Karola Briese

 4 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Dragonerkind.

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Dragonerkind
Dragonerkind
 (2)
Erschienen am 03.03.2018

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Rezension zu "Dragonerkind" von Karola Briese

Hab mehr erwartet...
SteffiKrumbiegelvor 4 Monaten

Nun zu den historischen Sachen:
Ich habe jede Unterrichtseinheit und Schlacht gegooglet. Fangen wir bei einer kurzen Sache an. Das Reiten von Pferden ohne Hufeisen geht ohne Probleme. Die wissenschaftlichen Errungenschaften waren richtig.
Freund von Philippe – Antoine – schlägt vor, dass man aus Jean, der eine ausgezeichnete Knabenstimme besitzt, einen Kastraten zu machen. Fakt ist: Die Franzosen lehnten das kategorisch ab. Diese Aussage hätte eher noch von einem Deutschen oder Österreicher kommen können, da die dies von den Italienern übernahmen. Haydn wäre hier ein schönes Beispiel, dessen Vater diese OP verhinderte.
Nebenbei muss der kleine Jean noch die liturgischen Gesänge lernen. (Alles in einem Zeitraum von weniger als 7 Monaten.)
Philippe bringt den Spruch, dass sein Jean quasi einem Lotteriegewinn gleicht:
Historischer Hintergrund ist da fraglich. Da die Lotterie aus England kam und über Holland sich erst Ende des 18. Jhd. durchsetze.
Die Freimaurer durften auch nicht fehlen:
Philippe wünscht sich, dass er zu den Freimaurern darf. Über einen Bekannten scheint er da auch Kontakte zu besitzen. In Deutschland trifft er sogar auf diese. Aber der Fehler befindet sich im Detail. Er wird eines Nachts dann abgeholt und zu einem Treffen geführt. Soweit so gut. Es wird aber auch von den Logen gesprochen. Die erste Französische Loge entstand aber erst 15 Jahre später. Hier können wir uns gern streiten, ob es vielleicht schon kleinere Gruppierungen gab. Wären dann aber die Templer nicht besser gewesen?
Charakterbildung:
Jean ist eindeutig nicht auf dem Stand, welcher seinem Alter entspricht. Manchmal zu schlau, dann wieder extrem unterwürfig und wieder frech. So schnell lernt keiner lesen, schreiben oder rechnen wie er.
Philippe. Der Protagonist.
Er ist Anfang zwanzig, bereits ein Kriegsheld, sehr belesen und für die damalige Zeit sehr aufgeklärt. Doch dann verschwimmen die beiden miteinander und man bekommt das Gefühl, dass manchmal Jean der Ältere ist. Am Ende kristallisiert sich eine Vater-Sohn-Verbindung heraus, die ich eher fraglich finde. Lehrer-Schüler wäre da wohl besser, wenn diese vielen Näherungen nicht wären.
Oft verfällt der junge Leutnant der Schwermut und der Leser möchte hier erfahren, was die Ursache dafür ist. Alpträume plagen ihn und auch die Freimaurer geben ihm die Aufgabe, sein Innerstes zu ergründen. Was es damit auf sich hat, muss man selbst herausfinden. Leider beruht darauf der ganze Spannungsbogen und ich empfand das etwas zu dürftig.

Die ganze Rezension findet man unter: BLOG

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Rezension zu "Dragonerkind" von Karola Briese

Rezension zu Dragonerkind von Karola Briese
Buechermama85vor 5 Monaten

Mit Dragonerkind ist der Autorin Karola Briese ein sagenhaftes Debüt gelungen.
Eigentlich lese ich ja meistens aus Sicht der Engländer, doch mit diesem Buch habe ich die Franzosen lieben gelernt.
Das schulde ich hauptsächlich den beiden Protagonisten Philippe de Belsace, seines Zeichens Dragoner Leutnant und seinem Burschen Jean. Seit langem sind mir nicht mehr so starke,faszinierende und zugleich liebenswerte Charaktere begegnet. Jeder auf seine eigene Weise reißt einen in seine Bann und man kann nicht widerstehen! Karola Briese hat es mit diesen beiden Zeitgenossen geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu bannen.
Das Buch überzeugt durch eine tolle Recherche und viel Hintergrund wissen. Man merkt, dass viel Schweiß und tränen in diesem Werk stecken. Dank einer durchgehend aufrechterhaltenen Spannung, vieler Informationen und Erklärungen die beim lesen allerdings nicht erschlagen und trotz der des Zeitalters angepassten Ausdrucksweise, fliegt man nur so durch die Zeilen.
Auch die Story bietet viele verschiedene Seiten, mal lustig mal traurig mal spannend, was bei so gut recherchierten Romanen oftmals auf der strecke bleibt. Doch mit diesem Buch kommt jeder auf seine kosten.

Im Anhang findet man dann noch diverse Liedtexte im Original sowie auch übersetzt und ein Glossar, was durchaus hilfreich war, obwohl ich durch meine Vorliebe für historische Romane schon einiges an Vorwissen hatte.
Auch die Karte von Argentan sowie von Hessen und Westfalen aus den 18. Jahrhundert halfen mir gut, den Weg der Protagonisten zu verfolgen und rundet diesen, meiner Meinung nach großartigen historischen Roman perfekt ab.

Mein Dank für das Rezensionexemplar geht an den A-Verlag und an dich Karola!

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