Unglaublich verliebt

von Karo Stein 
4,0 Sterne bei4 Bewertungen
Unglaublich verliebt
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Drama, Drama, Drama - und das gemischt mit einem unsympathischen Hauptcharakter

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Inhaltsangabe zu "Unglaublich verliebt"

Daniel hat sich fernab seiner Familie sein Leben genau so eingerichtet, wie er es immer wollte. Mit einem tollen Job, jeder Menge unbedeutendem Sex und dazu einem besten Freund, der ihn erdet, wenn das nötig ist. Als sein Zwillingsbruder Moritz nach etlichen Jahren, in denen sie nur oberflächlichen Kontakt hatten, ein paar Monate bei ihm wohnen möchte, steht Daniels Welt plötzlich Kopf. Er hat seinen Bruder unglaublich vermisst und möchte ihn mehr als alles andere wieder in seinem Leben haben. Allerdings passt Moritz genau dort nicht hinein. Immerhin sollte ein zukünftiger katholischer Priester möglichst keinen schwulen Bruder haben. Von der Hoffnung besessen, die Beziehung zu Moritz wieder aufzubauen, krempelt Daniel sein Leben komplett um. Leider funktioniert das nicht so gut, wie er es sich vorgestellt hat. Denn da ist auch noch Lukas, der alles durcheinanderbringt. Dieses Buch hat ungefähr 93.000 Wörter

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B01M4P719L
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:351 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:01.11.2016

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    annlus avatar
    annluvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Drama, Drama, Drama - und das gemischt mit einem unsympathischen Hauptcharakter
    Homosexualität und Glaube

    „Das ist echt witzig. Mister Promisk hat einen heiligen Zwilling.“


    Seit Jahren hat sich Daniel von seiner Familie abgenabelt und nimmt sich genau das vom Leben, was er haben will. Dazu gehören auch eine Menge Männer, denen er nichts als gelegentlichen Spaß verspricht. Doch dann meldet sich sein Zwillingsbruder Moritz bei ihm. Er möchte einige Monate zu ihm ziehen und die alten Bande zwischen ihnen wieder verknüpfen. Nur leider weiß Moritz nicht, dass Daniel schwul ist. Für einen angehenden katholischen Pfarrer kann es wohl nichts schlimmeres geben, als einen schwulen Bruder. So verleugnet Daniel sein wahres Leben und versucht seinem Bruder eine Lüge vorzuspielen – nur blöd, dass es gerade jetzt einen Mann in seinem Leben gibt, der ihm nicht mehr aus den Gedanken geht.



    Eigentlich hatte ich mir die Geschichte etwas anders vorgestellt. Durch die vielen Missverständnisse habe ich mit mehr Humor gerechnet, aber auch mit mehr positiven Gefühlen – besonders, was Daniel und Lukas angeht. Das Versteckspiel – aber auch die vielen Erinnerungen an die Kindheit und Jugend, die die Zwillinge in einer streng gläubigen Familie verbracht haben – haben dazu geführt, dass der erste Teil von einem mehr als nur frustriertem Daniel erzählt wird.


    Neben der Frustration waren es seine Einstellung, dass seine Lust vor allem anderen steht und er sich einfach nimmt, was er will, die ihn nicht sonderlich sympathisch gemacht haben. Besonders, da er in Bezug auf Sex in eine sehr derbe Sprache verfallen ist, der ich gar nichts abgewinnen konnte. Er hat seine Gedanken und seinen Lebenswandel zwar, genau wie ich, als das gesehen, was er darstellt – als starke Rebellion gegen seine bisherige Erziehung, die auch daraus gewachsen ist – dennoch fand ich einiges unsympathisch.


    Im Laufe der Geschichte führen die Ereignisse dazu, dass das Lügenkonstrukt in sich zusammenbricht. Dadurch bessert sich Daniels Laune wenigstens teilweise. Dennoch hat er immer noch einige verwirrte Momente, aber auch wieder rebellische Phasen. Besonders dann, wenn es um die Kirche geht, benimmt er sich oft daneben. Zwar gibt die Erzählung auch eine Erklärung für sein Handeln, richtig fand ich es dadurch aber nicht. Immer wieder fand ich ihn unreif und egoistisch.


    Durch Moritz Auftauchen ist der Glaube ein großes Thema des Buches. Auch seine bisherigen Entscheidungen sind nicht immer auf Wohlwollen gefallen, er scheint sich aber schon intensiver mit sich und seinen Plänen auseinandergesetzt zu haben, sodass er mir – bei all den Zweifeln, die auch ihn überkommen – bei weitem reifer vorkam, als Daniel.


    Fazit: Dadurch, dass die Geschichte von Daniel erzählt wird und ich mich mit seinem Charakter sehr schwer getan habe, fiel es mir nicht leicht, ins Buch zu finden. Die Verbindung der Themen Homosexualität und Glaube fand ich interessant, die Umsetzung hier nicht immer überzeugend. Ich hatte mir eine nette Geschichte erwartet, wurde hier aber viel mehr mit Daniels Zweifel, Verwirrung und Wut überschüttet – was mir zuviel (egozentrisches) Drama war.

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    Kisa267s avatar
    Kisa267vor 5 Monaten
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    Scheibenkleistervor 2 Jahren
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    pengiberlinvor 2 Jahren

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