Karl Pilny Japan Inc.

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Inhaltsangabe zu „Japan Inc.“ von Karl Pilny

Atomenergie, bakteriologische Kampfmittel, die japanische Mafia der Yakuza, eine Geiselnahme im Shanghai World Financial Center – wir schreiben das Jahr 1 nach der Katastrophe von Fukushima im März 2011. Die alte Rivalität zwischen Japan, China und Korea findet durch die Tatsache, dass sich Nippon nach Fukushima noch schneller im Sinkflug befindet, neue Nahrung und befeuert den Nationalismus auf allen Seiten. Karl Pilny ist mit diesem Buch ein Politthriller der Extraklasse gelungen.

Ich liebe Pilnys Detailverliebtheit und geriet teilweise in einen richtigen Leserausch.

— Jari
Jari

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— Pashtun Valley Leader Commander
Pashtun Valley Leader Commander

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  • Ein Jahreshighlight!

    Japan Inc.
    Jari

    Jari

    02. March 2017 um 11:59

    Es war der Hexenmeister, der mir dieses Buch überraschenderweise mitbrachte. Er fand, es klinge interessant. Ich hätte auf den ersten Blick nie nach dem Buch gegriffen, zu sehr sah es nach einem typischen Thriller aus, mit typischem Inhalt und typischen Charaktere. Unterdessen schulde ich dem Hexenmeister einiges, denn dieses Buch ist ein Highlight. Ein Monats- und wahrscheinlich sogar ein Jahreshighlight. Dieses Buch ist nicht bloss ein normaler Thriller, wie es sie so viele gibt. Pilny nimmt sich hier eines Themas an, das bei uns im Westen kaum bekannt ist: Der Vergewaltigung von Nanking (The Rape of Nanking) - ein unglaubliches und bis heute kaum gesühntes Kriegsverbrechen der Japaner an Chinesen 1937. Dabei bettet Pilny seine Geschichte gekonnt in die heutige Zeit ein und je länger man liest, desto mehr kommt zum Vorschein. Teilweise wurde mir tatsächlich übel. Es war dieses Buch und Karl Pilny, die mich dazu gebracht haben, mich mehr mit Nanking und den Greueltaten von damals zu beschäftigen. Was Pilny beschreibt ist nur ein kleiner Teil der ganzen Katastrophe. Während des Lesens von "Japan Inc." muss man jedoch etwas bei der Stange bleiben. Es treten extrem viele Figuren auf, dementsprechend viele Namen und Hintergrundgeschichte. Viele historische Fakten. Das alles muss erst sortiert werden und auch ich hatte manchmal Mühe, eine Figur, die länger nicht aufgetaucht ist, wieder richtig einzuordnen. Dennoch tat meiner Lesefreude dies keinerlei Abbruch. Im Gegenteil: ich liebe Pilnys Detailverliebtheit und geriet teilweise in einen richtigen Leserausch. Bücher, in denen man etwas lernen, etwas ganz Neues über unsere Welt erfahren kann, finde ich grossartig und Pilny hat mir etwas Gezeigt, das mir bisher völlig unbekannt war. Auch wenn dieses Etwas sehr Scheusslich ist. Aber auch ich bin der Meinung, dass Nanking nicht in Vergessenheit geraten darf, und dass man nach all den Jahren endlich darauf aufmerksam machen sollte.

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  • Blitzmeldung von der Ostfront! Dan Brown auf Sushi gestellt!

    Japan Inc.
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    13. April 2015 um 18:30

    BURNING STAR versus LOVE ME TENDER Es hätte alles so schön sein können. Ein wirklich spannender Plott. Kontinuitäten zwischen japanischen Eliten während des zweiten Weltkrieges und im heutigen Japan. Menschversuche, das Massaker von Nanking, japanische Grossmachtpolizik in der Region, chinesisches Wirtschaftswunder in Shanghai, Geheimdienste, Triaden und Yakuza. Dumme chinesische Studenten nehmen die Besucher eines Sektempgfang anlässlich der Einweihung eines Wolkenkratzers als Geiseln. Finanziert wird die ganze Massnahme von den Angehörigen des Militärisch Industriellen Komplexes der Nippon Inc. Die älteren Herren und ihre Wasserträger sind auf der Suche nach einem Kriegsgrund/einem Anlass für einen Militärputsch. Mitten hinein geworfen finden wir dann die Helden unseres moralinsauren Kammerspiel über Kontinuitäten in der japanischen Aussen- und Innenpolitik. Das ganze spielt sich innerhalb von 48 Stunden ab!. ganz gut gedacht. ein nichtsahnender philanthropischer altruist hat in einer sinnkrise das drehbuch für einen film über das massaker von naking geschrieben. dieses schrieb er im auftrag einen fiesen chinesichen milliardärs, der höchst manipulativ ist und eigentlich, zu denen die nicht seine interessen vertreten eher böse..... unser held hat eine verflossenen liebe in japan, die zufälligerweise die tochter eines der haupttäter im komplex massaker/menschenversuche/japanischer kannibalismus in mandschuko ist. die amerikaner retteten das knowho vor den russen, das knowhow bildete neue cluster udn so findet ein showdow in den kellern eines -privat finanzierten- labors- statt in dem nser doktor frankenstein fröhlich vor sich hinforscht. unser geld wird bei seinen recherchen von einem abgehalfterten cia agenten unterstützt, der ein alkoholproblem hat und immer wieder elvis hören möchte. im delirium hat er erfahren, dass diejenigen denen die stunde schlägt, ein letzten mal "burning star" hören... bevor unserem helden das leben rettet fordert er ihn auf (ex-us-marin) einmal für seine frau "love me tender" zu singen. er stirbt im feuer der bösen japanischen geheimdienste, "love me tender" singt Nicholas Cage in "Wild at heart schöner... Wo bleibt jetzt das Positive....? Die Freundin unseres Helden wird gerettet, nachdem sie sich in den Händen desjenigen befunden hat (er auf dauerkoks und testosteron) der die geiselnahme organisiert hat..... Was bleibt ist der schlae Nachgeschmack einer lauwarmen Flasche Kellergeister... es perlt, es ist Alkohol drin, aber ja irgend etwas fehlt... die Zutaten die hatten etwas, ja es hätte funktionieren können, Elvis habe ich seitdem mal wieder gehört,... DSachbuchautoren die statt gegen die Volksverdummung für spannende Unterhaltung eintreten..... aber alldenjenigen die steven spielbergs: 1941, wo bitte gehts nach hollywood hefallen hat werden sich wohl fühlen, wird doch durch die japanischen putschisten ein uboot entführt, dass randvoll mit anthrax shanghai angreifen soll, dieses wiederum wird durch ein deutsches uboot versenkt.... da wird es dann endgültig sehr komplex...... ;-)

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    • 2
  • Interessante Fakten, gute Ideen, miserable Umsetzung

    Japan Inc.
    Eglfinger

    Eglfinger

    Klappentext: Während eines Empfangs im spektakulären Wolkenkratzer des Shanghai World Financial Center bringen chinesische Studenten 200 Geiseln in ihre Gewalt, um auf die immer noch ungesühnten japanischen Kriegsverbrechen in Nanking 1937/38 und im Zweiten Weltkrieg aufmerksam zu machen. Der Anwalt Jeremy Goulden, der seine Geliebte Cathy Wong aus den Klauen der Yakuza befreien will, kommt einer gigantischen Verschwörung auf die Spur: Offenbar sollen von Japan im Zweiten Weltkrieg entwickelte Kampfmittel wieder zum Einsatz kommen. Welche Rolle spielt hierbei die Waguni, ein undurchscheinbares Netzwerk aus Wirtschaftführern, Teilen des Militärs und nicht zuletzt der mächtigen Yakuza? Goulden bleibt nicht mehr viel Zeit zum Handeln, denn die Welt steht am Rande einer militärischen Eskalation … Inhalt: Jeremy Goulden arbeitete vor 13 Jahren als Anwalt an einem Fall, den er gewann. Es ging um Verstrickungen eines großen japanischen Mischkonzerns an Menschenversuchen, die während des zweiten chinesisch/japanischen Krieges in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die damalige Tochtergesellschaft meldete nach Urteilsverkündigung Insolvenz an und Jeremy Goulden stieg aus. Nach zwölf Jahren stieg er wieder in die Kanzlei ein und jetzt sollte sich eine neue Chance für ihn ergeben, dem großen Konzern das Handwerk zu legen. Hinweise erhielt er von seiner damaligen Geliebten, die damals spurlos verschwunden ist. Als er in Japan ankommt, muss er feststellen, dass militante chinesische Studenten bei einem Empfang im Shanghai World Financial Center (SWFC) 200 Geiseln genommen haben, darunter ist auch seine derzeitig Geliebte Cathy Wong. Schon bald stellt sich heraus, dass die Geiselnahme in Zusammenhang mit einem Militärputsch in Japan steht. Die Putschisten möchten, dass durch die Nuklearkatastrophe in Fukushima, und die dadurch erfolgte Energieknappheit, wirtschaftlich geschwächte Japan wieder zu einem großen Reich in Ostasien wird. Hierzu möchten sie China mit Biowaffen angreifen, die von dem Mischkonzern in Menschenversuchen erforscht und hergestellt wurden. Jeremy Goulden macht sich mit dem Halbbruder seiner damaligen Geliebten, Joe Murata, ein ehemaliger CIA-Agent, auf die Suche nach Beweisen. Währenddessen versucht die Regierung in Japan den Putsch abzuwenden und den bevorstehenden Krieg mit China zu verhindern. Der Autor: Dr. Karl Pilny ist ein renommierter Asienkenner und durch zahlreiche Publikationen, Vorträge und seine Medienpräsenz bekannt. Seine fesselnden Vorträge auf Deutsch, Englisch und Japanisch erfreuen sich großer Beliebtheit.Der Wirtschaftsanwalt hat nach etlichen Auslandsjahren zweimal erfolgreich das Deutschlandbüro für zwei internationale Kanzleien aufgebaut und geleitet. Seit fünf Jahren widmet er sich nur noch seiner Leidenschaft: Asien. Dr. Pilny ist Autor der bekannten Trilogie  Das asiatische Jahrhundert.In den letzten dreißig Jahren hat er sich ein umfangreiches Netzwerk aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aufgebaut, welches sich über unterschiedlichste Länder, gesellschaftliche Bereiche und Branchen erstreckt. (Quelle: karlpilny.com) Meine Meinung: Vorneweg muss ich sagen, dass ich mich sehr darüber geärgert habe, dass auf der Buchrückseite steht: „Shanghai, 1. Mai 2012, 02:30 Uhr: Während eines großen Empfangs im spektakulären Shanghai Word Financial Center bringen chinesische Studenten 200 Geiseln in Ihre Gewalt, …“. Die Handlung des Buchs beginnt zwar zu diesem Zeitpunkt, die Geiselnahme selber findet aber erst am 4. Mai statt und auch nicht in der Nacht, sondern am frühen Nachmittag. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits 269 Seiten vergangen. Das fand ich schon ziemlich verwirrend beim Einstieg in die Lektüre. Was sich der Verlag hierbei wohl gedacht hat?Fasziniert war ich, wie umfangreich der Autor den Leser darüber informiert, was sich in der Zeit der japanischen Herrschaft über große Teile Ostasiens, zugetragen hat. Nicht nur Einzelheiten über das Massaker von Nanking 1937/38, sondern auch über andere Gräueltaten und auch, wie es zu den vielen verschiedenen Konflikten zwischen Japan und China kam, wie zum Beispiel durch den Mukdenzwischenfall vom 18. September 1931, der zur japanischen Besetzung von Mandschuko führte, in der die Einheit 731 der japanischen Armee dann ihre Menschenversuche unternahm. Der Autor schildert diese Taten so eindrucksvoll auf brutale und realistische Weise, dass man mit dem Anwalt Jeremy Goulden mitfühlen kann, wenn er immer nur einige Seiten aus Werken lesen kann, die die damaligen Ereignisse schildern.Das war es dann aber auch schon fast, was dem Autor gelungen ist. Interessant ist noch der Aspekt mit dem Militärputsch in Japan und der Idee, die dahinter steckt, dass nationalistische Kräfte wieder ein Großreich Japan anstreben. Nur leider erfährt man hierzu fast nichts. Es werden zwar einzelne Personen genannt, aber wie der Putsch geplant ist, oder wie er am Ende abgewendet wird, wird nur am Rande erwähnt. Auch die Handlung der militärischen Streitkräfte der USA, China, Taiwan, Japan und Deutschland sind nicht nachvollziehbar, da sie anscheinend unabhängig von Ihren Regierungen selbstständig entscheiden und handeln dürfen. Das scheint mir hier nicht ganz zu Ende gedacht zu sein.Zuweilen erwähnt der Autor immer wieder die Japan Incorporated, dem Netzwerk aus Wirtschaftführern, Teilen des Militärs und der Yakuza. Auch hier erfährt man viel zu wenig, wie diese Kräfte miteinander arbeiten oder zusammenwirken. Man bekommt eigentlich nur die Information, dass es sie gibt.Und zu allem Überfluss wird dem weinerlichem Anwalt noch ein versoffener, Elvis Presley-liebender, ehemaliger CIA-Agent zur Seite gestellt, der von heute auf morgen seine Probleme in den Griff bekommt um dem „Auserwählten“, dem Anwalt, zu helfen.Schade um die vielen guten Ideen. Es wäre besser gewesen, der Autor hätte sich an die Fakten gehalten und ein gutes Sachbuch zu den Japanisch-Chinesischen Kriegen geschrieben.

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    • 2
    parden

    parden

    29. June 2013 um 10:38
  • Rezension zu "Japan Inc." von Karl H. Pilny

    Japan Inc.
    Weigert

    Weigert

    05. December 2011 um 21:37

    Spitzenthriller, garantierte Hochspannung! Zusätzlich erfährt man einiges Interessantes über Japan und China, die uns so fern scheinen, und doch in vielem näher sind, als uns lieb sein kann (siehe auch die Parallelen deutsche-japanische Geschichte im 3. Reich). Konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Eine Handlung, die sich gut für eine hochklassige Verfilmung anbietet und bei aller Unterhaltsamkeit weit weg vom flachen Actionklamauk, der dem Thriller- und Krimi-Liebhaber heute so oft leider zugemutet wird.

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