Karlheinz A. Geißler , Jonas Geißler Time is honey

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Inhaltsangabe zu „Time is honey“ von Karlheinz A. Geißler

»Wir haben nicht zu wenig Zeit, wir haben zu viel zu tun.« Karlheinz A. und Jonas Geißler Lange schien es so, als gäbe es ein einfaches Rezept gegen Zeitnot: Zeitmanagement. Karlheinz A. und Jonas Geißler räumen mit diesem Mythos nun auf: »Zeit kann man nicht sparen, nicht managen, nicht verlieren. Man kann mit der Zeit nur eines machen: sie leben.« »Time is honey« setzt der herrschenden »Zeit-ist-Geld«-Logik eine andere Sicht auf das Phänomen Zeit entgegen. Das Buch macht Lust, den Reichtum der Zeit und die Vielfalt an Zeitqualitäten zu entdecken. Zeit ist nicht unsere Widersacherin, die es zu überlisten gilt, sie ist unsere Freundin – wenn wir nur bereit sind, uns auf sie einzulassen.

Interessante Perspektive auf ein vielschichtiges Thema. An vielen Stellen sehr langatmig.

— Lloydaer

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  • Von einer anderen Haltung zur Zeit

    Time is honey

    michael_lehmann-pape

    03. June 2015 um 12:54

    Von einer anderen Haltung zur Zeit „Time is money“. Dies ist für die beiden Autoren nicht nur der „Slogan unserer Zeit“ und nicht nur der Hintergrund für viele (sehr kritisch im Buch gesehenen) Zeit-Management Ratgeber und Seminare, sondern letztlich eine Errungenschaft der Moderne, die mit ihrem unbarmherzigen „Takt“ den eigentlichen „Rhythmus des Lebens“ zerstört. Und ein Satz, der zudem noch sachlich falsch ist. Nicht nun als „neuer“ Ratgeber oder „10-Punkte-Plan“ im Sinne eines weiteren Zeitratgebers kommt daher dieses folgerichtig daher, sondern eher als eine Art philosophische Betrachtung des Umganges mit der Zeit und was Zeit dem Menschen sein kann und sein sollte. Auf der Basis von Fakten und Recherchen natürlich, wie von Geissler seit Langem bereits gewohnt. Zunächst setzt sich das Buch dabei kritisch mit dem „Zeitmanagement“ auseinander, bevor die „Bilder von Zeit“ an sich in Ruhe vor den Augen des Lesers ausgebreitet werden. Und das eben „Zeit“ nicht gleich „Uhr-Zeit“ bedeutet, sondern ganz anderen Rhythmen folgt. „Mein Rat ist daher der, nichts zu forcieren und alle unproduktiven Tage und Stunden lieber zu vertändeln und zu verschlafen, als in solchen Tagen etwas machen zu wollen, woran man später keine Freude hat“ (Goethe). Dieses Zitat gibt durchaus eine Art Leitfaden und inneren Rhythmus für das gesamte Buch vor, denn letztlich verweisen die Autoren vor allem darauf, die Zeit in ihren jeweiligen Möglichkeiten wahrzunehmen, tastend dabei vorzugehen und so aus einem „getakteten Leben“ ein mit der Zeit fließendes Leben zu gestalten. Der an anderen Orten vielgenannte Begriff „Flow“ kommt einem bei der Lektüre dieses Buches daher unweigerlich und in guter Weise in den Sinn. Die Zeit nicht nur quantitativ zu betrachten und zu messen, sich in Zeittakte bestmöglich einzufügen, sondern die Zeit als „Strauß bunter Zeitformen“ in ihrer jeweiligen Qualität sehen, schätzen und aktiv gestalten zu können, das ist jene Haltung der Zeit gegenüber, welche im Buch forciert angesprochen wird. Mit dem Mut, auch solche Zeiten ausführlich zu nutzen und zu würdigen, die im sozialen Kontext wenig Wertschätzung erleben (Langeweile, Ruhephasen, Muße u.a.). Wie das im Sinne eines „Zeitgeflechtes“ gehen könnte und wie aus einem pressenden und druckgebenden „Time is money“ ein genießendes und „gesundes“ Time is honey“ dann werden kann, darauf gehen die Autoren ausführlich ein. Ohne erhobenen Zeigefinger und weitgehend ohne „neue“ Regeln für ein „noch besseres“ „Nutzen“ von Zeit. Sondern eher im Sinne eines aktiven und mit Genuss verbundenen „Zeit-Lebens“. „Was aber, wenn das Beste gar nicht mit Geld verrechenbar ist?“. Und es braucht nicht lange, bevor die Autoren dem Leser überzeugend verdeutlichen, dass das Beste tatsächlich nie zu kaufen sein wird. Eine empfehlenswerte, auch optisch anregend gestaltete Lektüre, die nicht immer ganz einfach zu verstehen ist, das Wesentliche einer höheren Lebensqualität gerade mit Blick auf die Zeit und den Umgang mit der Zeit beim Leser aber durchaus anregt.

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