Karo Stein Wenn es Liebe ist

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Inhaltsangabe zu „Wenn es Liebe ist“ von Karo Stein

Im Leben von Erzieher Julian läuft nichts wie geplant. Statt trauter Zweisamkeit mit seiner Freundin steht er vor den Scherben einer weiteren gescheiterten Beziehung und fasst den Entschluss, erst einmal auszukosten, was das Leben einem bisexuellen Mann zu bieten hat. Nur leider ist Julian weder der Typ für anonymen Sex noch glaubt er an die große Liebe mit einem Mann – bis der attraktive Mark in sein Leben tritt und es gehörig auf den Kopf stellt...

Ein gutes Buch, bei dem aber noch Luft nach oben besteht!

— LiehsaH

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  • Ein nettes Buch, das mich aber nicht zu 100% überzeugt hat

    Wenn es Liebe ist

    LiehsaH

    02. August 2016 um 19:36

    Erster Satz:  "Wohin würdest du gehen, wenn Zeitreisen möglich wären?" Meinung:  Das Cover finde ich farblich schön. Die Federn und der Traumfänger passen zur Geschichte. Für ein Werk dieses Genres ist eine Frau auf dem Cover eher ungewöhnlich, aber stören tut's mich nicht. Der Titel verspricht Romantik und Drama. Ich hätte ihn für diesen Roman nicht gewählt, auch wenn er Teil der Geschichte ist. Er ist jedoch nicht zwangsläufig unpassend. ;) Erzählt wird aus Julians Ich-Perspektive, wodurch er in den Fokus des Lesers rückt. Es ist eindeutig seine Geschichte. Die Geschichte ist angenehm zu lesen. Man kann sie problemlos an einem Abend beenden, ohne den Faden zu verlieren oder sich arg anzustrengen. Die Handlung reicht in manchen Bereichen tiefer als erwartet. Dafür wurden andere Erwartungen nicht erfüllt.Mir gefällt, dass die Probleme Bisexueller angesprochen werden. Das ist ein schwieriges Pflaster und fast noch vorurteils- und problembelasteter als Homosexualität. Warum? Weil Homosexualität wenigstens eindeutig ist, etwas, das die Leute verstehen können. Mann steht auf Mann bzw. Frau auf Frau, das kann man irgendwie einordnen, selbst wenn man selbst nichts damit am Hut hat und das Ganze nicht akzeptiert. Aber Leute, die "jeden" nehmen würden? Theoretisch zumindest. Oder noch schlimmer: Pansexuelle, die sich in die Persönlichkeit verlieben und denen das Geschlecht komplett egal ist. Die würden auch genderfluide Personen oder Hermaphrodite nehmen. Oje, oje. Diese ganzen Unterteilungen der Sexualität sind schwer zu durchschauen und überblicken, aber in einer Welt, wo Individuen geschätzt werden, sind sie nötig.Außerdem wird auch auf das Problem rund um männliche Erzieher eingegangen, die vermeintlich schwul sind. Ein wichtiges Thema!Generell geht es um Treue, Selbstfindung und den Kampf gegen Vorurteile. Leider kam mir dabei das Liebesdrama zu kurz. Aufgrund des Titels und des Klappentextes hätte ich da mehr erwartet. Natürlich gibt es Konflikte, aber Julian wird eher von außerhalb gequält als durch Liebesprobleme. Diese lösen sich immer sehr schnell wieder auf. Julian macht als Hauptcharakter eine gute und wichtige Entwicklung durch. Von einem fremdbestimmten zu einem selbständigen Mann in 278 Seiten!Gut finde ich, dass Mark ähnliche Probleme wie Julian hat und sich noch ein wenig finden und festigen muss. Sonst ist immer nur ein Charakter unsicher, während der andere derart selbstbewusst ist, dass es einem Angst macht. Bei "Wenn es Liebe ist" tastet das Paar sich jedoch langsam aneinander heran, auch wenn es zwischendurch heiß hergeht. Es ist niedlich, dass sie beide unsicher sind.Julians bester Freund Jo ist echt klasse! Ich mochte ihn schon am Anfang, aber gegen Ende mausert er sich nochmal. Ob er eine eigene Geschichte hat oder bekommt?Tanja ist schrecklich, auch wenn es anfangs nicht so wirkt. Dafür sind die Kinder aus dem Kindergarten, besonders Tim, entsetzlich süß! Ich mag die Szenen mit ihnen. Fazit: 4* Ich habe einerseits mehr, andererseits weniger erwartet. Dass auch schwierige Themen angesprochen werden, stimmt mich positiv. Gleichzeitig leidet die Liebesgeschichte darunter. Insgesamt ist es ein gutes Buch, das ich gern empfehle.

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