Boy in a White Room

von Karl Olsberg 
4,1 Sterne bei76 Bewertungen
Boy in a White Room
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (58):
Bella233s avatar

Ein spannendes Buch. Das Ende fand ich nicht so toll, aber das ist ja Ansichtssache.

Kritisch (5):
Cora19s avatar

Sehr abstrakt - hatte etwas anderes erwartet

Alle 76 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Boy in a White Room"

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis!

Ein packender Thriller, in dem nichts ist, wie es zunächst scheint. Auf spannendste Weise spielt Spiegel-Bestsellerautor Karl Olsberg in diesem Jugendbuch mit den Gefahren virtueller Welten und künstlicher Intelligenz und wirft fundamentale philosophische Fragen nach Realität und Identität auf. Spannung bis zum Schluss, mit einem Twist, der den Atem raubt!

Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

„Nicht nur sagenhaft spannend, sondern auch mit philosophischem Tiefgang. Eins von den Büchern, an die man sich sein Leben lang erinnern wird.“
Andreas Eschbach

Auszeichnungen:
Shortlist SERAPH-Phantastikpreis
Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785587805
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Loewe
Erscheinungsdatum:11.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Mira20s avatar
    Mira20vor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannend, führt den Leser auf Abwege!
    Technologischer "Thriller" mit vielen philosophischem Gedanken

    Über den Inhalt zu reden, wäre wie zu spoilern. Deshalb unbedingt den Klappentext lesen und sich dann auf das Buch einlassen.


    Denn der Leser muss sich wie bei Achterbahnfahrt auf alles gefasst machen. Die Fahrtrichtung ändert, manchmal geht es schnell und dann wieder eher gemütlich. Unsere Wahrnehmung wird gefordert und gefoppt!

    Was mir besonders gefallen hat:
    Dieses Jugendbuch spricht auch Jungs an. Das technische Thema handelt von der künstlichen Intelligenz und ist deshalb auch topaktuell. Gerade auch Zitate des Philosophen Descartes bringen Themen der Wissenschaft und Philosophie ins Gespräch und regen zu Diskussionen an.
    Die Sprache des Jugendbuches ist einfach und nicht fremdwörterlastig. Obwohl die Wendungen des Buches sehr überraschend sind, bleibt die Ich-Perspektive des Hauptprotagonisten durch das ganze Buch hindurch konstant. Alles läuft chronologisch ab.

    ABER:
    Das Buch endet auf keinen Fall dort, wo der Leser es vermuten würde! Hat man eine feste Meinung und Vorstellung vom Inhalt, könnte man durchaus enttäuscht werden. Auch die Thriller Elemente verführen zu einer falschen Erwartungshaltung.

    Fazit:
    Ich habe mit einem ganz anderen Ende gerechnet und war tatsächlich etwas enttäuscht. Das kann man bei diesem Buch ruhig wörtliche nehmen. Ich habe mich nämlich ein ganzes Buch über täuschen lassen. Als Leser mag ich dieses Gefühl nicht besonders, vor allem weil man ja das rückblickend gesehen, alles noch einmal hinterfragen muss. Wer Sofies Welt gelesen hat, weiss, was ich meine!

    Die Auseinandersetzung des Themas rund um die künstliche Intelligenz fand ich aber sehr gelungen.
    Die jugendlichen Leser sollten dem Inhalt gegenüber sehr offen sein. Ausschliessliche Thrillerleser könnten enttäuscht sein (oder ihr Genre erweitern ;) ).

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    Peanutcookiedoughvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Empfehle ich jedem, der an den Themen Identität, Realität und Technologie interessiert ist! Super
    Absolut lesenswert!

    Boy in a White Room ist ein Buch, dass ich eigentlich pauschal jedem empfehlen würde. Die Themen Identität, Realität und (zukünftige) Technologie werden hier in einer sehr spannenden und packenden Story aus der Sicht eines 15 Jährigen Jungen erzählt. Zu viel will ich aber nicht verraten.

    Was mir besonders an dem Buch gefallen hat ist, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, was passieren wird. Es ist total unvorhersehbar und manchmal verwirrend (auf eine SEHR GUTE Art und Weise!)

    Top! So muss ein gutes Buch sein

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    dominonas avatar
    dominonavor 5 Monaten
    Wer, wo, wann, was?

    Dieses Jugendbuch ist ein guter Einstieg um sich mit den Möglichkeiten von Menschen und Maschinen auseinander zu setzen. 

    Erzähltechnisch hat das Buch einige Schwächen, ich hätte mir einige Passagen länger und andere kürzer gewünscht und als Erwachsener habe ich das meiste schnell durchschaut. Ich bin auch ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, was gut war, denn sonst hätte mir das Buch vielleicht weniger gut gefallen. 

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    Nespavanjes avatar
    Nespavanjevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Märzhasen, Orks und künstliche Intelligenzen. Ein spannendes Jugendbuch, dass mir sehr gut gefallen hat.
    Orks, Märzhasen und philosophische Fragen nach dem Sein

    Manuel erwacht in einem seltsam anmutenden weißen, leuchtenden Raum und der nach dem ersten Anschein nach, keine Tür besitzt. Er hat auch keine Erinnerung an sein Leben, weiß weder, wer er ist, noch wie er in diesen Raum gekommen ist. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice. Mit ihrer Hilfe geht er online und entdeckt unfassbares. Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt.

     

    Das Jugendbuch Genre wird meiner Meinung nach immer ein wenig unterschätzt und auch wenn sich gerade diese Geschichte an ein junges Publikum wendet, kann ich mir vorstellen, dass auch der eine oder andere Erwachsene seine Freude daran entdeckt. Den einzigen Kritikpunkt den ich anführen könnte, wäre die Kürze des Romans, allerdings ziehe ich eine straffe Erzählung einer langatmigen eindeutig vor. Gekonnt führt Karl Olsberg den Leser in die Irre und überzeugt mit einem sehr gut gelungenen Twist in der Mitte und einem überraschenden Ende.

     

    Erzählt wird das Ganze aus der Sicht des Hauptcharakters und er ist wohl sehr gut gezeichnet. Man fühlt mit dem jungen Mann ohne Erinnerung an sein Leben mit. Essentielle Fragen des Lebens werden aufgeworfen: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Was macht mich aus? Was ist die Wirklichkeit und bin ich, ich? Alice im Wunderland ist genauso ein Teil dieser Geschichte, wie auch die Verfilmungen von Herr der Ringe und die Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Wie das alles zusammenpasst? Das werde ich an dieser Stellte nicht verraten - schließlich will ich nicht mehr spoilern als unbedingt nötig...

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    _sarah_s avatar
    _sarah_vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Krasse Wendung am Ende garantiert!
    Interessante Idee

    Wissenslos wacht Manuel in einem weißen Raum auf.
    Keine Möglichkeiten zu fliehen, keine Möglichkeit mit jemanden in Kontakt zu treten- außer mit Alice, eine computergenerierte Stimme.

    Er erinnert sich an nichts, weiß nicht, wie er in den Raum gelangt ist und versucht Stück für Stück herauszufinden, wer er ist.

    Ihm wird gesagt, dass er bei einem Anschlag fast gestorben ist. Doch Manuel erinnert sich kein bisschen daran. Nur ein Mädchen erweckt leise den Eindruck, er würde sie kennen. Wer ist sie? Wer ist er selbst überhaupt? Wem kann er glauben? Wer will ihn bloß benutzen?



    Ich möchte nicht allzu viel von diesem Buch verraten, da ich finde, dass man alles selbst lesen soll. Das finde ich an dem Buchrücken so gut. Er macht einen neugierig und man möchte wissen, was passiert, doch der Buchinhalt entwickelt sich in eine Richtung, die man von der Zusammenfassung nicht erwartet hätte.

    Das hat mir sehr gefallen! Dadurch wurde man immer wieder in diesem Buch überrascht. Wenn man manchmal dachte, dass es sich jetzt spannungstechnisch legen würde, kam ein neuer Wendepunkt und es wurde einem gezeigt, dass man nicht alles einfach hinnehmen und glauben soll. Der Autor hat mit diesem Buch wirklich etwas Fantastisches geschaffen. Umso mehr Wendepunkte kommen, umso mehr fragt man sich: Was ist jetzt die Realität? Was ist die Wahrheit? Wer lügt? Und wer ist Manuel wirklich?

    Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass viel zu viele Informationen preisgegeben wurden und war erst enttäuscht. Ich hatte in den ersten Seiten das Gefühl gehabt, der Autor wolle alle schnell abarbeiten. Doch dann habe ich weitergelesen und fand es gut, wie Olsberg es angestellt hat.

    Man hat sich, mit jeder Information die man bekommt, gefragt: Stimmt sie wirklich oder ist da wieder ein Haken dran?

    Diese ganzen Plottwists haben mich auf der einen Seite fertiggemacht und auf der anderen Seite dachte ich mir immer nur, wie genial das eigentlich ist.

    Das Ende erledigt dann den Rest, weil man überhaupt nicht damit rechnet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Leser darauf kommt, was wirklich mit Manuel los ist! Und das ist, meiner Meinung nach, das Beste an dem Buch. Dass man da am Ende sitzt und sich irgendwie darüber freut, dass der Autor einen überrollt hat und man so gar nicht damit gerechnet hat, was da alles passiert.

    Ich fand die ersten Seiten ein bisschen schwer zu lesen und hatte das Problem, dass ich nicht so leicht reinkam in die Story. Doch umso mehr ich gelesen habe und umso ich in die Materie geraten bin, umso mehr habe ich mich gefragt: Was zur Hölle ist denn jetzt mit
    Manuel los?

    Die Überschrift passt perfekt zum Inhalt. Manuel wacht in einem weißen Raum auf und dieser Raum taucht in der Geschichte immer wieder auf.

    Die Charaktere fand ich in Ordnung. Sie haben mir alle nicht so sehr gefallen, aber es war nicht so, dass ich sie nicht alle leiden konnte. Ich fand es etwas schade, dass sie alle nicht so eine Tiefe hatten, sondern eher oberflächlich waren. Okay, klar, es ging hauptsächlich um Manuel und seine Gedanken. Dementsprechend konnte man sehr mit ihm mitfühlen und ich habe ihn oft genug von seiner Denk- und Handlungsweise verstanden. Dennoch hätte ich es schön gefunden, wenn man manche Nebencharaktere besser kennengelernt hätte. Ich hatte oft das Gefühl, ich würde sie gar nicht wirklich kennen. Vielleicht war das auch der Sinn darin, wenn ich darüber nachdenke. Vielleicht wollte Karl Olsberg ja, dass man sich den anderen Charakteren nicht nahe fühlt, damit man besser mit Manuel fühlt. Wer weiß?

    Im Ganzen ist das ein gutes Buch! Der Anfang hat mich ein wenig enttäuscht, ich habe mir nach dem Buchrücken vom Beginn viel mehr erhofft. Dafür war der Rest des Buches mehr als ein guter Ausgleich! Das Ende lässt einen baff zurück.

    Ich kann euch das Buch also empfehlen, alleine, weil man mitdenken muss und so gut mit Manuel mitfühlt!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Monaten
    Unausgereift

    Mein erster Gedanke nach dem Lesen lautete „äh, was war das denn?“.

    Karl Olsberg, der über künstliche Intelligenz promovierte und darüber hinaus u.a. als Unternehmensberater tätig war, versucht sich schon seit einiger Zeit an Jugendbüchern.
    Es sind tatsächlich meist interessante Themen, denen er sich widmet, aber es mangelt meiner Meinung nach doch stark an der Ausführung.

    Alles beginnt hier recht spannend in einem weißen Raum und schnell ist klar, dass es eine virtuelle Welt ist, in der sich der Avatar befindet. Es folgt eine einigermaßen plausible Erklärung für diesen Zustand, in dem sich Manuel befindet, aber ab etwa der Hälfte der Geschichte wird es extrem abgedreht.

    Plötzlich tauchen Charaktere auf, von denen vorher nie die Rede war, es gibt eine superkurze Einführung, keinerlei echte Beschreibungen und unverständliche Handlungen.
    Den Plottwist, den sie herbeiführen, hätte ich ja noch verstehen können, hätte man ihn konsequent durchgespielt, doch unversehens befindet man sich in einem neuen Erzählstrang und ab dieser Stelle driftet die Story in eine ausschweifende Erklärung über künstliche Intelligenz und eine moralische Betrachtung zum Zusammenleben Mensch und Maschine ab.

    Es ist verwirrend, unausgereifte philosophische Gedanken durchziehen das letzte Drittel und die eigentliche Story verschwindet komplett dahinter.

    Die Nomierung von „Boy in a White Room“ für den diesjährigen SERAPH-Literaturpreis kann ich in keiner Weise nachvollziehen.

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    Amigas avatar
    Amigavor 8 Monaten
    Boy in a White Room

    Eingesperrt ...wo bin ich nur...ohne Erinnerung.

    Manuel erwacht in einem weissen Raum.
    Nur 1 Stimme spricht zu ihm Alice.
    Sie spricht mit einer unnatürlichen Stimme.
    Manuel fragt Alice wo bin ich ?
    Die Stimme antwortet ich bin nicht befugt Dir
    Deinen Aufenthaltsort bekannt zu geben.
    Wer bin ich ?
    Du bist der Patient sagte Alice.
    Stück für Stück erschliesst sich Manuel  online per
    Internet was mit ihm passiert ist.
    Angeblich würde seine Mutter ermordete und später
    erfährt er dass er eine Schwester namens Julia hat.
    Dann erfährt er dass Henning Jaspers sein Vater
    Ist.
    Henning besucht ihn am nächsten Tag.Er hat sein
    em Sohn eine virtuelle Welt erschlossen.
    Manuel hatte eine lebensgefährliche Verletzung
    erlitten . Er fragt sich wie könnte er der diesen
    Anschlag überleben ?
    Ist das die Wahrheit was ihm sein Vater erzählt ?
    Bin ich wirklich Manuell ?
    Oder nur ein  Computer gesteuertes System das
    Jetzt in einer virtuellen Welt leben kann ?
    Fragen über Fragen stellt sich Manuel jetzt ?

    Mir hat dieses Buch persönlich sehr gut gefallen.
    Vom Anfang bis zum Ende.
    Obwohl das Ende dann doch sehr verwirrend war
    Und schwierig war für mich zu lesen.

    Eine Zeitlang war ich auch sehr traurig als ich
    erfuhr was mit Manuel selbst passiert ist .
    Und die vielen Umwege und Tests welche mit ihm
    gemacht worden sind und er dann Schluss endlich
    die  Wahrheit erfuhr.

    Das Buch muss man wirklich gelesen haben.
    Ein Buch  für Jugendliche und Erwachsene.










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    Laecheln86s avatar
    Laecheln86vor 8 Monaten
    Spannende PhiloSciFi für Jugendliche & Erwachsene

    Im Jugendthriller „Boy in a White Room“ begibt sich Protagonist Manuel in einer virtuellen Realität auf die Suche nach seiner eigenen Identität. Karl Olsberg thematisiert in seinem neuen Roman die Rolle virtueller Realität und künstlicher Intelligenz in Zeiten teils schleichender, teils rasender Digitalisierung. Besonders daran ist, dass Autor Karl Olsberg selbst zum Thema „KI“ promovierte und zahlreiche, teils tief philosophische Ansätze in seinen Thriller mit einfließen lässt.


    Klassische Literatur & Philosophie trifft auf eine innovative Zukunftsvision unter dem Deckmantel rasanter Thriller-Action auf einer für Jugendliche verständlichen Ebene? Kann das überhaupt zusammen passen? 


    Btw: Innovativ sind auch Olsbergs Geschäftsideen: Die App „Papego“ ermöglicht es, Printbücher kostenlos per Smartphone weiterzulesen. Papego-fähige Romane erkennt man am gelben Sticker auf dem Cover, den natürlich auch „Boy in a White Room“ besitzt. [Alltagstest auf meinem Blog.]



    Was passiert? 


    Einsam erwacht Manuel in einem weißen Raum. An sein vorheriges Leben hat er keinerlei Erinnerung. Alice heißt das Computer-Interface, über das er stimmgesteuert Zugang zum Internet hat. Dort recherchiert er: Bei einer missglückten Entführung in der Villa seines reichen Dads verlor er seine Mutter. Sein Körper trug dabei so schwerwiegende Schäden davon, dass die Flucht in die virtuelle Realität der einzige Ausweg war. Seine Erinnerungen, sagen die Ärzte, seien für immer verloren. 


    Ein Team aus Spezialisten betreut Manuel ab nun rund um die Uhr. Trotz psychologischer Betreuung findet er keinen Zugang zu seinem neuen Leben, das - würde es nach seinem Vater gehen - ausschließlich in einer virtuellen Version Mittelerdes stattfände. Doch Manuel sucht nach „etwas echtem“. Per Eyestream verfolgt er den Alltag von Streamern in Hamburg, erkundet per Drohne die Stadt und stößt schließlich auf ein bekanntes Gesicht. Wie kann es sein, dass er sich an das Gesicht des Mädchens vor der Kamera erinnert? 


    Worum geht´s? 


    Cogito Ergo Sum, Virtuelle Realität & Künstliche Intelligenz. Viel ist Manuel von seinem früheren Leben nicht geblieben. Er blickt durch künstliche Augen in eine irreale Welt, sein Leben findet in seinen Gedanken statt. „Ich denke, also bin ich“, lautet René Descartes berühmte Erkenntnis. Für Manuel der Anker und Antrieb, sich seiner selbst bewusst zu werden. 


    Denn Manuel ist eine echte Kämpfernatur, clever und niemals in der Opferrolle, und fest entschlossen, jedes Rätsel zu lösen und das Beste aus seinem neuen Leben herauszuholen! Und so stürzt er sich virtuell ins Abenteuer, sucht nach Hinweisen und vertraut niemandem, scheut sich dabei nie, seinem eigenen Verstand, aber auch Bauchgefühl zu folgen und erkundet so ein spannendes und actiongeladenes Szenario, das wie Zukunftsmusik klingt aber nicht weit entfernt vom Stand aktueller Forschung ist. [Realitycheck auf meinem Blog.]


    Trotz aller Widrigkeiten, Zweifel und Kniffe bleibt Boy in a White Room stets auch für Jugendliche verständlich. Ein Jugendthriller mit zeitweisem Tiefgang - eine absolut runde Sache! 


    Wie wars? 


    Voller spannender Plot-Twists. Boy in a White Room ist ein knackiger Lesespaß mit allgegenwärtigem Zweifel, Misstrauen und mulmigen Bauchgefühl zum Miträtseln. Ja, ich habe mit Manuel mitgefiebert, jeden seiner Schritte neugierig verfolgt. Letztendlich las ich deshalb 180 der 288 Seiten am Stück. 


    Für mich: Ein forderndes, aber nicht überforderndes Jugendbuch, was zur medialen Aufklärung beiträgt. Anders als bei Mirror erfolgt hier keine Betrachtung mit erhobenem Zeigefinger. Das lehrt vor allem, selbst zu Zweifeln. So muss Thriller sein. 



    [Vielen Dank an Karl Olsberg & den Loewe-Verlag für dieses Rezi-Exemplar.]

    [Eine ausführliche Rezi mit Realitycheck zum Roman sowie die Papgego-App im Alltagstest findet ihr auf meinem Blog.]

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    IraWiras avatar
    IraWiravor 8 Monaten
    Spannend und interessant konstruiert

    Puuuuuuuh....mit dieser Rezension habe ich mich etwas schwer getan, weil ich das Buch selbst eigentlich sehr genial und interessant konstruiert fand, aber dann über das Ende stolperte, das ich persönlich als recht unbefriedigend empfand.

    Aufwachen und nicht wissen, wo man ist, ist nie wirklich gut. Noch weniger gut ist es allerdings, wenn man ganz alleine in einem weißen Raum aufwacht und sich an nichts erinnert. Genau so ergeht es jedoch Manuel. Auch als schließlich Menschen da sind, mit denen er interagiert, kann er sich an nichts erinnern, zunehmend beschleicht ihn jedoch das Gefühl, dass nicht alles so ist, wie die Menschen um ihn herum ihn glauben lassen wollen.

    Manuels Suche nach der Wahrheit und seinen Erinnerungen, wird dadurch erschwert, dass es ihm immer schwerer fällt, zwischen Wahrheit und Fiktion zu unterscheiden, genauer, wem er eigentlich glauben soll.

    Genau wie Manuel selbst, schwankte ich immer wieder, war einen Moment überzeugt, genau zu wissen, was hier gespielt wird, um im nächsten Moment wieder alle Theorien über den Haufen zu werfen und die nächsten aufzustellen.

    Insgesamt ist die Geschichte intelligent und faszinierend konstruiert, während die Charaktere zur Geschichte passend eher etwas blass und zweidimensional bleiben. Gut zu lesen und spannend geschrieben, lädt das Buch den Leser zum Mitraten und Mitfiebern ein. Auch der eine oder andere Denkanstoß zum Thema Fiktion/Virtuelle Realität und Realität, sowie den Einfluss, den die ganze Technik, die uns heute zur Verfügung steht, auf unser Leben hat, findet sich hier im Buch und regt zu interessanten Überlegungen und Diskussionen an.

    Knapp vier Sterne, da ich mich mit dem Ende immer noch schwer tue, auch wenn das Buch ansonsten wirklich sehr gut ist.


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    vormis avatar
    vormivor 9 Monaten
    Boy in a White Room

    Ein packender Thriller, in dem nichts ist, wie es zunächst scheint. Auf spannendste Weise spielt Spiegel-Bestsellerautor Karl Olsberg in diesem Jugendbuch mit den Gefahren virtueller Welten und künstlicher Intelligenz und wirft fundamentale philosophische Fragen nach Realität und Identität auf. Spannung bis zum Schluss, mit einem Twist, der den Atem raubt!

    Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

    „Nicht nur sagenhaft spannend, sondern auch mit philosophischem Tiefgang. Eins von den Büchern, an die man sich sein Leben lang erinnern wird.“
    Andreas Eschbach
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    Mittlerweile habe ich schon einige Bücher von Karl Olsberg gelesen und bisher haben mich fast alle davon begeistert.
    Denn es gelingt ihm dem Leser auch komplizierte Zusammenhänge gut zu erklären. Vor allem schafft er das, ohne zu viel fachchinesisch anzuwenden um den Leser damit zu verwirren.


    Was mir diesmal besonders gut gefallen hat, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt.
    Das war eine Premiere für mich in seinen Büchern.
    Auch ist die Umsetzung für das junge und ältere Publikum gut gelungen. Denn er kommt ohne viel zu biel blutrünstige Gewalt aus, ohne dass die Spannung darunter leidet.
    Sehr gelungen!


    Dabei kann man sich sehr gut in die Personen hineinversetzen. 
    Besonders mit Manuel kann man hervorragend mitfühlen, denn er muss fast ganz ohne seine persönliche Erinnerung auskommen.
    Pfiffig, wie er sich die Vorkommnisse um ihn herum zusammensetzt.
    Ein tolles Jugendbuch, dass auch beim schon länger erwachsenen Punblikum sehr gut ankommen dürfte.
    Ich freu mich schon auf das nächste Buch von Karl Olsberg

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Loewe_Verlags avatar

    Fans von Thrillern zum Miträtseln aufgepasst: In diesem Buch ist vieles nicht so, wie es scheint. In dem fesselnden Thriller ab 14 Jahren vereint „Würfelwelt“-Autor Karl Olsberg virtuelle Welten, künstliche Intelligenz und die Suche nach der eigenen Identität zu einer spannungsgeladenen Geschichte, die auch Leser ohne technisches Vorwissen begeistert. 

    Hast du Lust, mit Manuel das Geheimnis um seine Identität zu lüften und den richtigen, aber auch den irreführenden Spuren nachzugehen? Dann bewirb dich gleich für unsere Leserunde!

    Mehr zum Inhalt:

    Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?

    Neugierig geworden? Dann klick dich doch mal durch die >> Leseprobe <<

    Mehr zum Autor:

    Karl Olsberg promovierte über künstliche Intelligenz, war Unternehmensberater, Manager bei einem Fernsehsender und gründete mehrere Start-ups. 2007 erschien sein erster Roman Das System, der es auf Anhieb in die Spiegel-Bestsellerliste schaffte. Seitdem schreibt er nicht nur erfolgreich Romane für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche und Kinder. Seine Minecraft-Romane, die er zunächst im Eigenverlag veröffentlichte, erreichten Platz 2 der Amazon-Bestsellerliste. Zudem wurde sein Start-up „Papego“, das die gleichnamige App zum mobilen Weiterlesen gedruckter Bücher entwickelt, auf der Frankfurter Buchmesse als „Content-Start-up des Jahres 2016“ ausgezeichnet. Der Autor lebt mit seiner Familie in Hamburg.

    Der Loewe Verlag verlost 30 Exemplare von „Boy in a White Room“ von Karl Olsberg. 

    Was du tun musst, um ein Buch zu ergattern? Wirf einen Blick in die Leseprobe und beantworte bis einschließlich Dienstag, den 10. Oktober folgende Frage:

    Was ist laut Alice der weiße Raum?

    Wir drücken dir die Daumen und freuen uns auf die Leserunde :)

    PS: Der Autor persönlich wird diese Leserunde begleiten und du kannst ihn mit deinen Fragen löchern :)


    *Bitte beachte die Lovelybooks-Richtlinien zur Teilnahme an Leserunden und Buchverlosungen.

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    Pressestimmen

    „Ein ultimativer Krimi über Mensch und Maschine.“
    Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung

    „Karl Olsbergs Buch ist finsterste Dystopie. Bezüge zu großen Philosophen machen die Lektüre auch zu einem Grübel-Trip über unsere Gegenwart.“
    Barbara Weitzel, Berliner Zeitung

    „Es ist mir nicht gelungen das Buch ein einziges Mal wegzulegen. Nachdenklich, tiefgründig, real?!“
    Spiesser

    „Ein sehr beunruhigendes Lehrstück über ‚Cogito ergo sum‘, künstliche Intelligenz, Moral und Ethik.“
    Matthias Ziegler, Wiener Zeitung

    „Ein packender Thriller rund um Fragen nach Lüge, Wahrheit, Vertrauen und der eigenen Identität.“
    Sabine Hoß, Bücher

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