Karla Schneider

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Die Geschwister Apraksin

Die Geschwister Apraksin

 (7)
Erschienen am 01.09.2011
Glückskind

Glückskind

 (6)
Erschienen am 01.09.2007
Die Reise in den Norden

Die Reise in den Norden

 (4)
Erschienen am 01.10.2007
Wenn ich das siebte Geißlein wär'

Wenn ich das siebte Geißlein wär'

 (2)
Erschienen am 02.02.2009
Prinzessin Karamella und Ritter Suppengrün

Prinzessin Karamella und Ritter Suppengrün

 (1)
Erschienen am 23.01.2009
Fünfeinhalb Tage zur Erdbeerzeit

Fünfeinhalb Tage zur Erdbeerzeit

 (1)
Erschienen am 01.08.2006
Marcolini

Marcolini

 (1)
Erschienen am 01.08.2009

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Rezension zu "Die Geschwister Apraksin" von Karla Schneider

Fünf Kinder in den Wirren der Russischen Revolution
Barbara62vor 3 Jahren

Russland 1918/19. Die fünf Kinder der Moskauer Kaufmannsfamilie Apraksin sind elternlos geworden. Ihr Besitz soll von den neuen Machthabern konfisziert und sie selbst in verschiedenen Kinderheimen untergebracht werden. Doch sie sind nicht bereit, sich in ihr Schicksal zu ergeben.

Mit nichts als den Kleidern auf dem Leib, je einem kleinen Gepäckstück und
wenigen Goldkopeken fliehen sie nachts mit einer Schauspielertruppe. In einem Eisenbahnwagon mit Demobilisierten erreichen sie nach wochenlanger Irrfahrt Rostow am Don, wo die jüngste und die älteste Schwester verloren gehen. Zu dritt geht es weiter auf die Krim. Bei Jalta finden Polly, Ossja und Fedja Unterschlupf in einer Schule für obdachlose
Kinder. Als der Terror auch dorthin gelangt, kehren sie auf abenteuerlichen Wegen zurück ins Moskau der Schieberkönige und Emporkömmlinge.

Karla Schneider hat auf fast 600 Seiten ein durchweg spannendes Jugendbuch voller unglaublicher, haarsträubender, trauriger, aber manchmal auch komischer Abenteuer geschrieben, das vom Überleben in einer Zeit des völligen gesellschaftlichen Umbruchs erzählt. Dabei ist es ihr gelungen, alle Haupt- und Nebenfiguren so lebendig zu gestalten,
dass sie uns schnell vertraut werden.

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Rezension zu "Die Geschwister Apraksin" von Karla Schneider

Rezension zu "Die Geschwister Apraksin" von Karla Schneider
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Es kommt nicht darauf an, wohin wir gehen. Sondern vor allem, dass wir fort sind. Fort, ehe sie kommen und uns auseinander reißen und uns an grässliche, widerwärtige Orte verschleppen.“

Auseinander gerissen zu werden ist der furchtbarste Gedanke für die Geschwister Apraksin (Klascha 15 Jahre, Polly 12 Jahre, Ossja 10 Jahre, Fedja 9 Jahre und Dillotschka 5 Jahre), die wohlbehütet ohne Mutter in einer reichen Kaufmannsfamilie aufwachsen. Sie sind unzertrennlich und lieben es, gemeinsame Spiele zu spielen. Als auch der Vater in den Wirren der Oktoberrevolution 1917 als verschollen gilt und das Haus der Familie enteignet werden soll, spitzt sich die Lage zu. Die Kinder sollen allesamt auf diverse Heime oder gar Gefängnisse verteilt werden – da fliehen sie gemeinsam im Zug nach Rostow am Don, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Während der Reise treffen sie auf demobilisierte Soldaten und müssen hier endgültig einsehen, dass sie am Ende ihrer finanziell gesicherten und behüteten Kindheit angekommen sind. Durch den Zusammenhalt der fünf schlagen sie sich aber äußerst tapfer durch bis Rostow am Don, wo sie in einem kleinen Zimmer endlich wieder in einem Bett schlafen können. Polly, das Organisationstalent der Familie, behält den klaren Kopf, als Klascha sich verliebt und als dann auch noch das Nesthäkchen Dillotschka erkrankt und im Krankenhaus behandelt werden muss. Aber auch sie kann nicht verhindern, dass die Familie hier auseinander bricht. Dillotschka ist verschwunden, Klascha verlässt mit ihrem Angebeteten die restlichen Geschwister.

„Gleichgültigkeit, Polly, ist der schlimmste Feind für die Seele“

Gegen diese Gleichgültigkeit kämpfen die Geschwister stets an und bauen sich gegenseitig wieder auf, wenn es mal gar nicht weiterzugehen scheint. Polly, Ossja und Fedja reisen auf die Krim, wo sie ein wunderbares Jahr in einer Schule verbringen, bis auch die Krim im Chaos zu versinken droht. Wieder müssen sie fliehen, wieder müssen sie sich von lieb gewonnenen Menschen trennen und versuchen, sich nach Moskau durchzuschlagen. Dort hoffen sie, auf ihre einzig lebende Verwandte, die unehelich geborene Schwester ihrer Mutter, zu treffen.

Geschichte erlebbar gemacht

„Die Geschwister Apraksin“ ist ein wunderschönes Buch, das Geschichte erlebbar macht, das spannend ist und einfach unter die Haut geht. Karla Schneider hat hier hervorragend die Zeit der Oktoberrevolution recherchiert und bringt diese dem Leser in einer wunderbar erzählten Geschichte dar. Es ist ein Buch, das man wegen seiner wunderschönen Sätze ganz langsam liest. Man nimmt sich Zeit, die sehr bildlich dargestellten Geschehnisse auf sich wirken zu lassen und vergisst schon mal dieselbe über dem Lesen. Der Leser kann auf einer eingezeichneten Karte die Reiseroute der Kinder nachverfolgen und es bietet auch Worterklärungen zu russischen und französischen Ausdrücken, die sich aber in einem angemessenen Rahmen bewegen. Keine Angst zu haben braucht man vor den fremd anmutenden russischen Namen, da es auch eine Auflistung sämtlicher im Buch vorkommender Personen gibt.

Diesem Buch wünsche ich ganz viele Leser.

Es ist gleichermaßen für Jugendliche (ab 12 Jahren) geeignet, die sich über den Geschichtsunterricht hinaus noch weiter informieren wollen und einen guten Schmöker suchen, als auch für Erwachsene, die mehr über diese Epoche wissen und erfahren möchten und für alle, die sich auf eine äußerst abenteuerliche Reise durch ein für uns größtenteils unbekanntes Russland begeben möchten.

„Die Geschwister Apraksin“ war im März 2006 unter den besten 7 Büchern für junge Leser. Ausgewählt vom Focus und dem Deutschlandradio. Ebenfalls war es Buch des Monats (März 2006) der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V.
Die Zeitschrift Eselsohr verlieh dem Titel die Auszeichnung „Fällt aus dem Rahmen“ (Monat Mai 2006).

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Rezension zu "Die abenteuerliche Geschichte der Filomena Findeisen" von Karla Schneider

Rezension zu "Die abenteuerliche Geschichte der Filomena Findeisen" von Karla Schneider
steffchen3010vor 8 Jahren

~Story~

Dresden im Jahre 1813. Es herrscht Krieg. Es ist die Zeit Napoleons.
Filomena Findeisen, genannt Filo verliert mit 3 Jahren ihre Mutter. Aus ihr nicht bekannten Gründen kommt sie mit 6 1/2 Jahren zu Onkel & Tante nach Dresden. Warum der Vater sie wegschickt, bleibt ihr verborgen.
In Dresden wächst sie in Magister Claußnitzers Armenschule, der Schule ihres Onkels, auf und wird gemeinsam mit den anderen Waisenkinders von ihm unterrichtet.
Als der Onkel der Meinung ist, er hätte ihr alles beigebracht, was es ihr zu lehren lohnt, muss sie als "Mädchen für Alles" herhalten. Das heißt für sie im Klartext: der Tante beim Kochen des Schulessens zu helfen und auf ihre kleine Cousine Gustchen aufzupassen.

Ihre Privatsphäre beschränkt sich auf die wenigen Stunden in einer kleinen spärlichen Kammer unter dem Dach, die sie ihr Eigen nennen darf. Eine Zumutung, die ihr entsetzlich eintöniges Leben noch drister wirken lässt. Das einzig Schöne an dem sie festhält, sind die Bücher, die sie für die Tante immer aus der Bibliothek holt. Auf den Nachhausewegen nutzt sie eilig die Chance möglichst viele Blicke auf das Geschriebene in den Büchern zu erhaschen. Sie sehnt sich nach Abwechslung, sie strebt nach Wissen, sie möchte leben.
Sehnsüchtig trägt sie den Traum nach einer besten Freundin & einem erfüllteren Leben mit sich.

Eines Tages trifft sie auf die quirrliche lebensfrohe Kunstreiterin Pruna, die mit ihrer Familie am Waldrand Halt gemacht hat. Die Gruppe ist eine Familie von wandernder Künstler, Artisten die von Stadt zu Stadt ziehen um die Leute zu unterhalten. Zwischen Filomena & Pruna beginnt eine innige Freundschaft. Endlich scheint jemand die Neugier Filomena´s am Leben zu stillen.
Und obwohl in Dresden der Krieg ausbricht ist Filo so glücklich wie nie zuvor. Es scheint, als hätte sie endlich ihre Seelenverwandte gefunden & dass sie endlich zu leben beginnen darf...

~Mein Fazit~

Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen.

Ja, ich war derart fasziniert von der Geschichte, dass ich tagelang nichts anderes wahrnahm. Karla Schneider erzählt fantasievoll und lebendig die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft & zugleich eine unverblümte Geschichte des Krieges.
Fantasievoll nehmen uns Filomena und Pruna an der Hand und führen uns durch ihre Welt. Die Welt, wie sie aus den Augen von jungen Menschen gesehen wird. Obwohl die Dinge eher erschreckend und düster sind, schafft es Karla Schneider die Lebensfreude beim Schopf zu packen undsie durch ihre Zeilen fließen zu lassen.

Im Text stößt man auf jede Menge altdeutscher Wörter, die scheinbar vorallem in Ostdeutschland sehr verbreitet waren. Für alle, die mit ihnen nichts anzufangen wissen, finden diese im Anhang gut erklärt und definiert. Zudem bekommt man einen guten Einblick in geschichtliche Hintergründe und ermöglichen einen das Auffrischen des Allgemeinwissens. Die unterschiedlichen Lebensstile der Protagonisten lassen uns ungefähr erahnen, wie es damals im Krieg gewesen sein muss und zeigen, dass jeder Mensch auf seine besondere Art und Weise handelt...

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Karla Schneider wurde am 01. Januar 1938 in Dresden (Deutschland) geboren.

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