Karl Ove Knausgård Leben

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Inhaltsangabe zu „Leben“ von Karl Ove Knausgård

Der literarische Superstar aus Norwegen. Es ist eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung. Das Abitur hat er in der Tasche, die Eltern haben sich getrennt, die Begegnungen mit dem Vater sind spannungsgeladen, die ersten Schritte hinein in ein selbstbestimmtes Leben begleitet von Alkoholräuschen, die der junge Karl Ove in seiner Not immer öfter sucht, weil er diese mit einem Gefühl von Freiheit verbindet – verheißen sie ihm doch Befreiung von all den Komplexen, Unsicherheiten und Nöten, die ihn plagen und noch lange Jahre plagen werden. Lebenslust sieht anders aus. Unschlüssig, was er mit seinem Leben beginnen soll, beschließt Knausgård ein Jahr als Aushilfslehrer an eine Dorfschule nach Nord-Norwegen zu gehen.

Mein erstes mal Knausgard. Mein erstes mal so gefangen sein in 600 Seiten voller Realismus und Poesie.

— julijules
julijules

♥♥♥

— misanthropy
misanthropy

Teil eines autobiographischen Projektes. Wer fiktional erzählte Realität mag, wird „Leben“ lieben.

— stadtschreiber
stadtschreiber

Ein Roman über das Leben, das Erwachsen werden, die langen dunklen Tage in Nord-Norwegen und das Erste Mal. Gern gelesen.

— YvonneKaeding
YvonneKaeding

Es geht um Alkohol, den Versuch, endlich ein Mädchen zu finden und viel Selbstzweifel - das klingt banal, aber liest sich genial.

— BluevanMeer
BluevanMeer

Unspektakulär, aber voll Authentizität

— MissGoldblatt
MissGoldblatt

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  • Kampf gegen die Alkoholsucht, ganz unaufgeregt erzählt

    Leben
    stadtschreiber

    stadtschreiber

    19. January 2017 um 17:49

    Mancher Leser ist von den ersten Seiten des Romans vielleicht gelangweilt, doch andere sind von der ersten Seite an gefesselt. In „Leben“, dem vierten Teil seines autobiographischen Projekts, schildert der Autor die Zeit Mitte der 1980er Jahre, als er in einen neuen Lebensabschnitt startete.Darum geht es im LebenNachdem Karl Ove Knausgård mit 18 das Gymnasium abgeschlossen hatte, ging er zunächst mit großen Plänen in den Norden Norwegens. Dort wollte er Schriftsteller werden, sich dem Alkohol und Sex hingeben und vor allem geregelte Arbeit vermeiden. Doch sobald der Protagonist seine Stelle angetreten hat, springt der Autor auch schon in die Vergangenheit. Der Leser erfährt von den Besäufnissen des Protagonisten, welche Musik er am liebsten gehört und welche Bücher er am liebsten gelesen hat. Der Autor erzählt sein Leben also nahezu lückenlos nach. Überstrahlt wird die Geschichte von der großen Frage nach der Zukunft und dem Verhältnis des Protagonisten zu seinem Vater. Chronologie? Unnötig! Zwar schildert Karl Ove  Knausgård den Kampf seines Lebens, allerdings alles andere als chronologisch. Er springt zwischen den Zeiten, wie eben gerade die Erinnerungen kommen. Damit dürfte sich „Leben“ eher als Entwicklungsroman einordnen lassen, in dem ein junger Mensch versucht, seinen Platz im Leben zu finden. Dabei ist das Ziel für den Protagonisten klar: Er ist nicht in den Norden des Landes gereist, um Menschen kennenzulernen oder Erfahrungen zu machen, sondern um Ruhe zu finden. Zudem erzählt der Autor in seiner bekannt schmucklosen Weise vom Umgang mit den Schülern, die nur wenig jünger sind als er, und deren Selbstfindungsprozess. Zwar wirkt dieser Stil oft ausufernd, jedoch meist auch gnadenlos ehrlich. Es scheint, als hätte er die Reise in den Norden nur angetreten, um sich des Vaters zu entledigen. Jedoch kehrt er später zu ihm zurück, als er aus dessen Notizen zitiert. Mein Fazit Karl Ove Knausgård erzählt die bewegende Geschichte eines jungen Menschen, der sich von seinem zunehmend alkoholsüchtigen Vater abnabeln möchte. Er meistert dies auf eine äußerst unaufgeregte Weise und schildert in erster Linie die tatsächliche oder fiktive Realität. Wer den Stil und fiktional erzählte Realität mag, wird „Leben“ lieben. Vielen Dank an den Autor der Rezension Harry Pfliegl

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  • Stille Wasser sind tief

    Leben
    MissGoldblatt

    MissGoldblatt

    14. March 2016 um 18:08

    Zum Inhalt Frauen, Alkohol und Sex. Die drei großen Themen mit denen sich der Autor in seinem autobiografischen Roman beschäftigt. Sich nahezu drin suhlt. Nachdem der junge 18-jährige Knausgård das Abitur in der Tasche hat, beschließt er für ein Jahr in den Norden von Norwegen zu ziehen, um an einer Schule zu unterrichten. Doch eigentlich sehnt er sich nach nichts mehr, als seine schriftstellerischen Fähigkeiten auszubauen, endlich Geschichten zu publizieren und vor allem seine Jungfräulichkeit zu verlieren. In einem Strudel aus Gedanken und Erlebnissen wird er ein Stückchen erwachsener… Die Meinung „Leben“ von Karl Ove Knausgård ist anders. Der Autor wirft dem Leser nicht einfach irgendeine fiktive Geschichte vor die Füße. Nein, er rotzt auf intellektuelle und nüchterne Art dem Leser ein Jahr und ein paar mehr hin. Seine Worte sind stark. Sie sind unaufgeregt, rühren aber in trivialer Weise an der Empathie des Lesers. Karl Ove ist auffällig wie ruhig. Ein bisschen naiv, etwas zu größenwahnsinnig und doch so leicht zu beschämen. Keine einfache Persönlichkeit. Doch was soll man von einen Teenager bzw. jungen Erwachsenen erwarten? Auffällig und etwas gewöhnungsbedürftig ist erst einmal, dass das komplette, auch sehr eng bedruckte, Buch nur in Abschnitte unterteilt ist. Es gibt keine Kapitel oder größere Leseabschnitte. Das ist Fließtext in Masse dargelegt. Gute 140 Seiten lang begleitet man den jungen Karl Ove auf den Weg nach Nord-Norwegen in ein 250-Seelen-Kaff und seine ersten paar Schulstunden als Lehrer. Dann in einer Szene, mit Karl Ove über einer Kloschüssel, wechselt man in eine fast 300 Seiten lange Rückblende. Das ist geschickt gemacht vom Autor. Ist man ja als „moderner“ Leser gewöhnt, dass so Rückblenden eine kurze Unterbrechung der eigentlichen Handlung sind und man schnell wieder den roten Faden der Geschichte aufnehmen bzw. weiterverfolgen kann. Ätsch. Hier nicht. In recht chronologischer Reihenfolge, bis zum Zeitpunkt als Karl Ove sich entschließt nach Nord-Norwegen zu gehen, verfolgt man Stationen seines Lebens von mehr oder weniger schöner Natur. Zugegebenermaßen zieht sich das schon, wenn man keine Ahnung hat, dass der Anschluss zur „eigentlichen“ Geschichte noch ein Weilchen ausbleibt. Aber das macht das Buch komischerweise wieder aus. Ohne diese Rückblende(n), würde das Buch nicht leben. Die ganzen Alkoholexzesse, die Drogenexperimente und die größenwahnsinnigen Neigungen sind nämlich Mittel zum Zweck, um den Spagat zwischen Scham und Schuldgefühl im Alltag zu schaffen. Klar ist nämlich, dass Karl Ove sich selbst nicht ausreicht. Sich selbst gerne klein redet. Von Selbstzweifeln zerfressen wird, sodass er gerne mal einen zu viel über den Durst trinkt. Ständig ver- und entliebt er sich, in der Hoffnung endlich mal zum Schuss zu kommen und seinem Image als Frauenheld gerecht zu werden. Von seinem alkoholabhängigen Vater bekommt er das Gefühl nicht erwünscht, irgendwie lästig zu sein; seine Mutter lässt ihm den Freiraum, mit dem er nicht klarkommt und sich verliert. Komplex und authentisch erzählt er oft von einem gähnenden Schweigen, einer Leere und einer Sinnlosigkeit, die er irgendwie zu füllen versucht. Und in wenigen Sekunden des Suffs, des Schreibens oder des Musikhörens scheint ihm das zu gelingen. Man spürt, hier ist er bei sich. Das Buch ist ein Monument an Ausschweifungen und doch akzentuierter Brisanz. Zwischen einfachen und eher bedeutungslosen Sätzen, finden sich explosive Aussagen und stark reflektierte Erinnerungen. Das liegt nicht jedem Leser und ist daher schwer zu empfehlen. Entweder man liebt oder hasst sowas. Mein FazitWas ist das mit diesem Karl Ove Knausgård und seiner autobiografischen Reihe? Das oder ähnliches fragen sich sicher viele. Vorausgesetzt man kennt ihn. Ich nicht. Ich hatte vor diesem Buch nichts von dem Autor gehört, noch gelesen. Obwohl das Buch ein sehr unspektakuläres Werk ist, hat es eine ganz eigene Dynamik, eine ganz eigene Art den Leser bei der Stange zu halten. Ungeschönte Selbstreflektion per excellence. „Leben“ kommt ganz ohne das große Tamtam aus und das hat mir überraschend gut gefallen.

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  • Rauschvolle Jugend – Knausgård 4

    Leben
    serendipity3012

    serendipity3012

    12. October 2015 um 10:00

    Rauschvolle Jugend – Knausgård 4 „Was passierte hier? Wieso lebten wir so? Warteten wir auf etwas? Und wenn es so war, wie konnten wir so geduldig sein? […] Worum es ging? Wir waren Freunde, nicht mehr als das. Und die Wartezeit, das war das Leben.“ S. 223f Karl Ove Knausgård, der uns im vorherigen (dem dritten) Band „Spielen“ von seiner Kindheit erzählt hat, ist nun ein Jugendlicher, hat sein Abitur in der Tasche und geht für ein Jahr in ein Dorf ganz im norwegischen Norden, wo er an einer kleinen Schule als Aushilfslehrer arbeiten soll. Es ist der erste Weg in ein Leben als Erwachsener, der er unbedingt sein will und zu sein glaubt, obwohl er als Autoritätsperson von den nur wenig jüngeren Schülern kaum respektiert wird und sich nicht gerade erwachsen verhält. Im Grunde ist hier schon ganz klar, dass Knausgård nichts Anderes will als Schreiben und Schriftsteller sein. Der Lehrerjob soll ihm die Möglichkeit bieten, sich daran ernsthaft zu versuchen. Und so entstehen denn auch erste Erzählungen in jenem Jahr, die er an Freunde und Verwandte verschickt und schließlich auch bei einem Schreibwettbewerb einreicht. Auf der anderen Seite gibt es aber ganz deutlich zwei andere Komponenten, die ihn vollends einnehmen und sein Leben bestimmen: Der Alkohol, ohne den Knausgård kaum ein paar Tage verbringt und der Wunsch, endlich mit einem Mädchen zu schlafen. Karl Ove Knausgård ist inzwischen so was wie ein Superstar, gerade in der letzten Woche war er zu zwei sehr gut besuchten Lesungen in Hamburg und Berlin in Deutschland anlässlich des Erscheinens des 5. Bandes „Träumen“, der auf den hier besprochenen 4. Band „Lieben“ folgt. Viele wollten diesen Mann sehen und vielleicht ein bisschen besser verstehen, was den Hype um ihn eigentlich ausmacht. Internet und Zeitungen sind voll von Berichten über ihn, einen scheuen Mann, der sein komplettes Leben, vor allem sein Innenleben, auf insgesamt ca. 4000 Seiten vor der Welt ausgebreitet hat, wobei, das wurde beim Gespräch mit ihm bei der Veranstaltung in Berlin einmal mehr deutlich, nicht alles tatsächlich genauso passiert ist. Seine Bücher sind Romane: Es könnte sich so oder ähnlich zugetragen haben. Womöglich braucht es diese weitere Besprechung zu einem seiner Bücher an dieser Stelle nicht. Nahezu alle Artikel, die man über Knausgård findet, beschäftigen sich mit zwei Fragen: Erstens: Ist das große Literatur und muss man das wirklich lesen? Und zweitens, von jenen gestellt, die Nr. 1 mit Ja beantworten: Warum um alles in der Welt fasziniert Knausgårds Werk so, warum kann man nicht mehr aufhören, zu lesen, wird hineingezogen in diesen Kosmos, auch wenn das Lesen keinesfalls immer ein Vergnügen ist? „Even when I was bored, I was interested.“ So schrieb der New Yorker zu Knausgård. Und trifft damit ziemlich genau meine Leseeindrücke zu Knausgårds Min Kamp 4, wie der Roman im Original heißt. „Leben“ umfasst ähnlich wie alle Bücher der Reihe um die 600 Seiten. 600 Seiten, die sich zum Großteil einerseits damit beschäftigen, einen Alkoholrausch nach dem anderen zu erzählen – selbstverständlich sehr detailliert, denn wir sind hier bei Knausgård – und andererseits die Gedanken und Wünsche des Protagonisten dahingehend wieder zu geben, dass er endlich Sex haben will. Er ist in „Leben“ zwischen 16 und 18 Jahre alt. Ihn interessiert sonst nichts, - vielleicht noch gute Musik und natürlich ist da immer der Wunsch, ein Schriftsteller zu sein, der über allem steht, aber im Großen und Ganzen habe ich ein 600-Seiten-Buch über Saufen und Sex gelesen. Ijoma Mangold erklärte auf der Veranstaltung zu Knausgård in Berlin die Faszination der Bücher des Norwegers damit, dass da einer schreibt, mit dem man sich identifizieren kann: Dadurch, dass er uns in seinen Gedanken und Gefühlen ähnlich ist (wenn auch extremer als die meisten von uns), werden wir in seinen Büchern immer wieder auf uns selbst zurückgeworfen und setzen das Gelesene zu uns selbst in Beziehung, bewerten es von einem persönlichen Standpunkt aus. Dies ist wohl auf der einen Seite der Grund, dass ich wie der Kritiker im New Yorker fasziniert und interessiert war. Auf der anderen Seite gehören Romane über die jugendlichen Gelüste pubertierender Jungs nicht gerade zu meinem bevorzugten Lesestoff. Nirgendwo sonst hätte ich so etwas lesen wollen. Nur bei Knausgård kann ich das überhaupt ertragen. Natürlich ist „Leben“ viel mehr als das. Es muss einen Grund geben, warum ich das Buch nicht nach dem zweiten Alkoholexzess entnervt beiseite gelegt habe. Die stärksten Momente in Knausgårds Romanen sind die, in denen der Erzähler, der erwachsene Mann, erscheint und über sein jüngeres Alter Ego spricht und richtet. „Er weiß nichts über das Leben, er weiß nichts über sie, er weiß nicht einmal etwas über sich selbst. Er weiß nur, dass er noch nie zuvor mit einer solchen Kraft und Klarheit geliebt hat. Alles schmerzt, aber nichts ist so schön. Oh, dies ist das Lied über einen Sechzehnjährigen, der in einem Bus sitzt und an sie, die Einzige, denkt, ohne zu wissen, dass die Gefühle langsam, immer langsamer matter und schwächer werden, dass das Leben, das jetzt so stolz und gewaltig daherkommt, unbarmherzig weniger und weniger wird, bis es eine handliche Größe erreicht hat – dann tut es nicht mehr so weh, aber dann ist es auch nicht mehr so schön.“ S. 201f Sie sind nicht häufig, diese Einschübe. Die meiste Zeit erleben wir den jungen Karl Ove in seiner ganzen Naivität, ohne Distanz. Manchmal schmerzlich nah. In seiner ganzen Unsicherheit und der allumfassenden Scham. Scham, die bei Knausgård ein zentrales Thema ist, und die er durch eben jene Alkoholexzesse zu überwinden sucht. Es wird immer die geben, die über den Kult um Karl Ove Knausgård nur den Kopf schütteln und die das Kochen von kannenweise Tee einfach nur langweilt, wie jüngst Christine Westermann im Literarischen Quartett beklagte. Und auf der anderen Seite die, die sich dem Sog seiner Bücher nicht entziehen können und längst süchtig nach ihnen sind. Besonders neugierig macht mich die Aussicht auf den 6. Band, der um die 1400 Seiten umfassen und sich mit den Auswirkungen des Romanprojekts auf Knausgårds Leben befassen soll. Auch um die Namensgebung des Zyklus nach Hitlers „Mein Kampf“ soll es darin gehen. Was „Leben“ angeht, kann man demjenigen, der Knausgård noch nicht kennt, eigentlich nur sagen: Versuch es. Du wirst ihm entweder verfallen oder Dich langweilen. Dazwischen scheint es nicht viel zu geben.

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  • Leserunde zu "Schwimmen in der Nacht" von Jessica Keener

    Schwimmen in der Nacht
    Literatur

    Literatur

    Herzliche Einladung zur Leserunde "Schwimmen in der Nacht" Bei der Aktion "Buch-Assoziationen - Bücher passend zu Substantiven, Adjektiven und Verben lesen" (http://www.lovelybooks.de/autor/Ursula-Poznanski/Die-Verratenen-973199320-w/leserunde/1091156024/) ist in der Woche vom 21.-27.6.2014 "Schwimmen" zum Thema erklärt worden, sodass ich gerne während dieses Zeitraums eine Leserunde zu "Schwimmen in der Nacht" anbieten möchte. Ich habe dieses Buch bereits in der "Romane-Challenge: Die Challenge mit Niveau" (http://www.lovelybooks.de/thema/Romane-Challenge-Die-Challenge-mit-Niveau-1070411652/1091357612/) als anspruchsvollen Roman vorgeschlagen, sodass wir im Rahmen dieser Leserunde diskutieren können, ob der Roman in die Challenge passt. Die bisherigen Rezensionen und Buchbesprechungen klingen sehr vielversprechend, hier eine kleine Zusammenstellung: - http://www.lovelybooks.de/autor/Jessica-Keener/Schwimmen-in-der-Nacht-1080667747-w/ - http://www.deutschlandradiokultur.de/roman-kleinbuergerliche-hoellenqualen.950.de.html?dram:article_id=277267 - http://www.hr-online.de/website/radio/hr-info/index.jsp?rubrik=60959&key=standard_rezension_51680961 Inhalt: In diesem Roman, an dem Jessica Keener 18 Jahre lang geschrieben hat, erzählt sie bewegend und in einer schönen, atmosphärisch dichten Sprache von einer durch ein tragisches Unglück heimgesuchten Familie, von der Sehnsucht, der Einsamkeit zu entkommen, und dem Aufbruch ins Leben. In der Rückschau erzählt die Hauptfigur Sarah Kunitz von den 70er-Jahren. Sarah ist fünfzehn und lebt mit ihrer jüdischen Familie in einer wohlhabenden Vorstadt von Boston. Ihr Vater Leonhard unterrichtet englische Literatur, die Mutter Irene, eine ätherische Gestalt, ist für ihre vier Kinder nie so ganz greifbar. Beide Eltern trinken gern und zu viel. Bildung wird großgeschrieben, Gehorsam ebenso. Regelmäßig stattfindende Dinner-Partys, Country-Club-Bekanntschaften und der herrliche Rosengarten beschwören den Schein eines glücklichen Lebens, können aber nicht über die Probleme in der Familie hinwegtäuschen. Die Ehe der Kunitz’, belastet von den cholerischen Ausbrüchen des Vaters und den Depressionen der Mutter, ist ein zuweilen liebevolles, aber explosives Gemisch. Die Kinder suchen in Musik, Literatur und Phantasiewelten Schutz. Als die Mutter bei einem ungeklärten Autounfall ums Leben kommt, drohen Vater und Kinder an diesem Verlust zu zerbrechen. Doch das Leben setzt sich durch. Sarah erlebt ihre erste Liebe und zunehmend befreien sich die Kinder aus der Isolation und der Umklammerung durch ihren Vater. Ein berührender und mit traumähnlichen Bildern durchzogener Roman über die Liebe und das Überleben. Der C.H.Beck Verlag stellt freundlicherweise 15 Leseexemplare für die Leserunde zur Verfügung, die ich hier vergeben darf. Wenn Ihr mitmachen möchtet, beantwortet mir bitte bis zum 31.05.2014 folgende Fragen unter dem Unterpunkt "Bewerbung": Welche Assoziationen habt Ihr beim Titel "Schwimmen in der Nacht"? Welche Erwartungen habt Ihr an den Roman? Die aktive gemeinsame Lesephase wird vom 21.6.-27.6.2014 stattfinden. Bedingung für den Erhalt eines Leseexemplares ist die Teilnahme an der Leserunde im genannten Zeitraum und das Verfassen einer Rezension bis zum 11.07.2014. Ich werde die Gewinner der Leseexemplare am 01.06.2014 verlosen und hier abends bekannt geben. Ihr könnt natürlich auch gerne mit Eurem eigenen Exemplar teilnehmen. Außerdem besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Leserunde Fragen an den Verlag zu stellen. Ich werde die Fragen sammeln und nach Ende der Leserundenwoche gesammelt an den Verlag weiterleiten und die Antworten nach Erhalt veröffentlichen, sodass nach dem gemeinsamen Lesen noch die Möglichkeit einer anschließenden Diskussion besteht. Herzlichen Dank an den C.H.Beck-Verlag für die Unterstützung dieser Leserunde! Ich freue mich über eine rege Teilnahme und einen interessanten Austausch! Liebe Grüße, Literatur

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