Karla Schneider , Achim Norweg Die Geschwister Apraksin

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Inhaltsangabe zu „Die Geschwister Apraksin“ von Karla Schneider

Das Abenteuer einer unfreiwilligen ReiseSie heißen Klascha, Polly, Ossja, Fedja und Dillotschka. Sie sind Waisen und leben in einer gefährlichen Zeit. Doch als sie getrennt werden sollen, überzeugt Polly, die Anführerin, ihre Geschwister von einem abenteuerlichen Plan. Bei Nacht, jeder nur mit einer Tasche und ein paar Goldmünzen, verlassen sie ihr Elternhaus für immer. Auf ihrer Odyssee geraten sie nicht nur einmal in brandgefährliche Situationen. Aber immer wieder schafft es Polly, den Geschwistern Mut zu machen.»So ist ein opulentes, wortgewaltiges Abenteuerbuch entstanden, das bis in die Einzelheiten davon erzählt, wie es sich anfühlt, Kind zu sein, während die Grundfesten stürzen: es ist, als läse man Dostojewski für Kinder.« Monika Osberghaus, FAZAuf der Liste der »Besten 7 Bücherfür junge Leser«

Ein spannendes Jugendbuch, das vom Überleben in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs erzählt, mit 600 Seiten eher für gute Leser/innen.

— Barbara62

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  • Fünf Kinder in den Wirren der Russischen Revolution

    Die Geschwister Apraksin

    Barbara62

    12. October 2015 um 08:07

    Russland 1918/19. Die fünf Kinder der Moskauer Kaufmannsfamilie Apraksin sind elternlos geworden. Ihr Besitz soll von den neuen Machthabern konfisziert und sie selbst in verschiedenen Kinderheimen untergebracht werden. Doch sie sind nicht bereit, sich in ihr Schicksal zu ergeben. Mit nichts als den Kleidern auf dem Leib, je einem kleinen Gepäckstück und wenigen Goldkopeken fliehen sie nachts mit einer Schauspielertruppe. In einem Eisenbahnwagon mit Demobilisierten erreichen sie nach wochenlanger Irrfahrt Rostow am Don, wo die jüngste und die älteste Schwester verloren gehen. Zu dritt geht es weiter auf die Krim. Bei Jalta finden Polly, Ossja und Fedja Unterschlupf in einer Schule für obdachlose Kinder. Als der Terror auch dorthin gelangt, kehren sie auf abenteuerlichen Wegen zurück ins Moskau der Schieberkönige und Emporkömmlinge. Karla Schneider hat auf fast 600 Seiten ein durchweg spannendes Jugendbuch voller unglaublicher, haarsträubender, trauriger, aber manchmal auch komischer Abenteuer geschrieben, das vom Überleben in einer Zeit des völligen gesellschaftlichen Umbruchs erzählt. Dabei ist es ihr gelungen, alle Haupt- und Nebenfiguren so lebendig zu gestalten, dass sie uns schnell vertraut werden.

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  • Rezension zu "Die Geschwister Apraksin" von Karla Schneider

    Die Geschwister Apraksin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2012 um 21:48

    Es kommt nicht darauf an, wohin wir gehen. Sondern vor allem, dass wir fort sind. Fort, ehe sie kommen und uns auseinander reißen und uns an grässliche, widerwärtige Orte verschleppen.“ Auseinander gerissen zu werden ist der furchtbarste Gedanke für die Geschwister Apraksin (Klascha 15 Jahre, Polly 12 Jahre, Ossja 10 Jahre, Fedja 9 Jahre und Dillotschka 5 Jahre), die wohlbehütet ohne Mutter in einer reichen Kaufmannsfamilie aufwachsen. Sie sind unzertrennlich und lieben es, gemeinsame Spiele zu spielen. Als auch der Vater in den Wirren der Oktoberrevolution 1917 als verschollen gilt und das Haus der Familie enteignet werden soll, spitzt sich die Lage zu. Die Kinder sollen allesamt auf diverse Heime oder gar Gefängnisse verteilt werden – da fliehen sie gemeinsam im Zug nach Rostow am Don, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Während der Reise treffen sie auf demobilisierte Soldaten und müssen hier endgültig einsehen, dass sie am Ende ihrer finanziell gesicherten und behüteten Kindheit angekommen sind. Durch den Zusammenhalt der fünf schlagen sie sich aber äußerst tapfer durch bis Rostow am Don, wo sie in einem kleinen Zimmer endlich wieder in einem Bett schlafen können. Polly, das Organisationstalent der Familie, behält den klaren Kopf, als Klascha sich verliebt und als dann auch noch das Nesthäkchen Dillotschka erkrankt und im Krankenhaus behandelt werden muss. Aber auch sie kann nicht verhindern, dass die Familie hier auseinander bricht. Dillotschka ist verschwunden, Klascha verlässt mit ihrem Angebeteten die restlichen Geschwister. „Gleichgültigkeit, Polly, ist der schlimmste Feind für die Seele“ Gegen diese Gleichgültigkeit kämpfen die Geschwister stets an und bauen sich gegenseitig wieder auf, wenn es mal gar nicht weiterzugehen scheint. Polly, Ossja und Fedja reisen auf die Krim, wo sie ein wunderbares Jahr in einer Schule verbringen, bis auch die Krim im Chaos zu versinken droht. Wieder müssen sie fliehen, wieder müssen sie sich von lieb gewonnenen Menschen trennen und versuchen, sich nach Moskau durchzuschlagen. Dort hoffen sie, auf ihre einzig lebende Verwandte, die unehelich geborene Schwester ihrer Mutter, zu treffen. Geschichte erlebbar gemacht „Die Geschwister Apraksin“ ist ein wunderschönes Buch, das Geschichte erlebbar macht, das spannend ist und einfach unter die Haut geht. Karla Schneider hat hier hervorragend die Zeit der Oktoberrevolution recherchiert und bringt diese dem Leser in einer wunderbar erzählten Geschichte dar. Es ist ein Buch, das man wegen seiner wunderschönen Sätze ganz langsam liest. Man nimmt sich Zeit, die sehr bildlich dargestellten Geschehnisse auf sich wirken zu lassen und vergisst schon mal dieselbe über dem Lesen. Der Leser kann auf einer eingezeichneten Karte die Reiseroute der Kinder nachverfolgen und es bietet auch Worterklärungen zu russischen und französischen Ausdrücken, die sich aber in einem angemessenen Rahmen bewegen. Keine Angst zu haben braucht man vor den fremd anmutenden russischen Namen, da es auch eine Auflistung sämtlicher im Buch vorkommender Personen gibt. Diesem Buch wünsche ich ganz viele Leser. Es ist gleichermaßen für Jugendliche (ab 12 Jahren) geeignet, die sich über den Geschichtsunterricht hinaus noch weiter informieren wollen und einen guten Schmöker suchen, als auch für Erwachsene, die mehr über diese Epoche wissen und erfahren möchten und für alle, die sich auf eine äußerst abenteuerliche Reise durch ein für uns größtenteils unbekanntes Russland begeben möchten. „Die Geschwister Apraksin“ war im März 2006 unter den besten 7 Büchern für junge Leser. Ausgewählt vom Focus und dem Deutschlandradio. Ebenfalls war es Buch des Monats (März 2006) der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. Die Zeitschrift Eselsohr verlieh dem Titel die Auszeichnung „Fällt aus dem Rahmen“ (Monat Mai 2006).

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