Karla Schmidt Das Kind auf der Treppe

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Inhaltsangabe zu „Das Kind auf der Treppe“ von Karla Schmidt

Die junge Musikerin Leni Draugur flieht aus Reykjavik vor ihrem gewalttätigen Mann. Sie weiß nicht, ob sie ihn in Notwehr getötet hat oder ob er ihr auf den Fersen ist – und sie weiß nicht, welcher Gedanke der schlimmere ist … Als Leni endlich spätnachts bei ihrer Halbschwester Zicky in Berlin ankommt, sitzt dort im Treppenhaus ein merkwürdig blasser kleiner Junge allein auf den Stufen. Leni nimmt sich des geheimnisvollen Jungen an, versucht ihn zu beschützen, denn in Berlin hat das 'Schulwegmonster' bereits mehrere Kinder auf bestialische Art getötet. Gleichzeitig weiß sie, dass sie vor ihrem Mann erst dann sicher sein kann, wenn er tot ist. Leni gerät in den Strudel der Ereignisse, und bald weiß sie selbst nicht mehr, ist sie Täterin oder Opfer? – Ein packender Psychothriller, in dem nichts so ist, wie es scheint!

gute Story, aber auch verwirrend, gewöhnungsbedürftiger Erzählstil

— CorneliaP
CorneliaP

Düster, abstrakt. Einer der besten Thriller der letzten Jahre.

— TheSilencer
TheSilencer

Ungewöhnlich und lesenswert.

— inverted_repeat
inverted_repeat

für mich ist selbst der eine Stern noch zu viel... habe es abgebrochen

— Willow
Willow

Super Spannend und ein überraschendes Ende

— mullemaus76
mullemaus76

Fazit: Ein leidlich spannender Psychothriller, der mit seinen problembehafteten Charakteren einfach nur konstruiert, unrealistisch und reißerisch wirkt.

— Bellexr
Bellexr

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  • Es kriecht Dir in den Kopf

    Das Kind auf der Treppe
    TheSilencer

    TheSilencer

    18. November 2016 um 11:54

    Leni flüchtet aus der Herrschaft ihres Ehemannes direkt zu ihrer Schwester Zicky nach Berlin. Verfolgt von Erinnerungen an das Martyrium ihrer Ehe und einem Zweikampf mit ihrem Ehemann, dessen Ausgang sie nicht kennt, nistet sie sich in dem Berliner Mehrfamilienhaus ein und findet zurück zu ihrer Leidenschaft, der Musik.Alles wäre gut, wenn die drohende Verfolgung ihres Ehemannes nicht wäre, oder die seltsamen Mieter in dem Haus. Auch das Schulwegmonster, das Kinder auf dem Schulweg auflauert und sie tötet, nimmt Einfluß auf ihr Leben. Doch allen dunklen Wolken voraus ist das Kind auf der Treppe, der blasse, seltsame Junge, der gerade seine große Schwester verloren hat, die Selbstmord beging. Und woher kommen eigentlich diese Geräusche mitten in der Nacht?Auf verschiedenen Zeiteben setzt Karla Schmidt eine Handlung puzzleartig zusammen, deren Schockwelle einen einfach überrollt. Gepflegt sachlich, teilweise melancholisch, zeichnet die Autorin Bilder in den Kopf, die ohne Warnung Gänsehaut über den Körper schicken. In ihrem Blog wagen sich einige Gäste an den Vergleich mit Sebastian Fitzek. Diesen finde ich unfair. Während dieser Figuren erfindet, an deren Psyche er nur oberflächlig kratzt und lediglich am Vorantreiben der Handlung interessiert ist, läßt sich Schmidt mit ihren Figuren Zeit und entblättert deren Seele zwiebelartig, bis sie einem den Atem nehmen.

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  • Selbst ein Stern ist für mich geschmeichelt

    Das Kind auf der Treppe
    Willow

    Willow

    05. May 2015 um 00:38

    Ich hatte mich von den Bewertungen leiten lassen und habe es bereut. Was ich von diesem Buch halten soll, weiss ich nicht. Wieso es sich Thriller nennt, weiss ich ebenso nicht.... letztendlich habe ich es, nachdem ich mich durch etliche Seiten gequält habe, abgebrochen . Für mich nicht der Rede wert... schade ! 

  • Mir fehlen die Worte, um dieses Buch zu beschreiben ...

    Das Kind auf der Treppe
    Aurora

    Aurora

    23. October 2014 um 16:45

    Ich weiß noch nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll. Einerseits ließ es sich sehr schnell und einfach lesen, aber andererseits fehlte mir an diesem Buch so einiges, was einen Thriller ausmacht. Klar, es gab eklige Szenen, die einen das Gesicht beim Lesen verziehen ließen, aber eigentlich sollte es sich hierbei ja um einen Psychothriller handeln, der eher weniger von Ekel lebt, wie ich finde. Andererseits fehlte diesem Buch irgendwie sämtliche Spannung, manches ist total vorhersehbar, bevor es überhaupt etwas klarer wird und teilweise war die Handlung so verworren, dass ich nicht wusste, was die eine Szene mit der nächsten zu tun hat. Die Charaktere widerum waren sehr gut ausgearbeitet. Vor allem mit der Protagonistin Leni konnte ich wunderbar mitfühlen und sie auf ihrem steinigen Weg begleiten.

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  • Gänsehaut...

    Das Kind auf der Treppe
    Seehase1977

    Seehase1977

    06. September 2013 um 19:55

    Klappentext/Kurzbeschreibung: Die junge Musikerin Leni Draugur flieht aus Reykjavik vor ihrem gewalttätigen Mann. Sie weiß nicht, ob sie ihn in Notwehr getötet hat oder ob er ihr auf den Fersen ist – und sie weiß nicht, welcher Gedanke der schlimmere ist … Als Leni endlich spätnachts bei ihrer Halbschwester Zicky in Berlin ankommt, sitzt dort im Treppenhaus ein merkwürdig blasser kleiner Junge allein auf den Stufen. Leni nimmt sich des geheimnisvollen Jungen an, versucht ihn zu beschützen, denn in Berlin hat das »Schulwegmonster« bereits mehrere Kinder auf bestialische Art getötet. Gleichzeitig weiß sie, dass sie vor ihrem Mann erst dann sicher sein kann, wenn er tot ist. Leni gerät in den Strudel der Ereignisse, und bald weiß sie selbst nicht mehr, ist sie Täterin oder Opfer? – Ein packender Psychothriller, in dem nichts so ist, wie es scheint! Der Leser begleitet die Protagonistin Leni, eine Musikerin knallhart mit seltsamen Neigungen und leicht psychotisch und gleichzeitig ein ängstliches kleines Mädchen auf der Flucht vor ihrem sadistischen Ehemann. Sie flüchtet zu ihrer Halbschwester Zicky und deren blinder Lebensgefährtin Olga, die beide selbst genug mit sich zu tun haben und Zicky keines Wegs begeistert ist von Lenis Auftauchen. Dann ist da noch der merkwürdige kleine Junge Nicky, den Leni bei ihrer Ankunft in Berlin mitten in der Nacht alleine im Treppenhaus vorfindet und seine total überforderte Mutter und Krankenschwester Ines. Schon im Prolog wird klar, dass dieses Buch nichts für schwache Nerven und Zartbesaitete ist. Die Autorin erzählt von eigentlich zwei Familientragödien und springt in ihren Erzählungen immer wieder in verschiedenen Zeiträumen zwischen Berlin und Island hin und her, am Ende laufen alle Handlungsstränge dieser verwobenen Geschichten gekonnt zusammen.  Der Autorin ist ein tolles Erstlingswerk gelungen, eine Story voll von Ängsten, Schwächen, menschlichen Trieben und Abgründen, die den Leser fesselt und schockiert und Bilder im Kopf entstehen lässt, die dem Leser nicht nur einmal einen Schauer über den Rücken jagt. Für Freunde des grausamen Psychothrillers absolut empfehlenswert!

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  • Bleibt im Kopf

    Das Kind auf der Treppe
    pelznase

    pelznase

    03. April 2013 um 11:02

    Ich gebe zu, ich habe lange Zeit beim Lesen immer nur gedacht: da gibt es ja nur kaputte Charaktere. Denn das muss man sagen, so ganz normal ist in diesem Thriller wirklich niemand. Erst nach und nach erschließen sich einem teilweise wirklich erschreckene Tatsachen und Zusammenhänge. Die hat man zuvor allenfalls geahnt und dann doch als unmöglich verworfen. Gleichzeitig erkennt man aber auch, dass alle Charaktere durch eben diese Tatsachen eben so sind, wie sie sind. Dann kann man sich zumindest etwas verstehen und ihr Denken und Handeln nachvollziehen. So richtig warm bin ich aber mit keinem von ihnen geworden. Dafür sind sie mir doch alle zu “sperrig” mit ihren ausgefallenen Vorlieben, ihren Ängsten, ihren Psychosen und und und. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, ein Buch zu lesen, das einfach keinen Bezug zu seinen Personen aufkommen lässt. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung und ich habe wirklich bis zuletzt nach wenigstens einem griffigen Charakter gesucht. Gefunden habe ich ihn nicht. Karla Schmidt reizt in diesem Buch die Extreme jedenfalls ganz schön aus. Von Alkoholismus, Vergewaltigung, Inzest bis hin zu Kannibalismus wird alles aufgefahren, was dem Genre zur Verfügung steht. Normalerweise würde ich sagen “too much” um gut und fesselnd zu sein. Doch bei diesem Roman passt das auch seltsame Art zusammen und ergibt durchaus ein einheitliches Ganzes. Das Buch ist vom Schreibstil her leicht zu lesen. Das ist gut so, denn hat man erst mal angefangen, will man auch immer schnell wissen, wie es weitergeht und ob sich die Ahnungen, die man hat, bestätigen. Der Gedanke, dass das alles nicht wahr sein kann, hält einen vom Anfang bis zum Ende bei der Stange. Da ist es praktisch, dass es sich sehr flüssig lesen lässt. Auf dem Bild oben kommt das so nicht rüber, aber das Cover des Buches hat einen silbrig-metallischen Glanz, was mir sehr gut gefallen hat. So etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen. Das düstere Bild hinter dem Titel-Schriftzug passt gut zur Geschichte mit der Treppe und dem Schatten davor. Beängstigend wie manche Szene im Buch. Fazit:   Erschreckend, extrem und fesselnd. Ein Psychothriller, den man so schnell nicht aus dem Kopf bekommt. Für zart besaitete Seelen allerdings nicht zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    Evan

    Evan

    02. October 2012 um 10:03

    Das Kind auf der Treppe – Karla Schmidt – Psychothriller Die Geschichte handelt von Leni Draugur einer jungen Frau die aus Ihrer schrecklichen Ehe flüchtet. Sie findet Zuflucht bei Ihrer Schwester Zicky in Berlin, die mit Ihrer Lebensgefährtin Olga zusammenlebt. Im Wohnhaus der Schwester leben die seltsamsten Leute auf einen Haufen, darunter auch ein Kindermörder. Alle Charaktere haben einen Knacks, man kann sich mit keiner Figur identifizieren oder Mitleid empfinden! Vom Thriller ist leider nicht viel übrig da der Mörder selber ermordet wird. Mehr möchte ich jetzt nicht verraten, sonst müsste man es nicht mehr lesen. Leider war es kein Buch für mich, richtig Spannung kam nicht auf nur ein Hää Effekt. Von mir deshalb 2 Sterne.

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  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    Nurse

    Nurse

    01. October 2012 um 18:23

    Ein sehr spannendes Buch, das einen bis zur letzten Seite fesselt. Die Geschichte läst sich sehr gut lesen und ist auch gut verständlich. Nur bei manchen Stellen wusste ich nicht genau was los ist und war ein bisschen verwirrt. Trotzdem fand ich es ein sehr gelungenes Buch, das ich nur empfehlen kann.

  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    Sarah-the-1

    Sarah-the-1

    05. June 2012 um 18:57

    Hm,also bei diesem Buch bin ich hin- und hergerissen.Wieso es dem Genre "Psychothriller" zugeordnet ist,ist mir auch (wie vielen Anderen hier) ein Rätsel...Psycho okay,aber wo genau ist der Thrill???Meiner Meinung nach ist es die Biografie einer Frau,die vor ihrem brutalen Ehemann flieht um ein neues Leben zu beginnen,und dabei in einen Kreis aus lauter gestörten,kranken und unnormalen Menschen gerät. Die Story an sich ist gut,sie selber ist natürlich traumatisiert bis zum Geht-nicht-mehr und auch dementsprechend geprägt,aber die neuen Menschen in ihrem neuen Umfeld wissen das um Längen zu überbieten.Allerdings erreicht die Geschichte an so einigen Stellen wirklich die Ekelgrenze und wird echt abartig! Die Suche nach dem Schulwegmonster läuft parallel,aber völlig im Hintergrund - wobei ich hier fairerweise sagen muss,dass der Klappentext des Buches auch nicht versprochen hat,dass diese Story hier im Vordergrund steht.Der ermittelnde Kommissar macht wirklich eine ganz ganz schwache Figur,aber das ist wohl auch beabsichtigt. Das Buch hat mich zu keiner Zeit "gethrillt",mein Herz hat an einigen Stellen zwar schneller geschlagen (aber nicht im positiven Sinne!),aber das waren die Abschnitte voller Ekel und Abartigkeit.Was das völlig Kranke,Absurde und Widerliche angeht hat die Autorin hier wirklich alles gegeben! Die Kapitel sind alle mit verschiedenen Daten überschrieben,aber es geht nicht kontinuierlich weiter,sondern es wird auch immer wieder in die Vergangenheit zurückgesprungen.Hier findet man sich aber prima zurecht,man weiß immer,wo man gerade ist und muss nicht permanent zurückblättern. Fazit: An sich finde ich die Story gut,aber stellenweise war es mir dann doch zu eklig und abartig und ich bin eben der Meinung,dass es KEIN Thriller ist!Deshalb solide 3 Sterne von mir.

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  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    Eisnelke

    Eisnelke

    07. January 2012 um 10:05

    Leni Draugur ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann Magnus aus Reykjavik und kommt bei ihrer Schwester Zicky und dessen Partnerin Olga in Berlin unter. Verstört und zutiefst verängstigt weiß die junge Frau nicht, ob Magnus noch lebt oder ob Leni ihn bereits aus Notwehr bei der letzten Begegnung getötet hat. Bei ihrer Ankunft in Deutschland lernt sie den kleinen Nachbarsjungen Nicky kennen, der allein im Treppenhaus sitzt und merkwürdig blass und krank wirkt. Leni lebt von da an in Berlin, kann aber ihr Vergangenheit in Island nicht abschließen: Zu grausam sind die Erinnerungen an die erlebte Gewalt. Und auch das “Schulwegmonster”, welches in Berlin für Angst und Schrecken sorgt trägt nicht gerade zur Beruhigung bei. Karla Schmidt hat mir ihrem Roman einen echten Psychothriller geschrieben der mir unter die Haut gegangen ist. Ich habe im Vorfeld viele schlechte Kritiken gelesen. Diesen kann ich mich jedoch nicht anschließen. Ich finde die Handlung ist äußerst spannend aufgebaut und die Geschichte hat ein gut durchdachtes Ende, welches mich mit einem ebenso guten Gefühl dieses Buch zuschlagen lässt. Was mir persönlich bei einem Psychothriller wichtig ist. Denn dieses Buch ist durchaus keine leichte Kost!

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  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    robbylesegern

    robbylesegern

    18. December 2011 um 18:35

    ein nicht zu empfehlendes Buch Dieses Buch ist eines der Wenigen, die ich nicht zu Ende gelesen habe, da die Abartigkeiten und Geschmacklosigkeit der Schilderungen mein Mass an Erträglichkeit überschritten.Ich kann und will nicht verstehen, wie Menschen Gefallen daran finden können, wenn Personen gequält und erniedrigt werden. Wie schon ein Vorrezensent anmerkte, läßt aber nicht nur der Inhalt dieses Buches zu wünschen übrig,sondern auch die Rechtschreibung. Hier wäre ein intensives Nachlesen der Lektorin mehr als notwendig gewesen. Von mir ein Spruch, der selten unter meinen Rezensionen steht"Finger weg", es sei denn sie stehen auf Schilderungen von Abartigkeiten.

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  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    rumble-bee

    rumble-bee

    24. September 2011 um 20:56

    Schaut man sich die Rezensionen zu diesem Buch an, so scheint es nur zwei Möglichkeiten zu geben: entweder man liebt es, oder man hasst es. Nachdem ich es nun aus lauter Neugier doch selber gelesen habe, muss ich mich wohl entscheiden. Ganz zu den "Hassern" gehöre ich wohl nicht. Ich kann aber auch nicht in lauter Jubelschreie ausbrechen. Eine der Debatten um dieses Buch kreist um die Frage, ob es denn nun ein Psychothriller sei. Ganz ehrlich: ich denke, eher nein. Denn der einzige "Fall", in dem hier offziell ermittelt wird, der des "Schulwegmonsters" nämlich, kommt nur sehr am Rande vor. Und er endet offen. Es mag sein, dass die Autorin zu viel in Andeutungen versteckt hat. Ich jedenfalls habe nicht begriffen, wer nun das "Schulwegmonster" gewesen sein soll. Begeisterte Leser mögen einwenden, dass doch sehr wohl gegen Ende jemand gefasst werde. Und dass am Ende ein Verbrechen aufgeklärt werde. Ich will gerne zugeben, dass das Buch die ganze Zeit über mit übelsten, düsteren Andeutungen spielt, was sich da im Hintergrund abspielt. Aber - es tut mir leid - so gruselig ich diesen Handlungsstrang fand, so abstrus und widerlich war er auch. Sicher, in einem als Thriller betitelten Buch sollte es grausam und blutig zugehen dürfen. Aber das hier lag einfach jenseits dessen, was ich guten Gewissens noch lesen und auch als wahrscheinlich akzeptieren kann! Auch auf die Gefahr hin, zu viel zu verraten: Die fragliche Person ist in der Medizin tätig. Und da soll sie NICHT gewusst haben, dass die seltene Krankheit des kleinen Jungen ganz normal behandelbar ist?? Und, was ich noch viel weniger verstehe: der Junge soll das Ganze wissentlich (!) mitgemacht haben?? Nie im Leben!! Nie!! Das Buch speist seine Leser hier mit einer äußerst fadenscheinigen Erklärung ab: der Täter soll dem Kind gesagt haben, das sei alles nicht so schlimm. Um es mal mit einem bekannten Werbespruch zu sagen: ich bin doch nicht blöd...! Lediglich den Teil um Leni, ihre Suche nach Familie und Halt, und ihren Werdegang in der Musik, kann ich als "Roman" noch halbwegs ernst nehmen. Hier gab es teilweise fast schöne Passagen. Fragen rund um gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Eifersucht und das Kinderkriegen wurden hier diskutiert. Das war ansatzweise richtig gut! Gleichzeitig liegt hier schon wieder ein Manko des Buches. Denn die Charakterisierungen der einzelnen Figuren haben für mich vorne und hinten nicht gestimmt. Besonders Leni als Person habe ich einfach nicht verstanden, sie war mir sehr fremd und unsympathisch. Es will mir einfach nicht einleuchten, warum eine Frau vor ihrem gewalttätigen Ehemann davonläuft, aber gleichzeitig auf "harten Sex" steht. Ja was denn nun?! Außerdem steigt sie im Laufe des Buches mit nahezu jedem ins Bett, der ihr über den Weg läuft. Und heult sich am Ende die Augen aus, weil sie dann doch feststellt, dass sie ihren Exfreund noch liebt... Tut mir leid, wirrer geht's nimmer. In diesen "persönlichen" Teil, der um Leni und ihre chaotische Familie, hat die Autorin meiner Meinung nach bei weitem zu viel hineingepackt. Auch das wirkte einfach nur überzogen. Hier lief nun wirklich alles schief, was nur schiefgehen konnte. Und das, zusammengenommen mit den bereits erwähnten üblen Andeutungen über die Nachbarn, das war letzten Endes für das Buch der Todesstoß, der ihm noch die letzte Glaubwürdigkeit als ernsthafter Thriller genommen hat. Es mag sich so anhören, als habe ich das Buch nun doch gehasst. Komischerweise nein. Ich glaube, es war eher eine Art morbider Faszination, die mich das Buch innerhalb von zwei Tagen hat lesen lassen. Aber ich bin durchaus ein wenig schuldbewusst aus dieser Leseattacke wieder aufgetaucht. So wie nach einer Fressattacke um Mitternacht. Würde ich es empfehlen? Ich denke da an Leser von Horror-Autoren wie Stephen King. Okay, die könnten an der wirklich widerlichen Hintergrundhandlung ihren Gefallen finden. Aber allen Lesern, die auf ernstzunehmende Schriftstellerkunst warten, mit glaubwürdigen Plots und ausgereiften Charakteren - denen sage ich: Finger weg!!

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  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    Readophil

    Readophil

    22. August 2011 um 22:32

    Aus meiner Sicht hat dieses Buch durchaus das Prädikat „Psychotriller“ verdient. Wenn ich den Prolog einmal weg lasse beginnt es mit dem ganz normalen, alltäglichen Wahnsinn. Eine Frau flüchtet vor ihrem prügelndem Ehegatten zu ihrer Schwester nach Berlin. Die erste Person die, die Hauptperson antrifft ist ein kleiner Junge, der spät am Abend, allein auf der Treppe des Hauses sitzt und einen vernachlässigten Eindruck hinterlässt. Langsam und vorsichtig wird der Leser dann in die Mentalitäten der Hausbewohner eingeführt. Nach und nach kommt immer mehr eine ganz spezieller Wahnsinn zum Vorschein, der dem einen oder anderen bekannt vorkommen wird, über den wir uns aber nicht immer Gedanken machen. Hier werden wir dazu genötigt. Dieses Buch schaffte es meine Sympathie mit dem Täter zu stärken, gleichzeitig ließ es mich in der nächsten Nacht schweißgebadet aufwachen weil ich meinte ein schabendes Geräusch, in der Wohnung über mir, gehört zu haben. Es stellte sich als betätigte Toilettenspülung heraus. Thriller, im Allgemeinen bewerte ich an der Anzahl wie oft ich das Buch, für einige Minuten weg legen muss um meine Gedanken zu ordnen. In diesem Fall war es drei Mal der Fall.

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  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    Lilabella

    Lilabella

    25. July 2011 um 16:06

    Wir begleiten Leni Draugur, die nach der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann Zuflucht bei ihrer Schwester in Berlin sucht. Neben ihrer ständigen Paranoia und den zunehmenden Schlafproblemen muss Sie sich auch noch mit den Problemen zwischen ihrer Schwester und deren blinder Lebensgefährtin sowie dem merkwürdigen blassen Jungen der Nachbarin herumschlagen. Zu allem Überfluss treibt auch noch das "Schulwegmonster" sich in der Gegend herum.... Ein wirklich geniales Buch, meiner Meinung hat es den Titel "Psychothriller" wirklich verdient. Die Story ist sehr verschachtelt und es gibt unterschiedliche Handlungsstränge, die zeitversetzt erzählt werden - so befindet man sich abwechselnd in den Jahren 2006-2010. Die Zeitsprünge sind meiner Meinung aber immer gut nachzuvollziehen. Mehrmals ist mir beim lesen einfach die Kinnlade heruntergefallen, denn mit diesem Buch hat Karla Schmidt dem Überraschungseffekt alle Ehre gemacht. Einziger Punktabzug ist das gehetzte Ende, es war leicht verwirrend auf einmal in einer anderen Perspektive zustecken und sich alles zusammenpuzzeln zu müssen. Dennoch empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    myriel

    myriel

    Das Kind auf der Treppe machte auf mich einen wahnsinnig spannenden Eindruck und da ich davon viel gutes gehört hatte, beschloss ich das Buch zu lesen. Mit seinen gut 320 Seiten kann man es schließlich schnell einfach mal dazwischen schieben. Allerdings wurde ich enttäuscht. Wahnsinnig enttäuscht. Zu erst einmal hat Karla Schmidt versucht alles an Krimi und Thriller Handlung was es nur gibt in eine Geschichte zu packen. In meinen Augen war das einfach “too much”. Die Handlung verläuft sehr verworren, ständig gibt es irgendwelche Zeitsprünge, welche zwar anhand der Kapitelüberschrift in Form von Datum und Ort genau angegeben werden, dennoch habe ich mich manchmal einfach gefragt “Moment, wo bin ich jetzt? Welche Zeit ist jetzt?” Was nicht heißen soll, dass ich nicht folgen konnte, nein ganz sicher nicht. Aber es ist ein ständiges hin und her, was absolut nicht mein Fall ist. Gerade bei einem Psychothriller erhoffe ich mir, dass er mich vor Spannung nur so fesselt und ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Doch das einzige was in diesem Buch geschieht ist eine Aneinanderreihung von ekelhaften und widerwärtigen Handlungen. An einigen Stellen habe ich mich gefragt wozu gewisse Dinge überhaupt in der Handlung auftauchen, da sie überhaupt keine Rolle spielen. Zum Ende hin wird die Geschichte immer absurder und absolut unglaubwürdig. Nicht einmal der schleppende und langweilige Schreibstil kann über die Defizite in der Handlung hinwegtrösten. Ich saß vor dem Buch und habe mich ständig gefragt, wann denn nun mal endlich etwas passiert, etwas mit Nervenkitzel. Doch als ich das Buch beendet hatte, stellte ich es lediglich mit einem “Ihgitt” zurück ins Regal. Wer es gerne ekelig mag, und eigentlich tu ich das, ich liebe blutrünstige Bücher, der mag hier vielleicht weniger enttäuscht werden als ich. Doch mich konnte dieses Debüt nicht überzeugen. Frau Schmidt, das mit dem Spannung erzeugen und der glaubwürdigen Handlung müssen wir aber noch ein Mal üben. Ein sinnloses aneinander klatschen von ekelhaften Handlungen macht noch lange keinen Psychothriller aus. Schade.

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  • Rezension zu "Das Kind auf der Treppe" von Karla Schmidt

    Das Kind auf der Treppe
    Kaisu

    Kaisu

    05. March 2011 um 20:19

    Serienmörder sind Menschen, die in zeitlichen Abständen mehrere Menschen umgebracht haben. Meist wählen sie eine Zielgruppe aus und begehen an dieser ihre gräulichen Taten. Sobald es Kinder die Opfer sind, tut es einem noch mehr im inneren weh und man hofft auf eine schnellstmögliche Festnahme des Mörders. Was aber wenn einem der Killer näher steht als man glaubt? Was wenn die Polizei keine heiße Spur hat und immer mehr Kinder sterben müssen? Man ist hilflos und schmerzlich verzweifelt. * Mit dieser Thematik beschäftigt sich unter andrem Karla Schmidt in ihrem aktuellen Buch „Das Kind auf der Treppe“. Dort treibt ein „Schulwegmonster“ sein Unwesen und versetzt alle Eltern in Angst und Schrecken. Der andere große Schwerpunkt liegt auf der Hauptprotagonisten Leni und ihren herben Schicksalsschlägen. Ihr extrem eifersüchtiger Ehemann neigt zu Gewaltausbrüchen und zwingt sie zu Untaten, von denen keiner normaler Menschenverstand auch nur träumen würde. An einem kalten Wintertag wagt sie die Flucht aus Island zu ihrer Schwester Zicky nach Berlin und hofft dort auf eine Unterkunft. Doch diese ist nicht wirklich erfreut ihre kleine musik-verrückte Schwester bei sich aufzunehmen. Einzig deren Freundin verdankt Leni, dass sie in der Wohnung einziehen darf. Allerdings gerät sie auch hier wieder an Menschen, mit denen sie wohl keine Bekanntschaft hätte machen sollen und da zählt nicht nur der blasse Junge aus dem Treppenhaus dazu, der ihr stetig über den Weg läuft. Als dann noch der Ehemann aus Island plötzlich auftaucht und Leni wieder in seinen Machtkreis ziehen will, sind ihre Nerven völlig blank. * Die Autorin führt einem Stück für Stück verschiedene Charaktere vor und erzählt bruchstückhaft Geschehnisse aus deren Leben, bis man sie irgendwann am Ende komplett zusammensetzen kann. Die Handlung ist interessant aber dennoch nicht immer spannend geschrieben. Teilweise hat man den Eindruck, dass den Leser das genannte Erlebnis schocken soll, doch es kommt nicht so herüber. Es wirkt wie zwanghaft eingebracht. Da der größte Teil der Handlung im Winter spielt, wirkt das Buch sehr düster und kalt. Ihre Protagonisten haben düstere, melancholische Gedanken, neigen zu seltsamen Tätigkeiten und selbst die Wohnungen machen trotz der offenen Beschreibung keinen freundlichen Eindruck. Nur die musikalische Freizeitgestaltung von Leni wirft einen kleinen Lichtstrahl in das Buch. Hier wird jedoch ziemlich oft mit Fachbegriffen um sich geworfen, so dass man als Leser es zwar aufnimmt aber als unwichtig betrachtet, was schade ist. * Ein weiterer Kritikpunkt ist das Genre. Unter einem Psychothriller verstehe ich extreme Spannung, Überraschungsmomente, Schockerlebnisse und eine überraschende Auflösung am Ende des Buches. Leider kommt das alles hier zu kurz. Zwar hat man ab und an kleine Momente der Verwunderung und des Schocks, aber sie ziehen einen nicht in den Bann. Das Ende und somit die Auflösung um den Serienkiller, kann man sich als Leser spätestens ab der Hälfte schon denken und wird am Ende sogar darin bestätigt. * Alles in allem ist das Buch eine kleine Enttäuschung. Der Epilog ist super gut geschrieben und lässt einen böses erahnen. Auch das Cover und der Titel geben einen genug Gründe, sich dieses Buch zu Gemüt zu führen. Leider dreht sich am Ende aber alles fast nur noch um die Hauptdarstellerin Leni und das „Schulwegmonster“ wird nur noch am Rande erwähnt, wirkt also wie ein nichtiger Handlungsnebenstrang, obwohl gerade mit ihm das Buch gepriesen wird. Der spannende Schreibstil der Einleitung wiederholt sich so gut wie nie. * Wer also nichts gegen eine düstere, kalte Geschichte hat, in der die herben Schicksalsschläge einer jungen Frau beschrieben werden, die regelrecht vom Pech verfolgt zu sein scheint und positive Ereignisse schon fast einer unglaublichen Wendung erscheinen, der kann hier zugreifen. Alle, die Thriller und Psycho erwarten: Finger weg! * Punkte: 6 von 10

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