Karl Ove Knausgård Träumen

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Inhaltsangabe zu „Träumen“ von Karl Ove Knausgård

14 Jahre verbrachte Knausgård in Bergen, bevor er aus der norwegischen Küstenstadt regelrecht nach Stockholm floh, als ginge es ins Exil. Es waren Jahre, in denen er so unermüdlich wie erfolglos versuchte, Schriftsteller zu werden, in denen schließlich seine erste Ehe scheiterte, in denen sich Momente kurzer Glückgefühle mit jenen tiefster Selbstverachtung die Hand gaben, in denen sich Demütigungen und Höhenräusche ebenso schnell abwechselten wie selbstzerstörerische Alkoholexzesse und erste künstlerische Erfolge. Dabei hatte es am Anfang so gut ausgesehen, dieses Leben in Bergen. Dem jungen Knausgård schien die Welt offenzustehen, all seine Träume schienen sich zu erfüllen. Er hatte einen Studienplatz an der Akademie für Schreibkunst bekommen, endlich eine Freundin gefunden ...

Ein wunderschönes Buch. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.

— Heikman
Heikman

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  • Vom Erfolg träumen

    Träumen
    Alira

    Alira

    10. July 2017 um 18:34

    Nachdem ich dem Hype um den Schriftsteller Knausgard erlegen bin und „Spielen“, „Leben“ und „Träumen“ gelesen habe, habe ich in allen drei Büchern schöne Landschaftsbeschreibungen Norwegens gefunden, doch ist für mich „Spielen“ eindeutig das beste. In „Träumen“ geht es um den Zeitabschnitt des frühen Erwachsenenlebens des Autors, um sein Stipendium in der Schreibakademie Bergen und seinen beschwerlichen Weg zum Schriftsteller. Den Großteil des Buches nehmen jedoch sexuelle (Nicht-)Erlebnisse und Alkohol-Missbrauch ein. Wie bereits in „Leben“ beschreibt der Autor minutiös jeden Rausch, den er hatte, und 100 Räusche unterscheiden sich nun einmal nicht gravierend voneinander. Schließlich sei dem Lektorat zur Kenntnis gebracht, dass sich durch die Bezeichnung „Mongoloid“ mongolische Menschen diskriminiert fühlen (können) und stattdessen schon seit vielen Jahren die Begriffe „Trisomie“ und „Down-Syndrom“ gelten. Knausgard sieht sich als Kreuzung von Bukowski und Hamsun. Während er - zumindest was den Alkoholkonsum betrifft - Bukowski ziemlich nahe kommt, verfehlt er Hamsun jedoch (auf alle drei Bücher bezogen) um ca. 1.500 Seiten. Damit beende ich das „Projekt Knausgard“ und wende mich wieder Hamsun zu.

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  • Wahre Literatur

    Träumen
    Heikman

    Heikman

    13. June 2017 um 21:51

    Karl Ove Knausgard hat es drauf. Seine Bücher sind besonders. Man ist für 700 Seiten Teil seiner Welt. Es ist das Tagebuch eines Menschen, der mutig von seinem Weg erzählt. Einfach stake Literatur.

  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Die Tore der Hölle und das Glück

    Träumen
    Ginevra

    Ginevra

    02. December 2015 um 20:38

    Rezension zu „Träumen“ von Karl-Ove Knausgard Karl-Ove zieht nach Bergen, um an der Schreibakademie endlich seinen Traumberuf zu erlernen: Schriftsteller. Seine Erwartungen an sich selbst werden immer wieder enttäuscht: die anderen Teilnehmer wie auch die Dozenten sind von Knausgards ersten Gedichten und Kurzgeschichten wenig begeistert, ein Verlag lehnt ein Manuskript ab. Zwei Freunde schreiben scheinbar nebenbei Romane, die verlegt werden, und Knausgard schwankt zwischen abgrundtiefen Abstürzen, Alkoholexzessen und Phasen, in denen er versucht, sich durch Jobs über Wasser zu halten. Immer ist er nur der „kleine Bruder von Yngve“, tut sich schwer, eigene Freunde zu finden. Schließlich findet er Halt in der Beziehung zu seiner Freundin Gunvor – doch wie lange? Wir begleiten Karl-Ove Knausgard durch sein Studium der Literaturwissenschaften, erleben ihn als Musiker in einer Band namens „Kafkafilter“, sehen Island durch seine Augen, erleben Freude und Leid, Gelingen und Scheitern – das alles ungeschönt, aber immer mit Stil. Der vielfach ausgezeichnete norwegische Schriftsteller Karl-Ove Knausgard wurde 1968 in Westnorwegen geboren. Die Großeltern waren einfache Bauern, sein Vater war Alkoholiker, die Eltern trennten sich früh. Erst nach 14 Jahren erfolglosen Schreibens löste Knausgard mit seiner 6-bändigen Autobiographie einen regelrechten Hype aus. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, kritisch diskutiert, vom Publikum und von der Presse vorwiegend begeistert aufgegriffen: „Man kann es für aneinander gereihte Banalitäten halten, aber Karl Ove Knausgards in sechs Bänden ausgebreitete, schonungslose Autobiografie fasziniert. Vielleicht ist es gerade die Verbindung des Monumentalen mit dem Intimen, die symbolische Situation der absoluten, nichts verschweigenden Beichte, die eine weltweite Leserschaft in den Knausgard-Hype versetzt.“ (Ursula März, Deutschlandfunk) Vor Kurzem empfahl die „ZEIT“ Knausgards Werk, das im Original „Mijn Kamp“ heißt, als Beitrag zur „Neuen Weltliteratur“. Zuerst war ich sehr skeptisch, ob mir diese Art des „Seelenstriptease“ gefallen würde, oder ob mir der Autor zu narzisstisch, egozentrisch oder selbstmitleidsvoll erscheinen würde. Doch schon nach wenigen Seiten hatte ich ein Gefühl, diesen Menschen irgendwie zu kennen und zu verstehen, trotz (oder gerade wegen) seiner peinlichen Bekenntnisse und Schattenseiten wurde er mir immer sympathischer. Ich denke, dass letztendlich viele Autoren ähnlich offen und schonungslos über sich selbst berichten, nur dass sie ihre Romanfiguren für sich sprechen lassen. Knausgard verzichtet darauf – was sein Buch authentisch und ehrlich wirken lässt. Besonders gut gefielen mir aber auch die Landschafts- und Wetterbeschreibungen, die ich ausgesprochen poetisch und stimmungsvoll fand. Auch die Zeitreise in die 80-er-Jahre hat mich begeistert, besonders, da ich im selben Alter wie der Autor bin. Die letzten 100 Seiten sind nochmal besonders intensiv, werfen ein neues Licht auf den Autor und lassen bei mir einige Rätsel zurück. Es wird bestimmt nicht mein letzter Knausgard gewesen sein! Der Schreibstil ist einfach, leicht lesbar, viele Gedanken sind fast philosophisch, ohne auf mich abgehoben zu wirken. "Die Welt ist so beschaffen, dass sie einem ... entgegenkommt, das innere Glück sucht eine äußere Entsprechung und findet sie, es findet sie immer, selbst in der trostlosesten Gegend der Welt, denn das Relativste von allem ist die Schönheit."

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Knausgards Träume vom Schreiben

    Träumen
    MarinaB

    MarinaB

    28. November 2015 um 20:34

    Knausgard bleibt auch in diesem Band seinem Muster treu. Die totale Offenlegung des Inneren, die Schilderungen der eigenen Zerrissenheit, der Persönlichkeitsveränderung bis zum Größenwahn, wenn Alkohol im Spiel ist und der andauernden Gefühle der Minderwertigkeit in fast allen persönlichen Beziehungen. Im 5. Teil seines 6-bändigen Werks schreibt er über seine Zeit in Bergen, die sich über einen Zeitraum von 14 Jahren spannt. Er wird an der Schreibakademie, an der unter anderem Jon Fosse lehrt(dessen Romane und Stücke ich seit langem schätze), aufgenommen. Er bezieht eine eigene Wohnung, lebt und studiert in der Stadt, in der auch sein Bruder Yngve lebt und die umschwärmte Ingvild, die ihm der Bruder gleich zu Beginn des Romans wegschnappt. Als Schriftsteller fühlt er sich selten gut, nur wenn er ausreichend getrunken hat, ist er mutig und fühlt sich stark, schlägt häufig über die Stränge. Unter seinen Mitstudenten ist er der Jüngste, die anderen scheinen alle besser zu schreiben als er. Mit Kritik kommt er schwer zurecht. Nach dem Jahr in der Schreibakademie beginnt er ein Studium der Literaturwissenschaft. Das Romanmanuskript, das er bei einem Verlag einreicht, wird abgelehnt. Im Studium schreibt er so gut wie gar nicht mehr,  außer die geforderten Arbeiten. Er findet einen literarisch versierten Freund, gründet mit seinem Bruder eine Band und hat eine Beziehung mit Gunvor. Als ihm das Geld augeht, beginnt er in einer psychiatrischen Klinik als Aushilfskraft zu arbeiten und vernachlässigt das Studium, gibt es schließlich ganz auf. Er geht mit Gunvor für ein halbes Jahr nach Island, schreibt dort einige Erzählungen. Eine wird in einer Literaturzeitschrift veröffentlicht. Dann muss er seinen Zivildienst ableisten und landet im Radiosender Campusradio. Dort fühlt er sich wohl mit der Arbeit und auch mit den Kollegen. Er schreibt Buchrezensionen für Zeitungen und fürs Radio(unter anderem einen Verriss von Murakamis "Wilde Schafsjagd"!). Seine Beziehung mit Gunvor ist längst einseitig geworden, irgendwann traut sich Karl Ove dann sie zu beenden. Es ist ein steter Kampf, schreiben zu wollen, zu müssen, aber immer wieder zu erkennen, es nicht gut genug zu können. Kein Durchbruch ist in Sicht, seine Freunde bringen ihre ersten Bücher heraus, Karl Ove wird abgelehnt. Durch den Radiosender lernt er Tonje kennen, die er schließlich heiratet. Die Beziehung zum Vater, die ihn ohnehin immer wieder quält, verschlechtert sich noch mehr, als der nicht zur Hochzeit erscheint. Jahre danach stirbt der Vater an den Auswirkungen seines Alkoholmissbrauchs. Schließlich schafft es Karl Ove einen Verleger zu finden, einen Roman zu beenden, der sogar einen Preis erhält. Er ist plötzlich bekannt, gibt Interviews. Doch die erhoffte Befriedigung bleibt aus. Über Jahre versucht er vergeblich weiter zu schreiben, an seinem exzessiven Schreiben und einem Seitensprung zerbricht schließlich die Ehe mit Tonje. Für mich persönlich war die Lektüre vor allem deshalb interessant, da sich vieles um Literatur und ums Schreiben dreht und ich einen Einblick bekam in den Literaturbetrieb in den 90ern in Norwegen. Was die Sprache angeht, bin ich nach wie vor nicht ganz überzeugt. Manches wirkt unbeholfen; das, was gut ist, geht unter in den beinah 800 Seiten. Da ist beispielsweise Tomas Espedals Sprachstil bei weitem besser. Ich kann mir auch die riesige Euphorie rund um den Autoren nicht erklären. Auch nicht den allseits genannten “Sog”, der sich beim Lesen einstellt, dem ich mich allerdings ebenfalls nicht entziehen konnte...

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