Karl Pilny

 4 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Japan Inc., Asia 2030 und weiteren Büchern.
Karl Pilny

Lebenslauf von Karl Pilny

Karl Pilny, geboren 1960, gilt als einer der profundesten deutschen Asienkenner. Der Wirtschaftsanwaltarbeitete bei internationalen Anwaltskanzleien in Asien und Europa. Pilny, der heute in Berlin und Zürich lebt, verbrachte Jahre in Japan und hat mit »Das asiatische Jahrhundert«, »Tanz der Riesen« und »Tiger auf dem Sprung« drei vielbeachtete, spannungsreiche Sachbücher über die wachsende Bedeutung des asiatischen Wirtschaftsraumes für unser globales Jahrhundert verfasst. »Japan Inc.« ist sein erster Roman.

Neue Bücher

Asia 2030
 (1)
Neu erschienen am 07.09.2018 als Hardcover bei Campus.

Alle Bücher von Karl Pilny

Karl PilnyJapan Inc.
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Japan Inc.
Japan Inc.
 (8)
Erschienen am 26.09.2011
Karl PilnyAsiens Energiehunger
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Asiens Energiehunger
Asiens Energiehunger
 (1)
Erschienen am 14.07.2011
Karl PilnyAsia 2030
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Asia 2030
Asia 2030
 (1)
Erschienen am 07.09.2018
Karl PilnyKorea Inc.
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Korea Inc.
Korea Inc.
 (0)
Erschienen am 24.02.2015
Karl PilnyJapan Inc.
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Japan Inc.
Japan Inc.
 (0)
Erschienen am 27.02.2012

Neue Rezensionen zu Karl Pilny

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Rezension zu "Asia 2030" von Karl Pilny

Ganz gut für Einsteiger.
Wedmavor einem Monat

Bei „Asia 2030“ von Karl Pilny kommt stark darauf an, wie weit man bereits im Thema ist, mit welchen Vorkenntnissen man an das Buch herangeht und was man insg. erwartet. Für Einsteiger, Schüler, ggf. Studenten ist es gut geeignet.

Das Buch ließ sich ganz gut lesen. Das Wesentliche der heutigen Lage in Asien, mithilfe von Daten und Zahlen, wurde kurz und bündig vermittelt, sowie die aktuellen Entwicklungsrichtungen, die bis 2030 bestimmte Ergebnisse bringen werden, und wie es mit dem Zusammenspiel mit der EU heute aussieht.

Das Buch ist gut strukturiert. Rund 310 Seiten sind in 3 Teile geordnet:

I.                 Neue Mächte, darin ein Überblick über die asiatischen Länder: China, Indien, Japan, Korea, ASEAN-Staaten (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Myanmar, Vietnam, Singapur) u.a. nach Punkten „Hard Power“, „Soft Power“, „Smart Power“ plus noch paar anderen dazu.

II.                Neue Märkte, darin: Die Seidenstraßen-Initiative, Digital God, Green Revolution, Rohstoffe, Ressourcen und Wettlauf zum Mars, Neue Methoden – Industrie 4.0.

III.              Neue Menschen, darin Kulturrevolution 2.0, Konfuzianismus 2.0, Demografie und Urbanisierung, Smart Life 2030 (KI), Herausforderungen für die EU, Alte Wege, neue Ziele.

Epilog, Literatur, Register.

 

China wird bald USA an der Spitze der Weltmacht ablösen. Nach einigen Kriterien ist dies bereits der Fall. Auch andere asiatischen Länder entwickeln sich rasant, sind in Aufbruchstimmung und lassen sich immer neue Dinge einfallen, die sie weiter nach vorn bringen. Asien boomt. Und Europa wäre angeraten, sich da nicht allzu sehr abhängen zu lassen, so Pilny.

Die Teile 2 und 3 sind sehr China-orientiert. Andere asiatischen Länder kommen da viel weniger zur Sprache. Im Teil 3 gibt es Ausführungen zum Konfuzianismus heute, recht gut und auf den Punkt.

Einiges erschien etwas zu knapp, z.B. bei der Seidenstraßen-Initiative S. 199ff., bei Entwicklungen im Handel, S. 219 ff. Wer mehr über die chinesische Wirtschaft wissen möchte, liest „Chinas Bosse“ von Wolfgang Hirn, ebenfalls von Campus Verlag.

Im Großen und Ganzen bliebt Pilny im Erzählrahmen der Leitmedien, was sich nicht unbedingt vorteilhaft für Erkenntnisreichtum des Inhalts auswirkt. Etwas zu viel Zeitungswissen und Allgemeinplätze insg.

Was mir durchgehend im Buch gefehlt hat, waren die Quellenangaben. Bei all den Zahlen wäre sehr hilfreich zu wissen gewesen, aus welchen Quellen sie stammen und wie aktuell sie sind. Fußnoten und Anmerkungen sind in solchen Fällen ein Muss. Fehlte hier leider. Hinten gibt es Literatur, paar Titel, die keinen direkten Bezug zum Text aufweisen.

Das Buch ist hochwertig gestaltet. Festeinband in Tiefblau, Umschlagblatt aus glattem, festem Papier, Lesebändchen in Dunkelblau. Die Schrift ist etwas klein. Dafür gibt es viel Text auf jeder Seite.

Fazit: Für Einsteiger auf dem Gebiet ist „Asia 2030“ eine gute Adresse. Man bekommt den Überblick, das Wesentliche, kurz und knapp, gut strukturiert in einem Buch zusammengefasst.

 

 

 

 

Kommentare: 2
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Jaris avatar

Rezension zu "Japan Inc." von Karl Pilny

Ein Jahreshighlight!
Jarivor 2 Jahren

Es war der Hexenmeister, der mir dieses Buch überraschenderweise mitbrachte. Er fand, es klinge interessant. Ich hätte auf den ersten Blick nie nach dem Buch gegriffen, zu sehr sah es nach einem typischen Thriller aus, mit typischem Inhalt und typischen Charaktere. Unterdessen schulde ich dem Hexenmeister einiges, denn dieses Buch ist ein Highlight. Ein Monats- und wahrscheinlich sogar ein Jahreshighlight.

Dieses Buch ist nicht bloss ein normaler Thriller, wie es sie so viele gibt. Pilny nimmt sich hier eines Themas an, das bei uns im Westen kaum bekannt ist: Der Vergewaltigung von Nanking (The Rape of Nanking) - ein unglaubliches und bis heute kaum gesühntes Kriegsverbrechen der Japaner an Chinesen 1937.

Dabei bettet Pilny seine Geschichte gekonnt in die heutige Zeit ein und je länger man liest, desto mehr kommt zum Vorschein. Teilweise wurde mir tatsächlich übel. Es war dieses Buch und Karl Pilny, die mich dazu gebracht haben, mich mehr mit Nanking und den Greueltaten von damals zu beschäftigen. Was Pilny beschreibt ist nur ein kleiner Teil der ganzen Katastrophe.

Während des Lesens von "Japan Inc." muss man jedoch etwas bei der Stange bleiben. Es treten extrem viele Figuren auf, dementsprechend viele Namen und Hintergrundgeschichte. Viele historische Fakten. Das alles muss erst sortiert werden und auch ich hatte manchmal Mühe, eine Figur, die länger nicht aufgetaucht ist, wieder richtig einzuordnen.

Dennoch tat meiner Lesefreude dies keinerlei Abbruch. Im Gegenteil: ich liebe Pilnys Detailverliebtheit und geriet teilweise in einen richtigen Leserausch. Bücher, in denen man etwas lernen, etwas ganz Neues über unsere Welt erfahren kann, finde ich grossartig und Pilny hat mir etwas Gezeigt, das mir bisher völlig unbekannt war. Auch wenn dieses Etwas sehr Scheusslich ist. Aber auch ich bin der Meinung, dass Nanking nicht in Vergessenheit geraten darf, und dass man nach all den Jahren endlich darauf aufmerksam machen sollte.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Asiens Energiehunger" von Karl Pilny

Reichen die Energievorräte für alle? Und was, wenn nicht?
R_Mantheyvor 3 Jahren

Im Umkreis dieser beiden Fragen bewegt sich dieser Text. Allerdings holen die Autoren dazu in vielerlei Hinsicht sehr weit aus und schweifen auch oft ab. Und sie verlassen dabei nicht den Rahmen der offiziellen Theorie vom Klima-Kollaps, der von der selbstsüchtigen Menschheit angeblich erzeugt wird.

Die beiden asiatischen Großmächte China und Indien gehen mit Riesenschritten auf ein industrielles Niveau zu, das im Westen schon vor einiger Zeit erreicht wurde. Was, so muss man angesichts dieser Tatsache fragen, passiert eigentlich, wenn sie dabei die gleiche Ressourcenverschwendung an den Tag legen werden, wie die USA? Oder wenn sie gar das Wohlstandsniveau der USA erreichen wollen?

Die Antwort ist so eindeutig wie problematisch: Dafür reichen die fossilen Energiereserven nicht aus. Um auf diesen Punkt zu kommen, brauchen die Autoren allerdings vier umfangreiche Kapitel, in denen sie nicht nur die Lage erklären, sondern auch auf die Geschichte dieser Entwicklung eingehen.

Das erste Kapitel soll den Leser auf den Aufstieg Chinas zu wirtschaftlichen Supermacht hinweisen. Das machen die Autoren am Beispiel der Solarbranche deutlich, wo die Chinesen inzwischen den einstmals führenden deutschen Hersteller in Preis und Qualität den Rang abgelaufen haben.

Danach folgen im zweiten Kapitel Beschreibungen des historischen wirtschaftlichen Weges Japans, Chinas und Indiens. Im dritten Kapitel geht es um die Energiereserven der Menschheit. Folgt man den Voraussagen der Experten, denen sich die Autoren anschließen, dann gehen die fossilen Reserven in nicht allzu ferner Zukunft zu Ende.

Interessant an dieser Darstellung sind jedoch die Zwischenbemerkungen. Zum Beispiel zitieren die Autoren die Voraussagen eines Experten aus den 1950er Jahren. Danach hätte der sogenannte Peak Oil bereits sehr lange hinter uns liegen müssen, nämlich in den 1970er Jahren. Lag er aber nicht. Dafür vermuten ähnliche Experten nun, dass wir ihn seit einigen Jahren bereits überschritten hätten.

Die Autoren erklären übrigens leider auch nicht die von ihnen angeführte interessante Tatsache, dass sich die offiziellen Ölvorräte Saudi-Arabiens seit zwanzig Jahren mengenmäßig nicht verändern, obwohl seitdem ständig Öl gefördert wird, aber keine neuen Ölvorkommen erschlossen wurden.

Am Ende dieses Kapitel widmen sie sich dann dem Klimawandel in der offiziellen IPCC-Lesart. Ob die von ihnen zitierten kausalen Zusammenhänge tatsächlich so stimmen, diskutieren sie nicht. Wer jedoch anklagend die Eisfreiheit Grönlands als angebliche Folge der Industrialisierung erwähnt, sollte sich wenigstens fragen, woher wohl diese Insel ihren Namen in der vorindustriellen Zeit bekam.

Das vierte Kapitel nutzen die Autoren dann, um darzustellen, wie sich die Menschheit seit dem Mittelalter mit der Energienutzung beschäftigt. Das beginnt mit einer Lehrstunde über Energie schlechthin, führt über die zwei Weltkriege, die kurzerhand in Kriege um Energie umdefiniert werden und endet mit den letzten Ölkrisen und der europäischen Abhängigkeit von Öl- und Gaslieferungen aus nichteuropäischen Ländern.

Als wirklich interessant erweist sich dann das fünfte Kapitel. Hier werden die alternativen Energiequellen benannt und ihre Vor- und Nachteile sachlich aufgezählt. Leider verliert das anschließende Kapitel diese Qualität wieder. Unter der Überschrift "Die digitale Energie-Revolution" geht es vor allem um die Entwicklung und die angeblichen Vorteile von Elektroautos. Dazu gesellt sich eine Schelte in Richtung der Auto-Industrie, die nach Meinung der Autoren keine wesentlichen Fortschritte bei ihren Produkten erzielen würde. Das Gegenmodell dazu wäre die Halbleiterindustrie mit ihren extremen Erneuerungszyklen. Ein solcher Vergleich klingt zwar gut, erscheint aber bei ein wenig Nachdenken als nicht sachgerecht.

Die beiden letzten Kapitel drehen sich dann endlich um die beiden eingangs gestellten Fragen. Schreibt man die Geschichte linear fort, dann drohen ernsthafte Auseinandersetzungen um die Energiequellen auf der Erde, denn man kann sich leicht ausrechnen, dass nicht für alle genug da ist, wenn die aufstrebenden Länder das Wohlstandsniveau der USA auf deren Weg erreichen wollen.

Die einzig wirklich funktionierende Alternative liefern andere Energiequellen und eine andere Art des Umgangs mit wertvollen Ressourcen. Immerhin existieren überall in der Welt dazu bereits vernünftige Ansätze. Die Autoren beschreiben, wie es in Europa durch normative und finanzielle Zwänge zu Einsparungen im Energieverbrauch gekommen ist und empfehlen diesen Weg allen anderen Regionen. Allerdings würde das auch zu einer Verteuerung der Produktion führen und zu einer Verschlechterung der Konkurrenzsituation. Ob das allen gefällt, ist deshalb eher fraglich.

Fazit.
Das Buch bietet vielfältige Einblicke und Informationen. Auf der anderen Seite wirken einige Kapitel etwas zusammenhanglos zu den anderen. Man merkt dem Text an, dass er von zwei Autoren verfasst wurde, von denen jeder möglichst viel von seinem Wissen einbringen wollte. Auch wenn dem Text manchmal der rote Faden etwas abhanden zu kommen scheint, so erweist er sich am Ende wenigstens in Teilen als lehrreich oder informativ.

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