Das System

von Karl Olsberg 
4,0 Sterne bei181 Bewertungen
Das System
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PaddyHs avatar

Eher düsteres Zukunftsszenario zum Thema Künstliche Intelligenz. Teilweise aber, vor allem gegen Ende, etwas naiv und zu stark Fantasy.

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Tolles und spannendes Hörbuch. Der Anfang war ein bisschen holprig, das Ende umso besser.

Alle 181 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das System"

Die Zukunft der Menschheit ist in Gefahr
Was wäre, wenn alle Computer der Welt plötzlich verrückt spielten? Als Mark Helius zwei Mitarbeiter seiner Softwarefirma tot auffindet, weiß er, dass im Internet etwas Mörderisches vorgeht. Stecken Cyber-Terroristen dahinter? Oder hat das Datennetz ein Eigenleben entwickelt? Eine Jagd auf Leben und Tod beginnt, während rund um den Globus das Chaos ausbricht.
Dieser atemberaubende Thriller zeigt beklemmend realistisch, wie schnell unsere technisierte Welt aus den Fugen geraten kann.
"Das System" wird Ihren Blick auf unsere Welt verändern.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746623672
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:403 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:06.09.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2008 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender Computer-Thriller, der die Welt der Technik in ein anderes Licht rückt.
    Ein spannender Computer-Thriller

    MEINE MEINUNG

    Die Erstveröffentlichung liegt nun mehr als neun Jahre zurück und trotzdem ist das Buch kein bisschen in die Jahre gekommen. Der Autor befasst sich in dem Buch mit einem Computersystem, Pandora, welches immer mehr an Macht gewinnt. Schnell stellt sich die Frage, ob es sich um eine künstliche Intelligenz handelt.

    Beim Lesen merkt man sehr deutlich, dass Karl Olsberg weiß worüber er schreibt. So ist es nicht verwunderlich, dass er mehrere Programmiersprachen beherrscht, eine Softwarefirma besitzt und über die Anwendung einer künstliche Intelligenz promovierte. Sein Wissen lässt er, für den Leser einfach verständlich, in das Buch mit einfließen.

    Der Thriller ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, die häufig wechseln. Dadurch werden Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und der Leser erhält viele Informationen. Im Verlauf des Buches wird dadurch deutlich wie weitreichend die Folgen durch Pandora sind.

    Der Perspektivenwechsel ist jedoch gerade zu Beginn etwas verwirrend und ich brauchte länger als sonst um mich in das Buch einzufinden. Durch die häufigen Wechsel ist es außerdem schwer mit den Personen mitzufiebern.

    Neben der Haupthandlung, dass sich das Computersystem immer weiter ausbreitet, gibt es noch mehrere kleine Nebenhandlungen, die dem Buch mehr Tiefe verleihen. Der Autor lässt die Personen gut miteinander interagieren und schafft somit weitere Probleme, mit denen die Protagonisten zurecht kommen müssen.

    Nicht nur das Buch, sondern auch der Internetauftritt hat mich von dem Buch überzeugt. Er passt sehr gut zu dem Inhalt und ist eine nette Spielerei, bei der man noch mehr Hintergrundinformationen bekommt.

    DER SCHREIBSTIL

    Karl Olsberg hat einen sehr flüssigen Schreibstil und schafft es durch seine Worte ein Bild im Kopf der Leser zu erzeugen. Er findet eine gekonnte Mischung zwischen zielführenden Szenen und Szenen, durch die man die Charaktere besser kennen lernt. Dadurch hält er die Spannung aufrecht und das Buch wird nicht in die Länge unnötig gezogen.

    DIE CHARAKTERE

    Die Charaktere sind sehr abwechslungsreich und entsprechen keinen gängigen Stereotypen. Die Hintergrundgeschichten der Personen sind sorgfältig ausgedacht und wirken auf die aktuelle Handlung ein.

    Außerdem packt der Autor seine Protagonisten nicht in Watte, sondern legt ihnen Steine in den Weg und lässt sie im Laufe des Buches einiges durchleben, woran sie wachsen können.

    An einigen Stellen habe ich jedoch auszusetzen, dass die Protagonisten etwas zu übermächtig sind und einiges zu leicht wegstecken. Dennoch ist die Auswahl der Personen gut getroffen und erfrischend Abwechslungsreich.

    FAZIT

    Das Buch setzt sich mit einer für uns wichtigen Thematik auseinander und verdeutlicht, was passieren kann, wenn die Technik die Oberhand gewinnt. Das Herr Olsberg sich selber mit der Thematik gut auskennt merkt man an vielen Stellen des Buches.

    Leider waren an einigen Stellen die Personen etwas zu übermächtig und haben sehr viele Schmerzen zu einfach weggesteckt. Und auch das mitfiebern war nicht immer leicht, da oft die Perspektive gewechselt wurde. Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

    Diese und noch weitere Bewertungen findet ihr auch auf meinem Blog.

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    Tine13s avatar
    Tine13vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Großartiger Techno-Thriller, spannend bis zur letzten Seite
    Hallo DINA.....

    "DINA", so heißt das neue Softwaresystem, der kleinen Softwarefirma "Distributiv Intelligence AG" aus Hamburg. Doch bei der Präsentation der sprechenden Neuheit gibt es leider Fehler bei der Dateninformation und die Firma steht vor dem Untergang. Als am nächsten Tag auch noch der Chefprogrammierer Ludger Hamacher tot aufgefunden wird, steht der Firmengründer Mark Helius vor einem Rätsel und als Hauptverdächtiger da.
    Weshalb und  warum, hat es etwa mit DINA zu tun? 
    Um den Verdächtigungen der Polizei zu entkommen und selbst dem Mörder auf Spur zu kommen ergreift Mark die Flucht und eine spannende Verfolgungsjagd beginnt ! Währenddessen spielen plötzlich auch der ganzen Welt die Computer verrückt und verbreiten Furcht und Schrecken.....

    Nachdem ich die Prequel "Mirror Welt"von Karl Olsberg lesen durfte, habe ich mir sofort seinen Debütroman "Das System" gekauft, da mich seine Schreibweise begeistert hat. Obwohl schon fast 10 Jahre alt ist das Thema "Künstliche Intelligenz" immer noch hochaktuell und der Thriller ist wirklich hochspannend...ein Pageturner bis zur letzten Seite.
    Der Schreibstil ist einfach packend und mitreißend, auch für Techno-dummies wie mich gut verständlich und nachvollziehbar.

    Nun freue ich mich schon auf das neue Werk des Autors "Mirror", das brandneu am 15 Aug. herausgekommen ist. Es steht ganz oben auf meiner Leseliste.

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    Mephisztoes avatar
    Mephisztoevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zehn Jahre alt aber kein bisschen gealtert. Ein Thema wie es nicht aktueller sein könnte!
    Science Fiction, die von der Realität überholt wird...

    Meine Meinung zum Buch

    Oft sind es die ersten Zeilen eines Romans, die einen packen. Manchmal genügt bereits der erste Satz. Im Fall von “Das System” lautet er: “Internationale Raumstation ISS, Mittwoch 14:58 Uhr. Das schrille Pulsieren der Sirene gellte durch die Station.” Das Buch hat mich damit sofort in seinen Bann gezogen. Gleich auf der ersten Seite reißt es einen mitten in eine Geschichte, die zunächst nach einem Science Fiction Roman anmutet. Und ab Kapitel 2 folgt ein rasanter Techno-Thriller, dessen Rahmenhandlung – sehr cool! – mitten in Hamburg stattfindet. Wer hätte das gedacht? In der Hafencity findet die Vorstellung einer IT-Sensation statt: Eine beinahe marktreife künstliche Intelligenz, entwickelt von einem jungen Startup-Unternehmen, das auf der Suche nach Investoren ist. Distributed Intelligence heißt das Unternehmen, die Software hört auf den Namen DINA. Das Besondere: DINA lernt selbständig. Natürlich hat die Sache einen Haken und plötzlich geht alles Schlag auf Schlag.

    “Das System” hat sich als echter Pageturner entpuppt, dessen Handlung zwischen Deutschland, den USA und der ISS springt und erfolgreich mehrere Handlungsstränge geschickt miteinander verstrickt. Das Buch hat aber auch seine Schwächen. Während ich es zwar kaum aus der Hand legen konnte, merkt man dem Debüt-Roman von Karl Olsberg aus dem Jahre 2006 auch an, dass es dem Autor schwer fiel, allen Charakteren eine ähnliche Tiefe zu verleihen. Das Buch pendelt irgendwo zwischen pfiffiger – nahezu biographischer – Detailtreue und naiver, fast schon beschleunigter Rahmenhandlungen. Letzteres spiegelt in etwa mein Empfinden wider, das ich in Bezug auf die Beziehung zwischen beispielweise dem Protagonisten Mark Helius und seiner Frau hatte. Gefühlt existiert diese nur, um ein oberflächlich störendes Element einzubauen, die dem Protagonisten mehr Tiefe verleiht und seinem inneren Konflikt, der im Laufe der Geschichte entsteht, mehr Authentizität zu verleihen. Leider empfand ich diesen Teil aber als recht weit hergeholt und gleichzeitig sehr flach. Genau wie Jar Jar Binks aus Starwars Episode 1-3, hätte die Handlung auch problemlos auf diesen Teil der Geschichte verzichten können – oder ihr hätte durch mehr Details mehr Tiefe verliehen werden müssen. Wer aber über solche Kleinigkeiten hinwegsehen kann, der hält mit “Das System” einen Thriller der Extraklasse in den Händen; spannend bis zum Ende und mit einer erschreckend glaubwürdigen Handlung. Besonders die Wechsel zwischen den Lokationen haben mir sehr gefallen und auch die, durch Selbstironie geprägten, Vorstandsdiskussionen haben mir als Unternehmensberater – absurderweise – viel Spaß gemacht. Man spürt in diesem Buch zwischen den Zeilen sehr deutlich Karl Olsbergs eigenen Hintergrund als Unternehmensberater und auch seine Kompetenz im Bereich künstlicher Intelligenz.

    Fazit

    Dieses Buch zu bewerten fällt mir ein wenig schwer. Da mich das Thema packt, ich den Schreibstil mag und mich gerade dieses Genre immer wieder begeistert, würde ich am liebsten jedem empfehlen, es auch zu lesen und dann mit mir über die Implikationen des Buches zu philosophieren. Allerdings muss ich fairerweise auch all denjenigen, die Schätzing, Elsberg oder Eschbach gewohnt sind, gegenüber betonen, dass es sich bei “Das System” um einen Debüt-Roman handelt, dem man anmerkt, dass es dem Autor noch an Erfahrung mangelte. Das hat die Leser aber nicht daran gehindert, es zu verschlingen, so wie ich es getan habe. Der Erfolg sprach für sich: Beinahe wäre der Roman verfilmt worden. Leider scheiterte das Vorhaben an der damaligen Finanzkrise. Ich gebe dem Buch auf jeden Fall begeisterte 4 Sterne und kündige hier schon einmal an, dass es in ein paar Tagen noch ein Interview dazu mit Karl Olsberg auf tthinkttwice.de geben wird (ich hatte das Glück, ihn auf der Leipziger Buchmesse zu treffen). Lest am besten vorher noch schnell das Buch und freut euch dann auf eine tolle Neuigkeit!

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    itwt69s avatar
    itwt69vor 4 Jahren
    wenig überzeugend

    Das System ist ein Zukunftsthriller, der mich wenig überzeugt hat. Alles zu groß aufgesetzt, die Menschheit am Abgrund, weil eine zufällig erschaffene künstliche Intelligenz durchdreht? Auch die vielfach gelungene wundersame Flucht eines IT-Direktors vor der Polizei ist völlig unrealistisch. Es scheint, als ob ein "guter" Thriller heutzutage gewissen Mindestanforderungen unterliegt, was Action anbetrifft. Ich sehe das anders, weniger ist manchmal mehr. Diese ständigen maßlosen Übertreibungen sind völlig unnötig - einen gewissen Bezug zur Realität sollte auf jeden Fall vorhanden sein, den sehe ich hier nur ganz schwach. Das Ende ist dann auch sehr wundersam, erst versucht man sich gegenseitig zu töten, und auf einmal steht eine rosige Zukunft mit fruchtbarer Koexistenz in Aussicht...Leider verschwendete Lesezeit...

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    VeraPestels avatar
    VeraPestelvor 4 Jahren
    Ich sehe meinen Computer nun mit anderen Augen!

    Raumstation ISS. „System overload" meldet der Computer. Die zwei Besatzungsmitglieder können sich den Fehler nicht erklären.

    Hamburg-Hafencity. Präsentation einer neuartigen Benutzerschnittstelle der Software DINA bei der Firma Distributed Intelligence AG, deren Vorsitzender Marc Helius ist. Mit seinem Freund Ludger Hamacher hat er die Firma gegründet. Doch bei der Präsentation läuft DINA nicht wie gewohnt, sondern gibt falsche Informationen aus. Das macht die Investoren stutzig, sie wollen kein weiteres Geld in die vor der Insolvenz stehende Firma stecken. Mark Helius soll als Vorstand abgelöst werden. Er streitet sich mit seinem Freund Ludger Hamacher, der für die Programmierung der Software zuständig ist und gibt ihm die Schuld für ihr Versagen. Am nächsten Morgen wird dieser tot im Büro aufgefunden. Mark Helius wird des Mordes verdächtigt. Er flüchtet vor der Polizei.

    In Palo Alto tritt kurzfristig eine Spitze bei der Auslastung einer Suchmaschine auf. Auderburn, eine Firma, die Antivirensoftware entwickelt und vertreibt, geht fast ein unbekannter Virus ins Netz und in Tokio klingeln zur Feierabendzeit, als Kimiko auf dem Weg zur Bahn ist, plötzlich alle Telefone, aber niemand ist am anderen Ende. Mark flüchtet weiterhin über Stock und Stein und die Polizei schafft es nicht ihn zu fassen, trotz Hubschraubereinsatz und anonymen Hinweisen per SMS, der Absender kann nicht ermittelt werden. Das Programm DINA scheint für die Präsentation vor den Geldgebern manipuliert worden zu sein, damit vielleicht Mark seinen Posten verliert, Ludger musste vielleicht sterben, weil er am Abend herausgefunden hatte, wer für die Manipulationen verantwortlich war, als er in einer Holzhütte versuchte Schlaf zu finden, in Gedanken durchging, wer hinter all dem stecken könnte und wer ihm helfen könnte, die Manipulationen zu beweisen. Währenddessen zieht die Raumstation am Himmel vorbei. In der Raumstation steigt die Temperatur, der Roboterarm außerhalb der Station bewegt sich.

    Und eigentlich ist alles ganz anders und beängstigend, wie eine ehemalige Mitarbeiterin von Distributed Intelligence herausfindet. DINA ist zu Pandora geworden, die Büchse wurde geöffnet, das Unheil in die Welt gebracht. Die weltweite Vernetzung wird zur Gefahr. Pandora hat sich wie ein Monster durch die Leitungen quetscht, sich eingenistet, Teile von sich hinterlassen, um sich unbesiegbar zu machen. Ein Ganzes kann man leicht zerstören, intelligente Teile nicht. Es ist eine technische Evolution.

    Der Mark, der geregelt und ohne Stolpersteine lebte, wird auf einmal zum Leben gezwungen, nichts ist mehr planbar, die wahren Dinge offenbaren sich, zum Beispiel, dass seine Frau hübsch und nett ist, mehr aber auch nicht. Sie ist kein wirklicher Partner. Sein Leben war auf Oberflächlichkeiten aufgebaut. Mittlerweile ist er nur noch auf der Flucht. Nirgendwo sicher.

    Rasant setzt Olsberg eine Szene an die nächste, öffnet einige Erzählstränge, die später ein Ganzes ergeben. Er erzählt in einfachen Worten, beschreibt Charaktere, die alle irgendwo scheitern und niemals glatt sind. Vorhersehbar ist nichts mehr. Selbst die Kommissare haben nichts mehr im Griff. Das macht den Roman so nah.
    Ich habe in diesem Roman viel mehr gefunden, als ich erwartet habe, und bin sehr ins Grübeln gekommen über unsere technisierte Welt. Viele neue Fragen drängen sich mir auf, die Olsberg in anderen Büchern behandelt. Aus der Luft gegriffen ist die beschriebene Problematik nicht. Es gibt Systeme, die arbeiten wie beschrieben. „Das System“ ist ein Roman, der uns zum Nachdenken bringt.

    Die FAZ.NET schrieb zu diesem Roman: "Wer nach der Lektüre seinen PC anschaltet, wird dies mit gemischten Gefühlen tun."
    Das kann ich so stehen lassen.

    Ein bisschen Gequassel dazu:


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    Babschas avatar
    Babschavor 4 Jahren
    Wenn die Maschinen erwachen...

    Die Story:

    Mark Helius, Chef einer Hamburger Softwarefirma, kann es nicht glauben, als sein Chefprogrammierer eines Tages ermordet aufgefunden wird. Die Firma stand kurz vor dem Abschluss eines Projektes, in dem eine völlig neuartige Software mit ungeahnten Einsatzmöglichkeiten entwickelt wurde. Kurz darauf passieren im Unternehmen unerklärliche Programmfehler und er selbst wird auf einmal des Mordes an seinem Kollegen verdächtigt und muss schließlich untertauchen. Erst nach und nach kommt die ganze Tragweite der Katastrophe ans Licht. Es scheint immer mehr, dass die entwickelte Software ein eigenes Bewusstsein entwickelt hat und sich über das Internet weltweit in allen Systemen ausbreitet. Und das mit ausgesprochen schlechten Absichten. Ein verzweifelter Wettlauf beginnt.

    Meinung:
    Ein insgesamt dicht geschriebener Reißer ohne besonderen Schnickschnack, der hauptsächlich vom thematischen Sachverstand des Autors und seinem
    flüssigen, gut lesbaren Schreibstil lebt. Mit durchaus ernst zu nehmenden Ambitionen hat dieser sich hier nochmal kritisch mit der in Zeiten des
    Terminators natürlich inzwischen ziemlich abgedroschenen, nichts desto trotz immer aktuellen Fragestellung befasst, ob es tatsächlich möglich ist,
    dass Maschinen irgendwann ein eigenes Ego entwickeln und sich gegen die Menschen wenden könnten. Wer weiß. Obwohl Olsberg sich redlich bemüht, den mitwirkenden Figuren etwas Farbe und vor allem ein eigenes Gesicht zu geben, ist dies aus meiner Sicht hier irgendwie nicht gelungen. Roter Faden ist allein die streckenweise ziemlich technisch geschriebene Geschichte und die zum Leben erwachende, bedrohliche Entität selbst. Und auch mit dem etwas an den Haaren herbei gezogenen Ende kann man als Leser letztlich ganz gut leben. Drei Sterne für einen unterhaltsamen, wenn auch nicht übermäßig spannenden Thriller.

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    L
    Lemmingvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Fesselnd, spannend, beängstigend...
    Ist das schon Real??

    Hat mich stark zum Nachdenken angeregt... Wie weit sind wir schon in dieser Richtung gegangen? Wo werden wir enden? Vieles ist heut schon möglich... Dieses Buch kann durchaus den Blick auf die ach so tolle, unverzichtbare Technik stark verändern. Ich fand das Buch super und auch sehr beängstigend...

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    lcsch30s avatar
    lcsch30vor 5 Jahren
    fesselnder Wissenschaftsthriller

    Was passiert wenn Computer intelligent werden, selbstständig handeln?
    In "das System" passiert genau das: ein modifiziertes Computerprogramm verbreitet sich wie ein Wurm im Internet, nutz vorhandene Rechnerkapazitäten wie ein neuronales Netz und entwickelt intelligenz. Es treten weltweit unerklärbare elektronische Störungen auf, doch die Betroffenen begreifen erst zu spät was dahinter steckt: PANDORA hat Zugriff auf Handynetze, Überwachungskameras, Waffe... Das intelligente Programm scheut auch nicht vor Mord zurück um zu verhindern, dass man es löscht. Als Firmenchef Mark und Programmiererin Lisa die Wahrheit herausfinden, beginnt ein rasantes Versteckspiel und die Jagd nach PANDORA.
    Nach der Lektüre frag ich mich dann wirklich wie viel ich in der Cloud speichern will und wie sehr ich mich auf Technik verlassen sollte...
    Sehr fesselnder Thriller, hab das Buch quasi auf einmal verschlungen!

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 6 Jahren
    Mischung aus Realität und Fiktion

    Mark Helius hat mit seiner Firma ein neues fortschrittliches Softwareprogramm namens DINA entwickelt. Ausgerechnet bei einer Präsentation vor Investoren macht das Programm unerklärliche Fehler. Das Programm DINA nutzt die millionenfach an das Internet angeschlossenen Rechner um die ihm gestellten Aufgaben zu bewältigen.Weshalb es jetzt auf ein und dieselbe Frage verschiedene Antworten. gibt, ist den Entwicklern zunächst ein Rätsel. Es kommt zu einem Streit zwischen Mark und seinem Chefentwickler. Dummerweise ist dieser am nächsten Morgen tot....!
    Mark muss fliehen während das Programm DINA zu etwas völlig neuem mutiert.

    Mit dem Buch hat der Autor einen sehr spannenden Wissenschaftsthriller geschaffen. Die flüssige Schreibweise in angenehm kurzen Kapiteln schafft gute Spannungsbögen. Die Mischung von Realität und Fiktion ist gelungen. Manchmal erinnert das Buch an Frank Schätzings "Schwarm" und "Limit", ohne allerdings dessen Klasse ganz zu erreichen. Trotzdem ein sehr gelungenes Erstlingswerk, es macht Lust auf mehr....

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 6 Jahren
    Rezension zu "Das System" von Karl Olsberg

    In Hamburg stellt Markus Helius das Computerprogramm DINA vor. Das Simulationsprogramm kann mit dem Benutzer kommunizieren. Doch die Präsentation geht schief. DINA liefert unsinnige Werte. Am nächsten Tag wird der Chefprogrammierer Ludger erschlagen in der Firma aufgefunden. Alle Indizien weisen auf Markus hin. Warum musste Ludger sterben? Woran hat er zuletzt gearbeitet? Um diese Fragen beantwortet zu bekommen, flieht Markus vor der Polizei. Er braucht Hilfe, denn mit Programmierung kennt er sich nicht aus.
    Das Buch ordne ich in das Genre Wissenschaftsthriller. In einer abwechslungsreichen Handlung geht der Autor der Frage nach, ob sich intelligente Computersysteme über das Internet selbst organisieren können. Die technischen Details wurden zum großen Teil exakt recherchiert. Die Erklärungen setzen allerdings einige Grundkenntnisse voraus.
    Einer der stärksten Abschnitte des Buches war für mich das Gespräch von Markus mit Professor Weisenberg. Seine Erweiterung des Evolutionsbegriffes von der biologischen Plattform auf Technik und Wirtschaft wird logisch zwingend dargelegt.
    Trotz aller technischen Inhalte ist dem Autor ein spannender Thriller gelungen. Ich als Leser fühlte mich in den Kampf von Markus gegen die Zeit einbezogen. Wie so oft wollten viele nicht glauben, was doch offensichtlich war, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
    Doch die unerklärlichen Ereignisse häuften sich.
    Auf der internationalen Raumstation ISS gibt der Computer Alarm. Da das schon mehrmals passiert ist, beschuldigt der russische Kommandant den Italiener, das System manipuliert zu haben.
    Normen arbeitet bei einer Firma für Suchtechnologien in Kalifornien. Ihm fallen kurzzeitig ungewöhnliche Werte im Computer auf.
    Ein unbemannter Panzer schießt auf seine Programmierer.
    Das Ende des Buches war für mich eine Überraschung, ist aber eine konsequente Folge aus der Handlung.
    Das Buch lässt sich flott lesen, setzt aber voraus, dass man an den technischen Ausführungen Interesse hat. Gut fand ich, dass das familiäre Umfeld von Markus mit beleuchtet wurde.
    Die Charaktere der Hauptpersonen waren umfassend dargestellt. Nebenpersonen blieben zum Teil blass. Die Einblicke in verschiedene Bereiche, deren Computer ein Eigenleben entwickelten, rundeten das Bild insofern ab, dass die Gefahr deutlich wurde.
    Auf die Liebesgeschichte hätte ich verzichten können, doch das ist Ansichtssache.

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