Karl Rittner

 3,8 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor*in von Die Toten von Wien.

Lebenslauf

Karl Rittner ist das Pseudonym eines österreichischen Schriftstellers und Hochschulprofessors. Mit »Die Toten von Wien« legt er seinen ersten historischen Kriminalroman vor. Heute lebt der 1960 im Salzburger Land geborene Autor in Wien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Karl Rittner

Cover des Buches Die Toten von Wien (ISBN: 9783442490905)

Die Toten von Wien

 (5)
Erschienen am 21.09.2022

Neue Rezensionen zu Karl Rittner

Cover des Buches Die Toten von Wien (ISBN: 9783442490905)
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Rezension zu "Die Toten von Wien" von Karl Rittner

Eine spannungslose Geschichte ...
WDPvor 8 Monaten

Der Plot:

Rittner stellt an den Beginn einen Prolog. Er spielt lange vor der eigentlichen Geschichte und dient dazu, die Backgroundgeschichte zu erläutern. Diese plakative, stimmige Einleitung zog mich in die Geschichte. 

Doch kurz danach beginnt das Verwirrspiel. Der Autor präsentiert zwei Morde die scheinbar nicht zusammenhängen. Die bis dahin „runde“ Story wird immer „eckiger“, sprunghafter. Dialoge werden abrupt abgebrochen, Schauplätze kommen ins Spiel, die für den „Fall“ irrelevant sind; die Personen wechseln in schneller Abfolge. „Antisemitismus“ prägt die erste Hälfte des Buches. Als Leser gewinnt man den Eindruck, dass daran die Lösung des Falles festgemacht wird. – Falsch gedacht!

Der Autor bietet dem Leser keine Möglichkeit, logisch mitzuraten. Irrungen und Wirrungen beherrschen den Fortgang der Story, sodass es mitunter sehr schwerfällt, dem Inhalt zu folgen. Man darf auch nicht hinterfragen, warum so mancher Ortswechsel stattfindet. Ein wirres Konstrukt bis zum enttäuschenden Ende. Dem Leser bleibt mit einem verwundert gedehnten „AHA – Deshalb.“ zurück.  

 

Die Charaktere:

Rittner kann die Charaktere gut beschreiben; entwickelt sie ständig weiter. Doch irgendwie fehlt überall der „Pepp“, egal ob es für den Leser in Richtung Sympathie, Zu- oder Abneigung geht. Man kann sich mit keiner der Romanfiguren identifizieren, mit ihr fühlen, freuen oder ängstigen. 

 

Die Sprache:

So schön das Deutsch des Autors ist, seine Art zu schreiben, so wenig bringt er mit der Sprache das Lokalkolorit Wiens zum Ausdruck. Die paar „Gesprächsfetzen“ in direkter Sprache sind für die damalige Zeit nicht typisch. Diesen Zungenschlag hört man noch heute in eingesessenen Wirtshäusern von Wien. Was es zu dieser Zeit allerdings gab, waren z.B.: spezielle Bezeichnungen für Berufs- und Volksgruppen, Örtlichkeiten oder Standesbezeichnungen. Das fehlt in dem Text. 

 

Fazit:

Eine spannungslose Geschichte. Neugier wird kaum geweckt. Wie eine 08/15-TV-Serienproduktion plätschert die Story an einem vorüber um zu guter Letzt, in breit angelegten Worten, in einem nicht nachvollziehbaren Setting die realitätsfremde Lösung zu präsentieren.

Zudem kommt noch die Historie Wiens / Österreichs, die „geschönt“ dargestellt wird: So wie es „Gutmenschen“ heute machen würden. Oder ist dies nur schlecht recherchiert und der Autor saß Desinformationen auf? Alex Beer (Larcher) oder Peter Lorath können und wissen das eindeutig besser.

Diese hanebüchene Geschichte kann ich niemanden empfehlen.

Cover des Buches Die Toten von Wien (ISBN: 9783442490905)
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Rezension zu "Die Toten von Wien" von Karl Rittner

Das historische Wien steht im Mittelpunkt
65_buchliebhabervor 2 Jahren

Der ungarische Adelige Sandor von Baranyi hat den ersten Weltkrieg überlebt und arbeitet nun bei der Wiener Kriminalpolizei als Kommissär Alexander Baran. Neben einigen Traumata aus Kriegszeiten, ist sein Privatleben von der Suche nach seiner verschwundenen Schwester bestimmt. Gleich zwei Kriminalfälle hat er mit seinem Kollegen zu bearbeiten. Der Weg zur Auflösung ist von vielen, vielleicht zu vielen, Irrungen und Wirrungen bestimmt, denen man aufmerksam folgen muss, um nicht den Anschluss zu verlieren. Teilweise erscheint mir die Geschichte ein wenig konstruiert.

Der Schreibstil des Autors sorgt für die passende Atmosphäre. Man fühlt sich ins Wien des Jahres 1922 zurückversetzt. Die Beschreibungen sind plastisch; egal wo die Polizei sich aufhält, man kann Wege und Örtlichkeiten problemlos nachvollziehen. Die Lebensverhältnisse der Nachkriegszeit sind gut eingefangen.

Das Ende des Buches lässt vermuten, dass weitere Bände folgen werden. Ob Krimi oder historischer Roman, so ganz einfach lässt sich dieses Buch nicht kategorisieren. Für mich persönlich ist es eher ein Krimi und als solchen empfehle ich ihn gerne.

Cover des Buches Die Toten von Wien (ISBN: 9783442490905)
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Rezension zu "Die Toten von Wien" von Karl Rittner

Interessanter historischer Krimi
nirak03vor 2 Jahren

Alexander Baran ist Kommissar bei der Kriminalpolizei in Wien, er ist kein gebürtiger Wiener und er hat ein Geheimnis, welches nicht jedem bekannt ist. Eigentlich ist Alexander Ungar und von Adel, aber diese Tatsache verbirgt er, so gut er eben kann. Dann wird er zu einem Mord gerufen. Eine junge Frau wurde am Donaukanal gefunden. Sie ist furchtbar entstellt. Wer hat der jungen Frau dies angetan und warum? Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass sie Tänzerin an der Wiener Oper war. Ein weiterer Todesfall gibt Alexander Baran Rätsel auf.


Mit dem Krimi „Die Toten von Wien“ startet der Autor Karl Rittner eine neue Krimireihe, die in den 20er-Jahren in Wien spielt. Der Autor war mir bisher unbekannt und bei näherer Betrachtung habe ich festgestellt, dass dieser historische Krimi sein erster dieser Art unter dem Namen Karl Rittner ist. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Schriftsteller aus Österreich.


Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der ein Ereignis schildert, welches sich einige Jahre vor der eigentlichen Handlung abgespielt hat. Zunächst scheinen diese Szenen nichts mit der späteren Handlung zu tun zu haben, aber im Laufe der Zeit wird die Verbindung immer klarer.


Die spätere Suche nach dem Täter fand ich dann spannend zu lesen. Auch haben mir die Charaktere wie eben Alexander Baran gut gefallen. Allerdings hat er ein Geheimnis in der Vergangenheit, welches ihn nicht loslässt. Als Leser weiß man schnell, um was es dabei geht. Ich fand auch, dass diese Ereignisse gut in die Geschichte einfließen, aber teilweise waren sie dann so vordergründig und die Gedanken von Alexander zu sehr mit der Vergangenheit beschäftigt, dass der eigentliche Fall im Jahre 1922 dabei ins Hintertreffen geriet. Der Autor hat da wohl zeitweise die Orientierung verloren. Er hat es aber auch verstanden, wieder zum eigentlichen Inhalt zurückzukehren und den Todesfall der Tänzerin aufzuklären. Die Lösung war schon gut versteckt und das Ende ein echtes Highlight der Geschichte.


Gefallen hat mir auch, dass Karl Rittner die politischen Aspekte dieser Zeit hat mit einfließen lassen. Die Probleme, die der Kommissar bei der Aufklärung seines Falles hat, wurden glaubhaft geschildert. Auch wenn der Erzählstil an manchen Stellen eventuell etwas holprig war und mir die Gedankensprünge von Alexander nicht immer gefallen haben, im Ganzen gesehen, ist es aber eine gute Geschichte.


Fazit:


„Die Toten von Wien“ ist ein durchaus gelungener Auftakt zu einer neuen Krimireihe, auch wenn es sicherlich noch Luft nach oben gibt. Da dieser Teil doch mit einem etwas ungewöhnlichen Cliffhanger endet, gehe ich davon aus, dass es eine Fortsetzung geben wird. Ich würde sie lesen.

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