg in den Dschungel hinein, einem Zurückkehren, einem Sehen, dass der Berg aufgegeben wurde, wieder erobert werden muss und dann doch wieder im Vergessen versinken wird. Äußere Fußnoten der Geschichte, die in sich schon die ganze Sinnlosigkeit des Unterfangens in sich tragen und doch nur zunächst die äußere Geschichte im Buch  darstellen.   Denn das Eigentliche sind die Personen, die dem Leser durch Marlantes intensive und differenzierte Darstellung unglaublich nahe kommen. Junge Männer von 19, 20, 21 Jahren, bei denen Marlantes immer wieder die Diskrepanz zwischen „Innen und Außen“ vorzüglich ins Feld führt.   Vancouver, der immer vorweg geht, an dem sich der ganze Zug aufrichtet und der doch im Innersten vor Angst vergeht. Der sich zwingt, Vorbild zu sein. China, der Schwarze, der den Kampf der Schwarzen heimlich vorantreiben will und doch mehr und mehr verschweißtes Mitglied des Zuges wird, auch der Weißem im Zug. Cortell, der versucht, seinen tiefen Glauben zu bewahren im Anblick der mannigfaltig zerstörten Körper seiner Freunde. Gunnery Cassidy, breit verhasst gerade bei den Schwarzen der Kompanie und doch auch er innen durchaus nicht so dumpf, wie er oft wirkt und wirken will.   In einer Umgebung im Übrigen, in der im ersten Teil des Buches gar nicht die Armee der Nordvietnamesen für so die Tode verantwortlich ist. Vom Blutegel bis zum Tiger, vom rasiermesserscharfem Gras bis zur Dschungelfäule, vom versagenden Nachschub und daher Hunger und qualvollem Durst, vielfältig sind die Leiden der  jungen Marines. Marlantes versteht es, dies alles bildkräftig und genau zu schildern. Für zartbesaitete Nerven dürfte schon der Beginn des Buches mitsamt eines „verirrten“ Blutegels schon nicht leicht zu ertragen sein. Und der Grad der Härte und Verzweiflung wird noch deutlich höher werden.   „Mellas betete nicht, doch wieder erhob sich sein Geist auf der Suche nach etwas Besserem als Gott – einem guten Hubschrauberpiloten“.   Eine Vielzahl von hervorragenden Büchern zum Vietnamkrieg gibt es, keine Frage, vielfach wurde diese Zeit, die traumatischen Erlebnisse und die reale Gnadenlosigkeit dieses Krieges in Buch und Film dargestellt. Karl Marlantes Buch reiht sich in dieser Riege der Vietnam Literatur ganz oben mit ein und bietet sowohl die nackte und schwer zu ertragende Realität Vietnams und der Kampfhandlungen, als auch vielfache Identifikationsfiguren (von denen ein hoher Teil harte Schicksale erleiden wird), die durchweg lebensnah, hintergründig und breit von Marlantes eingeführt und in ihrer Entwicklung dargestellt werden.   Von der politischen Lage, der Lage in der Heimat, der Angst und der Solidarität, die immer wieder die Angst überwinden lässt, von den „Oberen“, die zu oft die Lage falsch einschätzen (und einschätzen wollen) bis hin zu Schmerz, Trauer und Hoffnung bietet Marlantes alles, was ein nachhaltig Eindruck hinterlassendes Buch braucht. Trotz der 40 Jahre, die inzwischen vergangen sind ein authentisches, aber auch literarisch rundweg zu empfehlendes Buch.

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