Karl Wolfgang Flender

 3.6 Sterne bei 30 Bewertungen

Lebenslauf von Karl Wolfgang Flender

Satirische Auseinandersetzungen und Enthüllungen: Karl Wolfgang Flender wurde 1986 in Bielefeld geboren und studierte Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim. Er war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste sowie Mitglied der Künstlerischen Leitung von Prosanova im Jahre 2014. Er arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der UdK Berlin und promoviert dort in Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation. Sein Debütroman "Greenwash, Inc." ist eine satirische Auseinandersetzung mit dem Image der PR-Agenturen.

Alle Bücher von Karl Wolfgang Flender

Cover des Buches Greenwash, Inc. (ISBN: 9783832163990)

Greenwash, Inc.

 (25)
Erschienen am 17.11.2016
Cover des Buches Helden der Nacht (ISBN: 9783832198602)

Helden der Nacht

 (5)
Erschienen am 20.08.2018

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Rezension zu "Helden der Nacht" von Karl Wolfgang Flender

Skuriller geht immer
Kyrion1431vor 10 Monaten

Bryan Auster soll in der Krankheit seines Vater die Detektei vertreten. In Zeiten in denen eher Nutzerdaten verkauft, als Banken ausgeraubt werden ist es hart für Oldschool-Detektive.
Bryan soll herausfinden ob zwei Eheleute sich betrügen und wird dann durch Zufall Zeuge eines echten Mordes. Natürlich macht er sich gleich an die Ermittlungen und muss aufpassen, dass er nicht mit Kommissarin McCollum zusammenstößt.

Bryan ist ein Kiffer größter Klasse. Er hat einen seltsamen Freund der sich überall einhackt, also im Grunde beide Kriminelle, die sich als Detektive aufspielen. Die Geschichte wird mit der Zeit echt immer skuriller und irgendwann gegen Ende hin habe ich komplett den Faden verloren. Bei Bryan weiß man nicht ist es nun Realität oder nur seiner Träumerei vom Kiffen und am Ende verschwimmt es alles so sehr, dass man gar nicht mehr durchblickt. Ich musste mich am Ende echt durch das Buch quälen, da ich halt den Faden verloren hatte.

Das Cover ist um ehrlich zu sein das, was mir am Besten am Buch gefällt. Es leuchtet sogar in der Nacht.

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Rezension zu "Helden der Nacht" von Karl Wolfgang Flender

Skuriller Klamauk als Hommage an den klassichen Detektivroman.
ulrikerabevor 2 Jahren

Eine Silhouette im Dunkeln, breitkrempiger Hut, Trenchcoat, der sich blau kräuselnde Rauch einer Zigarette, die traurigen Klänge eines Saxophones, ein mysteriöses Verbrechen und eine verzweifelte Blondine. Sind das nicht die typischen Elemente klassischer Detektivromane?

Der Meinung ist wohl auch Bryan Auster, ein junger Berliner Student, der notgedrungen die Detektei seines erkrankten Vaters hüten muss. Eigentlich will er sich nicht anstrengen dabei, in Ruhe den einen oder anderen Joint rauchen, wenn nicht eine Observation aus dem Ruder liefe.  Und plötzlich ist er mittendrin in einem Fall von Mord, Erpressung, Cyberhacking. Parallel dazu ermittelt Kommissarin Colleen McCallum in den Straßen Berlins auf originelle Art und Weise.

Das Buch ist tatsächlich eine „furiose Liebeserklärung an den klassischen Detektivroman“ verlagert in eine digitale Datenwelt, verklärt durch Marihuanschwaden.  

Träumer, Zyniker, Moralisten und kriminelle Genies treffen aufeinander. Die Helden der Nacht sind aufgefordert, die totale Kontrolle zu verhindern, bald ist nichts mehr so wie es scheint.

Der Stil ist sehr salopp und trifft nicht immer meinen Humor. Die Entwicklungen überschlagen sich, aus Satire wird allzu oft alberner Klamauk. Der alte Haudegen Mahlow mit seiner arthritischen Dobermannhündin Eileen konnte mich dann doch erheitern.

Lobend zu erwähnen ist das Cover, das leuchtet tatsächlich im Dunkeln.

 

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Rezension zu "Helden der Nacht" von Karl Wolfgang Flender

Ist das Satire oder kann es weg?
R_Mantheyvor 2 Jahren

In diesem Roman wird sehr oft gekifft. Und wahrscheinlich braucht man auch bewusstseinserweiternde Hilfsmittel, um ihm folgen zu können. Oder war es etwa umgekehrt? Kann man so etwas nur schreiben, wenn man sich ab und zu oder dauerhaft vom gewöhnlichen Leben verabschiedet hat? Oder vielleicht liegt es auch an mir? Man ist es ja von Kriminalromanen gewöhnt, dass sie nicht der langweiligen Spur eines durchschnittlichen Lebens folgen, sondern unfassbar geniale Ermittler, todesmutige und unverwundbare Detektive oder sonstige Sonderlinge hervorbringen, die man im wahren Leben eher selten trifft. Keine Spur davon in diesem Buch. Hier liegen die Dinge etwas anders.

Da haben wir auf der einen Seite einen durchschnittlichen Typen mit dem reizenden Namen Bryan Auster, der gerade seinen kränkelnden Vater in dessen Detektei vertritt und irgendwelche Armleuchter beim Ehebruch überführen soll. Und auf der anderen Seite sucht Kommissarin Colleen McCollum in Berlin einen Mörder, der seine Opfer erst einmal zwingt, sich einen Finger abzuschneiden, der dann an die Wand genagelt wird, bevor der Tod den Restkörper ereilt.

Auster bekommt von einem nerdigen, aber genial geschäftstüchtigen Mitarbeiter gegen ein wenig Bitcoin aus dem Darknet die Mitgliederliste einer Vermittlungsplattform für Seitensprünge geliefert, in der auch die gute Colleen verzeichnet ist. So wird die Überführung von Ehebrechern endlich ein Kinderspiel, mit dem man auch noch ausreichend Kohle machen kann.

Bis dahin ist die Geschichte auch noch einigermaßen verständlich. Aber dann geht es drunter und drüber. Und zwar so, dass man sich verzweifelt fragt, wie einem solcher Blödsinn auch nur einfallen kann. Da die Figuren wenig glaubhaft dargestellt werden und der Autor reichlich zwanghaft versucht, so etwas wie Coolness anzudeuten, kann man vielleicht noch eine Weile daran glauben, dass man es mit einer merkwürdig anmutenden Satire zu tun hat. Aber mit zunehmender Seitenzahl verfliegt auch diese Hoffnung, denn die ganze Geschichte entwickelt sich auf einer etwas zu lang geratenen Beschleunigungsspur immer mehr ins Dämliche.

Dass ich diese "furiose Liebeserklärung an den klassischen Detektivroman" wirklich bis zum Ende ausgehalten habe, wundert mich selbst, denn das Buch ist weder spannend, noch lustig, noch unterhaltend, sondern einfach nur auf eine ziemlich blödsinnige Art nutzlos. Eigentlich hätte ich wissen müssen, dass man auf Klappentexte nicht hereinfallen sollte. Aber man hat halt doch noch immer so etwas wie Hoffnung.

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