Karlheinz A. Geißler Alles hat seine Zeit, nur ich hab keine

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Inhaltsangabe zu „Alles hat seine Zeit, nur ich hab keine“ von Karlheinz A. Geißler

Morgens halb acht in Deutschland: Über den Fernsehschirm tickern die aktuellen Börsennotierungen, im Radio laufen die neusten Nachrichten, das Smartphone zeigt die Mails der Nacht, bei einem Espresso gelingt ein flüchtiger Blick in die Morgenzeitung.
Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Dann gehören auch Sie zu den »Simultanten«, den »FetischistInnen der Gleichzeitigkeit«. In dieser Welt des Jetzt und Sofort erscheint alles möglich, doch tatsächlich bleibt so vieles auf der Strecke – Zeit zum Nachdenken, Zeit für Freunde, Zeit für sich selbst. Wie sind wir in den Strudel der Zeitverdichtung geraten? Sind die neuen Medien, die diese Geschwindigkeit erst ermöglichen, wirklich ein Segen? Wie sind frühere Generationen mit dem Tempo der Welt umgegangen? Und gibt es Wege aus der Dringlichkeitsfalle? In seinem neuen Buch liefert Karlheinz A. Geißler Antworten auf diese und weitere Fragen unseres Umgangs mit Zeit. Ein Buch zum Schmökern und Innehalten, prall gefüllt mit wertvollen Denkanstößen für ein Leben jenseits von Alltagshektik und Beschleunigung.

Gute Gedanken, nur leider hab ich es eher als langatmig empfunden.

— AuroraBorealis

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  • Rezension zu "Alles hat seine Zeit, nur ich hab keine" von Karlheinz A. Geißler

    Alles hat seine Zeit, nur ich hab keine

    michael_lehmann-pape

    20. November 2011 um 13:17

    „Was nützt und Geschwindigkeit, wenn der Verstand unterwegs ausläuft“? Wie so manch anderer zur Zeit (Florian Opitz mit „Speed“), wendet sich Karlheinz A. Geißler nicht „einfach so“ dem Thema Zeit in rein beschreibender Form oder abstrakt zu. Sondern, wie der Titel es bereits in den Raum setzt, dem subjektiven Umgang mit der Zeit und dem subjektiven Empfinden des Ablaufes (besser: Dahinrasen) der Zeit. Einer, der schon Angela Merkel per Interview riet, einfach mal „mehr Zeit zu verschwenden“ (welch Todsünde in Zeiten gewollter, angestrebter, stolz vorgezeigter „Effizienz“.). Geißler wäre nun nicht Geißler mit all seiner Erfahrung zum Thema um die Zeit, wenn er nicht argumentativ einwandfrei belegen könnte, wovon er spricht. Einer, der mit sanfter Ironie darauf verweist, wie ungeheuer wesentlich es dieser Welt in weiten Teilen geworden ist, immer und überall und zu jeder Zeit erreichbar, mittendrin zu sein. Und die eigentlichen Gründe dafür ebenfalls überzeugend benennt. Wobei übrigens eine sanfte, nicht angreifende, durchaus wohltuende Ironie das Lesen der Inhalte durch den Stil Geißlers zu einem echten Vergnügen macht. Da sieht man nur ganz hinten am Horizont den (zu recht) mahnenden Zeigefinger und kann den Gedanken Geißlers gut und einsichtsvoll folgen. Einsichtig darin, dass durchaus eine neue „Zeitkultur“ den Menschen gut zu Gesicht (und zur Gesundheit) stehen würde, wie Geißler auf seinen Betrachtungen der Zeit und ihrer vielfachen Geschichte sanft, aber nachdrücklich und am roten Faden entlang, betont. Den Leser hinführt zu einem „natürlichen Zeitablauf“ (Zeit der Natur – Natur der Zeit), aufzeigt, wie in der Moderne durch die Erfindung und Verbreitung der Uhr die Zeit Teil einer immer stärker strukturierten „Ordnungsmaschine“ wurde. Wie aus dieser „Ordnung der Zeit“ Zeit ein erfassbarer Wert wurde („Zeit ist Geld“) und jenes Geld, jener erhoffte Gewinn immer mehr „Tempo und Takt“ des Lebens vereinnahmten, letztlich begannen, diesen Lebenstakt zu bestimmen und zu beschleunigen bis zum gegenwärtigen Streben nach „Zeitgleichheit“ - „Alles zu jeder Zeit“. Und immer lauert das wirtschaftliche Denken, „die Wirtschaft“ als Auslöser, Verursacher und Antreiber der Menschen. Bis hin zur „Entgrenzung“, auch im Blick auf die Grenzen zwischen Arbeits- und Berufsleben, die in letzter Konsequenz die Entfremdung des Menschen von seiner Arbeit eher noch befördert, denn diese auflöst. Die Setzung von „Arbeit als Leben“ ist die folgerichtige Entwicklung aus all den Vorgaben und Selbsteinbindungen, die zu beobachten sind und wird sich weiter fortsetzen wird in immer höhere Belastungen hinein. Vielleicht ist dieser kleine Satz zum Ende des Buches hin doch hörbar in all der Schnelligkeit unserer Zeit, ein Satz, der die Richtung einer anderen Zeitkultur und eines anderen Umganges mit sich, der Zeit, mit seiner Zeit anregt: „Geachtet werden die Schnellen, geliebt werden die Langsamen“. Ein Satz, den man sich als Leser mehrfach auf der Zunge zergehen lassen sollte und dann mit seinen eigenen Lebenserfahrungen abgleichen sollte. So dass unter Umständen „die Langsamen bereits am Ziel sind“, während „die Schnellen sich noch abstrampeln“. Wohl allein noch dafür sich abstrampeln, das Ziel der Einbindung in liebevolle Verhältnisse und Beziehungen überhaupt erst einmal für sich zu entdecken. Dass dies das eigentliche Ziel auch des „zeitschnellsten und effektivsten“ Menschen letztlich ist. Denn „wir sind auf der Welt, um Zeit einfach zu leben“, nicht um uns Gedanken über eine ständige „Optimierung“ der Zeit zu machen, die gar nicht durch uns in die Welt gesetzt wurden, sondern ganz anderen Interessen allein nur dient. Sprachlich eingängig, in sehr freundlichem Ton, legt Geißler im Buch überzeugend die Entwicklung des Verständnisses von Zeit vor die Augen der Leser und erinnert ebenso eindrücklich daran, worum es wirklich geht (und gehen sollte). Jedem Hektiker zutiefst zu empfehlen (falls er sich die Zeit dafür nehmen könnte“) und jedem anderen natürlich auch.

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