Karl Philipp Moritz Anton Reiser

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Inhaltsangabe zu „Anton Reiser“ von Karl Philipp Moritz

Wie soll man als Jugendlicher wissen, wer man ist und was man selbst vom Leben will, wenn einem dauernd wohlmeinende Erwachsene dazwischenfunken? Was vor allem haben die Gegenbilder und Versprechen, die man in den Medien findet, mit der Welt und einem selbst zu tun? Gibt es überhaupt so etwas wie ein wahres Ich – jenseits aller Einflüsse und Zitate? Karl Philipp Moritz hat in seinem berühmten »psychologischen Roman« schon vor über zweihundert Jahren genau das infrage gestellt, was heute mehr denn je überall angepriesen und verkauft wird: das Authentische und Individuelle. Mit dem Werkbeitrag aus dem Neuen Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Das langweiligste Buch, was ich je gelesen habe.

— Skyhawksister
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  • Ein Seelenerfahrungsbericht

    Anton Reiser
    Mayylinn

    Mayylinn

    31. May 2013 um 08:52

    Anton Reiser wächst als ungeliebtes Kind in einer Familie auf, in der sich die Eltern nicht einmal über ihre Religion einig werden können. Aufgrund körperlicher Gebrechen und permanenter Ablehnung durch Vater und Mutter, flüchtet sich Anton in die Welt der Bücher und Geschichten. Autodidaktisch begabt und wissenshungrig kämpft er für eine Schulausbildung, erlebt allerlei herbe Rückschläge und reibt sich so sehr auf, dass er sogar einen Selbstmordversuch begeht... Karl Philipp Moritz' Werk "Anton Reiser" ist ein autobiographischer Roman, in welchem Moritz möglichst viele pathologische Seelenzustände beschreiben wollte, da es als Exempel in dem von ihm herausgegebenen "Magazin zur Erfahrungsseelenkunde" erscheinen sollte. Dementsprechend hoch ist die Informationsdichte. Geschildert wird ein Bildungsversuch, der immer wieder scheitert und dadurch sowohl den Protagonisten, als auch den Leser deprimiert. Aufgrund der Vermischung von Autobiographie und auktorialem Erzählen ist die Sicht auf Antons Gefühle und seinen Lebensweg nicht immer objektiv und führt zu Ungereimtheiten. Trotz allem ist der Roman für jeden zu empfehlen, der sich mit der frühen Psychologie des 18. Jahrhunderts auseinander setzen möchte.

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  • Rezension zu "Anton Reiser" von Karl Philipp Moritz

    Anton Reiser
    winter-chill

    winter-chill

    09. July 2012 um 21:56

    Ein trübes, düsteres und mitleidserregendes Buch. Mir wurde dieses ganze Leid letztendlich fast zu viel. Und das Buch hat seine Längen.

  • Rezension zu "Anton Reiser" von Karl Ph. Moritz

    Anton Reiser
    Sokrates

    Sokrates

    02. March 2011 um 09:53

    Die Idee ist altbekannt: verkanntes Genie, frühreifes Kind, diesbezüglich ignorante Eltern - verkorkste Jugend. Die Umsetzung ist - für seine Zeit - auch gut. Allerdings kam ich mit dem Sprachstil nicht so recht klar, der das sehr anspruchsvolle Thema verkomplizierte. Eine ambivalente Lektüre.

  • Rezension zu "Anton Reiser" von Karl Philipp Moritz

    Anton Reiser
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    08. October 2009 um 01:31

    Ich muss gestehen Anton und ich hatten es nicht leicht (miteinander). Anton, ein intelligenter Junge, wächst in einer ärmlichen Familie auf, ungeliebt und missverstanden. Seinen Wissensdurst kann er kaum stillen, wird aber immer wieder durch seine sensible Natur ausgebremst. Anton sucht nach der absoluten Zuneigung, so bringt ihn schon ein missgünstiger Blick völlig aus der Bahn und er wirft alle guten Vorsätze über den Haufen. Von klein auf wird er emotional und menschlich von seinen Eltern, Lehrern und später seinen Lehrherren klein gehalten. Sein Vater ein religiöser Fanatiker, schickt Anton früh schon aus dem Haus. In unterschiedlichen Einrichtungen scheitert er immer wieder an sich selbst. Sein Äußeres, seine Art, sein Intellekt alles scheint die Mitmenschen in seinen Augen gegen ihn aufzubringen, er fühlt sich unverstanden und verkannt. Sein Geltungsdrang ist immens, kleine Sympathiebezeugungen lassen ihn die größten Glücksmomente empfinden und im nächsten Augenblick stürzt er umso tiefer, wenn sich herausstellt, wie oberflächlich die Menschen ihn wahrnehmen. Von diesem Auf und Ab ist sein Leben geprägt, ständig schwankt er zwischen dem höchsten Streben und der tiefsten Verzweiflung. So habe ich mit Anton Seite um Seite gebangt, gehofft, gelitten. Beschwerlich, aber doch hoch interessant, dieser tiefe Blick in das Innerste eines jungen Menschen, wenn man bedenkt, dass es sich hier um den wohl ersten psychologischen Roman handelt, so muss man gestehen Karl Philipp Moritz hat seine Arbeit gut gemacht. Der Autor: - „Karl Philipp Moritz wird am 15. September 1756 in Hameln geboren. Sein Vater, ein Militärmusiker, gehört der Sekte der Quietisten an und terrorisiert seine Familie, insbesondere den kleinen Karl Philipp, mit seiner religiösen Hysterie. Freundliche Worte oder Ermunterungen bekommt der Junge nicht zu hören. Seine Gedanken sind auf Flucht gerichtet, doch letztlich ist es nur eine Flucht in die Traumwelt der Bücher. Moritz entwickelt sich zur Leseratte und frönt seinem Hobby, wann immer es ihm möglich ist.“- K. P. Moritz wusste also wovon er schrieb, als er Antons Biografie aufgesetzt hat.

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  • Rezension zu "Anton Reiser" von Karl Philipp Moritz

    Anton Reiser
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    04. October 2008 um 16:15

    Der psychologische Roman schlechthin.

  • Rezension zu "Anton Reiser" von Karl Ph. Moritz

    Anton Reiser
    Mephisto

    Mephisto

    16. March 2008 um 10:11

    Es lohnt sich "Anton Reiser" zu lesen, weil der spätere Hofrat und Professor an der Berliner Akademie der Schönen Künste (von Goethe gefördert), seine frühkindlichen Erlebnisse mit einer psychologischen Genauigkeit beschrieb, die es zu dieser Zeit, im 18. Jahrhundert in Deutschland, noch nicht gegeben hat. Aus dürftigen Verhältnissen stammend, protegiert vom Prinz Carl von Mecklenburg, der ihm eine Freistelle im Gymnasium in Hannover bezahlt. Unter anderem muß er die Sticheleien seiner reichen Mitschüler über sich ergehen lassen, er erzählt exemplarisch einmalig wie es gewesen ist, ein Schüler, ein Kind zweiter Klasse zu sein. Der Schreibstil ist der damaligen Zeit entsprechend, in langen Sätzen wird erläutert und formuliert, aber in keinster Weise langweilig.

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  • Rezension zu "Anton Reiser" von Karl Philipp Moritz

    Anton Reiser
    Freaky_Tattoo

    Freaky_Tattoo

    06. January 2008 um 14:24

    Es gibt wenig Bücher die mich während des Lesens so aggressiv gemacht haben, wie dieses...